Die Wahrheit über Bärenfarmen 
Stunden später war der Gesundheitscheck von Lotus, den wir auf Chinesisch auch „Chengdu Wahrheit“ nennen. Es gibt keine Worte, die auch nur annähernd unseren kochenden Zorn beim Anblick dieses Skeletts in seinem Käfig beschreiben können. Dieser Bär war sogar zu schwach, um den Kopf heben zu können.

Viele, die das hier lesen, werden sich an einen anderen Bären erinnern, den ich vor Jahren auf einer Farm in Yunnan auch „Truth“ (Wahrheit) genannt habe. Diesen konnten wir damals nicht retten aber ich schwor, dass ihr Tod nicht vergebens sein würde. Hier in Chengdu hatten wir nun unsere eigene Wahrheit. In noch schlimmerem Zustand wie sein Namensvetter.



Die Schulter war voller Abszesse und zeigte die ganze Brutalität der gefühllosen Injektionsversuche der Schlächter auf die Farmen. Dieser arme Bär war offensichtlich so krank gewesen, dass die so genannten „Ärzte“ entschieden, ungeeignete Antibiotika in seine Muskeln zu spritzen. Natürlich mit unsterilen Nadeln. Das hat schließlich zu diesen schmerzhaften, offenen Wunden voller Eiter geführt.

Er wurde betäubt und das Ultraschallbild ließ aufs Neue unsere Herzen sinken. Minuten später auf dem OP-Tisch sahen wir eine Leber, von der aus der Krebs sich bereits in seinem armen, ausgemergelten Körper ausgebreitet hatte.



Nach ihrem Tod lag die Wahrheit hier; Winzig und verletzlich. Mit nackten Vorderpfoten, Tatzen die seltsam menschlich wirkten und eingefallenen Augen ohne Hoffnung.

Stunden zuvor folgten diese Augen argwöhnisch allen unseren Bewegungen als wir ihm Wasser anboten, das er ab und zu trank, Früchte, die er ignorierte und tröstliche Worte, die auf taube Ohren stießen.

Voll Scham mussten wir uns von diesem Tier abwenden. Wir wussten, dass unsere Entschuldigungen und unser Mitleid einem Bären nichts bedeuteten, der bei seiner Geburt so voll Hoffnung war und dann so völlig von einer Spezies im Stich gelassen wurde, die ihm zeigte, dass er ihr gleichgültig war. Dass er mit diesen Gedanken im Herzen sterben musste, ist fast nicht zu ertragen.


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Nothilfe Bärenrettung


„Kiki“ – ein verschwendetes Leben 
Das ist mehr als wir tragen können … noch zwei Bären sind dem Leberkrebs erlegen. Unser Team kann zusehen, wie es diesem jämmerlichen Unglück wieder in den Griff bekommt und es bleibt ihnen am Ende nur noch, das Leben dieser Tiere zu beenden, die so viel Besseres verdient hätten. Viele Wände wurden frustriert mit Fußtritten bedacht, seit die Bären Montagnacht hier ankamen. Jetzt ist erst Mittwoch und schon vier Bären liegen unter Grashügeln am Fluss. Dort haben sie endlich Frieden gefunden.

Als wir Kiki aus einem Käfig schnitten, der ihm das Leben abschnürte, war es nicht schwer zu verstehen, warum er so flach und ohne Reaktionen war. Mir bleibt in Erinnerung an diesem Bären, wie er verzweifelt seine Zunge herausstreckte um seinen Fruchtshake aufzulecken um gleich darauf voll Schmerzen seine Schnauze mit den Pfoten zu umfassen. Von außen konnten wir nur rote und entzündete Lippen sehen und waren daher nicht auf das kommende vorbereitet.



Lange schon stöhnte Kiki praktisch ohne Pausen und gab Anzeichen von Bauchschmerzen. Sein Stöhnen schreckte uns, da wir aus Erfahrung gelernt haben, dass der Tod für diesen Bären vor der Tür steht. Daher betäubten wir ihn sofort für einen Gesundheitscheck.

Er roch stark nekrotisch – nach krankem, abgestorbenem Fleisch. Alle vier Eckzähe waren abgeschnitten oder abgebrochen und einige Zähne ausgerissen. Gemeinsam mit Stücken des Gaumens. Alle übrigen Zähne waren hoffnungslos zerstört.

Sogar sein rechtes Auge war faulig – Ergebnis eines Monate alten Krebsgeschwürs und auch sein linkes Auge war krank. Seine Klauen waren abgebrochen. Sie bluteten und waren entzündet. Die Tatzen hatten die bekannten Borsten wie sie bei Bären auftreten, die jahrelang nie den Boden berühren. An seinem Hinterfuß war ein eitriges, entzündetes Loch mit 15 cm Durchmesser. Dort war das Fleisch fast bis auf den Knochen verfault.
Sein schrecklicher Körpergeruch und Flüssigkeit in seiner Bauchhöhle ergaben den Verdacht auf Bauchfellentzündung, worauf er sofort operiert wurde. Bei der Öffnung von Kikis Bauch
zeigte sich, dass dieser und die Eingeweide voller Gase waren, die sein Herz und seine Lunge zusammenpressten und unendliche Schmerzen verursachten.

Wir beteten und unser Team arbeitete an diesem schlafenden Bären. Die Hoffnung hört nie auf – bis es still wurde im Raum … Kiki war tot. Bei der Autopsie ergab sich eine ganze Liste an Leiden. Fast nicht zu begreifen … einschließlich Leberkrebs, großen, schmerzhaften Gallensteinen, Eiter in der Gallenflüssigkeit, eine kranke Milz, Entzündung und Arthritis am Rückgrad. Bei diesem Bären gab es keine Hoffnung mehr. Ruhe sanft Kiki. Ein Team ist so voll Scham und Trauer über dein armes, verschwendetes Leben.

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Nothilfe Bärenrettung


Fotos von der Rettung der Bären 
Unsere schlauen Techie-Jungs in Hongkong waren heute den ganzen Tag fleißig und haben Filmmaterial von der Rettung auf diese Seiten geladen.

Bitte klicken Sie hier , wenn Sie sich die Clips anschauen wollen.

Und bitte, schicken Sie die Videos auch an Ihre Freunde. Alle Welt sollte sie sehen.


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Danke für Ihre guten Wünsche!  
Wieder ganz schnell, nur um Ihnen zu sagen, wie sehr mich Ihre wunderbaren Botschaften und Hilfsangebote berühren. Wie Sie sich vorstellen können, waren die letzten Tage geradezu verheerend für uns alle hier in Chengdu. Zu wissen, dass Sie in Gedanken bei uns sind, bedeutet uns sehr viel. Danke…

Viele von Ihnen haben gefragt, ob sie etwas tun können, um uns zu helfen – ja, da gibt es etwas.

Bitte, schreiben Sie einen freundlichen Brief an Madam Xiong, die Leiterin des Sichuan Forestry Department. Danken Sie ihr, dass sie die Rettung dieser armen Bären ermöglicht hat und bitten Sie Madame Xiong, noch mehr Bären in die Obhut von Animals Asia zu übergeben.
Ein
Sie können sie auch bitten, ihren Einfluss geltend zu machen, um diese grauenvolle Industrie zu beenden. Ich weiß, es ist sehr schwer, gerade jetzt ruhig zu bleiben. Aber genau das ist jetzt so wichtig – wenn wir unserem Ärger jetzt Luft machen, würde das die sehr empfindlichen Verhandlungen, in denen wir gerade stecken, gefährden und sogar zukünftige Rettungsaktionen gefährden.

Madam Xiong, was, wie ich Ihnen schon erzählt habe, wörtlich übersetzt “Frau Bär” heißt, hat gestern die Rettungsstation besucht und ich konnte erkennen, dass sie von dem, was sie sah, sichtlich erschüttert war. Deshalb ist nun die richtige Zeit, ihr zu schreiben. Wir sind der Meinung, dass individuelle Briefe mehr Gewicht haben, als Unterschriften auf einer Petition. Deshalb bitte, nehmen Sie sich die Zeit und schreiben Sie ihr jetzt!

Damit sicher gestellt ist, dass Ihr Brief Madam Xiong erreicht, haben wir hier ihre Adresse in chinesischen Schriftzeichen hinterlegt. Sie können diese Adresse ausdrucken und sie auf den Briefumschlag aufkleben.

Danke!


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Aufrecht stehend – jedenfalls fast  
Heute, Mittwoch, am späten Morgen, machte Watermelon seine Beine ganz lang und versuchte, aufzustehen! Er hat es nicht ganz geschafft, aber er hat es versucht!

Das war wahrscheinlich das erste Mal seit vielen Jahren, dass er genug Platz hatte, um seine vier Beine auszustrecken. Mehr später… und schicken Sie uns bitte auch weiterhin Ihre positiven Gedanken!

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