„Kiki“ – ein verschwendetes Leben 
Das ist mehr als wir tragen können … noch zwei Bären sind dem Leberkrebs erlegen. Unser Team kann zusehen, wie es diesem jämmerlichen Unglück wieder in den Griff bekommt und es bleibt ihnen am Ende nur noch, das Leben dieser Tiere zu beenden, die so viel Besseres verdient hätten. Viele Wände wurden frustriert mit Fußtritten bedacht, seit die Bären Montagnacht hier ankamen. Jetzt ist erst Mittwoch und schon vier Bären liegen unter Grashügeln am Fluss. Dort haben sie endlich Frieden gefunden.

Als wir Kiki aus einem Käfig schnitten, der ihm das Leben abschnürte, war es nicht schwer zu verstehen, warum er so flach und ohne Reaktionen war. Mir bleibt in Erinnerung an diesem Bären, wie er verzweifelt seine Zunge herausstreckte um seinen Fruchtshake aufzulecken um gleich darauf voll Schmerzen seine Schnauze mit den Pfoten zu umfassen. Von außen konnten wir nur rote und entzündete Lippen sehen und waren daher nicht auf das kommende vorbereitet.



Lange schon stöhnte Kiki praktisch ohne Pausen und gab Anzeichen von Bauchschmerzen. Sein Stöhnen schreckte uns, da wir aus Erfahrung gelernt haben, dass der Tod für diesen Bären vor der Tür steht. Daher betäubten wir ihn sofort für einen Gesundheitscheck.

Er roch stark nekrotisch – nach krankem, abgestorbenem Fleisch. Alle vier Eckzähe waren abgeschnitten oder abgebrochen und einige Zähne ausgerissen. Gemeinsam mit Stücken des Gaumens. Alle übrigen Zähne waren hoffnungslos zerstört.

Sogar sein rechtes Auge war faulig – Ergebnis eines Monate alten Krebsgeschwürs und auch sein linkes Auge war krank. Seine Klauen waren abgebrochen. Sie bluteten und waren entzündet. Die Tatzen hatten die bekannten Borsten wie sie bei Bären auftreten, die jahrelang nie den Boden berühren. An seinem Hinterfuß war ein eitriges, entzündetes Loch mit 15 cm Durchmesser. Dort war das Fleisch fast bis auf den Knochen verfault.
Sein schrecklicher Körpergeruch und Flüssigkeit in seiner Bauchhöhle ergaben den Verdacht auf Bauchfellentzündung, worauf er sofort operiert wurde. Bei der Öffnung von Kikis Bauch
zeigte sich, dass dieser und die Eingeweide voller Gase waren, die sein Herz und seine Lunge zusammenpressten und unendliche Schmerzen verursachten.

Wir beteten und unser Team arbeitete an diesem schlafenden Bären. Die Hoffnung hört nie auf – bis es still wurde im Raum … Kiki war tot. Bei der Autopsie ergab sich eine ganze Liste an Leiden. Fast nicht zu begreifen … einschließlich Leberkrebs, großen, schmerzhaften Gallensteinen, Eiter in der Gallenflüssigkeit, eine kranke Milz, Entzündung und Arthritis am Rückgrad. Bei diesem Bären gab es keine Hoffnung mehr. Ruhe sanft Kiki. Ein Team ist so voll Scham und Trauer über dein armes, verschwendetes Leben.

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Fotos von der Rettung der Bären 
Unsere schlauen Techie-Jungs in Hongkong waren heute den ganzen Tag fleißig und haben Filmmaterial von der Rettung auf diese Seiten geladen.

Bitte klicken Sie hier , wenn Sie sich die Clips anschauen wollen.

Und bitte, schicken Sie die Videos auch an Ihre Freunde. Alle Welt sollte sie sehen.


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Danke für Ihre guten Wünsche!  
Wieder ganz schnell, nur um Ihnen zu sagen, wie sehr mich Ihre wunderbaren Botschaften und Hilfsangebote berühren. Wie Sie sich vorstellen können, waren die letzten Tage geradezu verheerend für uns alle hier in Chengdu. Zu wissen, dass Sie in Gedanken bei uns sind, bedeutet uns sehr viel. Danke…

Viele von Ihnen haben gefragt, ob sie etwas tun können, um uns zu helfen – ja, da gibt es etwas.

Bitte, schreiben Sie einen freundlichen Brief an Madam Xiong, die Leiterin des Sichuan Forestry Department. Danken Sie ihr, dass sie die Rettung dieser armen Bären ermöglicht hat und bitten Sie Madame Xiong, noch mehr Bären in die Obhut von Animals Asia zu übergeben.
Ein
Sie können sie auch bitten, ihren Einfluss geltend zu machen, um diese grauenvolle Industrie zu beenden. Ich weiß, es ist sehr schwer, gerade jetzt ruhig zu bleiben. Aber genau das ist jetzt so wichtig – wenn wir unserem Ärger jetzt Luft machen, würde das die sehr empfindlichen Verhandlungen, in denen wir gerade stecken, gefährden und sogar zukünftige Rettungsaktionen gefährden.

Madam Xiong, was, wie ich Ihnen schon erzählt habe, wörtlich übersetzt “Frau Bär” heißt, hat gestern die Rettungsstation besucht und ich konnte erkennen, dass sie von dem, was sie sah, sichtlich erschüttert war. Deshalb ist nun die richtige Zeit, ihr zu schreiben. Wir sind der Meinung, dass individuelle Briefe mehr Gewicht haben, als Unterschriften auf einer Petition. Deshalb bitte, nehmen Sie sich die Zeit und schreiben Sie ihr jetzt!

Damit sicher gestellt ist, dass Ihr Brief Madam Xiong erreicht, haben wir hier ihre Adresse in chinesischen Schriftzeichen hinterlegt. Sie können diese Adresse ausdrucken und sie auf den Briefumschlag aufkleben.

Danke!


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Aufrecht stehend – jedenfalls fast  
Heute, Mittwoch, am späten Morgen, machte Watermelon seine Beine ganz lang und versuchte, aufzustehen! Er hat es nicht ganz geschafft, aber er hat es versucht!

Das war wahrscheinlich das erste Mal seit vielen Jahren, dass er genug Platz hatte, um seine vier Beine auszustrecken. Mehr später… und schicken Sie uns bitte auch weiterhin Ihre positiven Gedanken!

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Ein bitteres Ende für „Treacle”  
Nach dem Kummer, den wir mit „Peace” erlebten, wollten wir so gerne etwas Erfreuliches berichten, auch um unser Team hier in Chengdu wieder etwas aufzurichten. Offensichtlich sollte es aber nicht so sein. Bei so vielen kranken und verletzten Bären war uns klar, dass das wichtigste zunächst war, ihre Leiden zu lindern. Aber, leider, wussten wir auch, dass wir bei dabei mit großer Wahrscheinlichkeit am Ende des Tages auch mit einer weiteren Autopsie rechnen mussten.

„Treacle” war einer dieser Bären, so krank, dass es wirklich schwer ist, darüber zu schreiben, ohne in fast gewaltsame laute Anklagen gegen diejenigen Menschen zu verfallen, die für diese Verzweiflung verantwortlich sind. Als er von unseren Männern vom LKW abgeladen wurde, schien es ihm nicht so schlecht zu gehen. Er verschlang einen Fruchtcocktail und trank gierig Wasser wie ein Tier, das offensichtlich niemals die freie Wahl über etwas so einfaches wie Essen und Trinken hatte.



Aber früh am nächsten Morgen lag Treacle (der Name heißt übersetzt Sirup - wir gaben ihm diesen Namen, weil sein Blut durch die Austrocknung ganz dick war), vornüber gebeugt in seinem Käfig voller Blut, das aus seiner „Fistula“ in seinen Bauch strömte. Blut, das davor in seine Galle gesickert war.

Wir hatten ihn ganz oben für einen ersten Gesundheitscheck vorgemerkt, noch vor anderen kranken Bären. Treacle (auf dem Foto mit unserer Senior Tierärztin Heather auf der rechten Seite) wurde betäubt und lag auf einem der Durchgänge unseres Plastikzeltes, als die Untersuchung begann. Dieser Schock, den wir beim Anblick eines Bären, der von Menschen auf einer der Farmen geschlachtet wurde, ließ uns alle verstummen. Menschen, die sich nicht ein Jota um dieses fühlende, intelligente Tier in ihren brutalen Fängen kümmern.

Seine Eckzähne waren abgehackt worden – mitsamt der Pulpa und seine Nerven lagen bloß. Ein schwarzes entzündetes Loch hatte sich seinen Weg in seinen Oberkiefer und die Stirnhöhlen gebohrt und entsetzliche Schmerzen verursacht. Die Spitzen seiner Tatzen waren abgehackt worden, damit die Krallen nie mehr nachwachsen und die brutalen Galleabzapfer verletzen könnte. Und an der brüchigen, wie zerbröckelt aussehenden und schlecht riechenden Haut auf der Unterseite seiner Tatzen, seinen Fußsohlen, kann man erkennen, dass dieser arme Bär seit Jahren nicht mehr auf festem Boden gelaufen ist.

Das Schockierendste von allem war das gigantische Ausmaß seiner Leber, die sofort auf dem Ultraschallgerät sichtbar wurde... und das enthüllte, was für uns zur “Norm” bei Farmbären geworden ist - nicht operable Tumore. Als wir Treacle auf dem Boden liegend einschläfern mussten, ohne je im Frühling herumgetollt zu haben und umgeben von den einzigen Freunden, die er jemals hatte, brachen wir alle in Tränen aus.

Die Obduktion, von der wir annahmen, dass sie erst spät am Abend abgeschlossen sein würde, wurde in Rekordzeit beendet. Als Heather, unsere Senior Veterinärin, ihre Instrumente aus der Hand gab, drehte sie sich zu mir um und sagte: „Wir haben zuviel Erfahrung in diesen Dingen“. Wie traurig ist es doch, dass sie damit Recht hat.



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