Die Mitarbeiter kehren in die Rettungsstation zurück 
Langsam normalisiert sich die Lage im Rettungszentrum wieder. Die meisten ausländischen Mitarbeiter, die am Dienstagmorgen evakuiert wurden, kommen dieses Wochenende wieder zurück. Trotz der andauernden Warnungen der Botschaften, die ihren Landsleuten noch empfehlen, nicht zurückzukehren. Daher müssen wir den Rückkehrern einen Haftungsausschluss aushändigen.

Auch einige der Bärenpfleger bestehen auf ihrer morgigen Rückkehr. Ich bin so stolz auf unser Team hier in Chengdu!

Das Lob für die Menschen ganz vorne ist stets leicht – doch wir sehen immer unser Team als Gesamtheit. Ihr Einsatz und ihre Entschlossenheit, dass diese komplizierte Maschine immer gut geölt ist und bestmöglich funktioniert, werden oft nicht beachtet. Doch sie ist für die erfolgreiche Arbeit genau so wichtig.

Die Mitarbeiter in den Länderbüros, in der Buchhaltung, der Technik, der Verwaltung, in der Rechtsabteilung, die Kreativen in unseren Projekten und Kampagnen, im Marketing und der Pressestelle – alle sind sie voll dabei und lösen jede Herausforderung, die wir ihnen stellen.

Bitte entschuldigt, wenn wir nicht immer sofort auf eure E-Mails antworten. Unser Team würde darin ertrinken. Daher versuchen wir in diesem Blog, Antworten auf die am meisten gestellten Fragen zu geben. In dieser traurigen und verzweifelten Lage müssen wir ziemlich kämpfen. Hoffentlich wird in einigen Monaten das Leben – zumindest für uns – wieder normaler werden. Doch für Millionen Menschen in diesem herrlichen Teil Chinas wird das Leben nie wieder wie früher sein.


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Nothilfe Bärenrettung


Maßnahmen für Hunde  
Gute Neuigkeiten. Christie konnte schließlich sicherstellen, dass offiziell Verantwortliche heute mit uns nach Dujiangyiang gehen, um dort hilfsbedürftige Hunde und Katzen einzusammeln, und um eine Nachricht auf den öffentlichen Informationstafeln der Regierung sowie in der Umgebung zu hinterlassen, damit die Menschen erfahren, dass wir ihnen und ihren Tieren helfen können, wann immer sie unsere Hilfe benötigen.

Wir werden außerdem eine öffentlich zugängliche telefonische Hotline für die Öffentlichkeit einrichten, für den Fall, dass sie Hunde und Katzen haben, die sie nicht länger behalten können und die sie gut versorgt wissen möchten sowie für Leute, die uns kontaktieren möchten, um uns über streunende Tiere in den Straßen zu informieren.


Christie und Rainbow haben in den letzten Wochen sehr, sehr hart gearbeitet, um kostenloses Futter und Impfungen bereitzustellen und mit den Behörden zu reden, damit diese uns erlauben, offiziell in Dujiangyiang zu arbeiten. Wir haben nun 500 Impfungen von Intervet für Hunde in dem Katastrophengebiet bereitgestellt und sind vorbereitet, dort lokale Tierärzte zu treffen, um die Rettungsmaßnahmen zu koordinieren, die sehr sensibel die Nöte der Menschen und Tiere gleichermaßen berücksichtigen. Purina hat ebenfalls sehr freundlich mehr als 200 kg Hundefutter gespendet.

Die Überlebenden teilen sich Zelte, oft ein Zelt für zwei Familien und leider gibt es sehr viel Kritik, dass sowohl streunende als auch Familienhunde verantwortlich seien für eine wachsende Zahl von Problemen in diesem Gebiet. Den Hunden droht konkrete Gefahr, weil viele Gerüchte um sie entstehen, die sie für Lärm und Krankheiten unter den Erdbebenopfern, die um ihr Leben kämpfen, verantwortlich machen. Viele Beamte haben Mitgefühl mit den leidenden Hunden – sie verstehen, dass eine Gemeinde gerade in Zeiten wie diesen von den Hunden profitieren könnten, aber leider gibt es viele Vorurteile und wir müssen auch weiterhin sehr vorsichtig vorgehen.

Wir sammeln jetzt medizinisches Versorgungsmaterial, um morgen nach Dujiangyiang zu fahren. Dort wollen wir obdachlose und streunende Hunde und Katzen von den Straßen nehmen oder dabei helfen, ein Übergangsheim für Begleittiere und solche Hunde, die zu Familien gehören, zu organisieren. Dabei werden wir die Situation im Auge behalten, Informationen der Besitzer aufnehmen, medizinische Grunduntersuchungen durchführen, Hunde impfen, Hilfe für vorhandene Probleme jeglicher Art leisten und die Hunde zurück nach Chengdu transportieren, wo sie sicher sind und versorgt werden.

Wir haben bereits Futter in eines der Tierheime in Chengdu geschickt, dass zugestimmt hat, gerettete Hunde aufzunehmen und helfen ihnen außerdem dabei, einen zusätzlichen Quarantänebereich zu bauen, denn es ist sehr wahrscheinlich, dass wir in den kommenden Tagen und Wochen noch mehr Hunde (und Katzen) aufnehmen müssen.

Wir können auch langfristige tierärztliche Unterstützung zusichern, während die Hunde darauf warten, dass ihre Familien ihre Häuser wieder aufbauen und ihr Leben neu einrichten. Diejenigen, die obdachlos zurück bleiben, werden die beste Pflege und Zuwendung für den Rest ihres Lebens erhalten.

In der Zwischenzeit sind unsere Briefe, in denen wir das Einstellen der Massentötung von Hunden fordern, in chinesischer und englischer Sprache an die Behörden verschickt worden, die noch immer mit dieser Form der Hunde-„Kontrolle“ fortfahren. Wir haben außerdem während unserer Reisen durch die betroffenen Bereiche und verschiedenen Regierungsbezirke einen Tollwut-Ratgeber verfasst und übersetzt, den wir den Behörden zur Verteilung an der Öffentlichkeit übergeben haben.

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Nothilfe Bärenrettung


Hilfe für die Hunde in Sichuan  
Während der letzten Tage gab es öfters widersprüchliche Aussage über die Möglichkeit einer Massentötung von Hunden in Qingchuan, einer der vom Erdbeben am schlimmsten betroffenen Landstriche. Wir haben auch gehört, dass die Armee Heckenschützen in zwei Distrikte senden würde, um überlebende Hunde zu erschießen. Wir versuchen, soviel Informationen wie möglich zu erhalten, um zu sehen, ob wir etwas tun können.

Es scheint so, dass in Dujiangyiang, einem vom Erdbeben schlimm betroffenen Gebiet, die Behörde positiv auf unser Angebot reagiert haben, zur Vermeidung von Tollwut Menschen und Hunde in der Gemeinde zu impfen – hier gab es eine Reihe von Vorfällen mit Hundebissen.

dies wird als eine konstruktive, sensible Art gesehen, einer größeren Zahl von Hunden (und Katzen) konkret zu helfen, in dem für die Überlebenden Impfmittel als dringende Maßnahme besorgt und bereitgestellt werde. Damit wird auch eine Möglichkeit geschaffen, das Übel an der Wurzel zu fassen und die Türen für weitere Gespräche darüber zu öffnen, wie wir der Gemeinde und den vom Erdbeben betroffenen Hunden und Katzen helfen können.

Christie und Rainbow, beide von Animals Asia, werden morgen (Freitag) nach Dujiangyiang gehen, um die Vertreter der Behörden zu treffen und mit ihnen die Details auszuarbeiten.

Die Tollwutimpfungen für Menschen kosten RMB68 für eine Reihe von fünf und wir haben vor, zunächst 500 für Menschen und die gleiche Anzahl für Hunde anzubieten und zu sehen, wie das vorangehen wird. Die menschlichen Impfungen werden sowohl vor als auch nach Exposition verabreicht.

Zusätzlich werden wir ein Informationsblatt über Tollwut in chinesischer Sprache zusammenstellen und zur gleichen Zeit in der Öffentlichkeit verteilen, in der wir auch die Impfungen begleiten. Wir werden auch Informationen darüber hinzufügen, weshalb Hunde gerade bei einem Erdbeben so nützlich sind, in dem sie Überlebende aufspüren und natürlich auch Geborgenheit geben.

Auf eine mehr unmittelbare Weise helfen wir einem lokalen Tierschutzheim, das derzeit mit einer Kürzung an Futtermitteln kämpft. Qiao Wie und Qiao Na, die das Qi Ming Tierschutzheim in Chengdu leiten, wurden geradezu überwältigt von der Anzahl der Hunde, die man ihnen brachte und sie benötigen nahezu verzweifelt mehr Futter.

Wir haben Verbindung mit einem Tierfuttermittel-Hersteller aufgenommen, der sich bereit erklärt ha, fünf 15kg-Pakete Hundefutter zu spenden und wir werden noch mehr davon kaufen, wenn es gebraucht wird. Die Humane Society International und Gil Michaels, der Gründer/Präsident der Compassion for Animals Foundation in den USA haben uns sehr freundlich die Geldmittel dafür zur Verfügung gestellt.

Die Firma für Tierfuttermittel hat auch angeboten, mit uns bei der Hilfe für hungernde Hunde und Katzen in dem verwüsteten Gebiet zusammen zu arbeiten und wir arbeiten mit Hochdruck daran, wie wir das am besten lösen können.

Außerdem hoffen wir, dass wir für morgen (Freitag) ein Meeting mit verschiedenen Leuten arrangieren können, darunter das SPCA in Hongkong, die am Dienstag einflogen, um Kontakt mit den lokalen Hunde- und Katzengruppen aufzunehmen.

Was die Hundetötungen in Qingchuan betrifft, haben Animals Asia und eine Anzahl lokaler Tierschutzgruppen gemeinsam einen Brief an die öffentlichen Entscheidungsträger dieses Gebietes gesandt, in dem wir gemeinsam darum bitten, diejenigen Hunde, die noch immer ihre Familie haben, zu verschonen, unter Berücksichtung dessen, was diese Tiere in einer Zeit wie dieser an Hilfe und Geborgenheit für ihre Familien leisten können.

Belege auf der ganzen Welt zeigen, dass Hunde bei Katastrophen, wie z.B. Erdbeben, sehr erfolgreich eine helfende Rolle übernehmen. Sie führen Rettungsarbeiter zu Überlebenden (Haustiere werden oft bellend und winselnd in solchen Gebieten gesehen, in denen ihre Familien gefangen sind), sie fangen Ratten, die für die Ausbreitung von Seuchen verantwortlich sind und spenden den Trauernden und denen, die alles verloren haben, Trost.

Wir bieten auch den Behörden in Qingchuan auch an, sie mit Tollwut- und anderen Seuchenimpfstoffen zu versorgen, um ihnen in einem weiteren Schritt zu zeigen, dass geschützte Familienhunde kein Risiko für die Öffentlichkeit darstellen. Wir hoffen, dass sie diese Geste als bessere Option im Vergleich zur Möglichkeit einer Massentötung annehmen.

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Vor Ort ist alles sicher 
Heute Morgen (Mittwoch) war es ruhig, aber es regnete. Für die Menschen im Erdbebengebiet muss das schrecklich gewesen sein. Ich bin erleichtert zu sagen, dass jeder hier im Rettungszentrum noch immer sicher ist. Wir arbeiten mit kleinstmöglicher Belegschaft. Keiner will natürlich weggehen, doch alle hatten viel Verständnis dafür, dass dadurch bei soviel vorhandener Unsicherheit der Betrieb etwas sicherer ist.

Von Anfang an war das Rettungszentrum so ausgelegt, dass es in der Regenzeit von Juni bis August auch einem zwei Meter hohen Hochwasser des Flusses Pi, der durch unser Grundstück führt, standhalten kann. In den letzten 58 Jahren hat nur einmal ein Hochwasser diesen Pegel erreicht.

Doch mit dem Erdbeben ergibt sich eine ganz andere Situation, da viele Dämme flussaufwärts beschädigt und gefährdet sind. Immer wieder hören wir, dass die Behörden dieses Problem besonders ernst nehmen, da dadurch im gesamten Becken von Sichuan tatsächlich Millionen von Menschenleben auf dem Spiel stehen.

Mitarbeiter der Britischen Botschaft haben uns heute besucht und uns konsularische Dienste und einige hilfreiche Nachrichten überbracht. Besonders beruhigend war, dass der Zhipingpu Damm offensichtlich sicher zu sein scheint. Das ist innerhalb von 12 Stunden bereits die zweite derartige Versicherung, was die Anspannung doch sinken lässt.

Auch vom Onkel von Rainbow, Herrn Hong Shi Zhong - er ist Mitglied der seismologischen Vereinigung von Sechuan und Forschungsprofessor im Chengdu Büro für Katastrophenschutz und die Vorsorge von Erdbeben (und früherer Vize-Direktor des seismologischen Büros von Chengdu) - erhielten wir heute positive Nachricht, dass die Situation betreffend weiterer Erdbeben nun jetzt wesentlich entspannter eingeschätzt wird als ursprünglich angenommen. Die Menschen in ganz Sichuan brauchen solche Nachrichten dringend, nachdem sie so viel durchgemacht haben. Wir beten, dass sie richtig sind.

Trotzdem haben wir festgelegt, dass unsere Mitarbeiter nicht vor Donnerstag Nacht zurückkehren sollen, falls nicht noch weitere Nachbeben kommen. Auch die Britische Botschaft hält das für vernünftig. Nach ihrer Auskunft werden voraussichtlich noch bis zu zwei Monate nach dem Hauptbeben vom 12. Mai Nachbeben spürbar sein.

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Bären auf den Farmen 
Haben Sie vielen Dank für Ihr Mitgefühl mit den Bären, die womöglich in den verlassenen Farmen im Erdbebengebiet zurückgeblieben sind. Auch wir machen uns große Sorgen um diese Bären und sind mit den Behörden in diesen Gebieten in Kontakt. WIr haben bereits klar zum Ausdruck gebracht, dass wir in der Lage und bereit sind, alle Bären aus diesen Farmen aufzunehmen.

Leider sind diese Farmen in den am schlimmsten betroffenen Gebieten. Zwar beeilen sich die Retter, die Menschen aus diesen Gebieten herauszubringen, man darf aber nicht hinein. Daher können auch wir nicht selbst dorthin, um nachzusehen.

Doch Toby, der Leiter unseres Rettungszentrums ist in ständigem Kontakt mit den Behörden und versucht, jede nur mögliche Information zu bekommen. Das ist momentan schwierig, denn auch diese Behörden sind zur Zeit an der Grenze der Belastung. Doch wir hoffen, doch noch eine Zugangserlaubnis zu erhalten um die Situation zu beurteilen und die Bären zu befreien.

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