Eine lebensrettende Operation im Lastwagen 
Ein sehr kalter und regnerischer Tag. Seit heute Morgen ging es praktisch nicht mehr weiter. Wegen Straßenarbeiten, während der die Fahrbahnen alle paar Meter komplett gesperrt und dann wieder frei gegeben wurden, steckten wir fest.

In 12 Stunden schafften wir gerade ein paar Kilometer und Boris, der die Planung gemacht hat, sagte uns, dass unsere Reise wohl noch mindestens einen Tag länger dauern wird. Anne und Jude aus Australien brachten uns zum Lachen als sie sagten, wenn so etwas bei ihnen geschehen würde, wäre wohl schon Blut geflossen nach all diesen frustrierenden Stunden auf der Straße. Doch hier blieb alles ruhig und friedlich und wie von Zauberhand erschienen Geschäftemacher, die den hungrigen und durstigen Reisenden am Straßenrand heißes Wasser und Nudelsuppe verkauften.

Olive ging es schlechter. Um 11 Uhr war das unübersehbar – sie keuchte und Schaum stand ihr ums Maul. Die Augen weit und verängstigt aufgerissen.





Wir waren sicher, dass die Farmer noch vor unserer Ankunft den Bären die Katheter aus den Bäuchen gerissen haben, was zu wer weiß welchen Verletzungen und Schmerzen geführt hat. Heather entschloss sich Olive zu betäuben und sie mit dem Ultraschallgerät zu untersuchen um zu sehen, ob irgendetwas offensichtlich falsch war. Wir hatten eine komplette medizinische Notausrüstung dabei und konnten den Bären so in seinem Käfig betäuben.

Olive lag schlafend auf dem Rücken und Heather betastete ihren Bauch, der ungewöhnlich warm war und bei dem Gallensaft aus der Fistel tropfte, die zu der Gallenblase führte. Aus dem Loch schaute auch ein Stück Draht heraus. So schlafend hatte sie keine Schmerzen – doch wie viele Wochen, Monate, Jahre musste sie auf der Farm leiden?

Einmal hörte ich Heather sagen, dass unser Mädchen wohl ein Junge sei – im Chaos der ersten Untersuchungen in der Dunkelheit kann man schon verstehen, dass das übersehen wurde. So wurde aus Olive schnell Oliver. Doch lang hielt unsere Heiterkeit nicht an, denn Eiter zeigte sich an der Fistel und sein Bauch blieb knotig und heiß.

So entschieden wir uns, diesen Bären in das nächste Krankenhaus zu bringen und dort nach Sauerstoff zu fragen, damit Heather und Monica die lebensrettende Operation durchführen konnten. Sofort sprach Rainbow, unser Leiter Öffentlichkeitsarbeit in China, mit der Polizei und eine ganz neue und überaschende Episode in dieser Geschichte begann. Die Polizei kam mit Sirenengeheul an, half uns aus dem Stau heraus und brachte uns in das Krankenhaus der nächsten Stadt.

Shanxi war die Heimatprovinz der Familie von Boris – vielleicht war das schon ein gutes Zeichen, denn der Leiter des Krankenhauses und sein Team taten sofort alles, um uns zu helfen.

Als wir ankamen warteten schon die Ärzte am Eingang mit dem Sauerstoff – zusammen mit fast der Hälfte der Mitarbeiter und einer wachsender Zahl von Zuschauern von der Straße.



Auch das Büro für öffentliche Sicherheit und die Verkehrspolizei waren äußerst hilfreich. Sie hielten die Menge zurück und boten uns alle Hilfe und Unterstützun, an die sie geben konnten. Rainbow und Sailing erklärten der Menge geduldig, warum wir hier waren. Oliver schlief derweilen weiter, sein Körper in Flaschen mit heißem Wasser gepackt und warme wollene Pfotenwärmer an allen vier Tatzen.

Nach vier Stunden hatten Heather und Monica die Gallenblase heraus und fast gleichzeitig fielen der Blutdruck und die hohe Herzfrequenz von Oliver. Selbst im Schlaf schien er jetzt ein viel zufriedenerer Bär zu sein. Heather fragte mich, ob ich sein verdicktes und beschädigtes Organ aufschneiden möchte. Ca. 40. Minuten schnitt ich durch ungewöhnlich zähes Fleisch, das über die Jahre versucht hat, dieses fremde Objekt einzukapseln und das sich zäh wie Leim um es herum gelegt hat. Hier war das Folterinstrument.



Eine große spiralförmige Metallscheibe mit einem Loch in der Mitte, durch das einmal ein Katheter geführt hat. Ein Draht hat offensichtlich dazu gedient, die Scheibe an der Gallenblase zu befestigen. Das zusammen machte klar, warum dieser arme Bär so viele Schmerzen erleiden musste.

Der örtliche Fernsehsender kam an und Rainbow und Sailing erzählten, was geschehen war und alles über die Praxis der Bärenfarmen. Dann begrüßte uns die Mutter (im Rollstuhl) des Leiters des Krankenhauses und sagte, dass sie sich freu, uns helfen zu können. Wir fragten die Menge, ob sie jetzt jemals wieder Bärengalle kaufen würden und die Antwort war ein lautes „Nein“.

Gegen 19:30 Uhr wachte Oliver wieder in seinem Käfig auf und es ging ihm so viel besser als noch ein paar Stunden zuvor. Wir dankten allen für Ihre Hilfe und Unterstützung. Als ein Bär mit 30 Jahren hat er praktisch keine Reserven für eine Erholung. Doch wir drücken ihm alle Daumen und hoffen, dass ihm wenigstens noch ein paar Wochen in einem Garten vergönnt sein mögen und so diese arme Kreatur noch eine kleine Chance hat, sich wie ein Bär zu fühlen. Auch in der zweiten Nacht sind wohl viele leise Gebete gesprochen worden.

Für den armen Boris gab es jetzt eine weitere Herausforderung – einer unserer drei gemieteten Lastwagen ging kaputt. Noch ehe er uns etwas sagte wussten wir, dass dies wieder stundenlange Verzögerungen bedeutet. Wir gingen zu unseren Bussen zurück, um etwas zu schlafen oder nach den E-Mails zu sehen. Wieder brachte Sailing heiße Gemüseklößchen, damit wir die Nacht warm und satt verbringen konnten.

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Bringt sie heim 
Fast ein magischer Moment, wenn man unsere neuen Patienten sieht, wie sie ihr Frühstück genießen – voller Begeisterung, wie Kinder an einem Buffet. Alles verschwand blitzschnell – Ananas, Orangen, Bananen und Birnen – zusammen mit Hundekuchen und Reis. Erdbeersauce half mit beim Schlucken. Nicht das kleinste Krümel liesen sie übrig.

Trotz ihrer Unruhe und ihrem hupenden Rufen am Tag zuvor empfand sich Monkey ganz offensichtlich als ein Bär mit Stil. Jedes einzelne Stück Hundekuchen fraß sie mit Genuss. Ein Viertel Orange, aufgehoben bis zum Schluss, wurde vorsichtig mit den Vorderpfoten aufgenommen und voller Genuss beknabbert. Wohl noch nie zuvor in ihrem Leben hat sie so etwas berührt.



Schließlich wurde es wohl als genießbar eingestuft und auf einem Sitz mitsamt der Schale verschluckt, während wir diesen Bären und seinen Ohren wie Minnie Maus ständig anlächelten. Wendy, die Tierkrankenschwester, sagte, sie haben „Ohren am Stil“. Natürlich wird sie es nie zugeben, aber sie hat hier ihren Lieblingsbären gefunden.
Während die meisten Bären es sich schmecken liesen, rührte Olive fast nichts an. Nur Wassermelonen konnten sie in Versuchung führen. Doch auch hier verließ sie nach ein paar Bissen die Lust. In unserer ersten Nacht im Bus gab es sicher einige stille Gebete für das Überleben eines Bären, der fast drei Jahrzehnte lang auf den kalten Gitterstäben seines Käfigs schlafen musste und ganz bestimmt etwas besseres verdient hat als so kurz vor seiner Freiheit zu sterben.

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Noch eine brutale Farm – noch eine Provinz 
Wie stets bei diesen Farmen rochen wir die Bären noch bevor wir sie sahen. Quietschend öffnete sich die Tür und zehn Paar Augen blinzelten uns aus ihren Käfigen im Halbdunkeln an. Es war erst 9 Uhr morgens, doch in der Luft lag ein grauer Nebel, was die Farm nur umso deprimierender machte. Laut Rainbow bedeuten die roten und goldenen Schriftzeichen über dem Tor „Friede in den vier Jahreszeiten“ – eine Ironie, denn für die Opfer da drin war das alles anderes als friedlich.



Dieser Bär war groß – braun und riesig. Mit blutunterlaufenen roten Augen nahm er das Aussehen und den Geruch der neuen Besucher an seinem Käfig wahr. Als er sich zur Seite drehte, zeigte sich sogleich der perfekte Abdruck eines metallnen Jacketts rund um seinen Hals und seinen Bauch. Das sollten wir wohl nicht sehen! Doch auch die Abdrücke der Gurte, mit denen diese Eisenbox die vergangenen 10 -15 Jahre an seinem Bauch befestigt waren, waren klar zu erkennen.



In dieser Box war ein schmutziger, mit Eiter behafteter Latexkatheter, der in seine Gallenblase führte um den Gallensaft abzuzapfen. Nur Stunden vor unserer Ankunft sind die Jacketts und Katheter entfernt und in einen leeren Käfig am Ende der Reihe geworfen worden. Noch mehr dieser Jacketts, Symbole einer Folterindustrie, lagen in einem kleinen dunklen Arbeitsraum.

Der Bruch im Ausmaß eines Luftballons an dem Bären zeigte, wie „fachmännisch“ die Katheter eingesetzt worden waren. Eiter, Blut und Gallensaft tropften beständig auf den Boden. Dieser Bär wurde uns auch als „unberechenbar“ beschrieben, da er Jahre zuvor seinen Wärter in seinem damaligen Gefängnis in einem Zoo getötet hatte. Doch wir sahen nur die traurigen Augen eines Tieres, das wir als Rasse verletzt haben – ein gebrochener und zutiefst unglücklicher Bär.

Im nächsten Käfig fanden wir einen Mischling von Braun- und Schwarzbär mit einem Gesicht wie unsere schöne „Emma“, die auch nach Jahren in einem dieser brutalen Jacketts zu uns kam. Aus dem roten Loch im Bauch tropfte beständig der Gallensaft heraus. Eine weitere Braunbärin lag in ihrem Käfig auf dem Rücken und wir erkannten sofort wie seltsam ihre Lage und der Zustand ihres Körpers waren. Ein majestätischer Kopf eines Braunbären doch untersetzte Gliedmaßen – das erinnerte uns an Franzi und ihren zwerghaften Wuchs, hervorgerufen durch ihre jahrelange Gefangenschaft in einem winzigen Käfig. Wie der Farmer sagte, war dieser Bär 30 Jahre alt und ich sah hier eine Kreatur, die sich praktisch aufgegeben hatte. Bis wir glauben, dass sie überleben werden und ihre Paten ihnen den Namen geben, erhalten alle Bären einen „vorläufigen“ Namen. Daher nannte Karli, unsere Tierkrankenschwester diesen armen Bären „Olive“.

Nur ein paar Käfige weiter war ein anderer Braunbär – viel kleiner dieses mal und er schnaufte schwer in seiner Not. Der Körper merkwürdig verkrümmt und ein Zucken im Gesicht, wenn ihr Bauch die Gitterstäbe des Bodens berührte. Auch sie litt an einem Bruch – so wie einige weitere auch – und wir wussten, dass unsere Tierärzte und Bärenpfleger nach der Rückkehr viele Stunden der Operation und Pflege erbringen müssen. Vorausgesetzt, dass es alle Bären schaffen und nicht auf der Reise ihren Verletzungen erliegen. Wendy und Karli, unsere Tierkrankenschwestern nannten sie „Kylie“.

Lange Zeit zur Beratung blieb uns nicht – unser Zeitplan war eng und bis zum Abend mussten wir alle zehn Bären betäuben, sie kurz untersuchen und in die geräumigen und mit Stroh gepolsterten Transportkäfige bringen. Dann hinauf auf die Lastwagen damit die lange Reise zurück nach Chengdu beginnen konnte.

Heather und Monica, die Tierärzte, bildeten mit Wendy und Karli zwei Teams um zwei Bären gleichzeitig zu versorgen. Mitglieder unserer Bärenteams und Mitarbeiter aus unseren Büros in China, Hongkong und dem Ausland boten eifrig ihre Hilfe dabei an. Die nächsten Stunden waren alle auf die Arbeit fokussiert, so wie es diese Bären brauchten. Keine Zeit für Trauer wegen der Schmerzen oder den Beschwerden bei den Bären, keine Zeit für Tränen, wenn man an die 10 bis 15 Jahre Gefangenschaft in den Käfigen denkt, nur der Wille, sie aus diesen zu befreien und sie „nach Hause“ zu bringen.







Zum Glück war jeder der betäubten Bären in seinem Schlaf unberührt durch die Rufe, als sie von unseren wunderbaren „Jungs“ (unser Bärenteam, angeführt von Howard, dem Vorarbeiter und bestehend aus Ai, Zhong Yu Yun, Erdi Ribo, Ou Jun und Mao Si Jiang) auf einer großen Leinwand herausgetragen wurden und als sie einer nach dem anderen umgedreht wurden, so dass ihre Bäuche nach oben schauten.

Narben waren die Zeichen vielfacher Operationen – vielleicht, um auf eine andere Form der Gallensaftentnahme umzustellen oder einfach um einen dieser schrecklichen Katheter wieder einzusetzen, wenn er vom Opfer selbst wegen seiner Schmerzen herausgerissen worden war.

Obszön lange Klauen, die im Kreis gewachsen waren und in die Tatzen stachen, weil der eigene Körper das einzige war, an dem sie in zehn Jahren kratzen konnten. Keine Bäume oder Waldboden, wo diese Krallen hingehören. Aus klaffenden Löchern im Bauch standen Drahtstücke hervor oder Eiter und Fleischbrocken traten heraus. Leistenbrüche, knotige und verfärbte Bäuche – nichts was einem weichen Bärenbauch ähnelte …. So ging die Liste ohne Ende weiter.

Gegen 9 Uhr abends war Olive, der Braunbär mit dem kastanienbraunen Kopf und zwergwüchsigen Gliedern, in einem Bett aus Stroh eingepackt und dabei, langsam aufzuwachen. Der neue Käfig war bereit, um mit dem Gabelstapler auf den Lastwagen geladen zu werden. Draht stach aus einem stinkenden Loch in ihrem Bauch. Entzündete Zähne waren ihr bis auf den Gaumen abgeschnitten worden. Auf der Farm galt sie als „ungewöhnlich ruhig und unempfänglich“. Wir waren besorgt für sie und beteten, dass sie es schaffen möge.

Unsere Endzählung ergab sechs Mondbären, drei Braunbären und einer, der entweder ein Braunbär oder ein Mischling eines Braun- und Schwarzbären war (Der Farmer sagte, er hätte Bären wie „Mischlinge“ gehabt). Jetzt hatten sie ihre Namen. Rustin, Kylie, Baxter, Erdi, Nica, Ping Guo (Apfel), Monkey, Rocky, Astrid und Olive.



An diesem Abend freuten wir uns an den warmen und sättigenden Eiern und Spinatklößchen, die uns von Sailing, unserer aufmerksamen Frau für die Finanzen, gebracht wurden. Sailing kümmert sich um die Presse und überwacht unsere Ausgaben während der Reise. Als wir aßen, hing im Nachthimmel die Sichel eines zunehmenden gelben Halbmonds. Howard erriet meine Gedanken und sagte leise „Anderloo“. Es war schön, jetzt an den geliebten ersten von uns geretteten Bären vom Oktober 2000 zu denken, der leider inzwischen gestorben ist. Ein gutes Omen für eine sichere Reise die 2.400 km zurück. Mit zehn Bären, die aus der Hölle gerettet wurden.


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CITES und die Politik 
Das 15. Treffen der 175 in CITES zusammengeschlossenen Nationen war für viele Tierarten, speziell für Meeresbewohner, ein Fehlschlag. Fast alle Vorschläge wurden niedergestimmt. Der Sender Al Jazeera hat das Treffen und die Lage gut zusammengefasst.

Wir ziehen den Hut vor den Helden, die für unseren Planeten und die darauf lebenden Tierarten mit wissenschaftlichen Argumenten und gesundem Menschenverstand gekämpft , aber schließlich zum großen Teil gegen die Politik und die Gier verloren haben.

So wie Lesley Sutty, Vertreterin der ECCEA (Eastern Caribbean Coalition for Environmental Awareness) die Gefühle vieler Delegierter beschrieb:

„Seit die UN Konferenz CITES vergangene Woche in Doha beendet wurde, stehen wir und Millionen Menschen unter Schock. Unsere naive Hoffnung war, dass gesunder Menschenverstand und wissenschaftliche Erkenntnis bezüglich der dramatischen Abnahme von Schlüsselspezies die Entscheidungen zum Schutz der verbleibenden Bestände leiten würden.

Die Abstimmung für den Tod unserer Meere wurde nur von 40 bis 50 Personen erreicht – ein Staubkorn im Universum. Doch das war alles, was man dazu brauchte. Ein winziges, bezahltes, nichtssagendes Häufchen, das jetzt fast platzt vor Genugtuung und für seine Taten persönliche Wohltaten einschiebt.

Können diese Menschen ihrem Land, jedem Mitglied der Gesellschaft offen ins Auge sehen und erklären, was sie auf diese „Reise ins Nichts“ geführt hat? Können sie der internationalen Gemeinschaft ihr Leitmotiv schildern?

Leider scheint das Leben in den Meeren jetzt in ihrer Hand zu sein. Ursache ist die in den frühen 90er Jahren begonnene Strategie Japans mit dem Ziel, im 21. Jahrhundert die Vorherrschaft über die lebenden Ressourcen der Meere zu erlangen.

Mit diesem Sieg im Rücken wird diese elende und geheimniskrämerische Gesellschaft versuchen, auch bei der IWC (International Whaling Commission) im Juni in Marokko die Wale zu erledigen. Die Weltöffentlichkeit ist jetzt verantwortlich, so wie wir es tun, etwas dagegen zu unternehmen. Wieder einmal muss hier ein Trend umgedreht werden. Doch das ist auch schon früher gelungen.“

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Unsere Alten Herren 
Seitdem NIC auch das bisher verbliebene Auge entfernt werden mussten und er jetzt vollständig blind ist, haben wir von unseren Tierärzten und Bärenpflegern wieder nette Nachrichten erhalten.

Weit entfernt von Selbstmitleid sieht man diesen etwas steifen, älteren, doch nichts desto trotz immer zu einem Späßchen aufgelegten Bären völlig unverändert. Er ignoriert seine sogenannte Behinderung völlig und tollt nach wie vor weiter in der hellen Frühjahrssonne mit seinem besten Freund Jürgen herum.

NIC und Jürgen teilen sich eine Behausung in unserem neuesten Bärenhaus für die pflegebedürftigen Bären. Als sein Freund für einige Tage ins Krankenhaus musste, hat Jürgen ihn sehr vermisst und kaum war NIC zurück, hat er ihn sanft dazu überredet (natürlich in Bärensprache), mit ihm wieder hinaus auf die Wiese zu gehen und ihm versichert, dass alles in Ordnung sei. Die Tierärzte und Bärenpfleger haben darüber einen ganz süßen Bericht geschrieben.

Zum Glück war auch Wendy, die Tierkrankenschwester dabei um diese Szenen zu dokumentieren. Sie schickte uns ein Email um zu zeigen wie die beiden „Alten Herren“ sich im Sonnenschein vergnügen.














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