Mutzi findet einen flatternden Freund 
In unserem Rettungszentrum in Chengdu ist es niemals langweilig – gerade erst hat die Bärin Mutzi für ziemliche Aufregung gesorgt als sich ein Vogel entschloss, in ihrem Fell zu nisten. Unsere Bärenmanagerin Heidi und ihr Team sahen den Vogel, wie er im Gehege pfeilgerade auf den Bären zusteuerte.

Heidi erzählte: „Der Vogel flatterte um den Holzstapel herum als mein Team und ich gerade dabei waren, das Gehege neu herzurichten. Er konnte eindeutig fliegen, denn als ich näherkam, flog er aus dem Gehege heraus. Wir ließen die Bären dann zur Futtersuche hinaus und sobald sie draußen waren, flog der kleine Vogel wieder zurück und setzte sich auf Mutzis Rücken. Die Bärin kümmerte sich nicht weiter darum und lief einfach weiter um alle Leckerbissen zu verschlingen, die sie finden konnte. Das Lustige dabei war, dass während Mutzi herumlief, der Vogel ständig in der Nähe ihrer Schulterblätter flatterte, um sich im dichten Nackenfell der Bärin festzuhalten. Gute 30 Minuten lang beobachtete das Team den Vogel, dann flog er wieder weg. Ich vermute, es war einfach kuschelig warm in Mutzis Fell.“

Vicki hat diese Bilder gemacht … und hier sind die vielleicht zum ersten Mal dokumentierten Fotos eines Vogels, der versucht, auf einem Bären ein Nest zu bauen.


















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Nothilfe Bärenrettung


Die Wellen laufen weiter 
Kürzlich veranstaltete unser Team in China unser viertes Sommerlager in Chengdu. Dabei kamen Menschen aus dem ganzen Land für über zweieinhalb Tage bei zahlreichen Aktivitäten zur Förderung des Tierschutzes zusammen. Theorie und Praxis während ihrer Zeit dort vor Ort gaben ihnen die Energie zur weiteren pro-aktiven Hilfe für Tiere in ihren Heimatorten. Alles über das Sommerlager gibt es hier.

Gratulation an das ganze Team das wieder einmal eine Gruppe enthusiastischer Tierschützer zusammengebracht hat und so die Herzen und Sinne von kommenden Generationen verändert.




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Wen Yan und ihre schnurrenden Kinder 
Unsere Mitarbeiter in der ganzen Welt sind einfach einmalig. Ihre Arbeit wird zu ihrem Lebensinhalt und alle werden zu Botschaftern, um den Tieren eine Stimme zu geben – etwas, was sie so verzweifelt brauchen.

Wen Yan, unsere Veterinary Support Managerin in Chengdu, wird uns bald für eine kurze Weile verlassen – um ihr Kind zur Welt zu bringen. Wie in vielen anderen Ländern der Erde gibt es auch in China große Verwirrung darüber, ob eine Schwangere mit Katzen im selben Haus sein kann – geschweige denn, sie in ihrer Nähe zu haben.

Wen Yan ist ein schnurrfektes Beispiel (ich konnte leider nicht widerstehen) einer liebevollen zukünftigen Mama, die genau recherchiert hat und weiß, dass die richtige Pflege unserer vierbeinigen Freunde und die richtige Hygiene bei der Reinigung der Fressnäpfe und der Katzenklos genügt, um ein harmonisches Zusammenleben während der Schwangerschaft und nach der Geburt sicher zu stellen.

Hier kann man unsere wunderbare Wen Yan sehen, wie sie liebevoll und mit praktischer Intelligenz mit ihren geliebten Katzen Pijiu und Peijiu in unserem Rettungszentrum für Bären pflegt und hegt. Auch mit ihrer schwarz-weißen Pidan, die sich zu Hause auf Wen Yan’s Babybauch hingekuschelt hat.















An Wen Yan und ihren Mann Super gehen unsere Liebe und besten Wünsche für die sichere und glückliche Ankunft ihres neuen Babys – das zweifellos ein weiterer Botschafter für die Tiere Chinas werden wird.


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Die besten Freunde fürs Leben 
Er weiß, was er will, ist frech und kann sich perfekt taub stellen. Alle Versuche einer positiven Verstärkung beim Training werden von ihm ignoriert. Er gibt vor, keine Ahnung zu haben, wie man Sitz macht und findet ein diebisches Vergnügen darin, alles zu unterlaufen, was die Kühnheit hat, ihn zurück zu halten. Wenn man ihn nur einen Augenblick alleine lässt – sei es, um an einem Meeting teilzunehmen oder wieder etwas für die Bären zu arbeiten, hört man sein klagendes Weinen durch die halbe Rettungsstation.

Sein Name ist Muppet. Doch nach allem, was ich gesagt habe, kenne ich keinen Hund, der mehr Geduld von seinen leidgeprüften Pflegern verdient, wenn er in schierer Lebenslust schwelgt, nachdem er so knapp dem Schlachter entkommen ist.

Ja, Muppet ist „zu Hause“. Was für ein erstaunlicher Hund und vierbeiniger Freund ist aus ihm geworden. Vicki (seine andere „Mama“, die sich um ihn kümmert, wenn ich nicht in Chengdu bin) und ich wechseln uns ab im Versuch, seine guten Seiten heraus zu bringen und seine „schlechten“ zu mildern.

Seine Possen lassen uns jeden Tag lachen – ganz gleich, ob er wie eine Rakete verschwindet, wenn wir „Leine los“ mit ihm trainieren, oder wenn er sich ins hohe Gras wirft und dort vor Freude Purzelbäume schlägt und dann atemlos liegenbleibt, nachdem er mit seinem ganzen Gewicht auf den Boden hingeschlagen ist. Inzwischen haben wir es aufgegeben, ihn davon abzuhalten, sich wie ein Geschoß auf sein fliehendes Opfer zu stürzen.

Doch welche Wonne bringt dieser verrückte, dumme Hund in unser Leben!

Währenddessen schaut die stets tolerante To Zhai zu– selbst ein Hund, der aus den gleichbleibend schrecklichen Märkten in Südchina gerettet wurde, um den sich unsere Tierärztin Monica und ich gemeinsam kümmern. Sie ist in fast jeder Hinsicht das genaue Gegenteil von Muppet. Vom ersten Kommando an, nur mit einer Handvoll Biskuits und vielen aufmunternden Worten, erwies sie sich als gelehriger Hund. Sie macht sofort Platz, läuft brav auch ohne Leine bei Fuß und kommt sofort, wenn man sie ruft. Sie schaut sich sogar alle paar Augenblicke um, um sich zu versichern, dass wir noch da sind. Sie kann auch lachen – mehr ein Grinsen, bei dem sich ihr Gesicht in Falten legt und die Vorderzähne zeigen. Sie macht das immer wenn sie uns begrüßt oder wenn man sie an den Ohren oder den Bauch krault.

Wer die beiden zusammen sieht, sieht zwei beste Freunde fürs Leben. Hier sind To Zhai mit Irene, unserer Direktorin in China für das Programm zum Schutz von Hunden und Katzen, und Muppet, zusammen mit Simon.











Sie beeindrucken nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch die Besucher. Als der bekannte Sternekoch Simon Bryant zu Besuch kam, zusammen mit Anne Lloyd-Jones, unserer Direktorin in Australien, haben ihn diese beiden Hunde entzückt und mich zu einem Brief an unsere Unterstützer in Australien inspiriert (der bald kommt).

Das Elend der Markthunde lag Simon schon sehr lange am Herzen. So auch bei dieser Reise, bei der wir gemeinsam Zeugen der schlimmsten Behandlung des besten Freundes des Menschen waren. Mit seiner Leidenschaft und Intelligenz spricht Simon jetzt wieder in Australien über diese Reise und ermuntert die Menschen überall, die wachsende Zahl von Gruppen und Einzelpersonen in China zu unterstützen, die sich hier jetzt für einen Wandel einsetzen.

Diese Woche erst gab es wieder Nachrichten über eine andere chinesische Tierschutzgruppe, die einen Lastwagen voller Fleischhunde abgefangen hat – genau aus einer solchen wurde auch Muppet gerettet – der auf dem Weg zu den Märkten für lebende Tiere in Südchina war. Fast jeden Monat gibt es solche und ähnliche Geschichten und immer mehr Bürger fordern diese Traditionen aus der Vergangenheit heraus und sind der Meinung, dass unser Leben glücklicher und gesünder wird, wenn wir es mit unseren vierbeinigen Freunden teilen.

Botschafter wie Simon – und natürlich Muppet und To Zhai – bringen zusammen mit Millionen von Tierliebhabern in China unsere Kampagne voran, bis Hunde und Katzen zu Recht als unsere Freunde anerkannt sind, nicht als Fleischlieferanten.


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Virginia unterstützt unsere Gallekampagne in Korea 
Vergangene Woche flog Susan aus unserem Büro in China nach Korea zu einem Treffen mit der Korean Animal Welfare Association (KAWA) und dem Start einer aufregenden Initiative, die sich an koreanische Touristen wendet, die nach China reisen.

Viele Bärenfarmer in China nehmen speziell Besucher aus Korea ins Visier und überreden sie, Bärengalle zu kaufen und sie illegal nach Hause zurück zu nehmen – oft wissen die Touristen nicht, wie grausam die Bären behandelt werden oder wie schädlich die Bärengalle sein kann. Jetzt haben sich KAWA und Animals Asia zusammen getan um gemeinsam mit Reisebüros deren Kunden über die Realitäten dieser grausigen Industrie zu informieren.

Meine liebe Freundin und Schirmherrin von Animals Asia in England, Virginia McKenna, Gründerin der Born Free Foundation, unterstützt diese Kampagne aus vollem Herzen und hat uns diese lieben Worte dazu gesandt:

„Es ermutigt enorm zu erfahren, dass Animals Asia und die Korean Animal Welfare Association eine kraftvolle Aufklärungskampagne zum Thema Import von Bärengalle nach Südkorea gestartet haben. Keiner, der die Qualen der ‚Mondbären‘ gesehen hat kann die Verlängerung ihres Leids wünschen, das der Kauf der Galle für sie mit sich bringt. Die Gesundheitsprobleme, gegen die die Galle angeblich helfen soll, können durch andere Mittel perfekt behandelt werden.

Ich war in den so genannten ‚Bärenfarmen‘ und schreibe daher aus eigener, unvergesslicher, grausiger Erfahrung. Ich habe auch die Rettungszentren von Animals Asia in China und Vietnam besucht. Von dort habe ich wunderbare und erhebende Erinnerungen mitgebracht.

Bären ‚Farmen‘ sollten nie eine Touristenattraktion sein. Lediglich dann, wenn die Menschen schockiert und beschämt werden sollen. Ich lobe alle Reisebüros, die sich dieser Sache stellen und solche Orte nicht in ihre Reiseplanung aufnehmen. Bären sind Wildtiere und verdienen es in einer natürlichen Umgebung zu leben, so wie es die Natur für sie vorgesehen hat.

Jedem in dieser Kampagne wünsche ich Erfolg, den alle, und die Bären, verdient haben.“


- Virginia McKenna OBE, UK Patron Animals Asia



Hoffen wir, dass diese Kampagne den gewünschten Erfolg hat und so Touristen aus Korea die wachsende Zahl von Menschen in China vergrößern, die sich gegen die Bärenfarmen wenden und den Kauf oder den Konsum von Galle verweigern.


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