Bären auf den Farmen 
Haben Sie vielen Dank für Ihr Mitgefühl mit den Bären, die womöglich in den verlassenen Farmen im Erdbebengebiet zurückgeblieben sind. Auch wir machen uns große Sorgen um diese Bären und sind mit den Behörden in diesen Gebieten in Kontakt. WIr haben bereits klar zum Ausdruck gebracht, dass wir in der Lage und bereit sind, alle Bären aus diesen Farmen aufzunehmen.

Leider sind diese Farmen in den am schlimmsten betroffenen Gebieten. Zwar beeilen sich die Retter, die Menschen aus diesen Gebieten herauszubringen, man darf aber nicht hinein. Daher können auch wir nicht selbst dorthin, um nachzusehen.

Doch Toby, der Leiter unseres Rettungszentrums ist in ständigem Kontakt mit den Behörden und versucht, jede nur mögliche Information zu bekommen. Das ist momentan schwierig, denn auch diese Behörden sind zur Zeit an der Grenze der Belastung. Doch wir hoffen, doch noch eine Zugangserlaubnis zu erhalten um die Situation zu beurteilen und die Bären zu befreien.

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Nothilfe Bärenrettung


Alle auf der Rettungsstation zunächst sicher 
Hallo zusammen, ich bin sicher, dass Jill damit einverstanden ist, wenn ich kurz ihren Blog besetze um Ihnen mitzuteilen, dass inzwischen fast alle unsere nicht-chinesischen Mitarbeiter und auch einige unserer chinesischen Mitarbeiter evakuiert wurden und in unserem Bus unterwegs nach Chongging sind.

Es ist 17:00 Uhr in China und bislang hat es keine Anzeichen des angekündigten Erdbebens gegeben. Eine Restbesetzung an Mitarbeitern ist noch immer auf der Rettungsstation und alle Bären, Hunde und Katzen werden gut versorgt. Tatsächlich sind Jill und das Team gerade draußen, um ihnen ihr Abendessen zu servieren!

Danke Ihnen allen für Ihre Gebete und Ihre guten Wünsche.

Angela Leary
Media Manager
Animals Asia

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Mitarbeiter werden evakuiert 
Da uns einige Botschaften dazu aufgefordert haben, beginnen wir mit der Evakuierung ausländischer Mitarbeiter aus dem Rettungszentrum für Mondbären in Chengdu – es ist jetzt 13:30 Uhr und man hat uns gesagt, dass ein weiteres Erdbeben bis 16:00 Uhr Chengdu treffen kann.

Wir beladen den Bus und fahren nach Chongqing. Toby und ich sprechen mit den Mitarbeitern hier und versuchen, so viele wie möglich in den Bus zu bekommen. Doch sie sagen, sie wollen mit ihren Familien in Chengdu bleiben. Toby, Heather und ich bleiben hier und wir wollen schauen, wie wir den restlichen Mitarbeitern am besten helfen können.

Unsere größte Sorge ist die Flut, falls der Zhipingpu Damm bricht.

Ich werde hier immer die aktuelle Lage schildern.

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Helden der Heimat 
Die Sache mit Freiwilligen ist, dass niemand gern zurückbleiben will. Wie schon geschildert, mussten wir das Los entscheiden lassen zwischen den Tierärztinnen Heather und Lara, den Arzthelferinnen Hayley, Wendy und Annemarie und den Bärenpflegern Nic, Kia und Donata. Denn jeder wollte nach Möglichkeit bei dem Unglück helfen, das über Sichuan gekommen ist.

So war es auch mit unseren Mitarbeitern in den Bärenteams. Das Schwerste war für sie der Abschied, als der Bus die Rettungsstation auf seinem Weg nach Anxian verließ.

Aber die Zurückbleibenden wussten auch, dass ihr Beitrag für das Funktionieren des Rettungszentrums genau so wichtig und notwendig war. Sie stellten sich dieser Aufgabe mit verstärktem Einsatz, wo immer es möglich war.

Unser Leiter des Zentrums, Toby, und sein Assistent Richard machten Überstunden bei der Organisation der Evakuierung der Mitarbeiter. Durch seine Anrufe bei den Behörden stellte er sicher, dass wir ständig über den Zustand des Damms auf dem Laufenden gehalten wurden.

Die Mitarbeiter in der Verwaltung mussten aus einem stark beschädigten Gebäude ausziehen und man konnte sie sehen, wie sie Tische, Stühle, Computer und Ablageschränke in ihr neues Domizil im Krankenhaus schafften. Unser Küchenchef und sein Team bereiteten uns noch ein Essen zu, als wir spät am Abend zur Station zurückkamen. In den Tagen danach versorgten sie uns mit speziellen Leckerbissen, denn sie fühlten, dass jeder eine extra Portion Zuwendung brauchen konnte.

Unser Reinigungsteam wollte weitermachen und die Gebäude säubern, die als unsicher eingeschätzt wurden. Wir mussten sie fast mit Gewalt davon überzeugen, kein solches Risiko einzugehen. Unser Reparaturteam entfernte gefährliche Dachziegel, flickte Zäune, überprüfte den Vorrat an Wasser und die Stromversorgung und stand allen mit Rat und Tat zur Seite. Die Gärtner entfernten beschädigte Bäume und stellten sicher, dass alles so sauber wie nur möglich war.

Unsere Projektabteilung machte Überstunden, telefonierte mit den Baubehörden und recherchierte in den Büchern der Bibliothek über Gefahrenpunkte bei den beschädigten Gebäuden. Daneben warteten sie auf die völlig überarbeiteten Spezialisten, die die gesamte Rettungsstation begutachten sollten. Unser Sicherheitsteam überwacht beständig den Stand des Flusses Pi bei der Rettungsstation und auch das Aus und Ein der Menschen der Station.

Ein jeder hat aus eigener Tasche gespendet und arbeitet weiter zum Wohl der Bären, Hunde und Katzen, die in unserer Obhut sind.

Solche fürsorglichen Gedanken und Taten sind es, die ein Team ausmachen und ich könnte nicht stolzer darüber sein.

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Stille für das Leid 
Eine dreiminütige Ruhe erfasste heute um 14:28 Uhr die ganze Nation – genau eine Woche nach dem Erdbeben. Hier in China nennt man dies wörtlich „Stille für das Leid“.

Die Menschen schweigen. Im ganzen Land lassen die Menschen in den Autos, auf Schiffen oder an den Alarmknöpfen lassen ihre Signaltöne hören und vereinen so alle Menschen in China in gemeinsamer Trauer.

Es war einer der bewegendsten Augenblicke meines Lebens, als ich die Hörner und Sirenen in der Ferne und natürlich auch hier im Rettungszentrum in Chengdu vernahm.

Mögen die Opfer in Frieden ruhen, ihre Familien und die Überlebenden bald Trost und Frieden finden. Und mögen wir zusammenarbeiten, um alles wieder neu aufzubauen.

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