Unsere Babys ziehen um… und leider auch Candice 
Das Leben geht weiter – nach dem traurigen Tod unserer Bären Irwin und Yin Yang in Chengdu haben sich ihre Paten entschlossen, diese Namen an zwei unserer Jungtiere in Vietnam weiter zu geben.

Diese beiden kleinen Energiebündel, Yin Yang und Irwin jr. Sind soeben aus ihrer Kinderstube in die Behausungen für heranwachsende Bären umgezogen. Amanda, unsere Bärenbetreuerin hat diesen Umzug mit den beigefügten Bildern dokumentiert. Leider ist das auch der letzte Arbeitstag von Candice Bloom, der dortigen Tierarzthelferin. Wir werden sie alle sehr vermissen – besonders auch Yin Yang und Irwin jr., die sie schon als Adoptivmutter betrachtet haben.


Cands, vielen Dank dafür, dass Du die beste Freundin und auch die Ersatzmutter der Bären warst. Nachdem sie ihren Müttern geraubt wurden, waren sie so verschreckt, verwirrt und einsam. Sie sind durch eine Hölle gegangen, die für uns kaum vorstellbar ist. Dank Deiner aufopfernden Pflege und der Zuneigung auch durch die Bärenpfleger sind sie jetzt wieder glücklich, gesund und unverschämt verspielt. Da haben sich wohl zwei Seelen getroffen! Ich wünsche Dir eine sichere Reise und komm bald wieder zurück.




Candice hat ihre Zuneigung in den folgenden Zeilen ausgedrückt, die sie anlässlich des Umzugs der Tiere verfasst hat:

Wie auch sonst alles, haben Yin Yang und Irwin jr. den Tag ihres Umzugs sehr genossen. Zunächst haben wir den Umzugskäfig bei ihnen platziert damit sie ihn in Ruhe untersuchen konnten (und auch um zu testen, was er aushält!). Mit etwas Bestechung in Form schmackhafter Früchte gingen beide Jungtiere dann ohne Probleme hinein und haben auch die holprige Reise ins „Land der großen Bären“ gut überstanden!

Die beiden Jungtiere haben ganz eigenständige Charaktere! Irwin jr. schlägt ganz nach seinem Namensvetter, dem verstorbenen Steve Irwin, wie er so zwischen den Balken und der Schaukel herumturnt (Meine Kollegin Fiona und ich bekommen fast einen Herzanfall dabei!)

Sein liebster Trick ist ein Purzelbaum von der höchsten Stange seiner Schaukel auf den Boden. Dabei sieht man zunächst nur einen kleinen Bärenpo oben auf der Schaukel und plötzlich landet er auf dem Boden. Sehr zufrieden mit sich! As wir ihren kleinen Schwimmteich zum ersten Mal zu ihnen brachten, machte er auch dort hinein Purzelbäume!

Yin Yang hat einen weißen Fleck auf der Schnauze und ist ein kleiner, stämmiger Kerl, der schon alles versteht! Er weiß, wo und wann sein Futter kommt, wo wir es verstecken und macht sich einen Spaß daraus, seinen Bruder wieder herunterzuziehen, wenn der irgendwo hinaufgeklettert ist!

Sie raufen gern miteinander und die Möglichkeit, sie zu zwei selbstsicheren „Mini“ Mondbären heranwachsen zu sehen, ist schon ein seltenes Geschenk.

Diese zwei Prachtkerle bringen uns mit ihren verschmitzten Späßen jeden Tag zum Lachen und haben sicherlich das Herz eines jeden von uns gestohlen.

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Verseuchter Gallensaft schürt Bedenken 
Von dem aktuellen Skandal über mit Melamin gestreckte Babymilch sind in China über 6000 Babys betroffen und bereits drei gestorben. Eine der Antworten der chinesischen Regierung darauf war, dass man sie nicht auf diesen Zustand aufmerksam gemacht habe. Die Milchindustrie sei Schuld, die Krise sowohl der Regierung als auch der Öffentlichkeit verschwiegen zu haben.

Das verbindet in unseren Augen den Milchskandal mit unseren Bedenken hinsichtlich der verseuchten Bärengalle. Wir versuchen schon geraume Zeit einen Ansprechpartner zu finden, der ein offenes Ohr hat für unsere Besorgnis, dass die Bären in ungewöhnlich großer Zahl schon jung an einer Krankheit sterben, die bei ihnen sonst erst im hohen Alter bekannt war.

Bären sterben schon mit zwei oder drei Jahren an Leberkrebs und wir befürchten, dass eine Verbindung besteht zwischen der verseuchten Gallenflüssigkeit, die wir bei ihnen finden und dieser Krankheit. Wenn das bei den Bären geschieht, was geschieht dann bei den Menschen, die Arzneien einnehmen, in denen dieser Gallensaft verarbeitet wurde?

Obwohl es noch keine Beweise dafür gibt, sind wir doch der Meinung, dass die Regierung diesen Bedenken nachgeht und nicht einfach abwartet bis diese Beweise vorliegen.

Die große Zahl der Fälle von Leberkrebs bei unseren geretteten Bären macht uns ernsthafte Sorgen. In fast jeder Probe des Gallensafts finden sich Eiter und andere Verunreinigungen. Nach unserer Ansicht Grund genug, dass die Regierung diese Untersuchungen selbst dringend weiterführen sollte.

Hier finden sie die zugehörige Pressemitteilung, die dazu heute veröffentlicht wurde.

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Auf Wiedersehen, Babs…. 
Leider habe ich schlechte Neuigkeiten. Am Donnerstag haben wir Lucky Rui verloren, nachdem wir sie um 8 Uhr morgens in ihrer Hütte zusammengebrochen gefunden haben, als unsere Mitarbeiter die Bewohner vom Bärenhaus 5 füttern wollten.

Sie atmete noch, war aber in schlechtem Zustand. Schnell wurde sie ins Hospital transportiert und narkotisiert. Heather, unsere leitende Tierärztin, legten einen Katheter in ihre Luftröhre und starteten die Untersuchung. Der Abschied am Ende brach allen das Herz – ihr Pflegeteam und die Tierärzte kamen um ein Mitglied der Familie zu verabschieden, das seit Oktober 2000 mit uns gelebt hat.



Lucky Rui hat ihren Namen von ihren großzügigen Sponsoren erhalten, den Mitarbeitern und Studenten der Chinese International School in Hongkong, die bereits Sponsoren für einige Bären über die letzten Jahre waren. Doch da war etwas Besonderes an ihrem ursprünglichen Namen, Barbara, den sie bei ihrer Ankunft vor acht Jahren trug und so nannten wir sie immer liebevoll… Babs.

Keiner könnte behaupten, dass Babs charakterlos war – sie konnte ein süßer und liebenswerter Bär für Mensch und Tier sein, trotzdem war stets noch etwas um sie, das Respekt einforderte. Man machte mit ihr keine üblen Scherze – sie stand ihre Frau in jedem Sinn des Wortes. So lange man sich an ihre Regeln hielt, war aber alles in Ordnung.

Immer wieder hörten wir, dass Babs dieses oder jenes angestellt habe. Doch da war immer auch ein Lächeln dabei, denn man wusste, dass sie wieder mal ein armes Opfer verführte. In ihrem Alter konnte sie sich das erlauben.

Von Heather:

Wo soll man anfangen von Babs/Lucky Rui zu erzählen? Sie war ein lebhafter kleiner Bär mit einem eigenen Kopf. Trotz ihres kleinen Wuchses. Ihre helle Schnauze, kurzen Beine und ihre Ringellocken machte sie sofort kenntlich. Jeder kannte und liebte sie.

Sie verbrachte acht herrliche Jahre bei uns, in denen sie spielen, das Gras unter ihren Sohlen fühlen und den Sonnenschein auf ihrem Rücken spüren konnte. Doch die langen Jahre in einer Bärenfarm, eingezwängt in einen Käfig, haben ihren Tribut gefordert. In Gliedmaßen und Wirbelsäule steckte die Arthrose, gegen die wir mit zahlreichen Medikamenten, versteckt in leckeren Fruchtshakes und klebrigen Marshmallows ankämpften. So konnte sie noch in einen Korb klettern für einen kurzen Schlummer oder mit ihrem ebenfalls an Arthrose leidenden Freund Jürgen um die Wette laufen zum nächsten Futterplatz.

Leider hat ihr kleiner Körper am Donnerstag nicht mehr mitgemacht. Wir fanden sie in ihrer Behausung, unfähig sich zu bewegen. Bei der Untersuchung zeigte sich, dass ihre Arthrose einen kritischen Grad erreicht hat. Die Schädigungen ihrer Muskeln bedeuteten, dass sie sich nicht mehr erholen konnte. Traurig mussten wir von unserem tapferen kleinen Bären Abschied nehmen.

Von Nic, der auch beim Begräbnis von Babs das Gedicht „Spirit of Hope“ vortrug:

Letzte Woche noch wog Babs 73 kg. Ich habe sie nun fast zwei Jahre gekannt und die Arbeit mit dieser alten Persönlichkeit gab mir viel Gutes. Trotz ihres Alters, ihres Gewichts und ihrer kleinen Körpergröße war Babs sehr zäh.

Jeder kannte sie und in fast jedem Wochenbericht tauchte sie auf. Die letzte aus dem Haus am Morgen, aber sehr oft auch die letzte, die am Abend wieder hineinkam.

Im Winter zog sie es oft vor, draußen zu bleiben und machte ihr eigenes Bett nach Bärenart in einer Vertiefung, die sie mit Stroh für den perfekten Schlafplatz auspolsterte.

Sie stand auch ihren Mann, was die anderen Bärenbewohner schon wussten und respektierten. Noch vergangene Woche verteidigte sie ihr Futter und legte sich mit Ballmann an, der fast doppelt so groß ist wie sie. So war sie eben, Babs.

Mit ihren Ringellocken war sie wohl nicht die strahlende Schönheit. Und dennoch, Babs war wunderbar.

Wir haben sie im Leben geliebt, lieben sie im Tod und werden sie sehr vermissen.


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Die wundersame Veränderung von Rubble 
Wir möchten Ihnen einfach mal zeigen, was eine gute Portion liebevoller Pflege für ein kleines und bedürftiges Erdbebenopfer bewirken können. Als wir ihn im May in den verwüsteten Straßen von Dujiangyan fanden, war er Rubble kaum als Hund zu erkennen.



In seinem übel riechenden und verfilzten Fell klebten Teile von Zement und Baumateial, überall am Körper hatte er Wunden, hungrig und dünn sah er aus. Aber als er sich auf ein Stückchen Wurst stürzte und uns seinen großen Lebenswillen zeigte, hatten wir Hoffnung für ihn.

Inzwischen hat er bewiesen, dass in jedem Zentimeter von ihm ein großer Überlebenswille steckt. Diese Fotos hat Wendy, unsere Tierarztpflegerin, von ihm gemacht und sie sprechen wirklich für sich selbst.



Sein stolzer Besitzer konnte nicht widerstehen, ihn ins Krankenhaus zu bringen und uns seinen Hund voller Stolz zu präsentieren. Und Rubble selbst schien höchst erfreut, seine alten Freunde wieder zu sehen.

Der nächste Schritt bei der wundersamen Verwandlung dieses Hundes wird darin liegen, dass Rubble seine Prüfung als Hundetherapeut bei uns ablegt, wenn wir ihn in ein paar Wochen für seinen Einsatz in unserem Programm Dr. Hund prüfen werden. Drücken Sie ihm die Daumen, damit er den Test auch wirklich besteht – vom Straßenhund zum Dr. Hund, ein wahrer Held seiner Spezies in China.

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Ein süßer Erfolg für Dilly 
Bären lieben es zu klettern. Einige der Bewohner von Haus 1 – Stardust, Starlight und Dilly – haben kürzlich ihren eigenen Kletterverein gegründet! Hier sieht man sie bei ihrem ersten Ausflug (von oben: Stardust, Dilly und Starlight).




Besonders Dilly liebt es, die Bäume in ihrem Gehege hinaufzuklettern. Das zeigt wieder einmal, wie es diesen Bären gelingt, ihre schreckliche Vergangenheit zu vergessen und wieder ihre natürliche Lebensweise zu entdecken.

Die meisten unserer Bären lieben den Honig und Dilly ist da keine Ausnahme. Ihre Freunde und sie kennen nichts Schöneres als den süßen Gaben nachzuschnüffeln, die wir in ihrem Garten als Teil ihres Unterhaltungsprogramms verstecken.

Doch neulich stand Dilly der Sinn nach einem anderen Ziel – Honig à la Natur! Sie sorgte selbst für ihre Beschäftigung im Gipfel eines großen Baumes. Zum Glück war Donata, die Bärenbetreuerin mit ihrer Kamera zugegen als Dilly mit ihrer Beute herabkam – wie man hier sieht, eine perfekte Wabe.




Donata sagte auch, dass sie einen ziemlich aufgebrachten Wespenschwarm hoch oben im Gipfel des Baumes gesehen habe.


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