Großes Lob für Artikel über Bärenfarmen 
Ganz schnell ein paar Zeilen, um Ihnen tolle Neuigkeiten zu berichten! Ein Journalist aus Hongkong, der Monate damit verbrachte, über Bärenfarmen zu recherchieren, Farmen und unsere Rettungsstation in Chengdu zu besuchen, hat gerade den Hongkong Nachrichtenpreis in der Kategorie „Bester Text“ erhalten. Gut gemacht, Elsa! Wenn Sie die ganze Story lesen und die Übersetzung von Elsas preisgekröntem Bereicht lesen wollen, dann klicken Sie bitte hier.

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Mein Vorbild 
Jeder von uns hat ein Vorbild im Leben. Meines sah ich zum ersten Mal, als ich sechs Jahre alt war. Sie war der Star in dem unvergesslichen Film „Frei geboren“. Sie bewegte das Herz eines kleinen Mädchens und so begann meine lebenslange Tierliebe.

Vor siebzehn Jahren traf ich meine Heldin – Virginia McKenna – die gemeinsam mit ihrem späteren Ehemann Bill Travers eine Organisation gründete mit dem Ziel, Wildtieren mit dem ihnen gebührenden Respekt zu begegnen und Einrichtungen zu fordern, damit sie in Parks und Zoos nicht länger nur in Gefangenschaft leben müssen, sondern dass man auch ihren körperlichen und emotionalen Bedürfnissen nachkommt. Virginia, Bill, ihr gemeinsamer Sohn Will und alle Mitglieder der „Born Free Foundation“ haben so das Leben zahlloser Tiere verändert und auch unsere Wahrnehmung als Spezies Mensch diesen Tieren gegenüber.

Vor fast zwei Jahren besuchte Ginny unsere geliebten Bären in Chengdu, China. Das „Kind in mir“, das sie vor so vielen Jahren inspiriert hat, hüpfte dabei während ihres gesamten Besuches vor Stolz. Die Tage waren wunderbar warm und voll Sonnenschein und die Bären spielten im Gras ihre verrückten, Schwindel erregenden Spiele bevor sie herüberkamen um die Frau zu begrüßen, die mehr für sie getan hat, als sie je wissen können.

In der Nacht vor ihrer Abreise schob Ginny ein Blatt Papier mit einem Gedicht unter meiner Tür hindurch. Ihre Worte sprechen nicht nur von ihrer tiefen Verbundenheit mit den Bären und ihrem Verständnis vom Leid und dem Leben der Bären, sie geben auch jedem von uns einen Moment des Innehaltens, um darüber nachzudenken, warum wir durchhalten müssen.

Sanctuary

The moon I love the most
Is not the gleaming ball
Of iridescent light
Sailing the night sky.

The moon I love the most
Rides on the night-dark chests
Of wild black bears,
Sometimes pure white,
Or ivory or cream.
Its crescent marks these beasts
Sublimely. Tragically.

These are the chosen ones
Victims of man’s callous need
For cures. Bile in a bottle.
Elixir to end his pain.

But for the trapped moon bears
The pain is endless.
Taps turn. Tubes drip.
The cage an iron glove.
Torment is infinite.

Yet here around me,
At the Sanctuary,
There is the sweetest sight.
Bears play and sleep
And shuffle as they will.
They feel the air and smell the rain.
And learn that human-kind
Can be just that.

How humble we should be
To have their trust.
How steadfast we must be
To change men’s hearts
So all the crescent moons,
Imprisoned still,
Can shine once more.



Virginia McKenna OBE
10 May, 2006



Photo: ©M.Daines

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Von Bären in Alaska 
Viele von Ihnen wissen, dass ich oft unterwegs bin um Reden zu halten und Spenden zu sammeln. Dann kann ich natürlich nicht bei unseren Bären sein. Als ich während meiner Präsentationsreise in den USA im vergangenen Jahr die Möglichkeit erhielt, einige Tage mit wilden Bären zu verbringen, wurde deshalb für mich ein Traum Wirklichkeit. Nick Coti (Ex-Präsident des Juneau World Affairs Council) und Ken Leghorn (er ist jetzt bei Nature Conservancy und hat viele Jahre in Alaska für den Umweltschutz gearbeitet) brachten mich per Wasserflugzeug zum Pack Creek in der Hoffnung, dass wir ein paar Bären finden würden, die jetzt zu Beginn des Frühlings aus dem Winterschlaf erwachen.
Es war immer noch ungewöhnlich kalt für die Jahreszeit und der Schnee lag noch hoch. Daher blieben viele Bären vernünftigerweise noch in ihren Behausungen, die sie unter Baumstümpfen und in Höhlen haben.

Doch schon ein paar Augenblicke nach unserer Landung sahen wir in der Ferne am Strand einen Doppelgänger von „Cäsar“ (nach „Alaska-Art“) - ein junges Braunbärenmännchen, das sich von den Muscheln ernährte, die während der Ebbe im Sand sichtbar wurden. Ein wachsendes, wundersames Gefühl der Furcht befiel mich, so ganz in der Nähe eines echten wilden Braunbären zu sein. Einmal sogar schien es, als könnte er uns riechen oder als höre er etwas hinter sich im Wald. Denn er wurde plötzlich ganz aufmerksam und stellte sich abrupt auf seine Hinterbeine, wobei er sich umsah und schaubte. Doch offenbar war alles in Ordnung und er fraß weiter.



Nachdem er seinen Morgenschmaus beendet hatte, gingen wir dorthin, wo er gewesen war und sahen uns das Muschelgemetzel an. Eine Million Muschelschalen lagen wild über den Strand verteilt. Doch kaum eine war zerbrochen. Mit seinen riesigen Zähnen hatte er sie alle vorsichtig geöffnet und die unglücklichen Bewohner herausgesaugt. Die Abdrücke seiner Tatzen waren riesig und das Meerwasser machte daraus kleine Tümpel mit den Abdrücken der Klauen am Rand. Ich fraget Nick, ob er etwas dagegen habe, wenn ich dem Bären einen Namen gebe und er sagte, nur zu. Der Name Cäsar kam mir sofort in den Sinn, sozusagen als Ausgleich dafür, dass wir unserer chinesischen Braunbärin einen Männernamen gegeben haben, als wir sie retteten. Auch für diesen Bären hier schien der Name passend – ein junger Kerl und wahrscheinlich einer der ersten, der einen Namen hat.

Später während unseres kleinen Streifzugs stießen wir auf große Kothaufen mit Fetzen von Fell darin. In diesem harten Winter erging es dem Wild nicht gut. Stark geschwächt wanderte es von den schneebedeckten Bergen hinab an die Küste, um Seetang zu fressen. Für viele war das die letzte Mahlzeit. Wir sahen einige Überreste am Ufer liegen, wo sie vor Hunger gestorben waren. Doch in dieser rauen Gegend wird nichts vergeudet. Die Bären nahmen sich ihren Anteil und so blieben am Ende nur noch Beine und Hufe übrig.

Irgendwann sagte Ken leise: „Ich bin so froh, in Alaska leben zu können, denn hier scheint man so weit weg von den schrecklichen Problemen der Welt zu sein.“ In diesem Augenblick, an diesem unberührten wilden und freien Ort, wusste ich, Mutter Natur würde zustimmen.


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Ein Gesundheitscheck für Cäsar 
Mit einer riesigen Braunbärin wie Cäsar geht man rücksichtsvoll um und macht keine Späße, wenn sie zum routinemäßigen Gesundheitscheck muss. Ich kann mich nur zu gut an ihre Rettung vor ungefähr vier Jahren erinnern, wo sie sich wie wahnsinnig in ihrem rostigen Käfig auf der Bärenfarm in Tianjin umher warf, so dass ich befürchtete, er könne gleich zerbrechen. Sie trug ein groteskes, metallenes Korsett, an dem eine Metallbox mit einem primitiven Latexkatheter darin angebracht waren (siehe Foto unten). Dieser Katheter führte in ihre Gallenblase. Es ist klar, dass Cäsar ein sehr unglücklicher Bär war.

Bei uns hier in Sicherheit liebt sie ihr Domizil und ihren Teich. Ihre Narben sind fast verschwunden und heute ist sie eine sehr hübsche (und beeindruckende) Bärin. Da wir bei den Bären, denen früher die Galle „abgezapft“ wurde, eine hohe Rate an Leberkrebs feststellen, ist diese Untersuchung sehr wichtig. Wie alle anderen Bären aus solchen Farmen sollte daher auch Cäsar alle zwei bis drei Jahre untersucht werden. Mit ihren enormen 273 kg ist Cäsar ein wahres Muskelpaket und „ganzes Weib“!

Zu guter Letzt hier ein Gruppenbild und ein gemeinsamer Seufzer der Erleichterung, dass alles gut ging. Schon nach ein paar Stunden war Cäsar wieder in ihrer kuscheligen Wohnhöhle, nachdem ihr ein kleiner fauliger Schneidezahn entfernt wurde und die Ultraschall- und anderen Untersuchungen ihre volle Gesundheit bestätigt haben. Bravo für das Bärenteam und die Tierärzte!




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Unterwegs in „Down Under” 
Vor ein paar Minuten erst bin ich von Brisbane weggeflogen. Von hier oben kommt das australische Küstenparadies langsam ins Blickfeld. Zum ersten Mal seit 10 Tagen habe ich etwas Zeit zum Nachdenken. Ich schließe meine Augen und atme tief durch. Verrückte und wunderbare eineinhalb Wochen liegen hinter mir, in denen wir im Sturmschritt sechs Bundesländer besucht haben. Nun fliege ich erschöpft zurück nach Hongkong. Doch das Wissen, dass so viele Australier zu 100% hinter uns stehen, macht mich zufrieden und froh.

Vom ersten Tag an war das eine besondere Tour. Die viele Arbeit, die unser wunderbares Team von AAF und seine Unterstützer in sie investiert haben, ist beeindruckend. Da ist speziell das Oz Team zu nennen – Anne, Jude, Brenda, Jane und Kerry, die die sechs Hauptveranstaltungen so professionell organisiert und dabei ihren Humor auch in vielen sehr langen Nächten nicht verloren haben.

Unsere erste Veranstaltung am 19. Februar bei Tiger Lil in Perth war der perfekte Start für diese Roadshow. Wir konnten dort viele tausend Australische Dollar an Spenden für die Rettung der Mondbären und unserer anderen Projekte einnehmen. Ein großes Dankeschön an Brenda, Elizabeth und unser hart arbeitende Gruppe in Perth für die Organisation dieser hervorragenden Abendveranstaltung und dafür, dass so viele alte und neue Freunde gekommen sind.

Der Event in Adelaide wurde vollständig von unseren Unterstützern Richard Collins und Jo Politis gesponsort, so dass sprichwörtlich alles den Bären zugute kam! Richard hatte außerdem Geschäftsfreunde überredet, tief in ihre Taschen zu greifen und so stieg die Spendensumme dieses unvergesslichen Abends immer höher. Jude, vom Australischen AAF-Team, hatte sich außerdem eine Überraschung ausgedacht, die mich auf meinem Weg durch den Veranstaltungsraum zu Tränen rührte – sie hatte unsere Bären Andrew, Freedom und Jasper in Lebensgröße auf Fotostandbildern aufgebaut.

In Melbourne eilten Bronwyn, Prue und unser Team zwischen Auditorium und Auktionsraum hin und her um sicherzustellen, dass alles rund lief – mitsamt einem Auktionator, der so schnell sprach, wie ich es noch nie zuvor in meinem Leben gehört hatte! Der nächste Halt war in Canberrea, wo Kieran, Sue und das ganze Canberra Team mit Unterstützung von Mark und Anthony aus dem Restaurant Teatro Vivaldi einen tollen Abend vorbereitet hatten. Das war übrigens das dritte Mal, dass die beiden unsere Roadshow als Sponsoren unterstützt haben.



Weiter zur Veranstaltung in Sydney im Imperial Peking Restaurant, wo Mike Munroe vom Sender Cannel 9 uns durch den Abend führte. Mike (Hier zusammen mit mir, Anne und Moonie) ist ein alter Freund von Animals Asia und er findet trotz seines vollgepackten Terminkalenders immer wieder die Zeit, unser Anliegen bekannt zu machen. Ich glaube, dass viele unserer Unterstützer in Australien durch Mike zum ersten Mal von der Rettung der Mondbären erfuhren und sich in sie verliebt haben, besonders natürlich in die, die von Australiern adoptiert wurden - Banjo, Matilda und natürlich Aussie (oder wie er in Australien liebevoll genannt wird – Wuss).

Zum Schluss noch an die Goldküste. Dort haben Anna, Ursula und Cats bei der Organisation der Veranstaltung im exquisiten China Pier Restaurant mit seinem phantastischen Blick auf den Hafen geholfen. Das war auf der Tour das dritte Chinarestaurant, mit einer vollständig vegetarischen Küche. Und was für eine ausgezeichnete Küche! Das schlug die Verbindung zwischen unseren vierbeinigen Freunden in China und den Gästen hier zu unseren Hilfsprojekten in China, Tausende Kilometer entfernt. Die Mitarbeiter in den Restaurants haben sogar an uns gedacht und Essenspakete für Anne, Jude und mich zusammengepackt, damit wir – zufrieden, doch mit einem Bärenhunger – auch spät in der Nacht nach den Veranstaltungen noch etwas essen konnten.

Die Unterstützung an allen Orten war überwältigend und die Vorträge waren gut angepasst und wurden erfolgreich von in ganz Australien bekannten Persönlichkeiten präsentiert, die sich freiwillig als Zeremonienmeister für diese Veranstaltungen angeboten haben. In Adelaide war das Carole Whitelock vom Sender ABS, die immer weinen muss, wenn sie von den Bären berichtet, worauf auch die Zuhörer zu schluchzen beginnen. In Melbourne hatten wir Phil Kafcaloudes vom Radio National. Er musste nicht weinen, aber er verkaufte sein eigenes Hemd bei der Versteigerung am Abend. (Vielen Dank dafür, Phil!). An der Goldküste führte uns die sympathische Lea Budge von Radio 101 FM durch den Abend. Zusammen mit ihrem Mann Wayne und Pattie und dem Team unterstützt Lea die Bären schon seit unserem Start!

All diesen hervorragenden Menschen und den vielen Freiwilligen und auch den Firmen, die so großzügig beigetragen haben bin ich von Herzen dankbar. Wir werden jedes Mal besser.

Insgesamt konnten wir mehr als A$ 270.000 an Spenden verbuchen. Darin waren enorm großzügige Gaben für unsere „Highlands of China“ Touren. Zwei Unterstützer aus jedem Bundesland werden dabei im Oktober „ihre“ Bären direkt kennen lernen. Ich freue mich schon darauf, sie herumzuführen und ihnen unsere Familie zu zeigen.

Dass so viele Menschen weinten, als sie von dem Leid der Bären, Hunde und Katzen hörten, hat Anne, Jude und mich tief bewegt. Aber auch ihre Freude, als sie voll Stolz erkannten, dass durch ihrer Hilfe und Unterstützung ein grundlegender Wandel für die Tiere in Asien in Gang gesetzt wurde.

Das ist alles so schnell gekommen. Ich bin nicht sicher, ob ich schon alles erfasst habe. Doch die wunderbare Wärme Australiens wird mich noch lange begleiten – und ich spreche da nicht vom Wetter.


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