Maggie gewinnt den ersten Preis bei der Baumparty 
Hoch oben auf dem schwankenden Baum, von dem wir nie erwartet hätten, dass sie jemals da hinauf kommen würde, saß jetzt unsere freche Maggie. Sie kam im April 2009 zu uns in die Rettungsstation in Vietnam. Damals wog sie weniger als 3 kg und jetzt zeigt die Waage 83 kg!







Man konnte sehen, wie sehr sie sich dort oben amüsierte. Sie riss Äste ab für Angus und Taurus unten am Boden, die nur zu ihr hinaufsehen konnten, neidisch auf ihre Kletterkünste. Gute 20 Minuten saß sie dort oben auf einem Ast und wir fürchteten bereits, dass sie sich nicht mehr herunter traute. Doch als Nguyen, ihr Bärenpfleger, sie zum Tee rief, kletterte sie bald darauf behände herab.

Natürlich haben diesen Baum jetzt geschützt worden vor einem Bären, der offenbar etwas ehrgeiziger ist, als ihr gut tut.

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Es regnet Bären 
Das waren die Worte diese Woche von Jude, die in Australien für die Betreuung unserer Spender zuständig ist. Und sie hat recht.

In China war „Jonah“, ein Mondbärenmännchen, der letzte unserer Bären, der die Schrecken der Gallenfarmen hinter sich lassen konnte. Wir retteten ihn aus einer illegalen Farm in Dandong in der Provinz Liaoning. In Vietnam kamen zwei Weibchen zu uns, „Clover“ und „Mary“, sowie ein Männchen namens „Soo“. In unserem Rettungstagebuch finden sich die Einzelheiten darüber und mehr über Jonah in China und unsere neuen Bären in Vietnam.

Ein großes Dankeschön an unsere Teams in China und Vietnam, die weitere vier Bären aus den Farmen gerettet und zu uns gebracht haben.

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Hunde färben … bis zum Tod 
Ungläubig las ich vor Kurzem eine Geschichte in den chinesischen Zeitungen – Hunde, die man färbt, damit sie wie exotische Wildtiere aussehen.

Wenn dazu giftige Farben eingesetzt werden, kann dieser Trend tödlich sein – und es gibt schon genug Geschichten speziell von Welpen, die in den Fängen chinesischer Händler qualvoll sterben, weil sie von ihnen mit solchen Farben behandelt wurden. Damit sie „süß“ aussehen. Viele der heute eingesetzten Färbemittel sind für Tiere giftig und wenn dieses Gift nach ein paar Tagen in ihren Körper eindringt, führt das zu einem langsamen und qualvollen Tod.

Bitte, bitte, jeder der dies liest – kommt nicht in die Versuchung, eure Hunde zu färben. Neben dem dadurch verursachten Stress und der schrecklichen Demütigung, ein an sich schon wunderschönes Tier zu verwandeln, bedeutet dies auch womöglich den Tod Ihres Haustiers.

Hier ist die Geschichte (englisch).

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Unsere großartigen Braunbären 
Gleich nachdem ich wieder in meinem Zimmer zurück war, nach dem Vergnügen, Oliver da draußen im Gras seines Geheges zu sehen, meldete sich unsere Bärenmanagerin Anna per Walkie-Talkie und lud mich ein in das Haus 10, wo man unseren Braunbären Rocky zum ersten Mal nach draußen gelassen hat. So viel Aufregung an einem Nachmittag!

Ich rief Sailing an, um herauszufinden, ob sie ein paar Bilder machen könnte. Sie rannte gleich mit ihrer Kamera herbei und machte die wunderbarsten Aufnahmen von den beiden.

Wie Sie sich erinnern, ist Oliver der Bär, den wir während der Rückfahrt von der Farm in Shandong operieren mussten. Eine tückische Metallspirale musste zusammen mit der Gallenblase in einer mehrere Stunden dauernden Operation auf der Ladepritsche eines Lastwagens von Heather und Monica entfernt werden. Nicht genug, der arme Oliver hatte auf Grund seiner 30jährigen Gefangenschaft auf zwei Farmen auch verkürzte Gliedmaßen und sein Körper war stark deformiert.



Nun…wenn man ihn sah, wie er schwankend in das Gehege hinauskam und dabei seinen steifen alten Körper hochreckte, um saftige Tomaten von den Pfostenspitzen zu angeln, das durfte man nicht versäumen. Immer wieder sah er zu uns herüber als wolle er sagen „ganz nett hier“, ehe er weiterlief um sich einen weiteren Leckerbissen zu holen.





Es gibt im Englischen einfach keine Worte die beschreiben könnten, wie mein Herz vor Liebe und Zuneigung für einen Bären am Ende seines Lebens schlug, der zu guter Letzt sich doch noch seiner Freiheit erfreuen durfte. Die Sonne schien, der Pool glitzerte und Oliver strahlte mit allen um die Wette, als er nasse Füße bekam.



Und dann war da noch Rocky, der wahrscheinlich aus einem Käfig und in sein Gehege rennen würde. Außer, dass es ganz anders kam an diesem Tag. Dieser riesige Braunbär mit seinem enormen Kopf stand einfach nur da und starrte, als seine Käfigtüre geöffnet wurde. Er war verwirrt und wusste nicht, was er mit all dem Freiraum vor sich anfangen sollte – erst Minuten später nahm er seinen Mut zusammen und machte einen vorsichtigen Schritt nach vorne. Dann dauerte es noch weitere Minuten, bis er es wagte, zum ersten Mal den ganzen Weg bis in sein Gehege zu gehen.





Aber dann gab es kein Halten mehr – er streckte die Schnauze vor zu seinem neuen Hängekorbbett, das ganz mit Marmelade und Joghurt beschmiert war, oder er versenkte seine weichen Lippen in seiner Trinkschale, um dann nach seinem Nachbarn nebenan zu sehen.

Schließlich war er mutig genug, auch hinaus in sein Freigehege zu gehen. Rocky schaute hinaus und blinzelte im hellen Licht Oliver zu, als würde er verstehen, dass er als nächstes an die Reihe kommt.

Später am Abend sagte Anna mir, dass Rocky fantastisch war, wie er aus seiner großen Trinkschale einen Swimmingpool gemacht hat, als er immer wieder seinen riesigen Kopf dort hineinsteckte und versuchte, auch seinen riesigen Körper da hineinzuzwängen. Nur noch etwas Geduld, im Lauf der Woche wird Rocky die Freuden eines richtigen Swimmingpools noch kennenlernen.

Dieses Blog ist den beiden gewidmet – unsere hübschen und verspielten Braunbären, so stark und voller Verzeihen. Es straft ihr Leben auf den Farmen Lügen.


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Sehr geehrter Bärenfarmer 
Als wir vor einigen Wochen in Shandong waren, um Ihre Bären zu retten, hörte ich, dass Sie einigen unserer chinesischen Mitarbeiter sagten, wie traurig Sie wären, die Bären für den Gesundheitscheck da liegen zu sehen. Denn jetzt, nachdem sie aus ihren Käfigen befreit waren, konnten Sie das volle Ausmaß ihrer Wunden erkennen.

Ich würde gern wissen, was Ihnen durch den Kopf ging, als sie Oliver und seine lächerlich verkürzten Gliedmaßen sahen und begriffen, das sein Käfiggefängnis ihn in 30 Jahren zu diesem grotesken „Zwergenbären“ gemacht hat.

Gern würde ich auch wissen, was Sie fühlten, als sie die offenen und blutenden Wunden in den Bäuchen der meisten Bären sahen, als sie so schlafend auf ihrer Hängematte lagen und unser Team die notwendigen Gesundheitschecks durchführte, um herauszufinden, wie krank sie alle wirklich waren.

Haben ihre zerbrochenen und geknechteten Körper auch nur ein winziges Gefühl von Mitleid bei Ihnen ausgelöst in der Erinnerung daran, wie sie ihnen nur Stunden vor unserer Ankunft die metallenen Korsetts vom Körper gezerrt haben und wie sie sogar versuchten, die Latexkatheter aus den Gallenblasen zu reißen, mit denen Sie ihnen 10 lange Jahre den Gallensaft abgezapft haben?

Einen dieser Bären nannten wir Kylie. Diese wunderbare kupferbraune Bärin sahen wir zum ersten Mal, wie sie auf Ellbogen und Knien schmerzgeplagt in ihrem Käfig balancierte. Sie konnte sich nicht auf den Bauch legen und kniete so stundenlang, kaum fähig dabei zu atmen wegen stechender Schmerzen. Bis wir sie schließlich in ihrem Käfig erreichen konnten und unsere Narkose sie für einige Stunden in einen tiefen Schlaf des Vergessens versetzte.



Sicher sahen Sie wie wir auch die eitrige Stelle bei ihr und den Bruch, der diese Stelle umgab. Eitrige Galle tropfte dort heraus. Aber sahen Sie auch - wie wir - den zerrissenen Latexkatheter, den man gewaltsam aus ihrer blutenden Gallenblase herausgerissen hat? Oder die Narben von dem metallenen Korsett um ihre Taille und ihren Hals, wo ihr Fell abgeschabt, die Haut entzündet war?

Sahen sie den schlimmen Zustand ihrer Zähne, als unsere Tierärzte vorsichtig ihre Lefzen zurückzogen? Abgeflachte, schwarze und verfaulte Eckzähne zeigten sich und man roch den Gestank aus ihrem missbrauchten Maul. Die offenliegenden Nerven und Zahnbein mussten ihr pausenlose, brennende Schmerzen verursacht haben.

Wie würden Sie sich heute fühlen, wenn Sie wüssten, dass Kylie tot ist?

Wochenlange liebevolle Pflege, viele Operationen, um ihre Bauchwunden zu heilen und 19 faulige Zähne zu ziehen – sogar der Segen buddhistischer Mönche – alles war am Ende vergebens als ihr Körper aufgab und sie den vielen Jahren des Missbrauchs in Ihrer Farm erlag.

Vielleicht sind das starke Worte von jemandem, der dafür dankbar sein sollte, dass Kylie sich zuletzt bei jenen befand, die in der Lage waren, sie sanft einschlafen zu lassen nach den Jahrzehnten voller Pein – jetzt hat sie ihren Frieden gefunden. Doch wie krank haben wir uns alle wieder einmal gefühlt zu sehen, wie aus unserem OP-Tisch eine Totenbahre wurde – an dem unser Team schweren Herzens wieder den Körper eines toten Bären öffnete, um Gewebeproben zu entnehmen, die für unsere Forschung so wichtig sind und um ein Tier zu beweinen, das man so nebensächlich und als „Ding“ behandelt hat. Nur um daraus Geld zu machen.

Wenn es wahr ist, was Sie unseren Mitarbeitern gesagt haben, dann machen Sie jetzt mit und sprechen Sie öffentlich über die Zustände in dieser Industrie und geben Sie zu – denn Sie wissen es ja selbst in Ihrem Innersten – dass diese Industrie die geduldigen Tiere tötet und verstümmelt? Helfen Sie uns, dem noch schneller ein Ende zu setzen? Für Kylie kommt diese Hilfe zu spät. Doch wenn Sie heute ehrlich über Bärenfarmen nachdenken, jetzt, im August 2010, kann Ihr Wort vielleicht noch Tausenden armer Kylies helfen, die geduldig auf Ihr Zeugnis der Wahrheit warten.

RIP Kylie. Ein Team, das Dich geliebt hat.

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