Noch immer nichts Neues von Snoopy 
Die guten Wünsche und Gebete von euch zeigen mir, dass viele auf Neuigkeiten von Snoopy warten, bei der dank der Großzügigkeit eines wunderbaren Teams von englischen Augenärzten Katarakte aus beiden Augen entfernt wurden.

Hier ein aktueller Bericht unserer Tierärztin Faithe aus Chengdu. Bislang hat das Team ein Blutgerinnsel in Snoopys rechtem Auge vermutet, dem Auge, in das die Augenärzte eine künstliche Linse eingesetzt haben.

So war die Lage laut Faithe gestern:
„Es ist weniger ein Gerinnsel als vielmehr eine Entzündung. Sie ist noch immer im Weiß der Augäpfel zu sehen. Leider gibt es auch noch keine Anzeichen dafür, dass Snoopys Sehkraft zurückgekehrt ist. Sie scheint relativ zufrieden zu sein, abgesehen davon, dass sie ins Freie will. Das wird aber nicht vor Mitte nächster Woche möglich sein.“

Auch Belinda, die sich täglich um Snoopy kümmert, sagte gestern, dass sie im Verhalten von Snoopy nichts entdecken kann, das auf eine zurückkehrende Sehkraft schließen lässt. Doch im Ganzen sei Snoopy entspannt und zufrieden.

Die gute Nachricht ist, dass es Sophie nach ihrer einmaligen Operation eindeutig wieder sehen kann und es ihr immer besser geht. Nächste Woche werde ich wieder in Chengdu sein und mehr darüber berichten können. Hier gibt es einen Bericht über Snoopys und Sophies Operation.


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Nothilfe Bärenrettung


Bao Be hat besonderen Besuch 
Als ich kürzlich bei unseren wunderbaren Bären (und unserem wunderbaren Team!) in der Tam Dao Rettungsstation bei Hanoi war, befand sich unsere berühmte Unterstützerin Karen Mok bei unseren Bären und Hunden und Katzen in Chengdu!



Rainbow, unser PR Manager erzählt: „Karen war ganz verzaubert von ‚ihrem’ Bären Bao Be und lief sofort nach ihrer Ankunft zu ihm hinüber. Während Howard, der Leiter des Bärenteams, die Lieblingsspeise von Bao Be – Apfelschnitze mit Honig – zubereitete, war Karen ganz überrascht von seinem gesunden Aussehen. „Er war ein Gerippe, als er hier ankam, und jetzt ist er so gesund und prachtvoll!“





Als Howard Karen die Namen der besten Freunde von Bao Be nannte, fragte sie sofort, ob er auch eine Freundin habe. Sie lachte als sie erfuhr, dass er nur Zeit für seine Freunde hat.

Ihre Zeit mit Bao Be war voller Freude, doch ihre Stimmung änderte sich schnell, als Rainbow sie zu den Neuankömmlingen in der Quarantänestation brachte und ihr die Geschichten dieser Bären erzählte. Als Sie von ‚Shui’ (Wasser) erfuhr, der bald nach seiner Ankunft wegen seines kranken Herzens und seiner Leber eingeschläfert werden musste, war sie sichtlich bewegt. Doch die Pflege und Zuwendung, die sie bei den anderen Bären sah, tröstete sie und sie stimmte in unsere Hoffnung ein, dass sie alle überleben mögen.



Um sie aufzumuntern, brachte Rainbow sie zu unserem neuen Braunbärengehege. Voller Begeisterung berichtete er von Cäsar und wie sie ihr neues Zuhause liebt (s. auch einen früheren Blog), doch Cäsar entschloss sich ihn zu ärgern und tat … nichts. Sie schlief weiter „ruhig wie eine Sphinx“ bis Rainbow schließlich aufgeben musste und Karen nach nebenan zu Benji und Poupouce brachte – unseren beiden wunderbaren tibetanischen Braunbären.

„Nach einer kurzen Periode der Scheu vor so vielen Zuschauern rollten diese beiden flaumigen Kugeln in ihrem Gehege herum und beeindruckten Karen und die Medienvertreter aus Hongkong und Chengdu“, so Rainbow. Während Karen fotografierte, konnte man sie fröhlich sagen hören, „die sind ja so süß und etwas so besonderes!“

Dann ging es weiter zu unserer Statue des majestätischen Bären Andrew, wo Rainbow eine Pressekonferenz mit acht Reportern der örtlichen Medien organisiert hatte.



Karen rief dabei auf, keine Bärengalle mehr zu verwenden und ergänzte auf eine Frage: „Wenn ich genügend Erfahrung in der Filmproduktion habe, werde ich einen Dokumentarfilm über Schwarzbären machen, damit noch mehr Menschen verstehen, wie sie leiden und ebenfalls zu ihren Helfern werden.“

Am Ende des Tages zeigten unsere Tierärztin Faithe und Schwester Caroline unsere geretteten Hunde Kaiya und Mathilda (Bilder unten) und Tremor, unseren geretteten Erdbebenhund, um mit diesen Bildern den besten vierbeinigen Freunden Chinas zu helfen.



Karen liebt Hunde – besonders Mischlinge. Sie musste sie einfach in die Arme nehmen. Diese Bilder sind für uns unbezahlbar, um unsere Nachricht zu verbreiten, dass Hunde unsere besten Freunde und kein Nahrungsmittel sind. Hier sieht man sie mit dem braven Tremor:





Rainbow sagte dazu: „Karen war so geduldig und freundlich“. Ich kann mich dem nur anschließen und betonen, wie glücklich wir sind, sie auf unserer Seite zu haben. Sie ist intelligent, spricht was sie denkt und tritt ganz für den Tierschutz ein. Auf diese Weise beeinflusst sie die junge Generation in China damit sie Bären, Hunde und Katzen mit dem Respekt begegnen, den sie verdienen.

Zu Abschluss noch ein Wort von Rainbow – ganz PR Mann der er ist:

„PS: Sie behielt unsere Jacke an und trug sie bis zu Flughafen.“ :-D


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Den Tieren eine Stimme geben 
Unser lieber Freund, Professor Marc Bekoff, kam diese Woche in Denver, Corlorado, mit Dr. Jane Goodall zusammen. Dann, inmitten von Reden signierte Jane das Animals Asia T-Shirt von Marc.



Beide haben uns in Chengdu besucht und Marc wird im Laufe dieses Jahres bereits zum dritten Mal zu Besuch bei uns sein. Janes adoptierter Bär ist der großaartige und überaus freche Mandela:



Jane und Marc habe gemeinsam Bücher und Artikel verfasst und geben Tieren eine Stimme - laut und voller Stolz - auf der ganzen Welt. Wie glücklich sind wir doch, solche Freunde zu haben.
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Mafis Vermächtnis 
Als unsere ehemalige Mitarbeiterin, die liebe Anne Marie McGivern, von Mafi's Tod erfuhr, fragte sie in einem Brief an uns, warum Mafi keine Zeichen der Krankheit gezeigt hatte:

"War dies vielleicht ihr letztes, selbstloses Vermächtnis an uns - von uns zu gehen und nur glückliche und fröhliche Erinnerungen an ihr Leben hier im Rettungszentrum zurück zu lassen?

Oft ist das Leben dieser wunderbaren Bären so tragisch kurz. Doch ein jeder lehrt uns den wahren Wert von Vergebung, Vertrauen und Respekt. Schlußendlich zeigen sie uns, was Liebe in der tiefsten und schwierigsten Form bedeutet - ohne Vorbedingungen.



Wenn unser Leben auch so selbstlos wäre, was hätten wir für eine wunderbare Welt. Doch wir wissen, ihr Geist lebt weiter und in unserer Erinnerung an sie bleibt immer Schmerz und ein Gefühl des Verlusts. Doch stärker noch ist das Gefühl der Ehrfurcht und des Wunders und wie gesegnet wir sind. Dafür, ein Teil ihres Lebens sein zu dürfen. Ihr Vertrauen zu haben.

In Wahrheit gaben sie uns sicher mehr als wir ihnen jemals geben konnten. Deshalb sollten wir selbst unser Leben als Tribut an sie führen - ist es doch kein Opfer, wenn man den anderen mit Vertrauen und Respekt behandelt!"

Wie recht Anne-Marie hat.... so zu lieben wie unsere eigenen Hunde und Katzen es tun - bedingungslos, perfekt, unser Leben wird reicher und erfüllter.


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Carney ist am St. Patricks Tag von uns gegangen 
Weil die Augenärzte Claudia und David vom Animals Health Trust hier bei uns in der Rettungsstation in Chengdu sind und großzügig ihre Zeit und ihr Talent spenden, um einigen unserer blinden Bären das Augenlicht wiederzugeben, sollten diese Tage angefüllt sein mit einem Wunder und Freude, wenn Bären wie Snoopy hoffentlich zum allerersten Mal sehen können.

Doch inmitten dieser Hoffnung wurden in der vergangenen Woche zwei unserer wunderbaren Bären ein Opfer dem Vermächtnis der Bärenfarmen. Heather, unsere leitende Tierärztin, war ungefähr die letzten zehn Tage rund um die Uhr eingespannt und fand doch noch die Zeit, über die Entdeckung von Mafis Leberkrebs und den traurigen Verlust von Carney, einer aus der Gruppe von zuletzt geretteten Bären (im Bild kurz nach ihrer Ankunft) zu berichten.



Carney wurde am Dienstag sanft eingeschläfert, da ihre Misshandlungen auf der Farm zu so schrecklichen Verletzungen geführt haben, dass wir sie nicht mehr heilen konnten. Sie erhielt ihren Namen nach Bernadette Carney (die lieber nach ihrem Nachnahmen gerufen werden will) aus unserem Büro in Hongkong, die bisher den Bären noch nicht persönlich begegnet ist. Carney war ein süßer und zufriedener Bär, der jedem zu Herzen ging, der ihn nur sah.

Leider starb Carney am St. Patricks Tag, was es für unsere Irin Carney in Hongkong wohl noch besonders bitter gemacht hat. Auch da sie sich so gefreut hat, ihren braven Bären zu treffen.

Hier ist der Nachruf von Heather für Mafi und Carney – in unser aller Namen und im Dank an Sie alle, die diese Botschaft lesen. Für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung unserer Arbeit und unser Ziel. Denn ohne Sie blieben diese Bären weiter in den Farmen eingesperrt. Zerschlagen, hilf- und hoffnungslos.

„Das Leben in unserem chinesischen Rettungszentrum bringt ein beständiges auf und ab der Gefühle. Das mussten wir vergangene Woche wieder einmal zur Kenntnis nehmen. Als wir uns auf die Ankunft der Augenärzte Dr. Claudia Hartley und Dr. David Donaldson vom Anima Health Trust in England freuten, die so großzügig ihre Zeit und ihr Können zur Verfügung stellen, um unseren blinden Bären das Augenlicht wieder zu geben, wurden wir schnell wieder daran erinnert, dass die Schatten der Bärenfarmen nie weit weg sind.

Mafi war seit sie sich an ihr neues Leben im Rettungszentrum gewöhnt hat, immer eine wohlgestaltete Lady. Ihre Lieblingsbeschäftigung war es, sich an einem sonnigen Nachmittag auf ihrer Schaukel im Gehege zu entspannen.

Bisher war sie immer sehr aktiv gewesen doch diesen Winter verschmähte sie manchmal ihr Futter und schlief in ihrem Hängebett den ganzen Vormittag durch – vielleicht nur ein Zeichen der Winterruhe, wie sie bei unseren Bären üblich ist. Sie blieb dabei aufgeweckt und kam gern herbei, um Besucher zu begrüßen und dabei elegant ein süßes Apfelstück oder etwas Erdbeermarmelade anzunehmen.

Doch als sie noch wählerischer bei ihrem Futter wurde und auch ihre Körperrundungen verlor, schrillten die Alarmglocken. Eine genaue Überprüfung der medizinischen Vergangenheit und ihres Verhaltens durch die Tierärztin Faithe und die Bärenmanagerin Donata bestätigten, dass dies kein normales, jahreszeitlich bedingtes Verhalten mehr war. So wurde Mafi für einen Gesundheitscheck in Narkose gelegt.

Auf dem Operationstisch bestätigten sich unsere schlimmsten Befürchtungen. Unsere liebe sanfte Mafi hatte einen Lebertumor mit eine Gewicht von über sechs Kilogramm. Wieder einmal hat sich seine boshafte Gegenwart hinter der Stärke, der Geduld und der lebhaften Natur eines wunderbaren Bären versteckt. Jedes andere Lebewesen wäre bereits vor Wochen seinem schädlichen Einfluss erlegen.

Unser einziger kleiner Trost war, dass Mafi durch die wunderbare Pflege des Teams die Schmerzen des Endstadiums nicht mehr ertragen musste und statt dessen nach vier wunderbaren Jahren voller Leckereien und Spiele sanft einschlafen konnte. Auf Hindu bedeutet Mafi ‚Vergebung’ und ich bin sicher, dass jeder, der mit ihr arbeitete, bestätigen wird, dass es keinen besseren Namen für dieses wunderbare Mädchen geben konnte. Ruhe sanft.

Nach dem Schock des Verlustes von Mafi stürzten wir uns alle in die Arbeit mit Dr. Claudia. Jeden Tag wurden zwei Bären für Operationen und zur Beurteilung ihrer Augenleiden in Narkose gelegt. Wir wollten damit die Verletzungen beheben, die sie durch die Bärenfarmer erlitten haben.

Carney war der letzte Bär auf dem Lastwagen aus der Rettungsaktion vom 6. Februar. Nachdem bei ihrem ersten kurzen Gesundheitscheck Probleme mit ihren Augen diagnostiziert worden waren, zusätzlich zu vier fauligen Eckzähnen, die bis auf das Zahnfleisch abgeschnitten worden waren, und Gelenken, die nach einem Leben zusammengekauert in einem Käfig praktisch steif waren. Daher wurde auch sie jetzt genauer untersucht.

Sie war schon eine alte Dame, ruhig und gemütlich, und liebte es besonders, sich in ihr Strohbett zu kuscheln und an ihrem Spielzeug herumzukauen und nebenbei Früchte und Blätter zu naschen. Doch die Untersuchung von Dr. Claudia brachte schlechte Neuigkeiten; sie war auf dem linken Auge blind und im rechten Auge fanden sich eine Reihe von kleinen Tumoren.

Wir überlegten noch, was dies bedeuten könnte, als die Krankenschwester Wendy, die die Narkose überwachte, uns auf die Atemprobleme von Carney aufmerksam machte. Schnell ging es daher in den Röntgenraum, wo Aufnahmen ihrer Brust eine Herzmuskelerweiterung und Verstopfungen der Lunge aufzeigten – alles Zeichen einer zunehmenden Herzschwäche.

Weitere Röntgenaufnahmen ergaben mehrere Verknöcherungen in der Wirbelsäule und Arthritis in ihren Hüften, Knien und Ellbogen. Eine Bestätigung für die geringe Beweglichkeit, die wir bei der Erstuntersuchung bereits bemerkt hatten. Eine schwere Entscheidung stand an.

Die Herzerkrankung von Carney war schwer und verringerte ihre Chance, die Operation zur Entfernung der Gallenblase zu überleben. Weitere Operationen zur Entfernung ihrer fauligen Zähne würden auch notwendig werden. Dazu kamen die Geschwüre in ihrem rechten Auge und die Blindheit in ihrem linken. Auch wäre die Arthritis in ihrer Wirbelsäule und ihre Gelenken eine ständige Schmerzquelle.

Auch unter der bestmöglichen tierärztlichen Betreuung wäre ihre Lebensqualität nur sehr gering. Daher kamen wir zu der traurigen Entscheidung, dass es besser für sie sei, jetzt in der Narkose einzuschlafen. Bei ihrem Begräbnis brachte Belinda, unsere Bärenpflegerin, einen Strauß aus Stroh in Erinnerung an ein einzigartiges Mädchen, die mit so einfachen Vergnügungen zufrieden war und es so liebte, sich in ihr Bett aus Stroh zu kuscheln. Ruhe sanft.

Trotz der traurigen vergangenen Tage glaube ich, dass die internationale Unterstützung und die großzügigen Spenden allen hier im Rettungszentrum wieder Auftrieb gegeben haben. Denn das macht unsere Existenz und die Einrichtung und Ausstattung unseres Tierhospitals erst möglich und wir können unseren Bären die bestmögliche Pflege zukommen lassen. Auch durch die Großzügigkeit der Experten vom Animals Health Trust, die ihre Zeit und ihr Können zur Verfügung stellen.

Ohne Sie alle hätten wir das Bisherige nie erreichen können. Zusammen sind wir der entscheidende Unterschied im Leben unserer wunderbaren Bären. Danke, dass Sie dabei sind.“

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