In unserem Hinterhof 
Hier ist die herzzerreißende Geschichte von Dave Neale, unseres Direktors in England, über die Aufzucht und Behandlung von Käfighennen in England. Auch darüber, wie mit nur ein wenig Voraussicht der einzelnen Verbraucher das Leben dieser Hennen drastisch verbessert werden kann.

Wie Dave sagt, geht das nicht nur England etwas an. Die intensive Landwirtschaft ist weltweit verbreitet und gelangt auch nach Asien. Mitdenken beim Einkaufen kann deshalb einen großen Unterschied machen.

„In den letzten beiden Wochen war ich an der Rettung von Käfighennen aus Farmen in England beteiligt. Zusammen mit dem Battery Hen Welfare Trust (BHWT) haben wir über 900 Hühner gerettet. Die Tiere werden mit vier bis fünf anderen in winzigen Maschendrahtkäfigen gehalten, wo sie keinen Platz haben, um sich zu bewegen oder die Flügel zu spreizen.

Dort waren die Hennen zwischen 18 Monaten und zwei Jahren, ohne je Tageslicht zu sehen. In Käfigen, die niemals gereinigt wurden. Selbst nach Jahren im Tierschutz bin ich immer wieder schockiert über diese Zustände.
Dieses Foto stammt von CIWF (Compassion in World Farming)



Auf diese 900 Hennen wartet zum Glück ein freundliches Zuhause (Der BHWT hat jetzt mehr als 130.000 Hennen gerettet und neu untergebracht) und es gibt kaum ein besseres Gefühl als diese Vögel aus ihrem miserablen Leben zu befreien und sie an liebevolle neue Besitzer weiter zu geben, die einen Teil ihres Gartens für diese Hennen zum wohlverdienten Ruhestand bereitstellen.

Jetzt teile ich meinen Garten mit fünf Hennen, inklusive dieser beiden armen Seelen, die einen Mantel tragen, um warm zu bleiben.





Wenn Sie die Möglichkeit haben, schauen Sie auf diese Seite www.bhwt.org.uk und kaufen Sie bitte keine Eier aus Legebatterien und keine Eier oder auch Lebensmittel, die mit Eiern oder Eipulver aus Legebatterien hergestellt sind.

In England verwenden Supermärkte wie Co-op und M&S jetzt nur noch Eier von frei laufenden Hühnern in ihren Eigenmarken und bei Produkten wie Kuchen, Biskuits etc.

Legebatterien sollen in der ganzen EU ab 2012 verboten sein. Unterstützen Sie englische Bauern mit frei laufenden Hühnern und kaufen Sie nur solche Eier und die daraus hergestellten Produkte.“


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Nothilfe Bärenrettung


Italien jetzt auch in der Animals Asia Familie 
Voller Stolz und Freude möchte ich unser neu eröffnetes Büro in Italien und unsere Mitarbeiter dort mit einem herzlichen Willkommen begrüßen. Dave Neale, unser Direktor in England, flog kürzlich nach Genua um die letzten Formalitäten zu erledigen und um Ettore, Carmen, Leo, Irene und Antonello als neue Mitglieder der Animals Asia Familie zu begrüßen.

Sie waren so unglaublich großzügig und haben die gesamten Verwaltungskosten für die Organisation in Italien selbst getragen, damit jeder Cent den Projekten zur Hilfe für die Bären, Hunde und Katzen zugute kommt.

Vielen Dank an jeden von euch und ich freue mich auf die Zusammenarbeit in 2009 und darüber hinaus.

Hier ist nun das neue Team:
Hinten, von links nach rechts: Povolero Fabio (italienischer Notar), Leonardo Ferraro (AAF Italien Gründungsmitglied), Carmen Aiello (AAF Italien Vorsitzende), Dave Neale (AAK England Direktor). Vorne: Rosa Voiello (italienischer Notar), Ettore Pellgrini (AAF Italien Gründungsmitglied)
Voller Stolz und Freude möchte ich unser neu eröffnetes Büro in Italien und unsere Mitarbeiter dort mit einem herzlichen Willkommen begrüßen. Dave Neale, unser Direktor in England, flog kürzlich nach Genua um die letzten Formalitäten zu erledigen und um Ettore, Carmen, Leo, Irene und Antonello als neue Mitglieder der Animals Asia Familie zu begrüßen.

Sie waren so unglaublich großzügig und haben die gesamten Verwaltungskosten für die Organisation in Italien selbst getragen, damit jeder Cent den Projekten zur Hilfe für die Bären, Hunde und Katzen zugute kommt.

Vielen Dank an jeden von euch und ich freue mich auf die Zusammenarbeit in 2009 und darüber hinaus.

Hier ist nun das neue Team:
Hinten, von links nach rechts: Povolero Fabio (italienischer Notar), Leonardo Ferraro (AAF Italien Gründungsmitglied), Carmen Aiello (AAF Italien Vorsitzende), Dave Neale (AAK England Direktor). Vorne: Rosa Voiello (italienischer Notar), Ettore Pellgrini (AAF Italien Gründungsmitglied).


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Zeit zum Ausruhen 
Die Wochenberichte lese ich dann besonders gern, wenn es etwas ruhiger ist und der Verantwortliche vor Ort neben den normalen Pflichten des Tages auch Zeit hat, die Bären zu beobachten. Hier kommt ein netter Zusatz von Hayley über das Verhalten der „Braunns“:

„Cäsar grub am Samstag ein beeindruckendes Loch in seiner Höhle, das wir am Abend nach dem Zapfenstreich wieder auffüllten. Am Sonntag sahen wir, wie sie sich lange Zeit in ihrem Pool vergnügte und herumplanschte. Anscheinend jetzt sehr zufrieden, der kleine Bär! Benji grub am Sonntag ein Loch genau vor dem Beobachtungsfenster. Im Vergleich zu Cäsar zwar es ziemlich mickrig, doch wir machten mit und füllten es auch wieder auf.“

Hier ist ein wunderbares Bild von Benji, das Rainbow aufgenommen hat.



Und noch ein paar Bilder von Rainbow wie sich Cäsar in ihrem neuen Zuhause verlustiert.





Dazu noch die abschließende Nachricht von Hayley über unseren wunderbaren Jasper:

„Ein sehr ruhiges erholsames Wochenende. Bären treiben überall ihre Späße. Unten zeigt Jasper die beste Methode, um aus einer Hängematte zu kommen ….“

Zhong Yuyun (John) hat diese Sache in ein paar lustigen Bildern festgehalten:






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Nothilfe Bärenrettung


Die Brauns – Teil 2 
Mittwoch 9:30 Uhr morgens. Wir standen am Fenster von Cäsars Bunker und warten darauf, dass sich die Tür ihrer Behausung für sie in eine neue Welt öffnete. Das Gehege sah prima aus. Der Architekt Darren Seng und Boris, der Projektleiter, mit seinem Team haben wirklich gute Arbeit geleistet. Zwei Bereiche wurden geschaffen, die Cäsar, Benji und Poupouce zum einen stimulieren werden und zugleich auch eine Beobachtungsplattform für Besucher bilden.

Medienvertreter mit ihren Kameras waren anwesend und auch die Hälfte unserer Mitarbeiter war gekommen um zu sehen, wie sich die Bären an etwas erfreuen, dessen Konstruktion über viele Monate hinweg gedauert hatte.



Donata, unsere Bärenmanagerin entschied, die beiden tibetanischen Braunbären zuerst herauskommen zu lassen. Poupouce war die erste. Gestern, beim Umzug, war sie noch sehr aufgeregt. Doch schon heute lockten sie die vielen neuen Gerüche und unbekannten Dinge und sie kam sofort heraus.





Benji kam als nächster und die beiden schnüffelten in dem Gehege herum, offensichtlich überrascht und begeistert über die vielen neuen Dinge. Einmal zeigte sich ein wahrer Energieausbruch bei Benji, als er durch das halbe Gehege rannte, den Wind in seinem Pelz. Nach ein paar Minuten schienen es sich beide aber anders überlegt zu haben und zogen sie sich in ihre Behausung zurück. Als ob sie bemerkt hätten, dass irgendetwas ganz neu und seltsam sei und man daher am besten erst einmal die Sicherheit der Behausung aufsucht.



Jetzt war Cäsar dran. Die Stille rund um die Einfriedung „tönte laut“ als wir alle den Atem anhielten. Die Tür ging auf und ihre Nase zeigte sich. Dann kam sie die Stufen herauf; ihr großer Körper schaukelte von einer Seite zur anderen als sie die Stufen von ihrem Lager hinaufstieg zu der Grasfläche darüber. Ich sah zu Boris hinüber, der sich oberhalb ihrer Behausung befand. Ich musste lächeln, als er den Daumen nach oben reckte und ich wusste, dass er erleichtert war, dass seine Konstruktion und Sicherheitsvorkehrungen sich bewährt haben.



Cäsar ist herrlich und ihre Schönheit und Majestät beeindrucket alle von uns, als sie den Umfang des Geheges abschritt und jeden Zentimeter ihrer neuen dauerhaften Bleibe inspizierte.

Getrocknete Früchte, Eier, sogar ihr übliches Frühstück wurden dabei ignoriert. An Bäumen, Klettergerüsten, Felsen und ihrem Schwimmteich lief sie auch vorbei. Plötzlich „fand“ sie, wonach sie gesucht hat – ihren ganz eigenen Bunker. Entworfen von einem Team, das ihre Bedürfnisse im Winter kannte und wusste, dass sie eine eigene Höhle braucht.



Mission erfüllt. Ich konnte kaum die Notizen sehen, so feucht waren meine Augen – da war unser wunderbarer Cäsar, im Bunker grabend und die Erdbrocken fliegen dabei nach allen Seiten. Als Nic per Walkie Talkie Donata sagte „Beim Recall heute Abend wird uns einer der Bären fehlen“, musste ich lachen. Denn ich wusste, sie hatte wahrscheinlich recht. Denn auch ich bin ziemlich sicher, wenn Cäsar die Wahl hat draußen zu bleiben oder in ihre Behausung zurück zu kehren, wird sie sich für einen Schlaf unter den Sternen entscheiden.



Einmal hielten sie und die beiden anderen Braunbären inne und sahen einander durch den Maschenzaun an. In ihrer früheren Behausung konnte entweder nur Benji und Poupouce draußen sein, oder aber Cäsar. Sich gegenseitig anzuschauen, wie sie in den benachbarten Gehegen herumliefen, war so ganz verschieden davon. Cäsar schaute den Zaun entlang um den „heißen Draht“ zu finden. Boris sagte, alle Bären haben Respekt vor der elektrischen Leitung. Ich fragte Boris über das Walkie Talkie, wie er sich jetzt fühle. Ich hörte ihn schlucken als er sagte „das kann man nicht beschreiben, Jill“. Wir wussten alle, was er meinte.

Ich konnte nicht anders, ich musste an die Situation fünf Jahre zurück denken, als wir Cäsar in Nordchina retteten, als ich sie sah, wie sie ihr schweres, rostiges Metallkorsett trug, das das Loch in ihrem Bauch bedeckte und auch den mit Galle und Eiter verkrusteten Katheter, über den der Gallensaft entnommen wurde. Neun Jahre lang mussten sie und Emma, ihr Käfiggenosse, diese Grausamkeit ertragen. Jetzt war sie heute hier und atmete den süßen Geruch der Freiheit mit einer stillen Zufriedenheit, die wir alle „spüren“ konnten.



Boris und Howard, unsere Bärenteam Leiter, haben damals diese Rettungsaktion geleitet – bei der wir eine äußerst erstaunliche, drei Tage dauernde Reise zurück „nach Hause“ bewältigen mussten. Deshalb war es auch so etwas Besonders als Howard heute an seinem Geburtstag heute: „Ich bin glücklich, weil auch Cäsar glücklich ist“.

So ging es weiter – Cäsar weiter auf Forschungsreise, sie stolpert über die Felsen am Pool, schiebt den Kopf in den Wasserfall und reißt eine Papiertüte von einem Baum, die liebevoll von Ou Jun, unserem Teamleiter, mit Honig gefüllt worden war. Doch immer wieder kehrte sie an ihren Lieblingsplatz zurück. Ich stellte mir vor, wie schön es sein muss, einen Spielplatz ganz für sich zu haben, wo man anstellen kann was man will und keiner schimpft.



Als ich aufbrach um den Flug nach Hongkong zu erreichen, sah ich zurück und sah Cäsar in ihrem glücklichsten Moment – in ihrer geliebten Höhle grabend und beschäftige mit dem, was allen Braunbären angeboren ist.

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Großer Umzug für Familie „Braun“ – Teil 1 
Am Dienstag hatte Nic, unsere leitende Bärenmanagerin, Geburtstag. Das war auch der Tag des großen Umzugs. Der Braunbär Cäsar und die tibetanischen Braunbären Benji und Poupouce sollten in ihre neuen und speziell entworfenen Unterkünfte umziehen, die besser auf ihr Naturell abgestimmt sind als die Mondbärenunterkünfte, in denen sie bisher lebten. Braunbären sind bedeutend größer als asiatische Schwarzbären und graben gerne – vor allem, wenn es kalt ist. Besonders Cäsar ist, wie Sie vielleicht in einem früheren Blog gelesen haben, darin ein Meister. Oft hat sie, nach einem Nachmittag voller Arbeit, stolz ihre „Unterkunft“ begutachtet - eine Erdhöhle, in der sechs erwachsene Männer Platz gefunden hätten.



Sicherheit stand bei der neuen Konstruktion ganz weit oben, deshalb dauerte der Bau auch Monate. Doch schließlich konnten die drei Bären umziehen in das, was wir liebevoll als ihre „Bunker“ bezeichnen. Projektleiter Boris und Assistent Robin, die alle Einzelheiten in harter, professioneller Arbeit realisiert haben, prüften immer wieder die Funktionstüchtigkeit der Tore, Gitter und Schlösser – und dann doch noch einmal, um auch ganz sicher zu sein. Dann war alles bereit für den Umzug.





Cäsar war die erste – Bärenpflegerin Donata und ihr Bärenteam lockten Cäsar geschickt in ihren Transportkäfig und per Lastwagen ging es zu ihrer neuen Behausung. Nach dem Abladen wurde ihr Käfig mit dem Tor dort verbunden. Als die Tür aufging, schoss sie heraus und in ihr neues Heim. Noch etwas angespannt vom Umzug, aber neugierig auf ihre neue Umgebung. Wir hatten sie sehr hübsch mit Bananenblättern, Früchten, gefüllten Bambusrohren geschmückt – und einer Kokosnuss, auf die sie mit ihren riesigen braunen Tatzen schlug und in Nullkommanichts zerquetscht hatte. Ich bemerkte beiläufig im Scherz zu Belinda, unserer Bärenpflegerin, dass Cäsar das wohl auch mit eine menschlichen Kopf fertig brächte wenn sie die Gelegenheit dazu hätte. Belinda sagte, sie hätte gelesen, dass in der Wildnis einige Braunbären Menschen tatsächlich auf diese Weise getötet haben. Also ganz und gar kein Scherz! So viel zu dem oft gelesenen Rat, sich hin zu legen und den Kopf mit den Armen zu schützen, wenn man einem Grizzly begegnet!



Innerhalb von zwei Minuten war die Kokosnuss verschwunden – sehr eindrucksvoll. Dann war ihr Teich an der Reihe – am Boden liegend patschet sie mit ihren Pfoten hinein und schickte Sturzbäche durch die Gitterstäbe und auf uns, draußen im Gang des Bärenhauses. Dann begann Cäsar kurze Töne auszustoßen, während sie sich etwas nervös weiterhin mit ihrer neuen Umgebung bekannt machte. Es waren sehr tiefe Töne, doch so schnell, dass sich einem die Nackenhaare sträubten. Ich möchte ihr wirklich nicht im Dunklen begegnen!

Dann kam Benji, der tibetanische Bär mit dem Umzug an die Reihe. Der süße sanfte Benji – bis sich sein Käfig bewegte. Da wurde er plötzlich zum Tyrannen und drohte jedem, der dem Käfig nahe kam. Die Kokosnuss überlebte seine mehrfachen Sprünge – daher hat man vielleicht eine Chance, wenn man einen Bären wie ihm in der Wildnis begegnet und sich auf den Boden legt.

Auch Poupouce, Benjis Schwester, war sehr vorsichtig und ihr Umzug dauerte mehr als eine Stunde. Donata war schon ganz verzweifelt und versuchte auf immer andere Art, Poupouce in den Transportkäfig zu locken. Schließlich schafften wir es mit Erdnussbutter. Warum nur waren sie alle so nervös… vielleicht kamen bei ihnen Erinnerungen aus der Vergangenheit hoch, als das Leben wirklich nicht so gut war?

Schließlich schauten sie uns alle aus ihren neuen Behausungen an. Während sie sich mit deren Innerem vertraut machten, bereiteten sie sich auf die große Überraschung am nächsten Morgen vor, als es hinaus ging in zwei unglaublich schöne Gehege mit Schwimmteichen, Klettergerüsten, Spielzeug – und natürlich „Bunkern“, um sich nach Lust und Laune zu verkriechen. Mit einem großen Seufzer der Erleichterung konnte man Nic sagen hören, dass dies ihr schönstes Geburtstagsgeschenk wäre. Und sie hat recht … es gibt keine besseren.

Ihnen allen, der wunderbaren Animals Asia Familie, möchte ich ein großes, von Herzen kommendes Dankeschön sagen für dieses neue Zuhause der „Brauns“. Auch Nic schickte allen, die daran beteiligten waren, eine Nachricht und dankte ihnen für diese gemeinschaftliche Anstrengung. Hier kann man ihre Nachricht lesen.

Bitte, schauen Sie am Montag wieder vorbei und lesen Sie den nächsten Teil dieser einzigartigen Begebenheit – und sehen Sie die ersten Bilder dieser liebenswerten Braunbären und ihrer Erforschung der neuen Umgebung. Bis dahin wünsche ich allen ein wunderbares Wochenende.


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