Hayleys neues Leben im fröhlichen Paris! 
Es freut uns immer, wenn wir Nachricht von ehemaligen Mitarbeitern bekommen, die Animals Asia verlassen haben um neue Herausforderungen zu suchen – und die stolz sind auf die guten Erinnerungen an das Leben in China oder Vietnam. Hayley, unsere ehemalige Tierkrankenschwester, hat kürzlich in meinem Blog die Geschichte von Rainbows „Reise“ nach Hawaii gelesen und sich entschlossen, auch etwas zu schreiben. Natürlich habe ich das gleich für die aktuelle Geschichte hier genutzt und schicke Hayley von uns allen einen herzlichen Gruß. Auch wir vermissen Dich!

Jeder hier hat eine „Geschichte“ über Hayley – es sind wohl Hunderte – angefangen von ihrer verrückten Vorliebe für alles was rosa ist, über die extra Schicht Maskara, wenn wir ein Kamerateam erwarteten bis hin zu ihrem geduldigen Eric, der sie nach Frankreich entführte!

Nie kann ich an Hayley denken ohne den Bären Blue (unten) anzuschauen. Ich erinnere mich an den Spaß – und die Tränen – die wir gemeinsam in gleichem Maß teilten bei all den Hochs und Tiefs im Leben hier in Chengdu.



Schön, wieder von Dir zu hören, Hayley. Und Sie, liebe Leser, greifen Sie zu einer schönen Tasse Tee (oder einen sehr starken Espresso) und freuen Sie sich an dem kleinen Update aus dem fernen Frankreich.

Hallo Jill,
ich freue mich, von Dir zu hören. Über den Blog halte ich mich auf dem Laufenden über alles, was rund um die Bären vor sich geht! Ich hoffe sehr, eines Tages zurück zu kommen, um meinen lieben Blue und Oliver, den neuen Vorzeigebären des Rettungszentrums, zu besuchen! Immer wenn ich etwas über diese Bären lese oder ein Foto oder ein Video sehe, kommen mir die Tränen. Was für ein Lohn für all die Arbeit von so vielen Menschen, dass er lange genug lebt, um schließlich auch „auf Gras zu laufen“. Das ist ja unser Ziel für jeden Bären, der zu uns kommt. Egal in welchem Zustand.

Ich erinnere mich noch an den elenden Zustand der 28 Bären, die wir 2008 retteten. Alle waren sie nahe am Tod als sie ankamen. Es blieb uns nichts anderes übrig als die Kränksten von ihnen einschlafen zu lassen und zwar dann, wenn wieder bei einem Gesundheitscheck und der Ultraschalluntersuchung ein unheilbarer Leberkrebs festgestellt wurde. Diese Bären wurden zusammen mit Spielsachen, Leckerbissen, Tränen und natürlich Bündeln von Gras begraben. Gras, das ihre ausgetrockneten und von den Gitterstäben geschundenen Pfoten nie gespürt haben.

Wie Du weißt, lebe ich seit sechs Monaten zusammen mit meinem Mann Eric, den ich in Chengdu während meiner Zeit bei AAF getroffen habe, in Paris. Auch er liebt die Bären. Deshalb haben wir einen Bereich unseres kleinen Appartements unseren wunderbaren Bären (und auch einigen der weniger hübschen) gewidmet! Ja, hier ist Asia, ein Zeugnis für all das, was einen Bären ausmacht!





Jetzt unterrichte ich Englisch (denn mein Französisch ist so hoffnungslos, dass ich hier als Tierkrankenschwester nicht arbeiten kann – das wäre zu gefährlich!) und es macht mir mehr Freude als erwartet. Nie lasse ich die Gelegenheit aus, meinen Schülern etwas über meinen wahren Beruf zu erzählen!



Besonders für jene, die noch im Stadium von „Ich heiße … und .. ich komme aus Frankreich“ sind, sind die Vokabeln noch etwas schwierig. Denn Worte wie „Bärengalle“ oder „Gallenblase“ hatten wir noch nicht. Aber mit Hilfe meiner Fotos verstehen sie es schon!

In Paris gibt es nicht besonders viele Tiere. Für mich etwas schade. Doch die Tauben und Spatzen hier sind gut gefüttert und meine arme Katze in England wird bei jedem meiner Besuche mit Liebe überhäuft.

Gerade waren meine Mutter und mein Vater zu Besuch und die Fahrten durch Paris mit unseren Rollern und Motorrädern machte viel Spass. Doch wir hatten 36 Grad Hitze und mussten deshalb viel schwitzen. Das Motorrad meines Vaters ist ja nur an englische Temperaturen gewöhnt und wurde mehrere Male zu heiß. Doch sie brachten mir bei ihrem Besuch wunderschöne Fotos mit von unserem Dorf in Tideswell, Derbyshire, England.

Vor meiner Abreise nach Frankreich gab ich noch mehrere Vorträge über AAF, darunter auch für die örtlichen jungen Fremdenführerinnen von Tideswell. Offenbar hat sie das schlimme Los der Bären so sehr bewegt, dass sie von sich aus Spenden gesammelt haben. Jedes Jahr gibt es in Tideswell und anderen Dörfern der Gegend etwas, das wir das „Brunnenfest“ nennen. Es ist eine sehr alte Tradition bei der wir für die Reinheit des Wassers aus bestimmten Brunnen während der Zeit des „schwarzen Todes“ danken. Die Bewohner machen dabei große Bilder ganz aus Blumen, Samen, Blättern, Rinde und Gras, die sie in Lehm fixieren und im ganzen Dorf herumzeigen. In Tideswell gibt es in der Regel vier oder fünf davon, wobei die Schule, die Kirche, Spielgruppen etc. je ein unterschiedliches Thema für ihr Bild wählen. Doch alle ziehen sie die Touristen an und sammeln Spenden.

Dieses Jahr haben die Fremdenführerinnen sich entschlossen, den Mondbären zu helfen und das haben sie wunderbar gemacht. Sie haben ein Bild von einem Mondbären in seinem engen Käfig gemacht. Hier ist das allererste Bild eines Mondbären bei einem „Brunnenfest“, seitdem diese Tradition 1349 begann! (der hübsche junge Mann davor ist mein ältester Neffe James.)



Nach drei Jahren mit AAF in China träume ich noch immer von den Bären und vermisse ihre übermütigen Streiche, wie ich sie vom Fenster meines Schlafzimmers beobachten konnte; ich hatte wirklich einen wunderbaren Job und ich habe so auch herausgefunden, dass „Bär“ auf Französisch „ours“ (auf Englisch bedeutet das auch „unsere“) heißt. Sie sind zu uns gekommen um Hilfe, Schutz und ein Stück Himmel zu finden. Sie waren vielleicht „unsere“, aber wir waren auch die „ihren“ und sie verdienen jedes bisschen Zuneigung, Liebe und Respekt, die wir ihnen nach all den Qualen, die sie erleiden mussten, geben können. Ohne Zweifel ist das in dem Augenblick geschehen, als sie an AAF „übergeben“ wurden.

Soweit meine Nachricht für heute. Ich hoffe, es geht euch allen gut dort und gebt Blue bitte einen Extrabissen, wenn er wieder aus seiner Behausung kommt! Er ist jetzt ein so alter Bär …

Küsschen auf beide Wangen, wie sie das hier in Frankreich tun (ich kann mich immer noch nicht daran gewöhnen, das jeden Morgen bei meinem Chef zu tun!) und einen glücklichen 13. Jahrestag, AAF!

Alles Liebe von Hayley xxx

  Teile diesen Artikel mit deinen Freunden
Nothilfe Bärenrettung


Tho Zhai, der Hund vom Markt, findet Freude am Leben 
Danke all denen, die nachgefragt haben, wie es To Zhai heute geht - dem Hund, den wir von einem Fleischmarkt gerettet haben. Die Antwort darauf freut mich besonders … glänzend! Sie ist eine von allen Mitarbeitern hier in Chengdu verwöhnte wunderschöne Hündin geworden und wird nun wechselseitig von der Tierärztin Monica und mir betreut.

Hier sieht man sie auf einem ihrer vielen täglichen Spaziergänge, auf denen sie von Mitarbeitern wie Rocky immer wieder begrüßt wird.





Man beachte den etwas überraschten Ausdruck bei Benji und Poupouce, den beiden tibetanischen Braunbären, die hier diesen seltsamen kleinen Schwarzbären trafen.

Auf diesem Bild ist To Zhai zusammen mit Monica mit anderen geretteten Hunden, die inzwischen ihre festen Freunde sind. Starvin Marvin (ganz links mit der Freiwilligen Jayne), Moonie (mit Nic) und Richter (mit Rocky)




Die liebe Jayne drehte auch dieses kleine Video von Starvin Marvin und To Zhai, wie sie sich gegenseitig jagen…

Hier ist es.


  Teile diesen Artikel mit deinen Freunden
Nothilfe Bärenrettung


Schön, wieder in England zu sein 
Die letzten Wochen sind wie im Flug vergangen, doch jetzt, zurück in Chengdu bei den Bären, habe ich das Gefühl, dass unsere Mini-Roadshow in England schon sehr lange zurück liegt. Gill, Nicky, Lara und das Team haben wie immer alles getan und die Vorträge sind mir nur noch durch einen Nebel voller Lachen und Nostalgie in Erinnerung: Wir trafen neue und alte Freunde, die uns rastlos und leidenschaftlich in unseren Kampagnen unterstützen.

Nicky hat über die Veranstaltungen eine hervorragende Zusammenfassung geschrieben. Statt daher alles zu wiederholen, bleibt mir nur Sie zu bitten, auf den Link hier unten zu klicken. Nochmals vielen Dank an das stürmische Team in England – und an unsere speziellen Freunde und Unterstützer wie Oliver und Gitte, Heather, Natalie und Leslie in Edinburgh, Paul Martin, den Star – und zu Schluss, doch bestimmt nicht zuletzt meiner lieben Freundin und Mentorin, Virginia McKenna.

Hier ist Nickys Bericht

  Teile diesen Artikel mit deinen Freunden
Nothilfe Bärenrettung


Bären inspirieren den Künstler Richard wie nie zuvor 
Als Richard Symonds, Künstler und ein unheimlich netter Mensch, vor ein paar Wochen in Begleitung der Bildhauerin Suzie Marsh und deren Mann Doug zu uns nach Chengdu kam, sagte er mir, dass er es gar nicht erwarten könne, den Bären zu helfen.

Gesagt – getan. Gleich nach seiner Rückkehr nach England begann Richard mit der Arbeit an drei Videoclips und einer Zeichnung. Er nahm auch Kontakt auf zu der bekannten englischen Schauspielerin Rula Lenska (die schon in der Vergangenheit unsere Bären unterstützt hat) und noch ehe wir es wussten entwickelte sich daraus eine erstaunliche Zusammenarbeit.



Bitte auf die Links unten klicken, um die Clips zu sehen.

Im ersten Clip fragt Rula die Zuschauer, ob diese sich die Qualen und das Leid vorstellen könnten, das die Bären in den Farmen in Asien erdulden müssen. Ihre Stimme ist so kraftvoll, ihre Leidenschaft so spürbar und ihre Botschaft so eindeutig – wer bei klarem Verstand kann eine so schreckliche Behandlung und solches Leid bei einer so intelligenten, gefährdeten Tierart dulden, die es verdient zu leben.

Hier:Would you believe me?



Im zweiten Film sieht man den Unterschied zwischen einem frei lebenden Bären und jenen in den Farmen – dazu die überaus bewegende Wiedergabe des berühmten Lieds von Roberta Flack, „The First Time Ever I Saw Your Face“, gesungen von Celine Dion.

Hier: The First Ever Time I Saw Your Face

Schließlich noch ein kurzer Film über Oliver, unseren so schwer misshandelten Bären, zusammengestellt von Richard. Oliver, wie er jetzt die wärmenden Sonnenstrahlen genießt, das Plätschern des Wassers in seinem Teich, der Geruch des Morgentaus und das Gefühl von Gras unter seinen Pfoten, die dreißig Jahre lang auf Käfigstäben standen.

Hier: Oliver’s Film

Halten Sie besser ein Taschentuch bereit, wenn Sie diesen Filme ansehen – und bewundern Sie das Talent von Richard …. Nicht nur, weil er den Bären im Film eine Stimme gibt, sondern auch durch seine Zeichnung einer, wie ich sicher weiß, außergewöhnlichen Serie – all das wird er nächstes Jahr zusammen mit Suzie in England zeigen.

Sein allererstes Werk, das Sie vielleicht kennen, ist über einem Bären namens Jasper, der 15 Jahre lang eingesperrt war und im Jahr 2000 gerettet wurde. Das wurde inzwischen bei einigen Mitgliedern des Teams ein Favorit (schreibt Rula mit einem Lächeln).



Von uns allen, Richard, vielen Dank für Deine Inspiration, Freundlichkeit und Kreativität, die keine Grenzen kennen. Dem Himmel sei Dank für Dich. Nach dem Besuch in der Rettungsstation schickte Richard uns diese liebe kurze Notiz:

„Seit 20 Jahren bin ich mit meiner Kunst der Bildung von Aufmerksamkeit für Wildtiere und dem Sammeln von Spenden verpflichtet. Doch nie zuvor war ich so bewegt und fühlte so leidenschaftlich für eine Sache wie bei der Aufgabe, der Animals Asia sich verschrieben hat. Seit meinem Besuch bei den Bären in Jills erstaunlicher Rettungsstation im Mai 2011 in Chengdu, der meine Emotionen und mein Leben verändert hat, kann ich den kreativen Fluss neuer Filme, Gedichte und natürlich auch Zeichnungen und Gemälden nicht stoppen, der auf unsere Ausstellung im nächsten Jahr hinführt. Besonders hat mich die Geschichte von Oliver bewegt und mir wird der spezielle Moment, als ich ihn und seine Bärenfreunde sah, stets in Erinnerung bleiben.“ – Richard Symonds


www.richardsymonds.com
www.topshotphotography.co.uk

Auch Rula schickte uns liebe Zeilen:
„Ich bin stolz und geehrt, zu den Animals Angels von Jill zu gehören, die ihr Leben der Rettung dieser armen gequälten Bären widmen, die in der Hölle leben müssen und die so eine Chance auf Freiheit bekommen, die sie und alle fühlenden Wesen verdienen…“ Rula Lenska

  Teile diesen Artikel mit deinen Freunden
Nothilfe Bärenrettung


Die Tiere Asiens – einmal anders betrachtet 
Die Konferenz „Asia for Animals“ von 10. - 14. Juni verlief einfach großartig. Mehr als 350 Delegierte aus 25 Ländern aus der ganzen Welt kamen zum ersten Mal in Chengdu in China zusammen, um Lösungen für Probleme zu suchen und zu schaffen, die Tiere auf dem ganzen asiatischen Kontinent bedrücken.

In einer Reihe von Vorträgen und thematischen Schwerpunktveranstaltungen wurden die Sprecher und Zuhörer ermuntert, einmal „quer zu denken“. Das war auch das Motto, welches vom Hauptsponsor Gil Michaels, Präsident der Animal Guardians, ausgegeben worden war. Dessen persönliche Leidenschaft ist es, kreative Lösungen zu suchen, um die Grausamkeiten und Schmerzen zu beenden, die heute noch viel zu viele Tiere erdulden müssen.

Veranstaltungsort der Konferenz war das Kempinski Hotel. Sie startete mit einem Löwentanz, Begrüßungsansprachen und dem speziellen Auftritt von Superstar und „Madonna Asiens“, der Sängerin und Schauspielerin Karen Mok.

Überraschungsgäste waren die Hundedoktoren von Animals Asia, die bewiesen, dass die besten Ärzte der Welt nasse Schnauzen haben und mit dem Schwanz wedeln. So erhielten alle Teilnehmer etwas von der viel benötigten Tiertherapie, noch ehe die Konferenz offiziell begann.

Am ersten Tag gab es eine sehr erfolgreiche Workshoprunde. Die folgenden drei Tage waren angefüllt mit Vorträgen von mitreißenden Sprechern aus der ganzen Welt. Den Abschluss bildete eine Tour durch das Rettungszentrum von Animals Asia, um einige ganz spezielle Bären kennenzulernen.

Besuchen Sie bitte auch unsere Webseite mit weiteren Informationen und den Vorträgen, die bei dieser Konferenz gehalten wurden.

Die Konferenz wurde von Animals Asia koordiniert und veranstaltet und großzügig von Animal Guardians, Animal People, Best Friends USA, Compassion in World Farming, Humane Society International, International Animal Rescue, International Fund for Animal Welfare, UK’s RSPCA, SPCA (HK) und the World Society for the Protection of Animals gesponsert.

Unsere Mitglieder des Bärenteams (von links) Ai, Howard und Rocky, zeigten an ihrem Stand Gegenstände um die Bären neugierig und bei Laune zu halten. Viele davon haben sie selber gemacht.


  Teile diesen Artikel mit deinen Freunden
Nothilfe Bärenrettung



Zurück Weiter