Mach’s gut, Heather – wir werden Dich alle vermissen 
Die Geschichte, die kürzlich über Tremor und seine Vereinigung mit Judy berichtete, verpasste es einen anderen sehr glücklichen Hund zu erwähnen – Mathilda. Nun da ihre „Mutter“ Heather uns leider verlässt und nach England zurückkehrt, scheint es an der Zeit beide zu erwähnen und unserer leitenden Tierärztin Heather Lebewohl zu sagen, die sich in den vergangenen dreieinhalb Jahren mit so viel Liebe und Mitgefühl um unsere Bären gekümmert hat.



Nic, unser leitender Bärenmanager stellt ein Erinnerungsbuch mit den besten Geschichten zu Heather zusammen. Ich will sie nicht in Verlegenheit bringen, doch ich finde es passend, hier meine Geschichten mit Heather zu veröffentlichen.

Bei dem schrecklichen Erdbeben in Sichuan im Mai 2008 war es ein trostloses, schreckliches Gefühl all die zu sehen, die sich trotz der wiederholten Aufforderung von den Botschaften, die ausländischen Mitarbeiter zu evakuieren, weigerten, zu gehen, bis sie schließlich doch sehr zögerlich den Bus nach Chongqing besteigen mussten.

Heather blieb. Einfach und ohne große Aufregung. Sie sagte einfach, dass sie meine Anordnung ignoriere und auf keinen Fall nachgäbe. Es blieb mir nichts anderes übrig. Ich musste sie entlassen – und immer noch weigerte sie sich zu gehen. Bei so viel Sturheit und Entschlossenheit bei einer warmherzigen Frau musste ich lachen und sie schleunigst wieder einstellen. Enorm erleichtert über ihr Dableiben. Die nächsten Tage will ich nicht näher beschreiben, denn ich glaube, dass Heather wie auch ich darüber ihre ganz persönlichen Gedanken hat, die nicht geeignet sind, hier verbreitet zu werden. Doch so viel kann ich sagen, dass sie wie all die anderen Mitarbeiter die Herausforderungen dieser schrecklichen Tage, die wohl mit zu den größten in ihrem Leben gehören, stoisch und mit Humor annahm und sich dabei unser aller Respekt verdiente.

Es gibt so viel Dinge, an die ich mich an Heather erinnern werde: ihre außerordentlichen Fähigkeiten bei der Nothilfe und Wiederbelebung in den seltenen Fällen, wenn ein Bär die Narkose nicht vertrug, ihre Versuche, bis zur Erschöpfung unserem wunderbaren Hund Heibo wieder Leben einzuhauchen, der bewusst von einem Fleischhändler vergiftet worden war, und ihre Verzweiflung, als er diesen Kampf verlor und starb. Ich erinnere mich an die beeindruckenden Vorträge von Heather bei Konferenzen, ihre beständige „das schaffen wir schon“ Einstellung bei jeder neuen Rettungsaktion für Bären in den Farmen sowie ihre ganz persönliche Hündin Mathilda, die sich plötzlich in unser Rettungszentrum und in unsere Herzen stürzte, ohne das geringste Gefühl von Scham. (Die Quarantäne von Mathilda bei mir in Hongkong wurde von meinen dortigen Katzen und Hunden ebenfalls mit einer Mischung aus Überraschung und Verachtung ertragen, die ungläubig zusahen, als Mathilda fröhlich auf die Sofas, Tische, Stühle, Tiere und Menschen sprang, wohin auch immer ihr der Sinn stand.)

Immer wieder warnte ich Heather vorsichtig zu sein, wenn sie wegfuhr – denn auf jeder ihrer Reisen gab es eine kleine Katastrophe. Das konnte man fast schon vorhersagen – die ihre Begleiter und sie aber glücklicherweise immer heil überstanden.

Sie strahlte immer große Liebe zu den Bären aus – und die vielen langen Abende mit dem Team in China und Vietnam bleiben uns allen in Erinnerung. Mit mehr Dankbarkeit als sie je wissen wird. Bei Notoperationen und niederschmetternden Autopsien. Ihr schriftlichen Gruß „Schlafe gut, Du kleiner Bär“ am Ende ihrer Abschiede für die verstorbenen Bären zeigt sie als Tierärztin, die einerseits extrem professionell, andererseits so mit dieser Tierart verbunden und ihr zugetan ist, für die sie Berge versetzte, um zu helfen.

Heather, Danke für alles, was Du den Bären, Hunden und Katzen, Makakken, Bengalkatzen und anderen Tieren in China gegeben hast. Wir alle haben so sehr profitiert von Deinem Professionalismus, Deiner Fürsorge, wie Du die Höhen und Tiefen der Grausamkeit und der Wohlfahrt geteilt hast, die dieses faszinierende und manchmal auch frustrierende Land zu bieten hat. Ich weiß, wir sehen uns wieder. Doch ich weiß, dass Dir die Bären ans Herz gewachsen sind; und die Bewunderung und Zuneigung eines Teams in China und Vietnam, das dich schrecklich vermissen wird.

In Liebe Jilx

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Vier neue Bären und ein Besuch vom Weihnachtsmann! 
Nach den traurigen Blogs der letzten Tage zum Thema Vietnam freue ich mich besonders, Ihnen diese Woche aus Hanoi ein paar gute Nachrichten bringen zu können. Gerade erst hat unser wunderbares Team in Vietnam das OK der Regierung in Hanoi erhalten, vier Bären in unsere Rettungsstation in Tam Dao zu überführen.

Es dauerte mehrere Wochen, bis diese Zusage kam. So lange mussten die Bären in der Rettungsstation der Regierung in Soc Son warten. Zwei davon (Sie heißen jetzt „Bill“ und „Ben“) sind Jungtiere und wurden vor einiger Zeit zusammen mit dem wunderschönen Sonnenbärenwelpen Olive von der Quang Ninh Polizei beschlagnahmt, als sie auf dem Weg nach China waren. Kirsty, unsere Tierärztin, schätzt ihr Alter auf etwa fünf Monate. Es geht ihnen gut und sie sind wirklich sehr aufgeweckt!



Die beiden anderen Bären – jetzt „Tinh Son“ und „Baloo“ genannt – brauchen intensive Pflege. Besonders Baloo, der an schrecklichem Haarausfall leidet. Er ist fast kahl und seine verdickte Haut zeigt entzündete Bereiche. Jetzt sind beide Bären in Sicherheit und als unsere neuen Familienmitglieder werden sie gepflegt und gründlich verwöhnt, während sie sich an ihr neues Zuhause gewöhnen,

Tuan, unser Direktor in Vietnam schickte einen kurzen Bericht über diese Rettungsaktion, die wiederum zeigt, wie sehr unser Team auch auf Unvorhergesehenes vorbereitet sein muss!

„Die Aktion verlief sehr glatt, obwohl wir einmal kurz dachten, dass es länger dauern könnte - der Fahrer konnte den Lastwagen nicht an die Laderampe fahren, wo die Bären für den Transport warteten. Ich dachte mir schon einen Plan B aus, als Tuan, unser Leiter des Bärenteams, die Situation rettete und das Steuer selbst übernahm, um den Lastwagen geschickt durch die schmale Lücke zwischen den Bäumen zu steuern, so dass wir unsere Bären sicher aufladen konnten.“

Als ich einige Tage später, begleitet von meinem Cousin Danny, kurz in Vietnam war, freute ich mich sehr, alle vier Bären gesund und munter zu sehen. Danny ist zurzeit auf einer 15 monatigen Weltreise und hat mich in Hongkong und Hanoi getroffen. Der arme Baloo ist wirklich sehr nackt, doch er lässt es sich schmecken und ist im Vergleich zu seiner Ankunft schon viel zufriedener.

Die Welpen sind süß – und Danny und ich mussten laut lachen, als wir sie so in ihrem großen Käfig herumtollen sahen, wo sie im Anschluss an ihren Nachmittagstee „Fangen“ spielten.

Hier kann man die ganze Geschichte lesen und man sieht auch ein paar Bilder unserer neuen Mitbewohner.

Am Abend hielten wir unsere Weihnachtsparty in der Rettungsstation ab. Gelegenheit, zusammen mit unseren Partnern vom Tam Dao Nationalpark und anderen ein weiteres erfolgreiches Jahr zu feiern. Auch Frauen und Kinder waren dabei. Vor dem köstlichen vegetarischen Dinner unterhielt der Weihnachtsmann, der wohl etwas zu früh gekommen war, die Kinder und überreichte ihnen kleine Weihnachtsgeschenke.





Der Weihnachtsmann war großartig – doch ich muss zugeben, ich war etwas beunruhigt zu sehen, dass er so abgenommen hat und dass sein Haar nicht mehr weiß war! Ich könnte schwören, jemand hat auch „Danny“ gesagt, doch ehe ich noch fragen konnte, kletterte der Weihnachtsmann wieder auf seinen Schlitten um heimzukehren und für die Kinder in der Welt weiter Weihnachtsgeschenke einzupacken.

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Woodley bekommt Antwort! 
Wie Morgan aus unserem Büro in Amerika ganz richtig zu diesem lieben Brief, der zusammen mit einer Spende bei ihr eintraf, sag: "Das ist einfach zu süß, um es nur für uns zu behalten." Der Brief stammt von Raoul di Blasi aus Kingston, PA und ist die Antwort auf den Weihnachtsbrief unsers lieben Woodley.


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Ein bäriger Dank an Neil Parish MP 
Vor dem Seminar über die Bärenfarmen beim Europaparlament in Brüssel traf ich mich mit Dave, Toby und unseren Freunden von der chinesischen Regierung mit Neil Parish MP im House of Parliament in London.

Neil (im Bild hier an meiner rechten Seite) nahm sich trotz seines engen Terminkalenders die Zeit uns den Westminsterpalast zu zeigen und uns zu einem Mittagessen einzuladen. Dann ging es mit dem Eurostar nach Brüssel.



Während des Mittagessens dankte Neil den Vertretern der chinesischen Regierung für ihre Anregungen und Unterstützung unseres Ziels für ein Ende der Bärenfarmen in China und er hoffe, dass er China bald wieder besuchen könne.

Vielen Dank, Neil, für einen wunderbarenTag und für all Deine Arbeit und die Jahre der Unterstützung unserer Kampagne für ein Ende der Bärenfarmen. Hier findet ihr die neuesten Nachrichten über Neils Arbeit.

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Besuch von Virginia McKenna: Teil 3 
Am Ender ihrer Reise nach Vietnam verbrachte Virginia einen der letzten Tage zusammen mit unserem Tierärzteteam. Kirsty und Caroline mussten stundenlang operieren, um bei einem Bären namens Halong die beiden oberen Eckzähne zu entfernen. Beide Zähne waren stark zerstört und das Zahnbein lag frei. Virginia sah gebannt zu und nahm Halongs Pfote in die Hand, während Caroline die Narkose überwachte und Kirsty sich auf die Entfernung seiner kaputten Zähne konzentrierte.









Am Abend verabschiedete unser Vietnamteam auch noch unseren Bärenmanager Charlie, der in Australien eine neue Reise beginnt (Wir wünschen Dir eine sichere Fahrt und ein glückliches neues Leben, Charliebrown!). Am nächsten Morgen flogen Virginia und ich zurück nach Hongkong. Auf diesem Bild sagen unser vietnamesisches Team (mit Virginia und meinen lieben Freunden Jane und Molly!) Auf Wiedersehen Charlie!



Eine kurze Dusche nach dem Flug und zurück mit dem Taxi in die Stadt, wo Virginia am frühen Abend zu unserer Veranstaltung „Musik für die Bären“ im La Baita (einer Bar und Restaurant, das unseren großzügigen Unterstützern Gina und John Walker aus Hongkong gehört) kam. Edwina und unser ausgezeichnetes Team in Hongkong haben keine Mühen gescheut und alles getan, damit es zu einem wirklich rauschenden Event wurde – die Mädels hatten sich fein gemacht und ersteigerten an den Ständen Werbeartikel, Lose und vieles mehr. Selbst unser Stuart war dabei und machte Musik für Hongkong und die Bären! Schön, dort wieder alte Freunde zu treffen, neue Unterstützer kennenzulernen und sich zu freuen, dass der ganze Erlös des Abends den Bären zugute kommt. Virginia und ich hatten eine wunderbare Nacht und fielen erst sehr spät erschöpft ins Bett.








Am nächsten Morgen kam Virginia in alter Frische in unser Büro, wo sie das ganze Team traf und über die Reise in Vietnam erzählte. Mit gemischten Gefühlen und traurig, als sie von dem armen Bären in der Farm an der Straße erzählte, der sich wie verrückt immer wieder die eigene Zunge herauszog. Während sie sprach sah ich mich um und praktisch alle wischten sich dabei die Tränen aus den Augen. Heute weiß ich, dass wir diesen speziellen Augenblick nie erlebt hätten, wenn nicht unsere wunderbare Schirmherrin mich nicht in all den Jahren damals im Jahr 1998 immer wieder gedrängt hätte „es einfach zu machen“, wenn ich sie fragte, was sie von der Idee hielte, eine Stiftung namens Animals Asia zu gründen.

Besonders freute es uns, die Geschichte und die Fotos des Journalisten Simon Parry über den Besuch von Virginia in Vietnam an hervorgehobener Stelle in der „China Daily“ zu finden. Hier ist die ganze Geschichte.

Virginia ist eine der bemerkenswertesten Frauen, die ich je getroffen habe. Trotz der Hochs und Tiefs über die Jahre habe ich die Entscheidung keine Sekunde bereut.



Viele wissen vielleicht, dass Virginia auch eine herausragende Schriftstellerin ist. Die folgenden Zeilen schrieb sie zur Erinnerung an ihre Reise – und an einen sehr speziellen Bären. Auf der Born Free Webseite könnt ihr bald Virginia selbst hören, wie sie das Gedicht vorträgt.

I made this journey aware
Of what I would find. Would see.
I thought I was prepared.
But nothing can. No film. No words.
Nor these few lines of mine
Can wrench your heart and haunt your mind
As seeing it yourself. Feeling it yourself.

No words can really tell you.
Should I say torment?
Cruelty? Despair? Hell on earth?
Shall I say prison? Torture?
Nightmare? Madhouse?
Nothing screams out the obscenity
Of those barbaric traps.
Yes. Traps of bars – above,
Beside, beneath, no floor
On which to rest those
Rotting, yellowed feet.
The feet of bears who carry
Still the precious moons emblazoned
On their night-dark chests.

That moon is all they have.
There is no sun to lighten
That grim shed, no trees
To soothe the eye, no wind
To stir their fur, no hope
Of kinder days. And why?
It is the bile. Of course, it is the bile.
Extracted, traded, packaged
And sold in pretty phials
For “mankind’s” benefit. No kindness here.

Some bears are mad. I know
The signs too well. They sway and rock
And twist. Seeking oblivion.
Even for a minute. Even for a moment.

And then, oh God, this bear I saw.
A huge great glorious beast
Stretched out across the bars.
His back legs up against the side,
His two front legs reached high,
As if to heaven, stretched high and still
Until, suddenly, a paw dropped down
And grabbed his slavering tongue,
And pulled and pulled it out
And out again until I thought
It surely would snap free.
But no, the paw jerked up
Once more – and on and on again.

These dark satanic sheds
Are known as farms. Death Row
I say. Outside the owners offer tea.
I want to put them in a cage
And let them cry. In vain

Not all these innocent creatures
Will find sanctuary. There are thousands.
Only a few will walk on grass,
Climb trees, feel sun and wind. Be loved.

And, as I stood, aghast, the eye
Of one sweet bear looked into mine.
Unflinching. Enduring. Stoic.
Yes, that is the word I seek.
I heard it many times. The stoicism
Of these great animals. And, miraculously,
The rescued ones appear to feel
No malice, bear no grudge, as if
They sense the kindness shown
The affection given.

In all the years I have watched
Imprisoned animals – some neglected,
Some abused, some stir-crazy,
All helpless – this November day
Has been the darkest of them all.
And what a lesson have I learned.
How dare I now complain of cold,
Or tiredness, or waiting for a train?
On behalf of all who cause
This purgatory, I hang my head in shame
And beg the bears’ forgiveness in my heart.

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