Hunde färben … bis zum Tod 
Ungläubig las ich vor Kurzem eine Geschichte in den chinesischen Zeitungen – Hunde, die man färbt, damit sie wie exotische Wildtiere aussehen.

Wenn dazu giftige Farben eingesetzt werden, kann dieser Trend tödlich sein – und es gibt schon genug Geschichten speziell von Welpen, die in den Fängen chinesischer Händler qualvoll sterben, weil sie von ihnen mit solchen Farben behandelt wurden. Damit sie „süß“ aussehen. Viele der heute eingesetzten Färbemittel sind für Tiere giftig und wenn dieses Gift nach ein paar Tagen in ihren Körper eindringt, führt das zu einem langsamen und qualvollen Tod.

Bitte, bitte, jeder der dies liest – kommt nicht in die Versuchung, eure Hunde zu färben. Neben dem dadurch verursachten Stress und der schrecklichen Demütigung, ein an sich schon wunderschönes Tier zu verwandeln, bedeutet dies auch womöglich den Tod Ihres Haustiers.

Hier ist die Geschichte (englisch).

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Nothilfe Bärenrettung


Unsere großartigen Braunbären 
Gleich nachdem ich wieder in meinem Zimmer zurück war, nach dem Vergnügen, Oliver da draußen im Gras seines Geheges zu sehen, meldete sich unsere Bärenmanagerin Anna per Walkie-Talkie und lud mich ein in das Haus 10, wo man unseren Braunbären Rocky zum ersten Mal nach draußen gelassen hat. So viel Aufregung an einem Nachmittag!

Ich rief Sailing an, um herauszufinden, ob sie ein paar Bilder machen könnte. Sie rannte gleich mit ihrer Kamera herbei und machte die wunderbarsten Aufnahmen von den beiden.

Wie Sie sich erinnern, ist Oliver der Bär, den wir während der Rückfahrt von der Farm in Shandong operieren mussten. Eine tückische Metallspirale musste zusammen mit der Gallenblase in einer mehrere Stunden dauernden Operation auf der Ladepritsche eines Lastwagens von Heather und Monica entfernt werden. Nicht genug, der arme Oliver hatte auf Grund seiner 30jährigen Gefangenschaft auf zwei Farmen auch verkürzte Gliedmaßen und sein Körper war stark deformiert.



Nun…wenn man ihn sah, wie er schwankend in das Gehege hinauskam und dabei seinen steifen alten Körper hochreckte, um saftige Tomaten von den Pfostenspitzen zu angeln, das durfte man nicht versäumen. Immer wieder sah er zu uns herüber als wolle er sagen „ganz nett hier“, ehe er weiterlief um sich einen weiteren Leckerbissen zu holen.





Es gibt im Englischen einfach keine Worte die beschreiben könnten, wie mein Herz vor Liebe und Zuneigung für einen Bären am Ende seines Lebens schlug, der zu guter Letzt sich doch noch seiner Freiheit erfreuen durfte. Die Sonne schien, der Pool glitzerte und Oliver strahlte mit allen um die Wette, als er nasse Füße bekam.



Und dann war da noch Rocky, der wahrscheinlich aus einem Käfig und in sein Gehege rennen würde. Außer, dass es ganz anders kam an diesem Tag. Dieser riesige Braunbär mit seinem enormen Kopf stand einfach nur da und starrte, als seine Käfigtüre geöffnet wurde. Er war verwirrt und wusste nicht, was er mit all dem Freiraum vor sich anfangen sollte – erst Minuten später nahm er seinen Mut zusammen und machte einen vorsichtigen Schritt nach vorne. Dann dauerte es noch weitere Minuten, bis er es wagte, zum ersten Mal den ganzen Weg bis in sein Gehege zu gehen.





Aber dann gab es kein Halten mehr – er streckte die Schnauze vor zu seinem neuen Hängekorbbett, das ganz mit Marmelade und Joghurt beschmiert war, oder er versenkte seine weichen Lippen in seiner Trinkschale, um dann nach seinem Nachbarn nebenan zu sehen.

Schließlich war er mutig genug, auch hinaus in sein Freigehege zu gehen. Rocky schaute hinaus und blinzelte im hellen Licht Oliver zu, als würde er verstehen, dass er als nächstes an die Reihe kommt.

Später am Abend sagte Anna mir, dass Rocky fantastisch war, wie er aus seiner großen Trinkschale einen Swimmingpool gemacht hat, als er immer wieder seinen riesigen Kopf dort hineinsteckte und versuchte, auch seinen riesigen Körper da hineinzuzwängen. Nur noch etwas Geduld, im Lauf der Woche wird Rocky die Freuden eines richtigen Swimmingpools noch kennenlernen.

Dieses Blog ist den beiden gewidmet – unsere hübschen und verspielten Braunbären, so stark und voller Verzeihen. Es straft ihr Leben auf den Farmen Lügen.


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Nothilfe Bärenrettung


Sehr geehrter Bärenfarmer 
Als wir vor einigen Wochen in Shandong waren, um Ihre Bären zu retten, hörte ich, dass Sie einigen unserer chinesischen Mitarbeiter sagten, wie traurig Sie wären, die Bären für den Gesundheitscheck da liegen zu sehen. Denn jetzt, nachdem sie aus ihren Käfigen befreit waren, konnten Sie das volle Ausmaß ihrer Wunden erkennen.

Ich würde gern wissen, was Ihnen durch den Kopf ging, als sie Oliver und seine lächerlich verkürzten Gliedmaßen sahen und begriffen, das sein Käfiggefängnis ihn in 30 Jahren zu diesem grotesken „Zwergenbären“ gemacht hat.

Gern würde ich auch wissen, was Sie fühlten, als sie die offenen und blutenden Wunden in den Bäuchen der meisten Bären sahen, als sie so schlafend auf ihrer Hängematte lagen und unser Team die notwendigen Gesundheitschecks durchführte, um herauszufinden, wie krank sie alle wirklich waren.

Haben ihre zerbrochenen und geknechteten Körper auch nur ein winziges Gefühl von Mitleid bei Ihnen ausgelöst in der Erinnerung daran, wie sie ihnen nur Stunden vor unserer Ankunft die metallenen Korsetts vom Körper gezerrt haben und wie sie sogar versuchten, die Latexkatheter aus den Gallenblasen zu reißen, mit denen Sie ihnen 10 lange Jahre den Gallensaft abgezapft haben?

Einen dieser Bären nannten wir Kylie. Diese wunderbare kupferbraune Bärin sahen wir zum ersten Mal, wie sie auf Ellbogen und Knien schmerzgeplagt in ihrem Käfig balancierte. Sie konnte sich nicht auf den Bauch legen und kniete so stundenlang, kaum fähig dabei zu atmen wegen stechender Schmerzen. Bis wir sie schließlich in ihrem Käfig erreichen konnten und unsere Narkose sie für einige Stunden in einen tiefen Schlaf des Vergessens versetzte.



Sicher sahen Sie wie wir auch die eitrige Stelle bei ihr und den Bruch, der diese Stelle umgab. Eitrige Galle tropfte dort heraus. Aber sahen Sie auch - wie wir - den zerrissenen Latexkatheter, den man gewaltsam aus ihrer blutenden Gallenblase herausgerissen hat? Oder die Narben von dem metallenen Korsett um ihre Taille und ihren Hals, wo ihr Fell abgeschabt, die Haut entzündet war?

Sahen sie den schlimmen Zustand ihrer Zähne, als unsere Tierärzte vorsichtig ihre Lefzen zurückzogen? Abgeflachte, schwarze und verfaulte Eckzähne zeigten sich und man roch den Gestank aus ihrem missbrauchten Maul. Die offenliegenden Nerven und Zahnbein mussten ihr pausenlose, brennende Schmerzen verursacht haben.

Wie würden Sie sich heute fühlen, wenn Sie wüssten, dass Kylie tot ist?

Wochenlange liebevolle Pflege, viele Operationen, um ihre Bauchwunden zu heilen und 19 faulige Zähne zu ziehen – sogar der Segen buddhistischer Mönche – alles war am Ende vergebens als ihr Körper aufgab und sie den vielen Jahren des Missbrauchs in Ihrer Farm erlag.

Vielleicht sind das starke Worte von jemandem, der dafür dankbar sein sollte, dass Kylie sich zuletzt bei jenen befand, die in der Lage waren, sie sanft einschlafen zu lassen nach den Jahrzehnten voller Pein – jetzt hat sie ihren Frieden gefunden. Doch wie krank haben wir uns alle wieder einmal gefühlt zu sehen, wie aus unserem OP-Tisch eine Totenbahre wurde – an dem unser Team schweren Herzens wieder den Körper eines toten Bären öffnete, um Gewebeproben zu entnehmen, die für unsere Forschung so wichtig sind und um ein Tier zu beweinen, das man so nebensächlich und als „Ding“ behandelt hat. Nur um daraus Geld zu machen.

Wenn es wahr ist, was Sie unseren Mitarbeitern gesagt haben, dann machen Sie jetzt mit und sprechen Sie öffentlich über die Zustände in dieser Industrie und geben Sie zu – denn Sie wissen es ja selbst in Ihrem Innersten – dass diese Industrie die geduldigen Tiere tötet und verstümmelt? Helfen Sie uns, dem noch schneller ein Ende zu setzen? Für Kylie kommt diese Hilfe zu spät. Doch wenn Sie heute ehrlich über Bärenfarmen nachdenken, jetzt, im August 2010, kann Ihr Wort vielleicht noch Tausenden armer Kylies helfen, die geduldig auf Ihr Zeugnis der Wahrheit warten.

RIP Kylie. Ein Team, das Dich geliebt hat.

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Versäumt nicht „The Performance - Die Vorstellung“ 
Er ist ein großer Mann mit einem großen Herzen und versteht, wie sehr alle Lebewesen leiden, die hinter Gittern sind. In den achtziger Jahren fuhr Terry Waite CBE mehrmals in den Libanon, um Geiseln zu befreien, bis er am 20. Januar 1987 in Beirut selbst zur Geisel wurde. Seine Gefangenschaft dauerte 1.763 Tage. Vier lange Jahre war Terry in völliger Isolationshaft, bis er schließlich am 18. November 1991 freigelassen wurde.

Ich traf Terry bei unserer Roadshow in England im Jahr 2008 und hörte still und ehrfürchtig zu – gemeinsam mit allen anderen in diesem Raum – als Terry über seine Erfahrung von damals sprach und sie so ergreifend mit dem Leid der missbrauchten Bären in den Farmen Chinas und Vietnams verglich, die dort ebenfalls eingesperrt sind.

Jetzt hilft Terry den Tieren aufs Neue als Sprecher in dem neuen Film, in dem er über die gedankenlose Grausamkeit redet, die an denkenden und fühlenden Tiere verübt wird – sie, die von allen die leiseste Stimme haben. In dem Film mit dem Titel „The Performance - Die Vorstellung“ spricht er über Tiere im Zirkus, die gezwungen werden, erniedrigende und beschämende Tricks zu „unserer“ Unterhaltung vorzuführen. Gezeigt werden die Zustände in Safariparks in China.

Produziert wurde dieser Film gemeinsam mit der sagenhaften Ella Waite und ihrem Team von Environment Films. Er stützt sich auf Aufnahmen, die wesentlich von unserem Direktor für Tierschutz, Dave Neale, stammen. Zusammen mit Lisa Yang, Leiterin des Bereichs Tierschutz in China und Irene Feng, der Leiterin unseres Dr. Hund Programms in Guangzhou sowie unserer Leiterin Öffentlichkeitsarbeit in Chengdu, Sailing Wang, haben sie in vielen Stunden anstrengender Recherche dieses Material zusammengetragen.

Bei einigen dieser Nachforschungen habe ich Dave und sein Team Ende des vergangenen Jahres begleitet und wieder einmal stieg Zorn in mir auf bei dem, was ich da sehen musste. Speziell dann, als Elefanten Kopfstände machen mussten, was ihnen große Schmerzen bereitet, oder wenn sie auf einem Bein sich im Kreis drehen müssen wie ein Kreisel und dabei beschämende und lächerliche Kleidungsstücke tragen.

Oder auch an jenem denkwürdigen Tag als ich einen Trainer sah, der einem jungen Mondbären die Faust ins Gesicht schlug, als dieser nicht begreifen wollte wie er sich zu bewegen hat. Das war mehr als ich ertragen konnte - die Worte kamen wie von selbst aus meinem Mund, als dieser verwirrte und verschreckte Bär immer und immer wieder geschlagen wurde, bis er es richtig machte. Und um danach in Schmutz und Dunkelheit in die Käfige hinter der Bühne weggesperrt zu werden und auf die nächste Vorstellung mit ihren hellen Scheinwerfern, der lauten Musik und dem kreischenden Publikum zu warten, das dabei nichts über das Tier selbst lernt.

Wie Terry in dem Film sagte, das ist alles, was sie vom Leben haben – und er war wütend darüber, denn er wusste was sie fühlen. Er bittet die Zuschauer, einen Augenblick darüber nachzudenken, was sie alles selbst in den letzten Jahren gemacht haben, wo sie überall gewesen sind, was sie alles erlebt haben – und sich dann an diese Tiere zu erinnern, die in all dieser Zeit nur Leid in ihrem Gefängnis gekannt haben.

Vielen Dank Terry für Deine Freundschaft und Dein Verständnis – du hast die Ereignisse in Deiner Vergangenheit beschrieben, was sicherlich schmerzhaft für Dich gewesen ist. Du hast die körperlichen und seelischen Leiden der Tiere mit Deinen eigenen von damals verglichen. Vielen Dank auch Ella und Deinem Team für diese herzzerreißende und betäubende Dokumentation – und natürlich auch an Dave, Lisa, Irene, Rainbow und Sailing und allen Mitarbeitern unseres Infoteams in Chengdu dafür, dass ihr uns näher an das Ziel gebracht habt, wenn dieses Leid und diese zahllosen grausamen „Veranstaltungen“ ein Ende haben.

Hier ist unser ganzer Bericht darüber und auch der Film, der diesen sprachlosen Darstellern eine Stimme gibt. Helfen Sie ihnen.

















Es ist kaum zu glauben - nachdem die Sache mit den zur Schau gestellten Tieren in China bekannt wurde, las unsere Direktorin Anne Lloyd Jones in Sydney die Neuigkeit las, dass das Ku-ring-gai Council an der Nordküste Sydneys vor kurzem das Verbot der Schaustellung exotischer Tiere in Zirkussen aufgehoben hat, das seit 1999 bestand.

Schnell setzte Anne eine Petition auf die, bislang schon von 600 Menschen aus der ganzen Welt unterschrieben und kommentiert wurde, in dem sie eine Erneuerung dieses Verbots fordert, da es für das Publikum nicht lehrreich ist und der Respekt für Tiere dadurch nicht gefördert wird, wenn sie gezwungen werden, unangebrachte Kunststückchen zu zeigen.

Ich danke allen unseren Unterstützern, die diese Kampagne bereits unterstützt haben. Auch dem RSPCA NSW die erklärten, dass „die archaische Entscheidung des Ku-ring-gai Councils die bisherige Regelung aufzuheben und den Zirkussen mit exotischen Tieren wieder den Zutritt in ihr Gebiet zu gestatten, für sie ein Schlag ins Gesicht sei“.

Unterschreiben auch Sie und machen Sie damit einen Unterschied in Australien.

Bitte nehmen Sie sich die Zeit und unterschreiben auch Sie diese Online Petition. Es geht einfach – nur hier klicken. Bis Donnerstag, 24 August haben wir Zeit genügend Unterschriften zusammenzubringen, damit diese lächerliche Entscheidung revidiert wird.

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Glückwünsche zum 12. Geburtstag…….für uns! 
An alle Manager, Mitarbeiter, Freiwilligen und Unterstützer auf der ganzen Welt schicke ich meinen Dank für die rastlose und leidenschaftliche Arbeit, mit der ihr viele trübe und hoffnungslose Augen wieder zum Strahlen gebracht habt. Hier ist ein wunderbarer Text, der euch und allen Tieren der Welt, die wir gerettet haben und die wir noch retten werden, den Janine Allen verfasst hat.

Ich liebe und danke euch allen
Jill

Heute rettete ich einen Menschen
Unsere Blicke trafen sich als sie den Gang hinunterlief und dabei aufmerksam in die Zwinger sah. Ich fühlte ihre Not sofort und wusste, dass ich ihr helfen musste. Ich wedelte mit dem Schwanz. Doch nicht zu sehr, damit sie nicht erschrickt.

Als sie an meinem Zwinger war, versperrte ich ihr den Blick vor einem kleinen Unfall weiter hinten in meinem Käfig. Sie sollte nicht wissen, dass ich heute noch nicht ausgeführt worden war. Manchmal sind unsere Betreuer einfach zu beschäftigt und ich wollte nicht, dass sie schlecht über sie denkt.

Als sie die Karte an meinem Zwinger las, hoffte ich, dass sie nicht zu traurig sein würde über meine Vergangenheit. Ich habe nur meine Zukunft und ich möchte im Leben eines Menschen einen Unterschied machen.

Sie kniete sich auf den Boden und gab mir von ferne kleine Küsschen. Mit meinem Kopf und Schulter schmiegte ich mich an die Gitterstäbe, um sie zu trösten. Sanfte Finger kraulten meinen Nacken. Sie sehnte sich verzweifelt nach Begleitung.

Eine Träne rann ihre Wange entlang und ich hob die Pfote, um ihr zu versichern, dass alles gut wird. Bald öffnete sich die Tür meines Zwingers und ihr Lächeln war so strahlend, dass ich ihr sofort in die Arme sprang. Ich versprach ihr, sie in Sicherheit zu bewahren und immer bei ihr zu sein. Ich versprach ihr alles, nur um das strahlende Lächeln und das Funkeln in ihren Augen zu sehen. Ich hatte solches Glück, dass sie meinen Gang entlang gekommen ist. Denn es gibt so viele andere dort draußen, die diesen Gang noch nicht gegangen sind. Es sind noch so viele zu retten. Ich zumindest konnte einen retten.

Heute habe ich einen Menschen gerettet.

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