Unsere Bärenkampagne fährt mit Volldampf voraus! 
Bereits kurz nach unserer Konferenz in Peking, an der über 250 Fachleute der traditionellen Medizin, darunter Ärzte, Wissenschaftler und Vertreter der Behörden teilnahmen um nach Alternativen zur Verwendung gefährdeter Tierarten zu suchen, gab es schon wieder eine aufregende neue Veranstaltung in China – diesmal in Tianjin bei Peking (von dort wurden unsere schönen Braunbären Cäsar und Emma mit Hilfe der dortigen Forstschutzbehörden gerettet).

Am 22. Dezember trafen wir uns in Peking mit Regierungsvertretern aus 18 Provinzen. Sie haben sich verpflichtet haben, keine Bärenfarmen in ihrem Gebiet zu dulden. Das betrifft mehr als die Hälfte des ganzen Landes und ist ein grundlegender Schritt vorwärts in unserer Kampagne für ein Ende der Bärenfarmen in China.

Ein wirklich bemerkenswerter Morgen – wir sitzen zusammen mit den Vertretern der Forstschutzbehörden aus dem ganzen Land die ihre Meinung klar zum Ausdruck bringen und entschlossen sind, nie wieder Bärenfarmen z erlauben. Darüber hinaus haben diese Provinzen ihre feste Zusage gegeben, dass Farmen, die vielleicht noch entdeckt werden, geschlossen und die Bären beschlagnahmt und uns übergeben werden.

Dazu hier einige aufmunternde Worte von Toby Zhang, unserem Direktor für externe Angelegenheiten:

„Weder die Vertreter des CWCA noch ich selbst haben eine so positive Antwort von den Leitern der Provinzen erwartet! Bereits von Anfang an war es klar, dass die meisten unsdarin zustimmen, dass die Bärenfarmen geschlossen werden müssen. Denn es ist ein grausames Geschäft und potenziell auch für die Konsumenten schädlich. Und es ist ein Schmutzfleck für diese große Nation.

Es war auch klar, dass viele der Provinzen stolz darauf sind, dass es keine Bärenfarmen bei ihnen gibt und dass sie sich dafür entschieden haben, diese Industrie in ihren Provinzen zu verbieten.

Von meinen früheren Erfahrungen mit chinesischen Besuchern in unserer Rettungsstation weiß ich, dass die Menschen in China die Bärengalleindustrie in ihrem Land ablehnen. Das wurde durch die Reaktion auf meine Präsentation bei unserem Treffen erneut bestätigt.“

Dieses Jahr scheint sich schnell zu einem besonderen Jahr für die Bären in China zu entwickeln und viele weitere Aktivitäten sind in Planung. Als nächstes wollen wir diese Vereinbarung auf weitere Provinzen des Landes übertragen – wir wollen auch als Teil unserer Kampagne Heilen ohne Schmerzen im kommenden Februar eine neue aufregende Aktion mit Ärzten und Apothekern der traditionellen chinesischen Medizin starten. Bald mehr darüber….

Hier sind unsere Pressemitteilung und unser Webreport zu dieser grundlegenden Zusage aus den Provinzen Chinas die auf Bärenfarmen verzichtet haben.

2010 ist für uns das Jahr, auf das es ankommt – bleiben Sie an unserer Seite, damit wir es ein Jahr für unsere Bären wird.

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Recycling auf Chengdu Art 
Was fangen Sie an Weihnachten mit dem Geschenkekorb an sich, wenn Sie schon mehr als glücklich über die Süßigkeiten darin sind? Auf den Speicher stellen, Ihrer Nichte Nicole für ihre Spielsachen schenken, oder... mit Futter für die Bären in füllen und den Bewohnern unserer Rettungsstation in Chengdu schenken?

Die Bilder von diesem neuen Spielzeug, dass ich den langen Weg aus England mitbrachte und das im Freigehege von Haus 2 landete, sprechen für sich.

Im Spaß fragte ich unseren Senior Bärenmanager Nic, ob Jasper es zuerst haben könnte und, als wir vom Dach aus zuschauten wie die Türen sich öffneten, wer von den 21 Bären kam zufällig vorbei, um sofort Besitz von dem neuen Ding zu nehmen? ER natürlich.





Leider, aus Jaspers Sicht, hatte er den Korb nicht lange für sich alleine. Innerhalb von Minuten kam der ältere Woodley dazu, um sich an dem Spaß zu beteiligen. Er zog es klammheimlich unter Jaspers Nase weg und vergnügte sich zusammen mit Roberta an diesem Geschenk, das gleich in zweifacher Hinsicht große Erwartungen weckte - einmal im Hinblick auf den Inhalt und dann die Vorfreude darauf, den Korb zu zerlegen.







Glückliches Neues Jahr für alle im Bärenland!


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Ein großes Dankeschön unseren Wanderern aus Australien 
Schon kurz nach unseren Wanderern aus England kamen unsere Freunde aus Oz hier an! Bei ihrer Wanderung standen zunächst einige Stunden hier in unserer Rettungsstation im Tam Dao Nationalpark auf dem Programm. Dann erst begann ihr Trek, der sie in unbekanntes Gebiet führen würde um das „echte“ Vietnam kennenzulernen.

Zwar konnte ich bei ihrem Besuch nicht dort sein, doch unser Team erzählte mir, dass alles glatt verlief – und wie sehr sich die Wanderer auf den Start ihrer unglaublichen Tour freuten.

Nach dem Mittagessen in einem örtlichen Lokal erstiegen die Besucher den Berg Tam Dao. Und dann ging’s los – auf eine unvergessliche Reise durch abgelegene Dörfer der Bergvölker, eine Herausforderung für Körper und Seele.

Zum Glück war ich bei ihrer Rückkehr wieder in Tam Dao. Alle waren sie erschöpft doch sie strahlten vor Aufregung darüber, dass sie alle Schwierigkeiten überwunden und mit jedem Schritt dabei auch den Bären geholfen haben. Wunderbar, sie zu sehen und ihre Geschichten zu hören von stundenlangen Strapazen und wie sie auf ihrem Weg das Leben und das zuhause der örtlichen Bevölkerung geteilt haben.

Dann war es Zeit, ein letztes Mal die Bären in ihren Gehegen zu sehen und sich an den Späßen des Jungtrios (Taurus, Angus und Maggie) zu erfreuen und die unglaublichen Fortschritte von „Yen Bai“, unserem neuesten Ankömmling, zu sehen. Obwohl er noch nicht mit den Bären nebenan zusammengebracht worden war – er konnte es zweifellos kaum mehr erwarten und alle Zeichen, z.B. wie er die Schnauze und die Pfoten durch das Gitter streckt, waren positiv und lustig zu beobachten.

Keiner hätte sich die Öde und Langeweile seines bisherigen Lebens vorstellen können, so wie er in seiner Unterkunft herumtollte und das Stroh zerrupfte, noch immer wackelig auf seinen Hinterbeinen stand, seine Spielsachen zerlegte und seinen Zuschauern zeigte, wie ihr Glaube und ihre Spenden ihm auf diesem Weg geholfen haben. So wie er mit seinem Hinterteil in die große Trinkwasserschüssel platschte und wie ein zufriedenes Kind im Wasser saß, das war seine Art sich von Herzen zu bedanken und unseren Freunden aus Oz ein zärtliches Lebewohl zu sagen.


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Ein Traum wird wahr: „Heilen ohne Schmerzen“ 
Am letzten November-Wochenende kamen in Peking über 250 Mitglieder der TCM Gemeinde aus China und der ganzen Welt zum „Internationalen Symposium zum Schutz gefährdeter Arten in der Traditionellen Chinesischen Medizin“ zusammen. Finanziert wurde es durch das American College of Traditional Chinese Medicine (ACTCM) und von Animals Asia Foundation, gemeinsam mit der großzügigen Unterstützung der Maria Norbury Foundation und Hauser Bears.

Die Idee zu dieser Zusammenarbeit war ursprünglich bei einem Gespräch zwischen Lixin Huang Präsident der ACTCM und unserer Direktorin in den USA Alice Ng geboren worden. Jetzt ist dieser Traum wahr geworden mit der großartigen Unterstützung für die Bären durch respektierte Persönlichkeiten aus der TCM Gemeinschaft. Frau Lixin machte selbst vor einigen Wochen die Einstellung ihres Collegs dazu sehr deutlich bei einem gemeinsamen Vortrag bei der Asia Society in San Francisco. Dort sagte sie:

„Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) propagiert Harmonie und Heilen. Der Gebrauch von Bärengalle oder von gefährdeten Arten in der TCM unterstützt weder Harmonie noch Heilen. Viele auf Bärengalle basierende Arzneien werden weder von den Ärzten der TCM verschrieben noch empfohlen. Wir sagen den Bärenfarmern, dass sie die TCM nicht als Ausrede für die Haltung der Bären verwenden können, denn um das Leben der Patienten zu retten, benötigen wir keine Bärengalle.“

Bei dem Symposium kamen Verkäufer von Heilpflanzen, praktische Ärzte, Gelehrte, Vertreter der Behörden und der Legislative zusammen, die sich alle auch mit TCM und Umweltschutz beschäftigen. Das ACTCM wählte achtzehn führende Persönlichkeiten aus China aus, die zu Fragen der Artenerhaltung, Alternativen zum Gebrauch von gefährdeten Arten sowie zu besonders für Arzneien verwendeten Arten wie Bären, Schuppentiere oder Schildkröten sprachen.

Wie ich zu Beginn der Konferenz zu Lixin sagte, habe ich fast 25 Jahre auf diesen Augenblick gewartet – Experten zu sehen die zusammenkommen für die gemeinsame Botschaft, dass Tiere nicht ihr Leben lassen sollen um unseres zu retten. Es war wirklich eine Feier der Harmonie zwischen dem Tierschutz und der chinesischen Medizin. Jetzt haben wir uns natürlich auf die gefährdeten Arten konzentriert. Doch die Debatte hat begonnen um alle Tiere dort mit einzuschließen. Das ist die Mission von Animals Asia.

Wir haben für drei anerkannte Experten die Kosten übernommen, damit diese an der Konferenz teilnehmen konnten. Mit diesen arbeiten wir zusammen, um über die Verwendung von Bärengalle, der Alternativen dazu und den schrecklichen Krebsgeschwüren, die wir in den gefangen gehaltenen Bären finden, aufzuklären. Aber auch über die Forschungen nach Alternativen die besser sind als das „Original“. Alle diese Experten unterstützen unsere Forderung nach einem Ende der Bärenfarmen.

Professor Liu Zheng Cai ist ein Arzt der TCM, mit dem wir schon seit Jahren zusammenarbeiten. Er sprach zuerst. Sein Vortrag - mit ernsthaften Fakten und gelegentlichen hintergründigen Bemerkungen - nahm die Zuhörer schnell gefangen. Speziell bei einem Thema, als er fragte: „Die Bären haben selber Krebs. Wie können sie ihn dann heilen?!“

Dr. Wang Sheng Xian ist Pathologe aus Chengdu und sprach danach. Er zeigte Bilder der Krebsgeschwüre und der beschädigten Gallenblasen von den Bären, die wir geliebt und doch verloren haben. Jedes dieser Bilder war ein Beleg für die These von Dr. Wangs Vortrag – doch jedes erinnerte uns auch an einen unserer Freunde: Hope, Chengdu Truth, Mango, Xiao Hei, Saskia, Kiki, Willow, Fuzzy und, natürlich die Nummer 1 – Andrew. Bild für Bild, immer wieder ein Krebsgeschwür, das in das Leben unserer Bären eingedrungen ist und es zerstört hat.

Dr. Feng Yibin von der Schule für Chinesische Medizin an der Universität Hongkong sprach über seine aufregenden Forschungsarbeiten mit dem Kraut Coptis aus der Familie der Hahnenfußgewächse. Diese Arbeiten werden finanziert von Frank Pong Fai und seiner Familie sowie zum gleichen Teil durch Gelder der Regierung von Hongkong. In seinem Bericht „Forschungsprojekt für alternative Wirkstoffe zu Bärengalle“ zeigte Dr. Feng, dass seine Forschungsarbeiten etwas belegen, das nicht nur eine Alternative zu Bärengalle ist, sondern etwas, das sogar noch besser wirkt. Er machte klar, dass die Verwendung von Bärengalle ein Problem der Geschichte, der Kultur und der Wirtschaft sei und jetzt zunehmend auch eine politische Komponente erhält.

Alle Sprecher danach bestätigten die Meinung unserer Experten. Ein Professor behauptete sogar, dass die weitere Verwendung traditioneller Kräuter nicht mehr nötig sei, wenn die Wirksamkeit von synthetischen Wirkstoffen genau so gut ist. „Warum soll man diese denn nicht generell verwenden, wenn dadurch auch das Leben gefährdeter Arten gerettet wird?“

Dies ging so weiter, bis schließlich Professor Wang Liang Xin aus Nordchina seinen Vortrag begann und Bilder von Tieren in Farmen zeigte, auch Bären, und dabei die erstaunliche Feststellung machte, dass die Verwendung von Wildtieren in Ordnung gehe, solange sie aus solchen Farmen kämen. Vielleicht war das nicht überraschend, denn wir fanden später heraus, dass er aus Heilongijang kommt, wo eine große Zahl von Bären eingesperrt sind als Opfer der Bärengalle Industrie.

Ich kochte innerlich und dachte, wie es möglich ist, dass einige Menschen ihre Menschlichkeit verlieren können bis sie Tiere in den Farmen als „Dinge“ sehen, die man ausbeuten kann. Im Gegensatz zu ihren freilebenden Vettern. Ich konnte diese Gedanken nicht ertragen und fragte mich, ob er wohl Enkel habe, denen er auch seine Ansichten erzählt. Wie wird wohl diese nächste Generation seiner Familie werden, die aufwächst und Bären so sehr hasst, dass es ihnen gleichgültig ist, ob sie in Käfigen gehalten und bis zu ihrem Tod gequält werden.

Nach seinem Vortrag ging er beim Hinausgehen an mir vorüber und ich musste ihm folgen und ihn fragen warum. Bei diesem Gespräch erlebte ich einen Menschen mit freundlichen Augen der mir sagte, dass die Bärenfarmen in Heilongijang den Gallensaft erzeugen ohne diesen Tieren zu schaden. Er glaubte das wirklich. Toby (unser Direktor für chinesische Angelegenheiten) sei Dank. Er war mit dabei und übernahm das Gespräch. In schnellem, eindringlichem Chinesisch klärte er über die Methoden der Bärenhaltung und der Entnahme des Gallensafts auf. Dinge die für die Bären sehr schmerzhaft sind und ihrer Gesundheit schaden.

Da geschah es, dass Professor Wang eingestand, dass dies wohl wahr sei. Traurig nickte er und erwiderte, dass er über Informationsprogramme nachdenken wolle, damit die Menschen verstehen, dass sie Bären nicht so behandeln dürfen. Das war keine Frage des Geldes, sondern der Aufklärung – die Farmer müssen erkennen, dass sie Tiere nicht so behandeln dürfen.

Noch ehe Professor Wang Liang Xin die Konferenz verlies, kam er nochmals auf Toby zu und fragte ihn, ob er ihm ein E-mail schicken könne, um mit ihm weitere Ideen zu diskutieren, wie den Bären geholfen werden kann. Jetzt wusste ich, dass die Botschaft vom „Heilen ohne Schmerzen“ einmal verstanden sein wird.

Hier ist ein Foto mit Dr. Wang, Dave unserem Direktor für Tierschutz, mir, Professor Liu, Professor Feng Yibin und Rainbow Zhu Ke, unserem PR und Informationschef für China.



Wenn Sie mehr Fotos und unseren Symposiumsreport einsehen möchten, klicken Sie hier.

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Eine neue Welt für ‚Misa Hai’ 
Aus Vietnam kommen gute Nachrichten! Kürzlich konnten wir dort einen lieben 14 Jahre alten Mondbären (sein Kosenamen ist ‚Misa Hai’) in unserer Rettungsstation willkommen heißen. Dieser arme Kerl musste viele Jahre in einem dunklen und schäbigen Käfig leben, der in die Küche des Hauses eines Ehepaars aus Hue in Zentralvietnam eingebaut worden war. Hue ist ca. 720 km von Tam Dao und unserem Rettungszentrum entfernt. Die Details dieser Rettungsaktion und der tragischen Geschichte von Misa Hai soll Tuan, unser Direktor in Vietnam, erzählen.




Der Besitzer hat ihn als Jungtier gekauft, als er gerade mal 30 kg wog. Damals wurde er von einer Gruppe Soldaten attackiert, die ihm mit einem Stück Holz auf den Kopf schlugen wodurch sein Gesicht und seine Zähne beschädigt wurden. Ganz hinten in einem dunklen Winkel der Küche war dann sein Platz. Es war so dunkel, dass wir ihn selbst kau sehen konnten und wir erkannten keine Einzelheiten in seinem Käfig oder dort auf dem Boden. Es war eine freiwillige Beschlagnahmung, da die Besitzer nicht mehr den jüngsten Vorgaben der

Sein Gebiss ist in einem sehr schlechten Zustand. Er hat praktisch keine Vorderzähne mehr wegen seiner ursprünglichen Verletzung und der schlechten Ernährung, die hauptsächlich aus Suppe bestand.

Zwar zeigten sich die Besitzer, ein Ehepaar mittleren Alters, aufrichtig besorgt um Misa Hai, doch sie konnten nicht erklären, warum sie ihn so lang und unter so schlechten Verhältnissen gehalten haben. Sie sagten, dass sie nur für sich selbst einmal im Jahr Bärengalle abgezapft hätten, da sie beide Zuckerkrank seien. Doch auf einem Schild vor ihrem Haus machten sie Reklame für frische Bärengalle und einmal gab der Besitzer auch zu, dass sie alle paar Monate Gallensaft entnommen hätten.

Insgesamt verlief die Rettungsaktion gut. Zwar war es schwierig, weil der Käfig so dunkel war und wir mussten dort im Dunklen arbeiten um Misa herauszubekommen. Die Leute vom FPD in Hue und vom Hue Fernsehen sowie Vertreter der örtlichen Zeitungen aber auch der Besitzer waren von dem tierärztlichen Geschick Leannes und Kirstys und ihrem kunstvollen Umgang mit dem Betäubungspfeil und dem schnellen Gesundheitscheck inklusive einer intravenösen Transfusion und insgesamt dem professionellen Vorgehen des ganzen Teams bei dieser Rettung sehr beeindruckt.

Das FPD von Hue war sehr hilfreich und hatte alles sehr gut vorbereitet. Sie haben mir mitgeteilt, dass es jetzt in der Provinz Hue offiziell keine Bärenfarmen mehr gibt.


Noch ein Update von Kirsty, unserer Tierärztin, nach dem Gesundheitscheck hier im Rettungszentrum:

Er war so brav – in seinem Transportkäfig auf der Rückreise zur Quarantänestation machte er direkt den Eindruck, als erfreue er sich and er Fahrt – aber vielleicht hatte er auch nur das Gefühl, dass er selber den Transportkäfig steuert!




Er war jetzt viel ruhiger als bei seiner Ankunft. Die Narkose verlief problemlos und die gründliche Untersuchung ergab, dass sein Gesundheitszustand recht gut war wenn man seine Geschichte berücksichtigt. Allerdings nur, bis wir sein Gebiss sahen.

Die Beschreibung der Zähne durch die Tierärztin Leanne war „sie waren in einem verheerenden Zustand. Seine Backenzähne waren locker und als wir daran wackelten quoll Eiter hervor. Daher mussten wir fast alle reißen und hat jetzt nur noch die unteren Schneidezähne (jetzt sind sie weiß statt wie bisher schwarz) und noch drei weitere Zähne. Wir haben auch den alten Bruch seines vorderen Oberkiefers und die Fistel zur Nasenhöhle untersucht. Doch da lässt sich leider nichts machen.

Jetzt geht es ihm richtig gut – oft sieht man ihn wie er gemütlich auf dem Rücken liegt. Er hat Schwierigkeiten, etwas anderes als zerkleinertes Mus zu fressen und das wird wohl noch so lange bleiben, bis seine Kieferwunden verheilt sind. Zum Glück schmeckt es ihm und sein Mus scheint ihm genau so gut zu bekommen wie etwas anderes. Auf ihn warten sicher noch viele klebrige Leckerbissen, wie er sie auch gerne hat. :-)


Noch hat er einen langen Weg vor sich. Doch nie wieder wird dieser schöne Bär in Dunkelheit und Angst leben müssen. Jetzt kann er eine helle neue Welt erforschen – jeden Tag, bis an sein Lebensende. Hier sind noch weitere Bilder von der Rettungsaktion.


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