Kreative Unterstützung der Bären durch Schüler in Luxemburg 
Heute überlasse ich gern mein Blog für Christa, unsere Direktorin in Deutschland – und zusätzlich mein ganz besonderer Dank an Denise in Luxemburg für ihren jahrelangen, leidenschaftlichen Einsatz und Hilfe für die Bären. Wie viele unserer Freunde in der ganzen Welt hat sie die Geschichte der jüngsten Rettung in China besonders bewegt. Das hat auch die Schüler der Robert Schumann Schule in Luxemburg veranlasst, sich für die Bären einzusetzen. Wie sie in dieser Geschichte von Christa sehen, war das Ergebnis ganz erstaunlich:

„Das Engagement unserer Unterstützer zu sehen, erfüllt mich immer mit großer Freude und Dankbarkeit, umso mehr, wenn es sich dabei um Kinder handelt, denen das Leid der Tiere nicht gleichgültig ist. Am 22. Februar überreichten die Schüler des Robert-Schumann-Gymnasiums in Luxemburg einen Scheck über fantastische € 1.100 an Denise Kirchen, unsere unermüdliche Freundin und Repräsentantin in Luxemburg.

Denise war Ende letzten Jahres eingeladen worden, die Schüler über das traurige Schicksal und unendliche Leid der Bären in China zu informieren. Es gab eine Ausstellung und die Vorführung unserer DVD über unsere Arbeit, an der die 60 Schüler und Schülerinnen der Klassen 701, 702 und 705 teilnahmen. Die Schüler waren so beeindruckt, dass sie spontan beschlossen, etwas zur Unterstützung der Bären beizutragen.

Unter Anleitung ihrer Lehrerinnen haben sie dann jede Menge Bärenkekse gebacken, Stoffbären und Bärenbuttons genäht und alles im Rahmen des Weihnachtsmarktes der Schulgemeinschaft mit Fotos von Animals Asia dekoriert und zum Verkauf angeboten.









Der Erlös dieser wunderbaren Aktion waren stolze € 1.100, die auch gleich auf das Spendenkonto von Animals Asia in Luxemburg überwiesen wurden, um unserer sechs Neuankömmlinge in Chengdu mit dringend benötigter medizinischer Pflege und auch Spielsachen zu versorgen.



Liebe Schülern und Schülerinnen der Klassen 701, 702 und 705 – ich danke euch sehr herzlich für eure Kreativität, das habt ihr ganz toll gemacht und damit einen wichtigen Beitrag für die Bären geleistet!

Unser bäriges Dankeschön geht aber auch an ihre Lehrerinnen für dieses Engagement zugunsten der Tiere und natürlich ganz besonders auch an Denise Kirchen!


Vielen Dank an alle, die ihr bei dieser Reise mitmacht und dabei bleibt, bis die Bärenfarmen geschlossen sind.



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Nothilfe Bärenrettung


Einen frohen Valentinstag! 
Nur eine einfache, doch von Herzen kommende Botschaft unseres ganzen Teams um zu sagen, wie sehr wir Sie dafür lieben, dass Sie die Bären, Hunden, Katzen und alle Tiere in Asien lieben....




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Nothilfe Bärenrettung


Wünsche zum Mondneujahr 
Kürzlich hatten wir in Chengdu bei einem Besuch von Dr. Hund einen speziellen Gast dabei – den englischen Schauspieler Peter Egan. Er besuchte uns, um die Bären zu sehen (speziell seinen Namensvetter, den vor kurzem geretteten Bären Peter) und war sogleich bereit, uns zu dieser ganz besonderen Zeit des chinesischen Neuen Jahrs auch beim Besuch einiger Senioren in Xi Shu Rui Yuan zu begleiten.





Wir trafen uns dort mit drei unserer freiwilligen Dr. Hund Helfer und ihren wunderbaren Hundetherapeuten. Der erste Besuch führte uns ein paar Stockwerke hinauf in den kleinen Raum von Herrn Lei Shue Dei, einem lebhaften und warmherzigen 78-jährigen Herren!



Herr Lei ist Meister im Schneiden chinesischer Papierfiguren. Nach einigen Umarmungen und Spielen mit den Hunden lud er uns e in die Lobby nach unten (dort ist mehr Platz) ein, um uns zu zeigen, wie man die Worte für „Frühling“ und „Chinesisches Neujahr“ machen kann.





Peter war als erster fertig und wir zeigten uns stolz unsere Kunstwerke, während Herr Lei sehr höflich war und lachte und uns zu unseren sehr plumpen, aber doch mit Hingabe gefertigten Zeichen gratulierte. Einmal war Peter begeistert von den Gesängen eines anderen Mitbewohners, der laut und volltönend Lieder aus chinesischen Opern vorsang.

Was uns in dem kleinen Raum von Herrn Lei auffiel war, dass er auf einem einfachen Holzstuhl saß und Fernsehen sah. Wir hatten alle das Gefühl, dass etwas mehr Komfort für seine Entspannung und Rast nicht schaden könnte.

So entstand ein Plan. Zurück in der Rettungsstation sprachen wir mit allen Mitarbeitern und fragten, ob sie nicht ein paar RMB (ein oder zwei Cent) spenden würden, um Herrn Lei mit seinem ganz persönlichen bequemen Sessel zu überraschen. Bald schon war genügend Geld gesammelt und Suki, Jenny und Saber machten sich auf und fanden einen Sessel mit Fußschemel, der dafür wie geschaffen war.

Mit Erlaubnis und Hilfe des Heims standen wir diese Woche wieder vor der Tür von Herrn Lei, zusammen mit der Überraschung zum chinesischen Neujahr. Leider kam der Sessel nicht montiert an doch zum Glück wusste einer der Freiwilligen von Dr. Hund und ein Mitarbeiter des Heims, was zu tun war und schon bald war der bequeme Sessel fertig!



Bilder sagen mehr als Worte – hier sieht man Herrn Lei bei der Sitzprobe und es ist klar, dass für seinen kleinen Körper für den perfekten Komfort noch ein Kissen nötig ist. Während ich das schreibe, schauen Suki und ihr Team bereits nach einem schönen flauschigen Kissen und einer Decke, damit er es zum Frühlingsfest ganz warm hat.



Allen unseren Mitarbeitern in Chengdu ein großes Dankeschön dafür, dass sie bei dieser speziellen Überraschung für einen lieben älteren Herrn mitgemacht haben, der uns so gastfreundlich empfangen und uns eine weitere interessante Seite des Lebens in China gezeigt hat.



Vielen Dank auch an Herrn Lei, der für uns dieses wunderschöne chinesische Neujahrsposter mit guten Wünschen gemacht hat.

Und natürlich auch an Sie von uns allen bei Animals Asia ein herzliches und glückliches neues Mondjahr.




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Nothilfe Bärenrettung


Unser tapferer Bär Oliver erholt sich gut von seiner Augenoperation 
Unsere Tierärztin Monica zu hören wie sie im OP-Raum über unserem wunderbaren Oliver in die Kamera spricht, während er auf dem OP-Tisch schlummert, war wie in einem schlimmen Horrorfilm.

Ich dachte, ihre Aufzählung findet kein Ende, als sie seinen gestauchten Körper, seine Arthritis und Probleme mit der Beweglichkeit beschrieb. Seine alten, steifen Glieder, die sich nie mehr wie bei einem gesunden Bären ganz ausstrecken können. Seine vom Metallkorsett, das jahrzehntelang auf der Farm seine Brust einschnürte, zusammengepressten Lungen. Sein vergrößertes Herz, das in all den Jahren noch härter arbeiten musste. Seine zerbrochenen Zähne. Und jetzt ein Auge, in dem sich die Linse bewegte und das offenbar blind war und ihm womöglich Schmerzen bereitete.

Zum Glück konnten die meisten Erkrankungen in den drei Jahren seit seiner Rettung im April 2010 (nach 30 Jahren im Käfig einer Gallenfarm) wieder behoben werden oder wurden zumindest erträglich. Doch es war klar, dass sein Auge entfernt werden musste, damit er auch weiterhin friedvollen Tage in seiner Unterkunft genießen und draußen umherwandern konnte.

Wie stets stellte sich unser hervorragendes Veterinärteam auch dieser Herausforderung und führte die Operation in ihrer bekannt sorgsamen Art und Erfahrung durch. Bald danach wachte Oliver auf und hatte eine noch angenehmere Welt vor sich.



Hier ist die ganze Geschichte und auch ein Video von Oliver mit der passenden Melodie dazu: „The Broken“.

Du lieber, wunderbarer, spezieller Bär. Hoffentlich sind dir noch viele Frühlinge vergönnt.





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Sieg in Vietnam – und sechs neue Bären in China! 
Diesen Start ins Jahr 2013 werde ich nie vergessen. Ein Signal für ein optimistisches und hoffentlich ganz unglaubliches vor uns liegendes Jahr.

Das neue Jahr war erst ein paar Tage alt, als Toby, unser Direktor für innere Angelegenheiten in China, anrief und sagte, dass wir uns auf den Empfang von sechs Bären aus einer illegalen Farm vorbereiten sollten.

Die Inspektoren der Forstschutzbehörde von Sichuan hatten eine Farm gefunden, die sich nicht an die Betriebsvorgaben hielt. Die Behörde beschloss, die Farm zu schließen, die Bären zu beschlagnahmen und sie in unsere Obhut zu übergeben. Eine Rettung wie diese ist natürlich nur die Spitze des Eisbergs und wir wissen, dass selbst die legalen Farmen ihre Bären in abscheulichen Zuständen halten. Trotzdem wollen wir diesen positiven Schritt nach vorne feiern und mit Hilfe dieser armen geretteten Tieren weiterhin die Wahrheit der Bärengallefarmen in China zeigen.

Freude und Erleichterung in Vietnam
Kurz nach dem Anruf von Toby rief auch Tuan, unser Direktor in Vietnam an. Schon am Klang seiner Stimme erkannte ich, dass auch er gute Nachrichten hatte. Mit einem Wort … SIEG.



Die Ausweisung unseres Rettungszentrums wird NICHT stattfinden. Herr Tuan vom Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung überbrachte uns die Nachricht nach mehreren Meetings mit dem Premierminister. Am wichtigsten, es gibt keine Einschränkungen hinsichtlich der ursprünglichen Übereinkunft und wir können jetzt wie bisher weitermachen.

Eine bessere Nachricht konnte es nicht geben – unsere Mitarbeiter, das Rettungszentrum und die Bären sind alle sicher. Wir können wir mit voller Kraft weitermachen und neue Gehege bauen, um noch mehr Opfer der Bärengallefarmen „nach Hause“ zu bringen.

Ihnen allen, die Sie uns geholfen haben, diesen Sieg der Gerechtigkeit zu erlangen, gilt unser unendlicher Dank … speziell für Tuan und sein Team waren dies wirklich schreckliche Monate der Unsicherheit. Immer mit der Drohung, die Bären wieder in Käfige stecken zu müssen, während man irgendwo etwas Neues baut. Unsere 77 Mitarbeiter, die aus der Umgebung unseres Rettungszentrums kommen und die nicht wussten, ob ihre Jobs sicher sind und ob sie weiter für ihre Familien sorgen können.







Dennoch machte unser tapferes, zähes Team in Vietnam weiter. Während Tuan eine brillante politische Strategie umsetzte, stellten unsere Mitarbeiter unter Führung von Annemarie, der Direktorin des Tierärzte- und Bärenteams, sicher, dass jeder Tag „wie üblich“ ablief. Wie stets hatten die Bären ihre Auswahl und ihre Freiheiten. Auch diesem hervorragenden und professionellen Team gilt unser unendlicher Dank.

Sechs neue Bären in China
In Chengdu kamen derweilen am Mittwoch, 9. Januar, unsere neuen Bären an und damit auch wieder die schockierende Wahrheit dieser beschämend legalen Industrie in China.



Obwohl sie auf dem Lastwagen erst in der zweiten Reihe stand, war Shamrock der erste Bär, der unsere Aufmerksamkeit gewann. Wir sahen ihr verfilztes Fell und die schlimmen Narben und kahlen Stellen am Gesicht, die sie vom jahrelangen Reiben ihres Körpers an den Gitterstäben auf der Farm hat. Die lange Fahrt und die Ankunft an einem ihr völlig unbekannten Ort haben sie so sehr in Schrecken versetzt, dass sie sich einmal sogar wie eine Fledermaus an den oberen Stäben ihres Käfigs festkrallte. An diesem Abend saß sie stöhnend und zitternd in ihrem Käfig, während das Team die Bären für den Gesundheitscheck einteilte und sie für die Nacht vorbereitete. Wie hätte sie in diesen ersten Stunden auch wissen können, dass unsere Anwesenheit Hilfe und nicht Leid bedeutet?

Nach drei Tagen begann ein ganz anderer Bär sichtbar zu werden. Bei Shamrocks Gesundheitscheck wurde das verfilzte Fell in ihrem Gesicht weggeschnitten und darunter kam eine besonders schöne Vertreterin der Mondbärengattung heraus.

Es gab auch Tränen, als sie in ihrem strohgepolsterten Erholungskäfig aufwachte und sich streckte, um sich dann noch etwas mehr zu strecken… und langsam in ihrem Halbschlaf zu erkennen, dass sie jetzt in einer anderen, bequemeren und freundlicheren Welt war. Von da an gab es kein Zurück mehr. Sie wurde zutraulicher und genoss jedes Stückchen frischen Futters. Sogar mit Spielsachen begann sie zu spielen. Am Ende wurde auch ihre schmerzende, kranke Gallenblase entfernt. Shamrock hat einen der schönsten Halbmonde, den wir je gesehen haben.



Pic
Die anderen Bären waren bei der Ankunft nicht anders – ausgehungert und verschreckt. Nach dem Abladen stürzten sich viele auf das Futter. Oft zogen sie sich nach dem ersten schnellen Bissen so weit wie möglich in ihren Käfigen zurück oder sie zeigten in ihrer Angst und Furcht stark stereotypes Verhalten wie Schlagen,Weben oder wütendes Schnauben.

Käfige von 60 cm Höhe
Für Peter gab es keine Rückzugsmöglichkeit. Er steckte bei seiner Ankunft im kleinsten Käfig, den wir je gesehen haben – etwa einen Meter lang, 50 cm breit und knapp 60 cm hoch. Das war der Käfig für den zweitgrößten Bären der Gruppe mit 107 kg Gewicht. Der Gedanke, dass er sich jahrelang dort kam bewegen konnte war unbegreiflich.



Später, als wir ihn während seines Narkoseschlafs aus seinem rostigen Sarg befreiten, hätten wir es als Wunder betrachtet, wenn er seine Gliedmaßen richtig benutzen hätte können. Doch wie so oft überraschen uns die Bären mit ihrem Stoizismus und ihrer Entschlossenheit, niemals zurück zu blicken.



In der ersten Stunde nach dem Aufwachen von Peter wackelten die Hinterbeine von Peter (und damit der Erholungskäfig) von seinen Anstrengungen, sich auf alle vier Pfoten zu stellen. Es war klar, dass er nicht wusste, was er mit seinen Beinen tun solle. Auch seine Nerven waren kaputt und er hüpfte vor Angst bei der kleinsten Bewegung und fauchte vor Erregung bis er sicher war, dass nichts ihm schaden würde.

Dieser tapfere Bär blieb hartnäckig – und inzwischen hat er alles herausgefunden. Dieser kluge, neugierige Held steht jetzt groß und ruhig da und betrachtet so nicht nur seine neue Umgebung, sondern auch uns. Ein Bär mit dem nettesten Gesicht der Welt. Peter liebt sein Futter und seine Einstreu und das Stroh. Am liebsten aber hat er sein Spielzeug aus Bambus.

Berühmte Unterstützer
Peter liebt auch seinen neuen Freund – niemanden anderen als den bekannten Schauspieler Peter Egan, unseren Botschafter in England, der 12.000 Meilen geflogen kam, um ihn zu sehen. Nach ihm haben wir den Bären Peter benannt.

In den wenigen kurzen Tagen hier hat Peter die Wahrheit über diese Industrie eingesogen, sich mit dem gesamten Team getroffen und seinen neuen Bärenfreund herzlich begrüßt. Peter ist wunderbar und er hat keine Scheu, seine Gefühle beim Treffen mit dem Team zu zeigen, wo er die täglichen Abläufe im Rettungszentrum kennen lernte. Es ist wohl kaum eine Woche her, seit er wieder nach England zurückgekehrt ist. Doch bei uns allen hat er einen unauslöschlichen Eindruck hinterlassen – Peter, wir hoffen alle, dass du sehr, sehr bald wieder zurückkommen kannst.







Knapp vor Peters Ankunft war eine andere Persönlichkeit hier – Sun Li, die chinesische Schauspielerin. Auch sie kam kurz entschlossen mit dem Flugzeug, um den Bären zu sehen, den wir nach ihr benannt haben. Zusammen mit Nic, unserer Direktorin für das Tierärzte- und Bärenteam, und Lucky, unserer PR Managerin in China, kam sie vorsichtig in die Quarantänestation, um ihrem Bären den endgültigen Namen zu geben – Xuan Xuan, den Namen einer berühmten Rolle, die sie in ihrem neuesten TV-Drama in China darstellt. Hier sieht man sie vor Ort und zusammen mit Xuan Xuan bei deren Operation. Im nächsten Bild überprüfen Nic und ich Xuan Xuan in ihrem Erholungskäfig. Sie liebt ihr Bett aus Stroh.







Wieder zurück in Shanghai verbreitete Sun Li ihre Erlebnisse auf Weibo (dem Twitter Chinas), die dann auch von ihren Freunden weiterverteilt wurde. Bis heute wurde sie so mehr als 14.000 Mal geteilt – von uns allen dafür ein herzliches Dankeschön, Sun Li!



Schockierende innere Schäden
Inzwischen sind Peter und alle fünf Weibchen – Shamrock, Buddha, Xuan Xuan, Toby und Katie – operiert worden, um ihre kranke und chronisch schmerzende Gallenblase zu entfernen. Alle erholen sich gut und erhalten jetzt endlich die Pflege, die sie verdienen.

Die Gallenblase von Buddha war schrecklich – dreimal so groß wie normal, entzündet, verdickt und Quelle unvorstellbarer Schmerzen.

Wir dachten schon, dass dies schlimm sei. Und waren damit nicht auf die Gallenblase von Toby vorbereitet, die wir ein paar Tage später sahen. Zehnmal so groß wie normal, geformt wie eine Wassermelone und darin fast zwei Liter „flüssigen Eiters“. Keiner kennt die Schmerzen, die sie erduldet hat.

Wir haben Toby nach unserem Direktor für innere Angelegenheiten in China, Toby Zhang benannt (tut mir leid, Toby, ich war sicher, es ist ein „er“!) Ich muss Toby ehren, denn er war in den vergangenen Jahren der Kopf einer bemerkenswerten Kampagne für das „Ende der Bärengallefarmen“. Er hat uns bis an diese Wegkreuzung gebracht. Dieses Jahr wird sehr arbeitsintensiv werden, denn wir erkennen die nächsten Wellen eines öffentlichen Aufschreis und der Unterstützung für ein endgültiges Ende dieser Industrie. Hier ist Toby, wie er die ausgewachsenen Klauen seiner Namensvetterin beschneidet.



Diese Woche war der Bär Peter auf dem OP-Tisch zur Entfernung seiner Gallenblase. Diesmal war es das andere Ende der Skala, an der Größe gemessen. Er hatte die kleinste und am seltsamsten aussehende Gallenblase, die wir je gesehen haben.





Etwa ¼ der normalen Größe – es scheint nur der Gallengang zu sein – jetzt rätseln Jo und Jen, die Tierärzte, was aus der fehlenden Gallenblase von Peter geworden ist. Natürlich schwirren viele Theorien im Team umher und wir wagen nicht daran zu denken, dass jede Gallenblase einen Wert besitzt. Könnte die von Peter deswegen entfernt worden sein und die Farmer hätten dann versucht (und wären gescheitert), die Galle direkt aus dem Gallengang abzuzapfen?

Alle erholen sich von ihrer Operation
Die schöne Katie war die letzte der sechs. Am Donnerstag wurde sie operiert. Die Gallenblase des armen Mädchens war schrecklich verdickt und entzündet. Sie enthielt den bekannten „schwarzen Schlamm“, den wir schon so oft zuvor gesehen haben. Das ist infizierte, kranke und verunreinigte Galle, die in viele Medizinen und Rezepte geflossen wäre, hätte man Katie auf der Farm weiterhin den Gallensaft abgezapft.



Nichts ändert sich… die Täuschung und die teuflische Behandlung der Bären in den Farmen. Die Operationen, die sie erleiden müssen, wenn die offenen „Fisteln“ gelegt werden sind vorsätzliche operative Verstümmelungen und jede dieser Handlungen führt zu weiteren Effekten und schafft diese „zerbrochenen Bären“, die am Ende bei uns ankommen. Es ist moralisch und ethisch falsch. Selbst wenn die Bären auf den Farmen einigermaßen gesund erscheinen, die schreckliche Wahrheit ist, dass sie langsam von innen heraus sterben.

Wenn wir uns am Ende von unseren geretteten Bären verabschieden müssen, oft nachdem sie jahrelang glücklich in unserem Rettungszentrum gelebt haben (und trotz der fortwährenden tierärztlichen Betreuung), ist dies ohne Ausnahme wegen einer Vielzahl von Krebsarten, Bauchfellentzündung oder Problemen mit der Beweglichkeit ihrer Gliedmaßen oder ihrem Rückgrat – alles Ergebnisse des schockierenden Missbrauchs auf den Farmen.

Vielen Dank
Hier kennt mein Respekt für unsere Mitarbeiter in China und Vietnam keine Grenzen. Bei ihrer fleißigen und verantwortungsbewussten täglichen Arbeit leiden auch sei jeden Tag, in dem sie Zeugen werden der vielfachen Verletzungen und Krankheiten, die diese Bären so lange Zeit erdulden mussten. Jedes Jahr begraben wir wunderbare Bären, die wir so hingebungsvoll wieder gesund gemacht und so sehr geliebt haben.

Auch unsere Teams in der ganzen Welt bereiten den Tieren Ehre. Unermüdlich und ohne Pause zeigen sie die Schande der Bärengallefarmen auf. Ihre Zähigkeit und Leidenschaft ist es, die diese Industrie schließlich beenden wird.

Und niemals vergesse ich SIE, unser loyalen Freunde auf der ganzen Welt, die uns so freundschaftlich auf dem langen Weg geholfen haben und unsere Reise bis ans Ziel weiter unterstützen.


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