China erwacht 
Für all jene, die die Geschichte des Versuchs eines Pharmaunternehmens/Bärenfarm verfolgen, an die Börse zu gehen, ist es – wie auch für uns – ermutigend zu sehen, dass so viele Menschen in China dem Ruf nach Gerechtigkeit für die Bären gefolgt sind. Noch nie im Verlauf unserer Kampagne sahen wir eine solch starke Unterstützung des Widerstands gegen die Bärenfarmen und wir sind in der Schuld der Menschen in China, dass sie sich so sehr einsetzten dafür, dass diese Industrie verschwindet.

„China erwacht“ und steht auf gegen Bärenfarmen und die Medien unterstützen dies mit einer Flut von Berichten, um diese Praktiken im ganzen Land zu beenden. Auch Ärzte der chinesischen Medizin machen mit und geben Stellungnahmen ab wie jene von Hu Hong, der im Aufsichtsrat der China Medical Information Association sitzt. Er zitiert dabei unseren Toby Zhang und es gibt einfach keine bessere Stellungnahme als diese von Dr. Hu.

Hu bezieht sich auf die chinesische Mystik und stellt fest, dass die Wurzeln der chinesischen Medizin die Harmonie der Welt sind. „Leid und Töten zerstört diese Harmonie und reduziert die medizinische Wirkung,“ sagt er der „Global Times“ und zitiert dabei „Huang Di Nei Jing“, die viele als die Bibel der traditionellen chinesischen Medizin ansehen.

TCM Fachmann ruft zum Boykott von Bärengalle auf
Global Times, 24. Februar 2011

Von Huang Shaojie

Ein Fachmann der chinesischen Medizin plant die Veröffentlichung einer Petition, in der er für ein Ende der Bärenfarmen in China aufruft. Sein Argument ist, dass Bärengalle in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) kein essentieller Wirkstoff ist und sogar ihre Legitimität schädigt, da bei ihrer Gewinnung Grausamkeiten begangen werden.

„Die bei der Gallenextraktion eingesetzten Techniken sind missbräuchlich und zerstören die Tradition der chinesischen Medizin, einer Tradition der Liebe“, schrieb Hu Hong, Verfasser der Petition und Mitglied des Aufsichtsrats der China Medical Information Association, einer Gruppe von Forschern, die den Einsatz der Informationsverarbeitung in der Medizin untersuchen.

Mit seiner Behauptung, dass die chinesische Medizin ihre Wurzeln in der Harmonie der Welt habe, bezieht sich Hu auf die chinesische Mystik. „Leid und Töten zerstört diese Harmonie und reduziert die medizinische Wirkung,“ sagt er der „Global Times“ und zitiert dabei „Huang Di Nei Jing“ die von vielen als die Bibel der traditionellen chinesischen Medizin verehrt wird.

Hu plant die Veröffentlichung seiner Petition im Internet, um Unterschriften von Ärzten der TCM zu sammeln. „In der chinesischen Medizin vermeiden wir das Töten von Tieren,“ sagte ein Professor der chinesischen Medizin der Universität Peking, der ungenannt bleiben möchte. „Der ganze Zweck der Medizin ist ja die Rettung von Leben.“ Doch er hat Zweifel, ob solche Petitionen gegen Grausamkeit die Bärenfarmer wirklich stoppen können, da dies jetzt ein großes kommerzielles Geschäft sei.

Die Firma Gui Zhen Tang aus Fujian stellt Bärengalle her und rief letzten Mittwoch mit ihrer Ankündigung, an die Börse gehen zu wollen, Proteste in Westchina hervor. Viele Tierschutzgruppen hat diese Ankündigung sehr enttäuscht.

Zhang Xiaohai, Direktor für öffentliche Angelegenheiten bei Animals Asia, sagte der „Global Times“, dass in China etwa 10.000 Bären unter großen Qualen in Farmen leben müssen. Seine Gruppe hat letztes Jahr elf Bären aus solchen Farmen retten können. „Das Abzapfen des Gallensafts führt zu Entzündungen und anderen Krankheiten bei den Tieren und erhöht so das Gesundheitsrisiko für die Menschen“, sagte Zhang.

Eine weitere Geschichte zeigt wie tief der Ärger und die Frustration bezüglich der Bärenfarmen ist.

Extraktion von Bärengalle in China verdammt

Gründer einer Bärenfarm: „Widerstand gegen uns ist Widerstand gegen das Land“

Von Jin Jing

Epoch Times, 24. Februar 2011

Chinesische Tierschützer protestieren gegen die finanziellen Erweiterungspläne eines Unternehmens, das Bären den Gallensaft abzapft und fordern die Schließung dieser gesamten Industrie.

Die Animals Asia Foundation hat kürzlich eine Deklaration versendet, in der sie den Plänen des Pharmazieunternehmens Fujian Guizhentang entgegentritt, das an die Börse in der Provinz Fujian möchte.

Das Unternehmen stellt Produkte auf Basis von Bärengalle her, die permanent lebenden Bären entnommen wird. Kritiker dieser Praktik argumentieren, dass diese Extraktion außerordentlich grausam sei und die Produkte einen zweifelhaften medizinischen Nutzen haben.

Das Unternehmen möchte durch den Börsengang Kapital einnehmen, um von 1.200 Bären jährlich etwa vier Tonnen Gallenpulver zu produzieren.
Die Gründerin von Animals Asia stellte in ihrer Deklaration fest, dass „Bärenfarmen eine grausame Industrie sind, bei denen den Bären durch in die Bäuche geschnittener Löcher der Gallensaft abgezapft wird. Diese Wunden werden vorsätzlich offen gehalten und sind die Quelle von bakteriellen Infektionen und Krankheiten.“

Der Gründer von Guizhentang, Qiu Shuhua, antwortete darauf und sagte, dass die Behörden seine Bärenfarmen genehmigt haben. „Widerstand gegen uns ist Widerstand gegen das Land“, sagte Qiu. Diese Aussage führte in den Medien zu Entrüstungsstürmen und Kritik.

Laut eines Artikels vom 18. Februar in der Times Weekly ist eine Ecke des Rettungszentrums für Schwarzbären der Animals Asia Foundation in Chengdu in der Provinz Sichuan als Friedhof für 111 Bären reserviert, der weiter wächst.

Ein Drittel der Bären starb an Leberkrebs, andere starben an Herz- Lungenversagen und bei weiteren Krankheiten war die Käfighaltung die Ursache. Die Statistiken von Animals Asia zeigen, dass in China bei etwa 7.000 Bären der Gallensaft entnommen wird.

In dem Artikel der Times Weekly kommt auch San Guoyan zu Wort, der fünf Jahre lang Schwarzbären gehalten hat. Jeder der vier von ihm großgezogenen Bären musste in einem schmutzigen Käfig leben, der 80 x 120 cm groß war. So konnte der größere Bär immer nur in eine Richtung blicken.

San sagte, „diese Bären starben zu 100 Prozent an Leberkrebs und drei Viertel von ihnen hatten mentale Schäden.“ Er sagt, dass solche Gallebären höchstens zwei Drittel der normalen Lebenszeit eines Bären erreichen.

Einer der von ihm überwachten Bären war sehr intelligent und in der Lage, jedes der metallischen Korsetts abzustreifen, das er ihm anlegte. Speziell für diesen Bären musste San ein Korsett aus rostfreiem Stahl machen, das 30 kg wog.

Ein anderer Bär konnte sich in seinem Käfig so lange Zeit nicht bewegen, dass er verrückt wurde: Der Bär schlug fortwährend seinen Kopf gegen die Gitterstäbe, bis er blutig war.

Auf jeden Bären wartete das Versagen der Gallenblase und ein langsamer Tod. Dann steckten die Dorfbewohner laut diesem Artikel dem sterbenden Bären einen elektrischen Draht mit 220 V ins Maul. Der Bär verbiss sich in dem Draht und starb innerhalb von zwei Minuten an den Stromstößen.

Li Zhiyou ist ein verbannter Aktivist der Demokratischen Partei und er sagte der Epcoh Times, dass er in China oft Grausamkeiten gegen Tiere gesehen hat. Nach seiner Meinung bedeutet der Widerstand gegen den Börsengang der Firma Guizhentang, dass die Menschen langsam ein ständig wachsendes Bewusstsein entwickeln, was den Schutz ihrer Rechte und jener der Tiere betrifft.

Lu Di ist der Präsident der Gesellschaft zum Schutz von Kleintieren in China und Professor in der Universität von Peking. Lu sagte der Epoch Times, dass seine Gesellschaft diesen Fall der staatlichen Forstschutzbehörde vorbringen wird. „Wir bekämpfen Guizhentang und wir werden eine Online Petition starten.

„Die Aussage, dass ‚Gegnerschaft gegen das Abzapfen von Gallensaft bei lebenden Bären auch gegen das Land sei’, ist lächerlich. Kann sie (die Gründerin Qui) das Land und die Regierung repräsentieren? Wenn ja, wie kann dann die Volksrepublik China der zivilisierten Welt entgegentreten?“

Frau Gu ist Mitarbeiterin der Gesellschaft zum Schutz von Kleintieren in China und sagt der Epoch Times, dass die Pharmazieunternehmen den Medizinischen Wert der Bärengalle sehr übertrieben hätte und dass sogar erfahrene Ärzte der chinesischen Medizin sagen, dass sie wenig Nutzen habe.

Stattdessen werden Krankheitskeime der Schwarzbären sehr wahrscheinlich bei der Extraktion in den Gallensaft übertragen und bedrohen so die Gesundheit der Konsumenten dieser Galle.

Professor Lu sieht in der Tatsache, dass die chinesischen Behörden die Praxis der Gallensaftentnahme bei lebenden Bären noch nicht komplett verboten haben, einen Gesichtsverlust des Landes.
„Für China wird es Zeit zu entscheiden, ob die Praxis der Gallensaftentnahme bei lebenden Bären weiter bestehen soll oder nicht“, sagt er.

Zum Schluss hier noch der Text eines besonders bekannten Lieds in China, der das Leid der Bären schildert. Boris, unser Gründungsmitglied hat ihn übersetzt.

Hier kann man das Lied hören http://v.ku6.com/show/FfDCY5NObjRK20A5.html :

Melodie: Wang Feng
Text: Liu Dong Dong
Sänger: Han Guang

Save the Bears (In Spring)

Remembering springtime from many years ago
At that time I was playing in the wilderness
No “Qiu Shu Hua” (a bear farmer) and no restraints
I did not have to struggle in pain for 24 hours
The time that I had was filled with joy
Never thought to be against the country
In the mountain, the trees, the wilderness
Chasing after that ever-desired freedom

It ended one day.
I was captured by a human
She locked me up in that metal cage
Inserted a catheter in my body
Tragedy happened this spring

I remember those lonely wildflowers too
At that time I had no idea of fear
No metal jacket and no scars
No anaesthetics to put me out
I didn’t know that the world could be so terrible
Didn’t realise extracting bile would be legalised
In utterly cold winter, in full summer, in dreams
Experiencing the unbearable torture

It ended one day
I was captured by a human
She locked me up in that metal cage
Inserted a catheter in my body
Tragedy happened this spring
In this spring

I angrily look at the desire and greed for wealth in man
How can bloodiness be traded for public listing glory
I chewed away my strong teeth, and lost my temper
Was once ferocious, but that’s replaced with madness
I’m filled with such sorrow
Because Guizhentang is so arrogant

In this hell-like springtime
My bile is dripping out uncontrollably

It ended one day
I was captured by a human
She locked me up in that metal cage
Inserted a catheter in my body
Tragedy happened this spring




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Zhai macht Fortschritte 
Was für ein schöner schwarzer Hund... All jenen, die wissen wollen wie es To Zhai (Hase) geht - unsere Herzen springen vor Freude! Zwar ist sie noch in Quarantäne (weit weg von den Bären und den anderen Hunden), was - nachdem sie etwa am 25. Tag ihrer Isolation unruhig wurde und bereits wild herumschnüffelte - ziemlich unfair ist.



Doch sie frisst und trinkt gut, liebt das Zusammensein mit Menschen und auch das Faulenzen in der warmen Frühlingssonne. Wenn unsere anderen Hunde auf ihren Wanderungen von fern bei ihr vorbei kommen, springt sie auf „ihre“ Plattform hinauf und zeigt sich den anderen. Wir können weiter nichts tun als ihr die notwendigen Medikamente zu geben, sie zu hegen und zu verwöhnen. So wird sie hoffentlich bald mit ihren neuen Freunden hinaus können, um in der Rettungsstation herumzulaufen.



Freuen Sie sich an diesen schönen Fotos, die unser PR Manager Lucky Wo diese Woche von Zhai gemacht hat und beten Sie weiter für einen der glücklichsten geretteten Hunde der Welt. Einen kleinen schwarzen Markthund, der für Millionen anderer in Asien steht, deren Leben so tragisch als Fleischlieferanten endet.





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Interessante Neuigkeiten von Chinas Börse 
Es begann mit einem Journalisten in der Provinz Yunnan, der so erzürnt war über den Versuch einer Bärenfarm, einen Börsengang auf den chinesischen Aktienmarkt zu starten, dass er begann Mitteilungen über diesen Vorgang auf Sina Weibo (der chinesischen Version von Twitter) zu stellen – und alles weitere ging von hier aus.

Aufgrund der eigenen Verstrickungen von Gui Zhen Tang in die Bärenhaltung auf Farmen hat dieser Antrag zum Börsengang in ganz China beträchtliche Proteste ausgelöst und die öffentliche Ablehnung wächst von Tag zu Tag.

Die fragliche Firma produziert Bärengalle mit 470 Bären in Fujian. Sie möchte die Zahl der Bären auf 1.200 erhöhen und so jährlich 4.000 Tonnen Galle produzieren.

Dieser Protest, der direkt von der Bevölkerung kommt, ermutigt uns sehr. Er zeigt, dass die chinesische Menschen sich zunehmend um Tierschutzfragen sorgen und dass sie dazu auch im Internet ihre Stimme erheben.

Der Zorn hat Bürger aus vielen Städten Chinas erfasst. In Tausenden von Postings dokumentieren sie ihren Ärger und ihre Sorge. Auch örtliche und internationale Medien kommen in Scharen und wollen mehr über diese grausamen Praktiken erfahren, um die Geschichte der Bärenfarmen in die Welt zu tragen.

Diesen Monat wird es fünf Jahre, seit wir unserem ersten geretteten Bären Andrew Lebewohl sagen mussten. Er starb an den Verletzungen, die man ihm in der Gallefarm zugefügt hatte und an den Folgen des Galleabzapfens dort. Daher ist diese Geschichte auch Dir gewidmet, Andrew – ein Traum wird wahr: Die Öffentlichkeit in China ist außer sich wegen dieser Industrie – und übernimmt so unsere Arbeit!


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Ein bärengroßes Herz! 
An Freunde und Unterstützer – ein großes Herz zum Valentins Tag in Form unserer schwarz-braunen Hybrid Bärin – unser wundervollen Emma.

Sie kam vor vielen Jahren mit diesem Herz-geformten Hinterteil zu uns– Haarverlust, der nie wieder zurück gegangen war – an dem man sie von Weitem in dem Gehege, das sie mit ihren Freunden teilt, erkennen kann.





Senden Sie diese einzigartige Karte an die Menschen, die ein herz-geformtes Lächeln von Ihnen verdienen, mit Liebe und großen Bärengrüßen von Emma und den Bären in China und Vietnam.

Einen frohen Valentins Tag Ihnen allen!



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Ein Neues Jahr und ein neues Leben für einen sehr glücklichen Hund 
Es sind immer die Augen – und jene des kleinen Kerls starrten wie gebannt auf uns. Sie bettelten darum, aus dem Käfig befreit zu werden und weit, weit fortgebracht zu werden von diesem schrecklichen Ort.

Montag war es, als Irene, Carrot und ich mit der Überprüfung von Märkten für lebende Tiere in Südchina begannen. Auch Loka und Todd, zwei freiwillige Helfer, die uns in ihrer Freizeit unterstützen, waren dabei. Besonders tragisch war, dass die Hündin von Loka im Dezember gestohlen worden war. Eine ganze Woche hat er auf den Märkten nach ihr gesucht – selbst nachts– ehe er aufgab. Seine Frau und er hatten die Hoffnung, dass sie von einem Fremden gestohlen worden war, der ihr ein gutes Heim geben wollte….

Ich wusste, dass wir heute für die eingesperrten Hunde, Katzen und die vielen sonstigen Haus- und Wildtiere nichts tun konnten. Erst danach, auf dem Weg nach Hause. Der Zeitplan war eng. 2000 Km und so viele Plätze lagen vor uns, die wir besuchen und filmen mussten. Der zusätzliche Stress für das Team durch den Versuch, einen Hund zu retten, so ganz zu Beginn des Unternehmens, war zu viel.

Jeder musste sich auf die Arbeit konzentrieren – sich stark zurückhalten und sich konzentrieren darauf, Beweise zu sammeln um immer mehr Menschen in China zu überzeugen, dass diese schlimmen Qualen ein Ende haben müssen. Doch wie schwer das ist! Besonders wenn man beim Einordnen der Bilder sieht, wie sich die Gitterstäbe in den traurigen Augen spiegeln.

Mehr als fünf Tage dauerten die Untersuchungen. Wir sahen Dinge, die uns die Mägen umdrehten und uns das Herz brachen. Wir sahen schwer beladene Lastwagen mit hunderten von Hunden – alle eingesperrt und verrückt vor Angst. Ihr Leid war unvorstellbar. Die Situation war für uns zu gefährlich, daher bleiben Irene, Carrot und ich im Wagen während Loka und Todd mit versteckter Kamera näher herangingen.

Von unserem Standpunkt aus gegenüber, konnten wir sehen, wie die Händler Autoreifen in die Einfahrt des Schlachthauses legten, um dann die Käfige mit den schreienden Hunden vom Lastwagen dort hinunter zu werfen. Die Reifen sollten verhindern, dass die Käfige zerbrechen und die Hunde so entkommen können. Es ging nicht darum, den Hunden eine weiche Landung zu sichern. Loka und Todd filmten für ca. 15 Minuten und kamen dann völlig verstört zurück – Todd zog zornig an seiner Zigarette und Loka stieg langsam ins Auto, wo sie ihren Kopf in die Hände legte und weinte.

Still fuhren wir weiter in eine andere Provinz und einem neuen Tag voller Qualen für Tiere, die das Pech hatten, dort geboren worden zu sein. Im Verlauf der Woche katalogisierten wir viele Märkte und Restaurants, die Hunde- und Katzenfleisch anbieten in einem Report, der nach dem chinesischen Neujahrsfest veröffentlicht wird. Er wird zeigen, wie sehr sich diese grausige Industrie auf das schmutzige Geschäft mit gestohlenen Haustieren und kranken und sterbenden Wildtieren stützt. Wir werden zeigen, dass der Handel in den Untergrund geht, wenn die Öffentlichkeit in den Städten diese schlechte Behandlung von Tieren nicht mehr hinnimmt, die in China jetzt allgemein eher als Freunde und Begleiter gesehen werden.

Am letzten Tag unserer Untersuchung kamen wir wieder auf den Markt zurück, an dem wir bereits am ersten Tag waren. Ich wusste, es war vergebens, doch ich betete dafür, dass der kleine Hund mit den flehenden Augen noch dort sei. Wir fanden den Käfig und es war keine Überraschung – viele fremde Hunde waren darin. Ein jeder schaute uns mit demselben Ausdruck an und bettelte darum, mitgenommen zu werden.

Ich hielt meine Tränen zurück und sah eine kleine schwarze Hündin, deren braune Augen jeden unserer Schritte beobachteten. Sie winselte leise um unsere Aufmerksamkeit. Plötzlich begann sie zu „lachen“ und ihr Schwanz wedelte, während sie uns ihre wunderbaren weißen Zähne zeigte. Genau so, wie Dalmatiner und andere Hunderassen manchmal lachen.



Ich konnte mich nicht mehr von ihr trennen. Sie kam zu mir und leckte meine Finger als ob sie sagen wollte „für ihn ist es zu spät, doch bitte, nimm mich dafür“. So geschah es. Es war das Ende der Reise und für diesen Hund-im-Glück, einen von tausenden, den wir diese Woche gesehen haben, kamen wir gerade zur rechten Zeit.



Für sie wie auch für uns war diese Rettung dramatisch und anstrengend. Offensichtlich war sie nicht richtig an Menschen gewöhnt und hat nie ein Halsband getragen. Nicht so wie bei Eddie, der 2001 gerettet wurde, fühlte sie sich an einer Leine nicht wohl und wir konnten es nicht riskieren, dass sie jemanden biss. Denn die Tollwut ist heute in China immer noch virulent.









Endlich hatten wir diesen verängstigten Hund in einem Käfig und auf einer Transportrikscha. Loka saß neben ihr und beruhigte sie auf der Fahrt zu einer örtlichen Tierklinik in der Stadt. Der liebenswerte Tierarzt dort beruhigte sie mit Hundefutter, bis sie uns wieder schwanzwedelnd „anlachte“.



Für die nächsten Wochen wird sie in der Klinik in Quarantäne sein und man untersucht sie dort um festzustellen, ob sie gesund ist. An diesem Wochenende erhielten wir von Irene und Todd einen Bericht, dass es ihr gut geht und sie ihr Halsband akzeptiert. Sie wird von Tag zu Tag selbstsicherer. Ihr Name ist jetzt „To Zhai“ (Hase) zur Feier des kommenden chinesischen Jahrs des Hasen. Sie wird nie erfahren, wie viel Glück sie hatte – ein kleiner schwarzer Hund, in dessen Augen sich nie mehr Käfigstäbe spiegeln werden.

PS: Etwa zur Halbzeit unserer Reise erhielt ich eine Email von Suki aus Chengdu, die zu keinem besseren Zeitpunkt hätte kommen können.

In den vergangenen Wochen haben Suki und unser chinesisches Infoteam über 300 Poster und mehr als 6.000 Flyer gegen das Essen von Hunden oder Katzen an 10 Tierschutzgruppen im ganzen Land verteilt. Diese Gruppen demonstrierten dann auf den Straßen. Eine davon, das Guang Yuan Bo Ai Small Animal Protection Centre, machte eine Roadshow im Jian Ge Bezirk und überredete den Boss eines Restaurants, seine Hunde herzugeben und nie mehr Hunde auf die Speisekarte zu setzen. Für dieses Jahr ist geplant, dies zum Leitthema des Welttiertags für China zu machen. Trotz unserer gebrochenen Herzen und der Erkenntnis, dass wir für die Hunde und Katzen, die wir auf unserer Reise gesehen haben, nichts tun konnten – glaubt mir, es gibt Hoffnung.








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