Ein neues Leben für Richter 
Erinnern Sie sich noch an Richter, den verschreckten Retriever, den wir ein par Tage nach dem Erdbeben im Mai des letzten Jahres in Sichuan verlassen in einem Laden für Haustiere fanden? Zusammengekauert in einem schmutzigen Käfig?

Zuerst war der Eigentümer des Ladens sehr zögerlich bereit, uns seinen wertvollen reinrassigen Hund zu überlassen. Doch schließlich übergab er ihn uns zur Pflege. Unser PR Mann Rainbow hat ihn in seiner ruhigen stetigen Art überredet, dass es im besten Interesse für alle Beteiligte wäre, wenn Richter zu uns ins Rettungszentrum kommt, damit er dort richtig versorgt werden kann.

Ich erinnere mich noch an die Fahrt zurück ins Rettungszentrum. Der arme Richter war ganz mager und in sich zurückgezogen.


Wenn man den wunderbaren Kerl heute in seiner neuen Familie sieht würde man schwören, dass dies ein anderer Hund ist. Wendy, unsere liebe Tierarzthelferin und ihr Freund Rocky, er arbeitet bei den Bären, wurden schnell die neuen besorgten Pfleger von Richter. Schaut nur, wie gut es ihm da heute geht!






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Flagge zeigen! 
Man spricht wieder über Harriet Tung – und Dank ihr auch über unsere Bären! Als das „Prestige“ Magazin aus Hongkong einen Artikel über unsere berühmte Unterstützerin brachte, war darin auch viel von Animals Asia und den Rettungsaktionen zu lesen.

Harriet ist die Frau des Reeders Tung Chee Chen und Schwiegertochter von Tung Chee Hwa, Hongkong’s erstem Chief Executive. Sowohl öffentlich als auch in privatem Kreis spricht sie über die Grausamkeiten der Gallenfarmen und die Gesundheitsrisiken bei der Einnahme dieses Gallensafts. Vielen Dank dafür, Harriet.

Hier findn Sie den Artikel von Prestige.

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Ein großes DANKE SCHÖN von Snoops! 
Während unsere wunderbare Snoopy ihre neue Welt des Sichtbaren erkundet, will ich euch im Namen des ganzen Teams (und natürlich auch von Snoopy) für eure Botschaften der Unterstützung danken. Snoopy hat sich besonders über die "Werde bald wieder gesund" Karten gefreut ;-)

Unsereliebe Anna, ein Mitglied der famosen Unterstützer aus South Devon, hat uns mit ihrer Nachricht besonders erfreut. Ich bin sicher, dass sie (und Snoops) nichts dagegen haben, wenn wir diesen Brief hier zeigen:

Hallo Snoopy

Ich hoffe, das ist groß genug, damit Du es lesen kannst. Prima Neuigkeiten - Du wirst bald sehen, wie schön Du bist!

Mit vielen Umarmungen und Streicheleinheiten von

Anna

XXOOXXOOXX

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Snoopy kann sehen! 
Auf der ganzen Rettungsstation hatte sich Traurigkeit darüber breit gemacht, dass Snoopy sich nach der Augenoperation nicht so erholt hatte, wie wir alle erhofften. Obwohl uns die Augenärzte vom englischen Animals Health Trust, Claudia und David, die sich so großzügig bereit erklärt hatten, herzukommen und Snoopy und unsere anderen blinden und sehbehinderten Bären zu operieren, zur Geduld geraten hatten, waren wir wohl alle etwas niedergeschlagen.

Heute bot ich an, mir die Zähne von Franzi, der Nachbarin von Snoopy, anzusehen. Heather war etwas beunruhigt, weil Blut an ihrer Schnauze zu sehen war und sie für ein oder zwei Tage Probleme beim Fressen hatte.



Ich habe schon in der Vergangenheit bei Franzis Training mitgeholfen und Hoffnung, dass sie mir ihre Beißerchen auch jetzt wieder zeigen würde.

Als alte Dame von 30 Jahren (das sind 90 in menschlichen Lebensjahren) ist Franzi wegen der jahrelangen Gefangenschaft in einem Presskäfig für Welpen klein wie ein Zwerg geblieben. Auch wurden ihr auf der Farm die Klauen ausgerissen und die Zähne abgebrochen. Es war schon ein Wunder, dass sie sich wieder erholte. Aber – sie gedieh und erfreute sich eines idyllischen Lebens in ihrem „geheimen Garten“, zusammen mit ihrem Spielgefährten, dem geistig behinderten Rupert, der sie bis heute anhimmelt.

Als ich an Snoopys Behausung vorbeikam, um Früchte für das Training von Franzi zu holen, sah ich, wie Snoopy mir Kopf und Augen zuwandte. Zurück ging ich den anderen Weg und wieder drehte sie sich um und folgte mir mit den Augen. Geräuschlos lief ich immer wieder hin und her und Snoopy folgte mir immer aufs Neue.



Unser Bärenpfleger Xiao Yong beobachtete das ganze mit einem Lächeln und als ich Belinda auf dem Walkie-Talkie rief und sie dazukam, sagte er auf Englisch, „Snoopy folgt Jill“.

Belinda strahlte und sagte, sie habe den Verdacht schon seit einigen Tagen, aber sie konnte die neue Sehfähigkeit von Snoopy nicht sicher beweisen. Sie hatte sich so sehr gewünscht, dass Snoopy wieder sehen kann und ging daher jeden Morgen zu ihr, noch bevor die anderen da waren, um die Tests in größtmöglicher Ruhe zu machen.



Manchmal dachte sie, dass Snoopy ihr folgt, doch bei näherem hinschauen schien sie noch blind zu sein und mit ihrem guten Geruchssinn die Leckerbissen zu finden. Die arme Belinda fragte sich in diesen Tagen immer wieder: „Bilde ich mir da etwas ein, was nicht wirklich da ist? Oder kann sie tatsächlich sehen? Doch als ich sah, wie sie auch Jill folgte, war ich ganz aufgeregt. Denn jetzt war klar, dass ich mir dieses alles nicht eingebildet habe.“



Heute war es ganz offenschtlich – Snoopy folgte Russel, dem Partner von Belinda, als er vor- und zurück lief. Ohne Zweifel war nach Wochen des angespannten Wartens zumindest Snoopys Fernsicht wieder da. Heather klärte jetzt den Status von Nah- und Fernsicht bei Snoopy:



„ Im Prinzip kann sie wohl große, sich bewegende Objekte in einiger Entfernung sehen. Doch keine kleinen Objekte oder solche, die nahe bei ihre Augen sind, kann sie nicht erkennen. Der Grund ist die fehlende Linse in ihrem linken Auge. Daher kann sie in der Nähe nicht scharf fokussieren. Doch sie sieht in der Ferne.

Claudia und David haben in ihrem rechten Auge eine künstliche Linse für Katzen implantiert. Allerdings wissen wir nicht, wie sich deren Stärke zu der bei einem Bären verhält und wie gut sie damit auch Dinge in der Nähe sehen kann.“

Etwas später legte Belinda in Snoopys Gehege mit großen blauen Eimern eine Barriere vor die Tür ihrer Behausung. Mit Zwischenräumen, um durchzulaufen.

Belinda erzählte: „Sie kam heraus und stand sofort still. Dann ging sie von den Eimern fort. Im weiteren Verlauf des Tests wurde klar, dass sie wusste, dass dort etwas war. Doch je näher sie zu den Eimern kam, desto weniger schien sie sehen zu können. Für Snoopy war das in dieser Phase ohne Bedeutung, denn sie entschloss sich, die Gelegenheit zu nutzen und mit den Eimern zu spielen.“

Claudia hat uns schon gesagt, dass der Heilungsprozess bis zu drei Monate dauern kann. Daher bleiben wir hoffnungsvoll – und sind relativ sicher, dass unser bis dato blindes Mädchen zumindest etwas von der Schönheit ihrer Umgebung und vielleicht auch Franzi nebenan sehen kann.

Nachtrag

Nach dieser ganzen Aufregung wartete die kleine Franzi immer noch geduldig auf ihre Zahnuntersuchung. Zwar haben wir fast zwei Jahre nicht mehr zusammen gearbeitet, doch sie hat sich noch an den Ablauf erinnert. Wie es sich gehört, nahm sie die Anfangsstellung ein und setzte sich auf ihr Hinterteil, Brust heraus und die Pfoten an die Gitterstäbe und wartete auf den Beginn des Unterrichts.



Gern lies sie mich wie früher ihre klauenlosen Vordertatzen berühren. Dann weiter mit Daumen und Zeigefinger an ihre Ober- und Unterlippe mit der Aufforderung „ahhh“ zu sagen. Und das war’s. Sie zeigte mir ihre Zähne und wir sahen kein offensichtliches Problem. Wahrscheinlich hat sie nur auf etwas Hartes in dem Futter gebissen und jetzt ist wieder alles in Ordnung.

Tage wie diese sind wertvoll, wenn Franzi und Snoopy zufrieden und glücklich sind und sich an der wunderbaren Frühlingssonne in unserer kleinen Gemeinschaft in Chengdu erfreuen.


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Xiao Hua ist endlich zu Hause 
Als unsere freiwillige Tierkrankenschwester, unsere liebe Anne Letham-White, in ihre Heimat Neuseeland zurückkehrte, nahm sie viel mehr mit sich als ihre ohnehin bemerkenswerte Erinnerung an die Zeit hier bei uns. Also fragte ich Anne, ob sie ihre Geschichte von Xiao Hua (Kleine Blume) aufschreiben möchte, damit ich sie mit Ihnen teilen kann. Hier nun in Annes eigenen Worten:

Ich traf Xiao Hua zum ersten Mal im November 2007, als ich für drei Monate als Freiwillige im Rettungszentrum für Mondbären bei Chengdu arbeitete.



Sie war einer der Hunde, die in den Häusern in der Nähe des Zentrums leben. Die meiste Zeit war sie in einem Wellblechschuppen im Hinterhof des Hauses ihres Besitzers angebunden. Ohne Streu, ohne Sonne, ohne Zuwendung.



Die drei Monate dort vergingen wie im Flug. Fast jeden Tag führte ich Xiao Hua aus und fütterte sie. So lernte ich sie gut kennen. Ich versuchte es zu vermeiden, doch ich verliebte mich in sie und begann Pläne zu schmieden, wie ich sie mit zurück nach Neuseeland nemen könnte.



Ich prüfte die Optionen (Quarantäne in Hongkong) und Kosten (hoch). Als ich für mich entschieden hatte, dass es machbar wäre, schlug am 18. Dezember 2007 das Unglück zu! Wie so viele brave Hunde und Katzen in China war sie verschwunden.

Zwei Wochen lang suchten wir landauf und landab nach ihr, doch als ich am 3. Januar heim nach Neuseeland flog, befürchtete ich das Schlimmste.

Zum Glück hatte Xiao Hua andere Ideen! Nach sechs Wochen kam sie Ende Januar wieder zurück, ganz abgemagert, verschreckt und niedergeschlagen – doch am Leben!



Nic rief mich ganz aufgeregt an und ich war überglücklich, dass sie in Sicherheit war. Sofort begann ich mit den Vorbereitungen für ihre Reise zur Quarantäne nach Hongkong.

Das Team der Tierärzte von Animals Asia machte sie wieder ganz gesund und im März 2008 begann ihre lange Reise nach Neuseeland via Hongkong.

Um es kurz zu machen, aus den vorgeschriebenen sechs Monaten Quarantäne wurden zehn, da zwei Tests auf zwei Parasiten – Herzwürmer und Babesia – positiv waren.

Nach einiger Aufregung wurde sie erfolgreich gegen Herzwürmer behandelt und der neue Test für Babesia war wie erforderlich negativ.

Am 29. Januar diesen Jahres war Xiao Hua schließlich auf dem Weg und nach weiteren 30 Tagen Quarantäne in Christchurch konnten wir dorthin fahren und am 28. Februar unser neues Familienmitglied entgegennehmen.



Wir haben sie jetzt seit sechs Wochen. Noch ist sie ein scheuer Hund, doch sie kommt langsam wieder zu sich und zeigt ihre wahre Persönlichkeit.



Sie fährt gern mit dem Auto und läuft gern ohne Leine (sie kommt auch zurück!). Sie liebt den Strand und am meisten liebt sie ihren neuen Bohnensack und gekrault zu werden!



Mit unseren anderen Hunden verträgt sie sich besser als wir je zu hoffen wagten und wir freuen uns auf ein langes und glückliches Leben unseres jüngsten Hundemitglieds der Familie.



Als Teenager begann meine lebenslange Liebe zu den Bücher von James Herriot. In einem davon gibt es eine wunderbare Figur, genannt Mrs. Donovan. Sie rettete einen vernachlässigten Hund namens Roy und, in den Worten von James Herriot:

‚Auch Mrs. Donovan bekam ihre Belohnung. Sie hatte jede Stunde des Tags einen treuen Begleiter an ihrer Seite. Und mehr: immer schon hatte sie das Bedürfnis, Tieren zu helfen und sie zu heilen. Die Rettung von Roy war der Höhepunkt ihres Lebens … ein glänzender Triumph, der nie schwächer wurde.’

Jetzt weiß ich, was sie fühlte.


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