Zwei neue Familienmitglieder in Chengdu 
Von wegen zu spät zur Party kommen … aber doch schön, wenn man am Freitag in Chengdu ankommt und gleich zusehen kann, wie sich unsere zwei jüngst geretteten Mondbären gemütlich in ihrem neuen Heim einrichten. Da waren sie – die Bären S278 und S279, eingekuschelt im Stroh in ihren Erholungskäfigen, vor den mit frischen Früchten und Gemüse gefüllten Fressnäpfen und schauten vorsichtig zu ihrer neuen Familie heraus.

Man sagte uns, dass sie beide knapp zwei Jahre alt sind und recht gesund aussehen. Schöne, gesunde Körper, mit schwarz scheinendem Fell. Jeder wiegt zwischen 70 und 80 kg.

Dank der Organisation und Planung durch die Forstschutzbehörde von Sichuan und dank Toby, unserem Direktor für öffentliche Angelegenheiten in China, kamen die Bären nach einer vierstündigen Fahrt bei uns an. Vor fast zwei Jahren haben Dorfbewohner im Bezirk Yibin sie als Welpen gefunden. Jetzt wurden die beiden bei ihnen beschlagnahmt. Offenbar hat es einige Zeit gedauert, bis die Bauern überredet werden konnten, die Bären aufzugeben und gerüchteweise hörten wir auch von Kaufabsichten von Bärengallefarmern.

Gewöhnlich zahlen wir für ehemalige Farmbären eine Entschädigung. Doch die Forstschutzbehörde von Sichuan hat entschieden, hier nicht zu zahlen, da die Bären ursprünglich aus der Wildnis der Berge stammen.




Nic, unsere Direktorin des Bären- und Tierärzteteams teilte mit, dass die Rettungsaktion ohne Störung verlief und dass es den Bären gut geht. Beide gewöhnen sich schon an Melonen und Erdbeersauce.



Für alle Beteiligte gilt ein großes Dankeschön – speziell für die vor Ort, Nic, Boris, Lucky, Richard und ihre Teams, Monica, Jo, Wendy, Vicki, Sofie und Heidi und das Rettungsteam mit: Zhen Jinchuan, Xu Kaichuan, Li Fan, Li Fei, Wu Lida, Dibing Erse, Xue Zhicheng, Howard, Ai Chaojun und Rocky.

Auch ein herzliches Danke geht an Star, Susan Zhang, Xin von unserer Tierschutzabteilung und unserer Praktikantin Haiyan,die all die Fotos und den Film für die Livesendung auf Weibo gemacht hat.




Stand Mittwoch, 12.Dezember – beide Bären leben sich gut ein. Besonders gern haben sie Leckerbissen wie unsere Fruchteisblöcke und die Spielsachen aus Bambus. Aus Bergen süß duftendem Stroh und Zweigen bauen sie ihre Nester in den Transportkäfigen. Nic, Tao, Xiao Yong und ich haben sie gerade beobachtet, wie sie die Leckerbissen des Tages genießen und langsam erkennen, dass die Lage hier in ihrem neuen und dauerhaften Zuhause recht ordentlich sind.


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RIP – Lebe wohl, Rae 
Eine traurige Nachricht für dieses Blog – wir müssen uns von Rae Joy verabschieden, die leider diese Woche gestorben ist. Diese Botschaft ging auch an die ganze Animals Asia Familie, alle derzeitigen und ehemaligen Mitarbeiter und freiwilligen Helfer, zusammen mit unserer Liebe und unserem Beileid an die Familie Raes und an alle, die sie gekannt haben. Ruhe sanft. xxx



An alle,

ich glaube, viele von euch wissen es bereits, dass Rae, unsere Tierkrankenschwester und Freundin während ihrer Zeit in Vietnam krank war und für eine spezielle Behandlung nach Perth in Australien zurückgekehrt ist. Seit damals haben sich die Dinge tragisch entwickelt. Bei ihr wurde Herzamyloidose diagnostiziert, eine Krankheit die das Herz angreift. Nach einer Knochenmarkbiopsie wurde auch ein multiples Myelom gefunden. Nach einer kurzen Chemotherapie hat sich Rae gegen weitere Behandlungen entschieden, da sie das alles als zu viel empfand. Als Vorbereitung auf einen Tag von dem sie wusste, dass er nicht mehr weit weg ist, hat sie an ihre Freunde in der ganzen Welt eine Botschaft gesandt.

Leider kam dieser Tag schon heute Morgen um 5:30 Uhr Perther Zeit und Cree, ihre Freundin, hat uns mitgeteilt, dass Rae friedlich im Schlaf verstorben ist.

Obwohl wir mit diese Nachricht gerechnet hatten, ist es doch unglaublich traurig, wenn sie dann tatsächlich eintrifft. Rae war eine bemerkenswerte Frau – sie liebte alle Tiere und sorgte professionell für sie. Immer war sie bereit, alles zu tun, um sie glücklich und gesund zu machen. Speziell die Bären waren Raes Lieblinge. Wenn sie sich einmal gerade nicht um sie kümmerte, sprach sie über sie, wo immer sie gerade war – ob in Emails, beim Essen in Tam Dao oder wenn sie unserem Team in Australien bei Veranstaltungen half.

Erst letzte Woche stimmte Rae zu, dass einer unserer Bären in Tam Dao, „Song Long“ (hier im Bild) jetzt den Namen „Rae“ tragen soll – ihre Freunde in Perth sagten uns, wie viel ihr das in ihren letzten Lebenstagen bedeutet hat. Der Bär Rae wird uns immer an eine Person erinnern, deren Leben uns alle berührt hat.




Annemarie, unserer Direktorin des Bären- und Tierärzteteams, hat im Namen des Teams in Tam Dao diese Botschaft geschickt: „Der Verlust von Rae hat uns alle tief betroffen. Es ist schwer zu begreifen, dass jemand, der noch so viel hätte geben können, nicht mehr bei uns ist.

Für Rae wurde ein Traum wahr als sie zu uns kam und die Verantwortung für das Leben von so vielen Bären, Katzen und Hunden hatte, während sie bei uns arbeitete. Wir werden uns immer an ihre Leidenschaft für den Tierschutz erinnern und die Freude, die sie beim Beobachten der Bären empfand, die sich des Lebens nach ihrer Rettung freuten. Wir werden sie schmerzlich vermissen.“

Unser aufrichtiges Beileid geht an Raes Familie. Rae wird immer in unseren Herzen sein und wir werden hoffentlich noch lange Strahlen* der Sonne sehen, die durch die Wolken über Tam Dao brechen.

(Rae klingt im englischen wie ray, was Strahlen bedeutet)“




Die letzten Worte gehören Rae und einer ihrer letzten Botschaften an uns alle bei Animals Asia:

Bitte macht auch weiterhin in der Welt den Unterschied – ihr seid eine wunderbare Truppe.

In Liebe, Rae





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Aus Liebe zu Hunden 
Wenn bei unseren Veranstaltungen in China Hunde und Kinder dabei sind, garantiert das immer Chaos aber auch Glück. Auch bei unserer Feier des Welttiertags vor Kurzem in Shenzhen war das so. Kreischen und Gebell erfüllten den Raum und dazu ein Blitzlichtgewitter die Medien, die diesen Spaß dokumentierten.



Eine ganz besondere Person – Chen Junliang, eine Berühmtheit in Shenzhen – war ebenfalls bei der Veranstaltung anwesend, um zu singen. Junliang ist blind und arbeitet als psychologischer Heiler für die Föderation behinderter Personen im Luohu Distrikt von Shenzhen. Er wählte das Lied „Du bist meine Augen“ zu Ehren eines Hundes namens Xiao Q, den er seinen „Bruder“ nennt. Alle waren von seinen Worten und seiner wunderbaren Stimme berührt.



Die Mutter Juangliangs hat Xiao Q als Welpe aufgezogen und ihn zum Blindenhund ausgebildet, um ihn danach an das Trainingszentrum für Blindenhunde zu verkaufen. Doch nach einem Jahr kamen sie zu dem Entschluss, dass sie sich nicht von Xia Q trennen könnten und beschlossen, ihn zu behalten. Jetzt führt er Junliang von Zuhause ins Büro und überhaupt sind beide nun unzertrennliche, gute Freunde, die großes gegenseitiges Vertrauen haben. Erst kürzlich hat Xiao Q unsere Prüfung als Dr. Hund bestanden. Damit kann er als Hund in der Gemeinde Shenzhen Liebe und Respekt noch weiter verbreiten.

Carol, Betreuerin eines weiteren Hundedoktors, ihren Hund Coffee. Für sie ist er oft der „Vorsitzende der Freude“. Sie war sehr bewegt, als sie bei unserer Veranstaltung ein Waisenkind traf – ein Kind mit Verbrennungen, dem die Finger fehlen. Es hilt Coffee sanft, küsste ihn und erfreute sich an der zärtlichen Zuneigung, die es von Coffee zurück erhielt. In ihrem Microblog sagte Carol dazu, dass „Hunde so etwas Besonderes sind. Sie wurden geboren, um von vielen Menschen geliebt zu werden – Ich bin bereit, der Sklave von Hunden zu sein.“




Solche Augenblicke sind unvergänglich und machen uns sicher, dass unser Dr. Hund Programm auch in Zukunft dafür sorgen wird, den Menschen Wärme und heilende Kraft zu bringen.








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Liebe, liebe Jane 
Es war einfach herrlich, Dr. Jane Goodall in Hongkong während ihres Kurzbesuchs und Vortrags bei der Royal Geographical Society zu treffen.

Jane, die einen unserer Bären in Chengdu vor ein paar Jahren auf den Namen „Mandela“ getauft hat, fand in ihrem vollen Terminplan noch Zeit für eine Filmbotschaft an den Premierminister von Vietnam. Darin fordert sie ihn auf, uns den weiteren Betrieb unserer Rettungsstation zu gestatten und so auch dem Geist des Vertrags treu zu bleiben, den er unterzeichnet hat.

In ihrem Vortrag sprach Jane bewegend über ihre Lebensarbeit – von den Anfängen … ihre inspirierende Mutter, die sowohl in ihrer Liebe zu Würmern als auch ihrer Neugier bei der Erforschung der Frage, wie Eier nun tatsächlich gelegt werden, ermutigte. Ihre Mutter begleitete sie auch nach Afrika und ihrer Arbeit mit Dr. Richard Leakey – was schließlich sowohl zu einer weltbekannten Primatologin als auch einer UN Friedensbotschafterin führte.





Jane sprach auch über einen weiteren inspirierenden Einfluss – ihrem Hund Rusty. Das ist wahrscheinlich die Geschichte, die ich am meisten von allen liebe. Das Konzept, Tiere als Individuen zu begreifen, lag auch der Gründung von Animals Asia zugrunde. Und nicht, sie alle in Arten zusammenzufassen oder sie als „Sachen“ zu sehen, die man zu unserem Vorteil ausbeuten kann. So wurde ein Hund namens Max die Inspiration für Dr. Hund – jetzt bereits seit 21 Jahren in Asien – und ein Bär namens Hong die Inspiration des Traums von der Rettung der Bären in China.

Oben: Jane und ihre treuen Fans. Unten: Hier ist Jane mit Michael Neugebauer, dem Verleger und Fotografen, der sein bekanntestes und zur Ikone gewordene Foto von Jane hält. Im letzten Bild sind wir zusammen mit dem lieben „Mr. H“ von Jane – und mit dem fahrenden Teddy, den ich ihr vor ein paar Jahren gab (damit er auf sie aufpasst).






Manchmal wird das Wort „unermüdlich“ viel zu beiläufig verwendet – doch bei Jane passt es ganz gewiss. Sie bleibt nie mehr als drei Wochen auf einem Fleck und ist für alle Tierarten eine bemerkenswerte Botschafterin – und dafür, den zerbrochenen Planeten wieder zu heilen. Mit ihrer Weisheit, ihrem Mitgefühl ist sie ein leuchtendes Beispiel dafür, wie man sein Leben leben soll – die „Dinge“, die wir sammeln, bedeuten am Ende der Tage nichts ohne eine saubere Umwelt, gesunde Familien und Tiere, die unsere Kinder schützen und respektieren. Vielen Dank, Jane und unendliche Kraft und Liebe für Deine weitere Arbeit.


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Noch ein Preis für den Film „Mondbär“ 
Der Film „Mondbär“ erhielt weitere Preise in China. Diesmal von der Jet Li One Foundation.

Der Schauspieler, Produzent und Kampfkunst Darsteller Jet Li beschäftigt sich schon lange mit gesellschaftlichen Themen – seine StiftungFoundation zeichnete „Moon Bear“ (Mondbär) bei einer Veranstaltung in Peking mit drei Preisen aus. Toby, unser Direktor für öffentliche Angelegenheiten, war dort um die Preise für das mutige Produktionsteam - bestehend aus Elsa Xiong, Chen Yuanzhong und Tu Qiao – entgegenzunehmen. Sie wurden von den Juroren für ihren Mut und den positiven Einfluss ihres Films auf den Schutz von Wildtieren gelobt.

Hier nimmt Toby (links) von Jet Li die Preise entgegen.



Wir gratulieren Elsa, Yuanzhong und Tu Qiao von ganzem Herzen dafür, dass sie den leidenden Mondbären eine Stimme gegeben haben. Eine, die mit jedem neuen Preis, den dieser Film erhält und verdient, lauter wird.

Hier ist die ganze Geschichte


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