Die Gebäude in der Rettungsstation sind nicht sicher 
Bevor ich das Flugzeug von Hongkong nach Chengdu besteige, möchte ich noch einen kurzes Update über die Situation in der Rettungsstation geben und mich dafür entschuldigen, dass ich bei den ersten drei Veranstaltungen meiner US-Roadshow, die morgen beginnt, nicht dabei sein kann.

Alice Ng ist unsere Repräsentantin in Amerika. Sie war kürzlich in der Rettungsstation anlässlich der letzten Rettungsaktion und wird mich in Boston und in Florida vertreten. Ich bin zwar sehr traurig, dass ich nicht selbst dort sein kann, doch mit Alice weiß ich mich gut vertreten.

Jetzt sind schon mehr als 20.000 Menschen tot. Auch bei uns ist die Lage viel schlimmer als zunächst angenommen. Obwohl die Menschen und die Bären dort Gott sei Dank in Sicherheit sind, sind die meisten Unterkünfte für unsere Mitarbeiter unsicher und daher gesperrt.

Viele Teammitglieder schlafen auf dem Betonboden in hastig errichteten Notunterkünften und in den Unterkünften für die neuen Bären (den „Folienzelten“). Wir suchen verzweifelt nach Baufachleuten, um die Schäden zu beurteilen. Doch da Tausende von Menschen in Chengdu ebenso betroffen sind, können wir nicht sagen, wann diese Arbeiten beginnen können.

Zum Glück sind die Unterkünfte „bärensicher“ gebaut. Daher glauben wir nicht, dass sie strukturell geschädigt sind.

Neben unseren eigenen Problemen werden wir in den nächsten Tagen auch sehen, wie unsere Tierärzte in der weiteren Umgebung helfen können. Bei den schrecklichen Nachrichten über ganze Städte, die zerstört wurden,müssen auch viele Tiere in Not sein.

Daher hat Christie, unsere Kommunikationsexpertin für China, örtliche Tierschutzgruppen und Rettungsstellen für Hunde und Katzen kontaktiert, um sich ein Bild von der Lage zu machen und die benötigte Hilfe abzuschätzen.

Sobald ich in Chengdu bin, werden Christie, unsere leitende Tierärztin Heather, der Leiter der Rettungsstation Toby und ich nach Dujiangyjang gehen. Dieses Gebiet ist mit am schlimmsten von dem Erdbeben betroffen. Dort werden wir schauen, wie wir den Tieren dort helfen können.

Ich möchte mich nochmals dafür entschuldigen, dass ich bei den ersten Veranstaltungen der US Roadshow nicht selbst teilnehmen kann und bedanke mich besonders bei Alice dafür, dass sie so kurzfristig eingesprungen ist.


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Nothilfe Bärenrettung


Angst vor einem weiteren Beben 
Es ist 13 Uhr hier in China und ein Freund aus Chengdou sagte uns gerade, dass in den Lokalnachrichten für heute nachmittag ein weiteres Erdbeben erwartet wird. Es gibt noch keine Details.

Unsere leitende Tierärztin Heather sagt, dass jeder in der Rettungsstation besorgt ist über die Bewohnbarkeit von Gebäude C1 und dem alten Hospital. Daher werden einige der Angestellten in einem Folienzelt oder in Bärenräumen im alten Hospital zur ebenen Erde schlafen.

„Asia“, der Hund unseres Übersetzers Eric wurde gestern vermisst. Aber sie wurde zum Glück gefunden und ist in Sicherheit.


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Es gibt noch Nachbeben 
Herzlichen Dank für eure Botschaften des Mitgefühls und der Unterstützung. Jetzt sind es bereits über 10.000 Tote und die Zahl wächst weiter.

Es bricht einem das Herz. Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Menschen von Chengdu.

Rainbow Zu, unser PR und Weiterbildungsmanager ist derzeit in der Rettungsstation in Chengdu und sandte uns gestern spätabends diese Fotos.




Dieses Foto nahm er gleich nach dem Hauptbeben auf. Die Mannschaft war in diesem Raum für ein Meeting zusammengekommen als das Gebäude erbebte.




Sofort nach dem Beben waren alle Telefonleitungen tot. Besorgte Mitarbeiter versuchten draußen ihre Verwandten und Freunde anzurufen, doch es gab keine Verbindung.




Ziegel fielen vom Dach des Schlafsaals der Mitarbeiter. Ebenso vom Dach des neuen Hospitals.




Die Mitarbeiter versammelten sich auf dem Parkplatz fünf Minuten nach dem Hauptbeben… Rainbow schrieb: „Immer wieder gibt es Nachbeben. Wir stellten einen Becher mit Wasser in die Mitte des Wohnbereichs. Oft kräuselt sich das Wasser und manchmal schlagen die Türen. Wir beten.“

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Todeszahl steigt 
Die Nachrichten werden immer schlechter, fürchte ich. Um 9.30 Uhr chinesischer Zeit, wurde die offizielle Zahl der Erdbeben-Todesopfer bei 5.000 angesetzt. Aber wir befürchten, dass die Zahl während der Nacht noch steigen wird.


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Tausende tot in Chengdu 
Die letzten Nachrichten um 9:00 Uhr chinesischer Zeit brachten die Meldung der Staatlichen Nachrichtenagentur, dass wohl 3.500 Menschen bei dem Erdbeben in Chengdu zu Tode gekommen sind.

Außerdem sind sechs Schulen eingestürzt und über 900 Schüler wurden offenbar unter den Trümmern begraben, das Erdbeben erreichte auf der Richter-Skala 7,8 Punkte.

Premier Wen nennt es eine Katastrophe und ruft zur Ruhe auf. 

Unsere Herzen sind bei den Familien der Opfer, die ihr Leben verloren haben.


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