Auch in Deutschland finden sich leidenschaftliche Unterstützer 
Nach den schönen Erlebnissen in England, nun zu ebenso wunderbaren Ereignissen in Deutschland. Das unwahrscheinlich nette und engagierte Ehepaar, Christian und Sabine Riedmayer, begleiten uns seit knapp zwei Jahren und haben in dieser Zeit schon so viel bewirkt. Nicht nur, dass jeder von ihnen einen unserer Bären sponsert, sie lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen, um uns und unsere Mondbären zu unterstützen. In ihren Kupsch-Supermärkten in Würzburg verkaufen sie beispielsweise „Bärenbrot“ (Bild), Wein und Gummibärchen und spenden Teile des Erlöses an Animals Asia.



Unermüdlich informieren sie in Medien und in ihrem Umfeld über unsere Arbeit. Wir können uns wirklich glücklich schätzen, so engagierte Freunde wie diese beiden zu haben.

Im November des letzten Jahres stellte Sabine ein Benefizkonzert mit der Band „The Blueballs“ für uns auf die Beine, durch das mehrere hundert Euro gesammelt wurden. Nicht nur, dass Sabine durch ihren Einsatz Spenden für uns sammeln konnte, durch sie kamen wir auch zu einem weiteren Unterstützer. Klaus Hoeborn, einer der Musiker, der bei dem Benefizkonzert auftrat, ist unglaublich talentiert. Er ist über die Grenzen Würzburgs hinaus bekannt und er teilt außerdem auch unsere Leidenschaft für Tiere. Deshalb entschloss er sich auch, sich weiterhin für unsere Mondbären zu engagieren.



Klaus hat extra für uns ein Album aufgenommen: „Coming Home“. Die CD ist großartig und wird jeden begeistern, der Rockabilly, Country oder Rock’n’Roll mag. Das wunderbarste ist, dass Klaus einhundert Prozent des Erlöses an uns spenden wird – es ist kaum zu glauben, was für großzügige und engagierte Unterstützer und Mitstreiter wir haben! Damit man sich einen Eindruck von Klaus‘ Können verschaffen kann, hat er Kostproben seiner Musik online gestellt, www.klaushoeborn.de Seine CD kostet 10 € und kann über unser Büro in München bestellt werden. Bei Interesse einfach eine E-Mail an [email protected] schreiben und unser Team vor Ort wird die CD dann verschicken.

Christian und Sabine bieten die CD außerdem in einem ihrer Kupsch-Supermärkte in der Brettreichstraße 2 in Würzburg an. Die beiden haben extra hierfür ein Regal anfertigen lassen, das über einen integrierten CD-Player verfügt. Neben dem Regal mit den CD‘s wollen sie außerdem Infomaterial von Animals Asia auslegen, damit Interessierte erfahren, wofür der Erlös verwendet wird.

Ein herzliches Dankeschön an unser Würzburger Trio. Wir sind unendlich dankbar für das Engagement und die Kreativität dieser wunderbaren Unterstützer und wir hoffen, dass sie uns und unseren Bären noch lange erhalten bleiben. Wir sind so stolz auf euch!


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Nothilfe Bärenrettung


Ein Jubiläum, vom Regenbogen gesegnet 
Ich danke Ihnen allen für die wunderbaren Glückwünsche zu unserem 15. Geburtstag am 8. August. Jede Nachricht war etwas Besonderes und hier ist eine, die für sie alle steht. Erhalten haben wir diese Nachricht von meiner wunderbaren Freundin, Mentorin und unsere Schirmherrin aus UK, Virginia McKenna OBE.

"Ich denke an Jill, ihr wunderbares Team und natürlich an all die Bären und Hunde, die sie in den letzten 15 Jahren gerettet haben. Ich denke mit großer Bewunderung und Dankbarkeit an diese Menschen und an die Tiere mit tiefer Zuneigung und Respekt.“

"Ich denke auch an Tausende von Menschen, die Animals Asia bereits beeinflusst hat, die Tiere auf eine andere Weise zu betrachten und ihnen mit dem Mitgefühl zu begegnen, das sie verdienen. Der 15. Jahrestag von Animals Asia ist in vielerlei Hinsicht ein denkwürdiger Tag – genauso wie alle Jubiläen, die noch folgen werden.“

Wir verbrachten den Tag mit unserem Team und den Bären in Chengdu. An diesem Abend, als wir mit rund 200 Mitarbeitern und VIP-Gästen feierten, schauten wir in den Himmel und sahen etwas, was wir noch nie zuvor gesehen hatten - einen wunderschönen Regenbogen mit der Form einer Mondsichel.

Für Personen, die a) selten Regenbögen sehen und b) noch nie einen mit dieser besonderen Form gesehen haben, fühlte sich dieser Moment zutiefst besonders an – und vielleicht war das ja ein Glückssymbol für die nächsten Wochen und Monate, die auf uns zukommen.

Breaking the bars („Die Gitterstäbe zerbrechen“) - unser Versprechen an die Bären.


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Nothilfe Bärenrettung


Wo sind nur die letzten 15 Jahre geblieben? 
Es war ein denkwürdiger Tag in Hongkong, als eine kleine Gruppe mit einigen aufgeregten Therapiehunden von Dr. Hund in einen offenen Rundfahrtenbus kletterte, der mit Bannern und Ballons geschmückt war. Dieser Tag markierte den Beginn von Animals Asia am 8. August 1998.

08.08.98 – dieses Datum wurde in voller Absicht gewählt, da es die Glück versprechende Ziffer 8 und auch die Ziffer 9 enthält, die für ein langes Leben und Harmonie steht.

Gegründet mit dem primären Ziel, sich um die Bären, Hunde und Katzen zu kümmern, ist sich Animals Asia seitdem treu geblieben. Wir arbeiten, bis die letzte Bärenfarm geschlossen ist, bis die Bären aufwachen können und ihnen dabei die Sonne auf den Rücken scheint, ohne Furcht im Herzen. Und wir arbeiten, bis Hunde und Katzen als unsere Freunde gefeiert werden und nicht mehr als Nahrung.

Seit jenem glücklichen Tag hat sich die Tierschutzbewegung explosionsartig vergrößert und weiterentwickelt und Animals Asia ist sowohl in China als auch in Vietnam ganz vorne dabei. In beiden Ländern sind Gallefarmen jetzt ein Thema. In Vietnam sind die Farmen sogar schon verboten und in China wächst der Teil der Bevölkerung, der diese grausame Industrie verachtet. Im vergangenen Jahr wurde diese Industrie zu einem der 10 meist diskutierten Themen. Man muss sich nur einmal diese Cartoons ansehen (und es gibt hunderte ähnliche Cartoons, mit denen die Menschen ihre Gefühle ausdrücken).











Gestützt auf umfassende Vorarbeiten von Toby Zhang, unserem Direktor für öffentliche Angelegenheiten in China und seinem Team ist dies auch für dieses Jahr unser Ziel. So feiern wir heute in Chengdu, in der Provinz Sichuan, zusammen mit der Gemeinde der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) den Einklang mit der Natur und das „Heilen ohne Grausamkeit“.

Aus vier Apothekenketten und 33 Geschäften für TCM-Bedarf wuchs die Kampagne seit dem Jahr 2010 auf 11 Apothekenketten und 260 TCM-Geschäfte heran. Alle verkünden öffentlich, dass sie Bärengalle weder verschreiben, noch an ihre Kunden verkaufen. Wenn man die Sensitivität des Themas Bärengallefarmen kennt und weiß, dass es für Vertreter der medizinischen Berufe nicht immer leicht ist, sich öffentlich zu bekennen, ist der Mut der Teilnehmer besonders bemerkenswert. Auf diesem Bild verbrennen wir zu Beginn der Kampagne Produkte aus Bärengalle.



Wir glauben, dass wir einen Wendepunkt erreicht haben und wir zählen auf die freundschaftliche Unterstützung von immer mehr Fachleuten auf diesem Gebiet. Sie alle unterstützen unsere Kampagne und helfen so, die Bärengallefarmen ein für allemal zu schließen. Es ist einfach richtig, dies für eine der gefährdeten Tierarten in China zu tun – aber auch für die Gesundheit der Patienten. Heilen ohne dabei zu schaden – das ist die wahre Harmonie zwischen der Traditionellen Chinesischen Medizin und der Natur.





Zur gleichen Zeit hat auch ein Restaurant in Chengdu einen neuartigen Weg gefunden, das 15jährige Bestehen unserer Kampagne zur Rettung der Bären zu feiern: Sie haben einen Mondbären Tiramisu Nachtisch kreiert. Der Erlös aus dem Verkauf dieses Desserts wird unserem Rettungszentrum in Chengdu gespendet.





Die Aktion startete diese Woche, zusammen mit unserer „Moonie“, die in China sehr populär ist (und der herzlichen Bitte an alle Menschen in China, die Bären zu unterstützen. Diese Bitte wurde von unserer Linda aus der Gruppe für Öffentlichkeitsarbeit formuliert). Dies ist nur ein weiteres Beispiel für die Leidenschaft der Öffentlichkeit, im Kampf für das Ende dieser beschämenden und schändlichen Industrie.

Doch auch Tuan Bendixsen und sein Team starteten in Vietnam eine große Sensibilisierungskampagne, um die Öffentlichkeit über die Schrecken der Bärengallefarmen aufzuklären. Das schöne Touristengebiet der Ha Long Bucht in der Provinz Quang Ninh war am Wochenende das Ziel von Tuan und seinem Team. Sie trafen mit Mitgliedern des Rats von Bay Chay Ward aus der Stadt Ha Long und Vertretern der Forstschutzbehörde von Quang Ninh zusammen. Die örtliche Regierung hatte auch Hotelbesitzer und Geschäftsleute dazu eingeladen, sich über die Ziele der Kampagne zu informieren.



Zusammen mit Tuan forderten sie die Anwesenden auf, die Bären zu schützen und die Gesetze zum Schutz von Wildtieren zu befolgen. Da in dieses Gebiet jährlich etwa 2 Millionen Besucher kommen, war diese Veranstaltung besonders wichtig!

Sie dauerte eine ganze Woche und große TV-Sender und Zeitungen berichteten darüber. An Besucher und Touristen wurden am Kai, in den Hotels, in Restaurants und an anderen zentralen Punkten 12.000 Infobroschüren verteilt.



Die Behörden haben Tuan und dem Team gestattet, 120 Plakate entlang des Kais und in der Nähe des Drehkreuzes aufzustellen, wo die Besucher auf die Schiffe in Richtung Ha Long Bay (einem offiziellen Weltkultur Erbe) gehen. Unterstützt wurden sie dabei von der Vize-Miss Vietnam 2012 aus Hanoi.







In diesem Jahr werden beide Teams in China und Vietnam wichtige Komponenten unserer Strategie für das Ende der Bärengallefarmen verstärken und wieder bleibt mir nur, mich bei ihnen und dem ganzen Team von Animals Asia zu bedanken. Denn sie machen wirklich die beste und leidenschaftlichste Organisation der Welt aus.

Viele, die unsere Reise begleiten, wissen, dass dieses Team die Ziele kennt und unermüdlich dafür arbeitet, sie zu erreichen. Dabei nicht zu vergessen, die Hunde und Katzen und die in Gefangenschaft lebenden Tiere in Zoos und Safariparks. Die Kampagnen in diesen Bereichen werden von Irene Feng und David Neale geleitet und wachsen ebenso, wie unsere Bären-Kampagne. In meinem nächsten Blog werde ich auch darüber berichten.
Zum Schluss, hier ein sehr schönes Gedicht von Caroline Herd, die vor Kurzem über unseren Bären namens Dick und seinen Umgang mit seinen Freunden geschrieben hat. Das jetzige Gedicht von Caroline ist der beste Weg um mich bei allen zu bedanken, die diesen Bären helfen und sie verteidigen.

Somit widme ich diesen Blog und das Gedicht unseren Unterstützern, unseren Champions und all den Tieren, die in den vergangenen 15 Jahren ein besseres Leben gefunden haben – und jenen, die noch unserer Hilfe bedürfen.

Bitte bleibt auch weiterhin an unserer Seite und tragt die Bären, Hunde, Katzen und die gefangenen Tiere in euren Herzen … bis die Grausamkeit endet.

From the bears
Well my name is Dick, I know we’ve met before,
I’m the one with the scars and the name on my door,
And though I’m not artistic or much of a rhymer,
I wrote you a poem from us moon bears in China.

It was just to say thanks, cause we want you to know,
For all that you do and the lengths that you’ll go,
You fill us with pride, and we stand so much taller,
With Animals Asia still fighting our corner.

I can sit on my platform, look down at house six,
It’s the place we all dreamt of, we love it to bits.
The bad times have hurt us, but they’ve been and gone,
We find and make friends here, we heal and move on.

But the cages are stacked lest we never forget,
So many bears waiting, not free of them yet.
We know that you’ll find them, bring them into the sun,
Crack open the bars, for every last one.

Through all of our troubles you’ve never backed down.
Through floods and evictions, stood firm, held our ground,
And still you persist as the thorn in the side
Of the farmers who hurt all the moon bears they hide.

So this one’s for you, it’s our thanks and our cheers,
Just look what you’ve done with the last twenty years,
You gave us a home, and an army of friends,
To fight the good fight, till the cruelty ends.

And we’re seeing it through, cause the end is in sight,
The moon bears can’t lose if the world hears their plight.
You’ve changed things forever, let us never go back,
So with love from us all,
Thanks,

Your Asiatic black xxx




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Lesley trifft das Team von Dr. Hund 
Ursprünglich wurde der Besuch unserer lieben Lesley Nicol geplant, damit sie die Bären treffen konnte – und natürlich, damit diese davon profitieren, wenn sie wieder zu Hause ist und über ihren Besuch berichtet!



Doch bei ihrem Besuch in Chengdu nahmen Lesley und ihr Mann Da’aboth sich auch die Zeit, um unser Tiertherapie-Programm „Dr. Hund“ zu unterstützen. Kein Sightseeing für dieses wunderbare Paar – sie wollten den Tieren Chinas während den aufregenden und wenigen Tagen ihres Besuchs so gut helfen, wie es ihnen möglich war!



Unser Morgen bei Dr. Hund begann mit Lesleys Teilnahme bei der Prüfung potenzieller Hundekandidaten. Sie beobachtete, wie die Hunde von Suki, Cherry und Jenny aus unserer Abteilung für den Schutz von Hunden und Katzen in Chengdu durch verschiedene Tests geführt wurden. Auch Marnie und Cassy, unsere Manager von Dr. Hund aus Hongkong, waren dabei.



Noch bevor die Dr. Hund Anwärter eine Pfote in den Prüfungsraum setzen konnten, wurden ihre Besitzer darüber aufgeklärt, was sie erwartet und wie die Hunde sich verhalten sollten. Suki und ihr Team hatten die Bewerber für Dr. Hund bereits durch eine Vorauswahl geschickt und diejenigen ausgesondert, die wohl keine Chance haben würden, die Tests zu bestehen. Das ist klar, denn unsere Dr. Hunde müssen zu 100 Prozent vertrauenswürdig sein, wenn sie Patienten und Empfänger ihrer bedingungslosen Liebe besuchen. Schon eine hochgezogene Lefze oder das Knurren während des Tests hat ihre sofortige Ablehnung zur Folge.








Die meisten Hunde schafften es, darunter der süße zweibeinige – ja, richtig gelesen – zweibeinige braune Pudel, den eine wunderbare Helfergruppe im Qiming Schutzzentrum für Kleintiere in Chengdu gerettet hat.



Seit Jahren schon betreiben Qiao Wei und sein Team Qiming und retten immer wieder „Fleischmarkt“-Hunde, indem sie sich bei den Behörden einsetzen, um Lastwagen voll illegaler Streuner und gestohlener Tiere zu stoppen. Heute leben etwa 1.000 beschlagnahmter Hunde bei ihnen. Im Laufe der Jahre hat unser Team häufig mit ihnen zusammengearbeitet und ihnen bei den Rettungsaktionen und der Finanzierung von Vollzeit-Kräften, die zur Pflege der Hunde nötig sind, geholfen.

Die kleine zweibeinige Xiao Fu hatte Glück. Sie wurde nicht auf einem Lastwagen gefunden, sondern auf der Straße. Ihre Geschichte begann mit vielen Posts besorgter Bürger in sozialen Netzwerken. In der chinesischen Version von Twitter baten sie Qiao Wei und sein Team einem Streuner zu helfen, der schreckliche Wunden und gebrochene Beine hat und der in alte, schmutzige Kleider gewickelt war.

Keiner wusste, was geschehen war, ob sie bewusst verletzt wurde oder ob sie einen schlimmen Unfall hatte. Doch weil ihre Beine durch den langen Aufenthalt in den Straßen schon septisch wurden, brauchte Xiao Fu schnelle Hilfe!

Der Tierarzt, zu dem sie gebracht wurde, war überzeugt, dass sie schlecht behandelt worden war. Sechs Monate dauerte ihre Behandlung. Beide Beine auf der rechten Körperseite mussten amputiert werden und ein Bein auf der linken Seite musste ebenfalls behandelt werden. Zunächst wusste niemand, ob sie die Operationen überstehen würde und natürlich waren Qiao Wei und sein Team nicht sicher, ob sie mit nur zwei Beinen an einer Seite wieder laufen können wird.

Doch irgendetwas in Xiao Fus Charakter sorgte wunderbarerweise dafür, dass sie nicht nur die Operationen überstand, sondern auch eifrig wieder versuchte zu laufen. Laut Qiao Wei waren die ersten Tage besonders hart für diesen so entschlossenen kleinen Hund. Zunächst hüpfte sie nur, um schneller und schneller zu werden, bis sie rannte – um wieder hinzufallen, nachdem es ihr nicht möglich war, wieder zu stoppen! Qiao Wei und sein Team dachten daran, einen kleinen Rollwagen zu bauen, doch Xiao Fu hatte anderes im Sinn. Sie übte weiter die Balance zu halten, bis sie schließlich die Kunst beherrschte, auf zwei Beinen zu gehen.





Heute lebt dieser tapfere kleine Hund bei der Mutter von Qiao Wei und all den anderen geretteten Hunden in Qiming. In den Medien kursieren viele Geschichten über ihren Mut und ihre Entschlossenheit, so zu sein, wie ein normaler Hund. Die Leser lieben es zu hören, dass Xiao Fu lieber selber laufen will, als getragen zu werden. Wieder einmal beweist ein Botschafter von Dr. Hund, wie außergewöhnlich tapfer und treu Hunde wirklich sind – warum sie unsere Freunde sind... und nicht unsere Nahrung.




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Nochmal großes Glück gehabt 
Nachdem es jetzt weniger regnet und das Hochwasser bei unserem Rettungszentrum in Chengdu endlich zurückgegangen ist, möchte ich mich bei allen herzlich bedanken, die sich dieser Herausforderung so tapfer gestellt haben und uns mit ihren Spenden so großzügig geholfen haben, die Reparaturen zu finanzieren.

Kaum vorstellbar, dass es noch vor weniger als drei Wochen Sturzbäche regnete und der schnell steigenden Fluss Pi hier über die Ufer trat. In einer unvergesslichen Nacht kam um 11 Uhr abends Richard, unser Chef der Verwaltung, und sagte, dass die Behörden den Zhipingpu Damm flussaufwärts geöffnet hätten um den Wasserdruck zu vermindern – dabei blieb unklar, was dies für das Zentrum und den Rest der Nacht bedeutet.

Immer wieder kamen Erinnerungen an das Erdbeben 2008 zurück, als die englische Botschaft uns anwies zu evakuieren, da nicht sicher war, ob der Damm halten würde. Man sagte uns klar und deutlich, dass wir bei einem Dammbruch alle versinken würden. Damals hat der Damm zum Glück gehalten und wir alle beteten dafür, dass die Dinge sich zum Besseren wenden würden.

Leider hat Mutter Natur manchmal andere Ideen und hat uns dieses Jahr mit starken Regenfällen und Hochwasser geprüft. Das Farmland rings herum war überschwemmt und schnell wurden mehr als 200 Menschen vermisst oder waren tot. 288.000 Menschen wurden evakuiert, Häuser stürzten ein oder wurden schwer beschädigt, Tausende Hektar Ernte wurden vernichtet und der Regen hielt an bis Ende August. Bis heute haben die Behörden bei dem Versuch die Schäden zu beseitigen und allen in Not zu helfen 21 Teams in die am schlimmsten betroffenen Gebiete der Provinz gesandt.

Damals fiel die Entscheidung, kein Risiko einzugehen. Boris und Richard fuhren zurück ins Zentrum und alle trafen sich im Bärenkrankenhaus, dem höchst gelegenen Platz dort. Nic, die Direktorin des Bären- und Tierärzteteams, hatte mit ihren Teams die Braunbären aus ihren Behausungen in Räume im Bärenkrankenhaus verlegt, da das Wasser schon den ganzen Tag über gestiegen war. Auch die Hunde im Zwinger wurden in die obere Etage des Krankenhauses gebracht.

Alle anderen Hunde kamen in die Wohnquartiere im zweiten Stock des Krankenhauses und ab 13 Uhr trafen alle sich dort. Die Walkie-Talkies wurden für den Rest der Nacht auf Kanal 2 eingestellt. Regelmäßig gab es Berichte von unseren Sicherheitsleuten (und Boris). Diejenigen von uns, die nicht chinesisch verstehen, horchten einfach auf das Wort „liu“, was bedeutete, dass das Wasser noch immer 60 cm unterhalb der Kante stand. Um 6 Uhr waren es nur mehr 45 cm und es sickerte bereits ins Umfeld des Zentrums und das umgebende Ackerland ein.

Um uns herum wurden die Farmen überflutet. Der Fluss Pi stieg und floss immer schneller. Ein dreistöckiges Haus und Grundstücke, genau gegenüber von unserem Haus am Fluss, indem wir unsere behinderten Bären pflegen, brachen zusammen und wurden innerhalb von zwei Tagen weggeschwemmt. Zum Glück waren die Bewohner bereits früher ausgezogen, doch es war ein schrecklicher Anblick zu sehen, wie diese Heime und der ganze Besitz zusammenbrachen und vom reißenden Wasser weggespült wurden.

Wir hatten zwar noch relativ viel Glück, doch auch die Schäden hier wurden schnell sichtbar – so gab es große Risse in unserem Pfad am Fluss und die Betonbefestigung dort war auf viele Meter hin eingebrochen oder eingestürzt.

Damals wechselte die Situation täglich und Boris, unser Projektleiter und sein Team konnten sich nur den Menschen anschließen, die bei den Behörden und Fachleuten um Rat und Hilfe fragten.

Es muss nicht erwähnt werden, dass während der ganzen Zeit der Bedrohung durch die Flut jeder Einzelne hier einfach fantastisch war. Jeder packte an, wo es nötig war und übernahm voller Enthusiasmus, Humor und Schwung neue Aufgaben. Euch allen dafür vielen Dank. Doch ein spezielles Dankeschön hier geht an Yi Rong und alle im Werkschutz. Sie arbeiteten rund um die Uhr über viele Tage hinweg. Sie haben dafür gesorgt, dass für alle Mitarbeiter vor Ort die Lage so sicher wie nur möglich blieb.

Boris und sein Team schafften es schließlich, drei Fachleute zu organisieren (keine direkten Experten, doch Menschen, die zumindest etwas mit dem Thema vertraut waren) und von ihnen vor Ort Handlungsempfehlungen zu bekommen. Heute haben wir endlich Sandsäcke und Planen an den beschädigten Stellen, die uns gegen weitere Schäden durch Hochwasser schützen. Eine vorübergehende Maßnahme, die wohl keiner großen Flut standhält, doch in dieser ohnehin schon schwierigen Situation bietet sie zumindest einen gewissen Widerstand.











Die richtigen Reparaturen werden wohl mehrere Zehntausend Dollar kosten und werden hoffentlich im Oktober, zur Trockenzeit, beginnen. Ehe wir nicht mit einem qualifizierten Ingenieur vor Ort gesprochen haben, der die Schäden beurteilen und uns beraten kann, ist es aber praktisch nicht möglich, die tatsächlichen Kosten zu beziffern.

Die Erleichterung in Chengdu ist spürbar – und nochmals mein allergrößter Dank an das ganze Team, das an einem Strang gezogen hat und unsere Mitarbeiter, die Bären und das Rettungszentrum gesichert hat. Mein Dank geht auch an unser weltweites Team, das dafür gesorgt hat, dass unsere Unterstützer informiert und auf dem Laufenden gehalten wurden.

Zu guter Letzt auch Ihnen, liebe Leser, ein herzliches Dankeschön dafür, dass Sie uns wieder in einer kritischen Zeit auf der Reise zum Ende der Bärengallefarmen geholfen haben. Nie im Leben haben wir daran gedacht, uns mit Erdbeben und Hochwasser, zusätzlich zu allem anderen, auseinandersetzen zu müssen. So bleibt mir nur der Gedanke an den Satz: „Was dich nicht umbringt, macht dich stärker“.

Doch am Ende sieht man wieder einen Silberstreifen am Horizont - so wie unser Lachen über einen schwarz/braunen Hund, Muppet (hier in seinem normalen cremefarbigen Fell), der uns bewies, dass mindestens ein Teammitglied die Lage als gute Entschuldigung empfand, sich wieder einmal im Schlamm wälzen zu können.




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