Aus Kindermund 
Das war eine wunderbare Woche hier bei meiner Schwester Anne und ihrer Familie in England. Auch weil wir das preisgekrönte Weihnachtsstück „Skellig“ im Bloomsbury Theater in London besuchen konnten. Die Einnahmen dort wurden in großzügiger Weise von der Birmingham Stage Company für Animals Asia gespendet.




Das ist wirklich ein magisches Stück in dem das Gute siegt und es war einfach fantastisch dort all unsere Freunde und Unterstützer zu treffen, die sich auch von dem schlechten Wetter nicht hatten abhalten lassen mit uns zu feiern.

Paul Martin, der Moderator der Show „Floggit“ bei der BBC (und zugleich auch Pate unseres Bären Bluebelle – genannt nach seinem geliebte Hund) kam freundlicherweise um uns im Anschluss an die Show bei der Versteigerung zu helfen. Viele wunderbare Spenden waren dabei. So auch eine weitere perfekte Skulptur eines Bären von Suzie Marsh. Leider wurde Virginia McKenna, unsere englische Mentorin und Gründerin der Born Free Foundation, durch den Schneesturm gehindert, teilzunehmen. Doch sie sandte eine wunderbare Nachricht, die von Paul verlesen wurde.

Am zweiten Weihnachtstag geht es nun zurück nach Hongkong und China und ich überfliege schnell noch die letzten Nachrichten vor dem Abflug. Auf Sky News gab es eine Geschichte über eine Rettungsstation für Nilpferde in Israel, in der die Tiere sich „zu sehr“ vermehrten. Was taten sie? Sie wurden des Nachts betäubt, in einen Käfig gesperrt und an Zoos in der ganzen Welt geschickt. Die befragten Zoologen waren ganz stolz als sie erzählten, dass jeder dieser Zoos ein Tier erhalte, „das Dich für 40 Jahre glücklich macht“.

Als ich mir die Nachricht ansah konnte ich es kaum glauben was meine Nichte Nicole sagte, die mit auf den Schirm sah und dabei sagte: „Sie reißen Familien auseinander“. Vielleicht erreicht die Botschaft zum Tierschutz doch mehr Menschen als wir glauben und wenn bereits eine 11-jährige die Mühsal für diese Tiere erkennt besteht Hoffnung für alle.

Hier ist die ganze Geschichte.


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Frohe Weihnachten, euch allen! 
Unser Animals Asia Team in der ganzen Welt hat sich mit diesem nicht ganz ernsthaften, dennoch sehr weihnachtlichen Blog viel Mühe gegeben. Ich hoffe, ihr habt Spaß daran – wie auch an unserem allerersten weihnachtlichen Musikvideo das angeregt wurde von dem kleinen „Jingle Bär“, unserem jüngsten Neuankömmling in Chengdu!

Ich wünsche euch allen ein bäriges Weihnachtsfest und von allen von uns ein allergrößtes DANKESCHÖN für euren Einsatz in diesem Jahr, für unsere Arbeit und unseren Einsatz für die Bären, Hunde und Katzen.

Ebenso wünsche ich euch allen ein glückliches, gesundes und sehr friedvolles Neues Jahr. Verpasst unser Weihnachtsvideo und unsere Fotos nicht, denn wir feiern Weihnachten international. (Falls es Probleme mit dem Video geben sollte, versucht es hier.)




Hier sieht man Zhong, den Leiter des Bärenteams in Chengdu, wie er einige Weihnachtsleckereien für die Bären versteckt!





Weiter in China – Tremor im Weihnachtskostüm zusammen mit unserer lieben Tierkrankenschwester Caroline und zugleich seine zweite Mama! Man sieht auch wie Charlie, unser Bärenpfleger, unserem wunderbaren Rupert ein paar Weihnachtsgrüße überbringt, der ja jetzt vor seinem ersten Winter ohne Franzi steht.





Hier ist ein süßes Bild von Fin aus unserem Büro in Deutschland. Er hat ganz offensichtlich herausgefunden, wie er dem Team dort ein paar Leckerbissen zum Fest entlocken kann.




Nochmals Tremor. Ich kann einfach nicht widerstehen und muss euch dieses Foto von ihm in einem Hummelkostüm zeigen!




Aus Hongkong kommt dieses Bild von Chris, unserem eigenen Weihnachtsmann. Für ihn gibt es dieses Jahr wohl kein weißes Weihnachten!




Zum Abschluss noch ein ganz besonderes „Fröhliches Weihnachten“ für unsere liebe Tierkrankenschwester Hayley, die uns nach drei Jahren jetzt leider verlässt. Hier sieht man Hayley mit ihrem speziellen Bärenfreund „Blue“ während eines kürzlichen Gesundheitschecks.




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Lebewohl Assisi, unser sanfter Riese 
Schlimme Nachrichten kommen nie zur rechten Zeit. Doch als ich heute morgen in Heathrow landete, war das letzte was ich hören wollte die Nachricht von Heather, dass Assisi gestorben sei.

Ich rief sie zurück und mich überkam ein taubes Gefühl als sie erzählte, wie schnell es gegangen sei. Eine aufregende Woche hätte das sein sollen, denn er und unser großartiger Rupert waren dabei, sich aneinander zu gewöhnen. Jetzt, ein paar Wochen nach dem Verlust von Franzi, Ruperts Liebling.

Nicht dass Rupert getrauert hätte. Doch wir waren der Meinung, dass er sich ohne Franzi, seine Partnerin sei mehreren Jahren, vielleicht einsam fühlen würde. Denn er ist ein behinderter Bär, der sich nichts aus wilden Spielen oder Herumjagen macht. Wir dachten daher, dass Assisi mit seinen Herzproblemen und seiner sanften Art für ihn der ideale Partner dort in unserem geheimen Garten sein würde.

Als die Zusammenführung dann am Dienstag begann, schienen beide auch in der Gesellschaft des anderen zufrieden und glücklich zu sein – sie spielten sogar miteinander, was wir bei Rupert schon seit Jahren nicht mehr gesehen hatten. Ich war ganz neidisch, dass ich nicht dort sein konnte. Doch ich wurde in Hongkong gebraucht, ehe es für eine Woche in die USA ging und musste mich mit den Wochenberichten und den Berichten von Heather und Charly über die Zusammenführung begnügen.





Das ganze Team ist schockiert – Freund, den nächsten war er schon tot.

Seine lieben Paten vom SPCA in Auckland habe die Verantwortung für diesen Bären gern übernommen, auch wissend, dass seine Lebenszeit nur geliehen war. Doch sie teilten unsere tiefe Liebe und unseren Respekt für diese glückliche und zufriedene Seele, der jeden Tag seines neuen Daseins voll Staunen durchlebte.

Der arme Assisi kam aus einer Farm, wo er so sehr vernachlässigt worden war, dass seine Klauen sich gekrümmt und schmerzhaft in seine Pfotenballen hineingewachsen waren. (siehe auch die Fotos weiter unten aus dem Bericht von Heather). Doch leider war das nur eines seiner vielen Gesundheitsprobleme.

Als ich Bob Kerridge, ihren Exekutivdirektor anrief um ihm die Nachricht zu überbringen, sprach er betrübt vom „großen Abenteuer“, dass Assisi in seinem kurzen neuen Leben bei uns hatte. So war das auch.

Bob sagte: „Bei der Ankunft unseres Bären kannten wir seine Probleme, die er aus seiner Vergangenheit mitgebracht hatte und wussten, dass sein großes Herz wohl nicht für immer schlagen würde.

Seine Rettung machte uns so froh und wir waren dabei, als er seine neue Freiheit entdeckte – wir sahen seine lange Zunge, wie sie den Honig von den Stäben seines Käfigs leckte, sein Zusammentreffen mit Menschen die ihre Liebe mit ihm teilten, das Gefühl der Sonnenstrahlen auf dem Rücken, seine ersten Schritte nach draußen und schließlich zu spüren, wie sich Gras anfühlt und die Freundschaft mit den anderen Bären im Gehege. Am letzten Tag seines Lebens lernte er zum ersten mal überhaupt zu spielen und nach dieser freudigen Erfahrung sank er zurück in die Arme dessen, der ihn für immer versorgen wird … den heiligen Franz von Assisi, dessen Namen er trug.

Mein Herz ist schwer durch diesen Verlust, doch ich freue mich über das Geschenk dieser wenigen glücklichen Monate für ihn. Dass wir es für ihn möglich machen konnten.“

Die Erinnerungen kamen auch zu mir zurück. Assisi war ein Kerl von einem Bären und er hatte deren typischem Charakter – neugierig, freundlich und von Anfang an zufrieden. Das Stroh, das er immer bevorzugte – noch von seiner Zeit in unserem Erholungskäfig, wo er es Halm für Halm aus dem Bündel obenauf herabzog, um daraus so lange an seinem Nest zu bauen, bis es perfekt war. Kein Wunder, dass wir ihm dafür den Kosenamen „Hamster“ gaben.

Mein letzter Blick auf diesen Bären war ja gerade erst vor ein paar Tagen, als ich ihn durch das Fenster meines Schlafzimmers dort im Garten liegen sah. Es war früh am Morgen und er hatte sich ein Bett aus seinem geliebten Stroh gemacht. Er schlief darin zusammengerollt, warm und zufrieden in der Wintersonne.



Schlafe sanft, du tapfrer Assisi. Das wünscht dir deine Familie, die dich liebt, bis zum Mond und zurück. Von Heather, unserer leitenden Tierärztin in Chengdu, stammen diese Worte.

Assisi war der gerettete Bär Nummer 258 und von Anfang an etwas Besonderes – sein wunderbarer zitronenfarbener Halbmond und seine großen, an den Spitzen eingerissenen Ohren – er war einfach wunderhübsch. In einem winzigen Käfig kam dieser junge Bär im Februar 2009 hier an. Seine Klauen waren ihm in die Fußballen eingewachsen. Er war ganz mager und seine Wunde am Bauch, durch die man den Gallensaft abgezapft hatte, war schrecklich entzündet.





Er war einer der ersten für die Operation und seine erste Narkose war schwierig. Seine Atemfrequenz und sein Blutdruck waren weit außerhalb der Normalwerte und wir erkannten, dass etwas nicht in Ordnung war. Röntgenbilder und ein CT Scan bestätigten unsere Befürchtungen. Seine Aorta, die lange und dicke Ader, durch die das Blut vom Herzen in alle Organe fließt, war gefährlich geweitet – wohl wegen eines Aneurismas.

Nachdem wir uns intensiv beraten hatten entschlossen wir unr, Assisi eine Chance zu geben. Drei Operationen fanden gleichzeitig statt, um seinen geschändeten Körper wieder zu reparieren. Nachdem sein Blutdruck sich wieder normalisiert hatte, kam seine Erholung gut voran.

Mit der Zeit wuchs unser Assisi zu einem strammen Kerl von 164 kg heran und er wurde in das Gehege für unsere speziellen Fälle verlegt, wo er mit Franzi, Rupert und Snoopy unsere anderen Bären, die besondere Aufmerksamkeit brauchen, zumindest durch die Stäbe des Käfigs kennenlernen konnte. Hier konnte er ein Schläfchen in der Hängematte halten und das Gras unter seinen Sohlen spüren. Als unsere alte Dame Franzi im vergangenen Monat sanft eingeschläfert werden musste, entwickelten wir einen Plan, um Rupert und Assisi zusammen zu bringen. Zwei große sanfte Riesen. Anfang dieser Woche begannen wir mit der Umsetzung des Plans.

Doch leider geschah heute Morgen das Undenkbare. Nachdem sie den letzten Tag und die letzte Nacht gemeinsam verbracht hatten, spielten Rupert und Assisi in ihrer Behausung und warteten, bis die Bärenpfleger ihr Gehege hergerichtet hatten, damit sie dort ihr Futter suchen und nach Leckereine schauen konnten. Plötzlich brach Assisi zusammen und das Team der Tierärzte wurde sofort herbeigerufen. Minuten später hatten die Bärenpfleger Assisi und Rupert getrennt und die Tierärzte versuchten eine Herzmassage. Doch leider vergeblich.

Die Autopsie bestätigte unsere Vermutung – Das Aneurisma von Assisi war geplatz,t was zu einer massiven inneren Blutung und fast sofortigem Tod führte. Unser einziger Trost ist es, dass dieser wunderbare Bursche zumindest noch die Möglichkeit hatte, das Gras unter seinen Füßen zu spüren und mit einem anderen Bären zu spielen. Schlafe wohl, kleiner Bär.

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Danke, Amerika 
Kaum zu glauben, dass ich erst vor ein paar Wochen mit Alice, Morgan und Laura auf unserer Roadshow 2009 in Amerika unterwegs war. Die Zeit verging wie im Flug bei den emotionsgeladenen Treffen mit unseren Freunden im ganzen Land, die sich so sehr eingesetzt haben, um mit innovativen Veranstaltungen den Tieren in Asien zu helfen.

Alice Ng, unsere Direktorin in den USA, hat darüber einen sehr schönen Bericht verfasst, dem ich nur noch ein paar Worte des Dankes und der Verbundenheit an die Organisatoren, die freiwilligen Helfer, unsere langjährigen Unterstützer, die neu gewonnenen Freunde und natürlich an Alice, Morgan und Laura hinzufügen kann, die sich aufgearbeitet haben dafür, dass alles wie geplant ablief.

Eine unvergessliche Zeit – es gab Tränen und Lachen und für die Teilnehmer und Organisatoren nichts als Lob. Ich habe jeden Augenblick davon genossen und bin nach Asien zurück in dem bestärkten Bewusstsein, dass die Bären, Hunde und Katzen in den vor uns liegenden Monaten noch mehr Zuwendung erfahren werden, da so viele Menschen in Amerika sich für sie einsetzen.

Hier ist der Bericht von Alice.

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Ein besonderes Weihnachtsgeschenk für unsere Freunde in England 
Zwischen all der Aufregung hier in China und Vietnam verfliegen die Tage bis zu unserer großen Weihnachtsveranstaltung in England. Das preisgekrönte Theaterstück „Skelling“ wird zu Gunsten von Animals Asia im Bloomsbury Theater in London aufgeführt.



Ich kann es kaum erwarten, dabei zu sein – zusammen mit unserer Schirmherrin Virginia McKenna OBE und Paul Martin von der BBC, bekannt als Host von „Floggit“ – um diese aufregende Aufführung zu sehen, die so großzügig von der Birmingham Stage Company gespendet wurde und bei der der Gewinn direkt den Bären zugute kommt.

Es gibt auch wunderbare Preise für die Auktion dort, z.B. spezielle Weihnachtsausgaben von Tatzenabdrücken unseres jüngsten Neuankömmlings in China – dem kleinen „Jingle Bear“ – der auf wundersame Weise aus einer Bärenfarm entkommen konnte.

Wenn sie noch keine Eintrittskarte für diese perfekte Familienfeier gekauft haben, hier ist die Gelegenheit dazu. Denn sie sind bald ausverkauft!

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