Ein Gebet für Assisi 
Dienstag, 26. Mai, 9:17 Uhr: Nicht weniger als drei Tierärzte konzentrieren sich auf die Operation von Assisi – dabei auch unser Freund Dr. John Wu aus Guangzhou (im purpurfarbenen Hemd), der zufällig heute hier ist, um unsere Bären zu besuchen, aber gern mithilft.



Assisi ist der vorletzte Bär der zehn Überlebenden der Bärenfarm vom Februar, bei dem die zerstörte Gallenblase entfernt wird. Er wird auch noch kastriert und drei völlig zerstörte Eckzähne werden entfernt, die durch sein frustriertes Nagen an den Gitterstäben kaputt gingen.

Doch wir sind sehr in Sorge über diesen wunderbaren Bären. Denn erst vor einigen Wochen, nachdem unsere Tierärztin Heather und ihr Team auf seinem Röntgenbild einen Schatten in seiner Brust entdeckten, hatte er eine Untersuchung.



Englische Röntgenärzte haben das Bild untersucht und bestätigt. Laut ihrer Erklärung könnte es sich dabei entweder um eine Ausbeulung seiner Aorta (einem großen Blutgefäß, das vom Herzen wegführt) handeln oder auf einen Tumor auf der Innenwand der Aorta hindeuten.

Nach Meinung von Heather sind beide Fälle praktisch nicht behandelbar. Bei anderen Tierarten wäre die Prognose sehr schlecht und sie gewöhnlich ein Grund dafür, das Tier einzuschläfern. In den vielen Jahren, die wir nun schon mit diesen unglaublichen Bären arbeiten, haben wir aber gelernt, dass sie ungewöhnlich zäh sind und Bedingungen ertragen, die bei anderen Tieren tödlich wären.

Unser größter Kummer ist es, wenn einer unserer geretteten Bären es nicht mehr schafft, auf Gras zu gehen – wenn wir ihn an Krankheiten wie den Leberkrebs verlieren, noch bevor sie einen Tag an der Sonne waren. Daher überlegen wir bei jedem Bären mit einer „Chance“ ganz genau die Optionen. Sowohl aus medizinischer Sicht als auch unter Berücksichtigung seines Wohlergehens und treffen erst dann unsere Entscheidung.

Daher bekommen Bären, deren Schmerzen wir ‚behandeln’ und klein halten können, eine Chance. In ihren Gehegen beobachten wir ganz genau, ob und wie sie sich der glücklichen Tage mit ihren Freunden erfreuen.

Auch Assisi hat diese Chance verdient. Wir alle sind der Meinung, dass er nur geringe Beschwerden zeigt und bereits auf der Farm eine Fisteloperation (oder Schlächterei) überlebt hat, sowie den Gesundheitscheck bei uns. Die Operation zur Entfernung der Gallenblase und die Weiterführung seiner Rehabilitation sind daher den Versuch wert. Wir halten an unserem Traum , ihn im Gras spielen zu sehen fest - bis zu dem Tag, wenn wir alle traurig einsehen müssen, dass seine geborgte Zeit abgelaufen ist.

Diese Entscheidung wurde auch von seinen großzügigen Sponsoren - Bob Kerridge und seine Team vom SPCA Neuseeland - gut aufgenommen und unterstützt, die seit seiner Ankunft für ihren Bären gebetet haben. In den ganzen Jahren waren Bob und sein Team einfach wunderbar zu unseren Bären, haben die Geschichte ihrer Leiden auf den Farmen verkündet und Spenden gesammelt, damit unsere Arbeit weitergehen kann.

Aus der Gruppe der Neuankömmlinge vom Februar haben wir einen Bären ausgewählt, der am besten zu ihnen passt ausgewählt - mit dem Spitznamen „Hamster“. Er wurde so genannt, weil er nach seiner Ankunft das Stroh, das wir auf seinen Käfig gelegt haben, ganz sorgfältig Halm für Halm herabzog, um daraus ein offensichtlich perfektes Bett zu machen, auf dem er dann bequem zusammengerollt schlief.

In diesen ersten Tagen muss sogar das Aufstehen eine Qual für diesen Bären gewesen sein, denn zwei seiner Krallen waren praktisch im Kreis gewachsen und haben seine Tatze schmerzhaft durchbohrt. Der Gestank dieser faulenden Wunde war übel und der jahrelange, pochende Schmerz muss für ihn sehr schwer zu ertragen gewesen sein. Hier sieht man ihn bei seiner Ankunft und auch die vernachlässigten Krallen.



Heute scheint der Name „Assisi“ – nach dem heiligen Franz von Assisi, dem Schutzheiligen der Tiere – perfekt für diesen braven und sanften Bären zu passen.

10:10 Uhr: Wenn wir Assisi sehen, wie er in seiner Narkose atmet, sind wir voller Hoffnung. Die verschiedenen Eingriffe werden gleichzeitig durchgeführt, um die Gesamtzeit seiner Operation und der Narkose zu minimieren.

Caz und Wendy, unsere wunderbaren Schwestern, kontrollieren zusammen mit der Freiwilligen Kelly die Narkose, tupfen das Blut ab und nehmen Proben der Gallenblase für den chinesischen Pathologen, der mit uns bei der Analyse zusammenarbeitet. Sie verabreichen Medikamente, erneuern Infusionen und sorgen dafür, dass Heather, Jen und John immer sterile Instrumente, Skalpelle und Nähmaterial haben, während Assisi weiterschläft.

11.02 Uhr: Die Gallenblase ist entfernt und schaut zu unserer Überraschung nicht schlecht aus. Doch Heather hat einige Narben an seiner Leber entdeckt, die von Operationen auf der Farm stammen. Doch die Leber kann sich selbst verjüngen wie sie sagt und sie erwartet von dieser Seite langfristig keine Probleme.

Jen hat bereits zwei der zerbrochenen Zähne entfernt und arbeitet an dem dritten. Ach zwei kleine Organe am hinteren Ende Assisis fehlen jetzt, nachdem die Kastration ebenfalls abgeschlossen ist. Irgendwie scheinen wir wieder aufatmen zu dürfen.

Letzte Woche habe ich einige Zeit mit diesem langen und schönen Bären verbracht und mich gefreut, wie aufgeweckt und neugierig er war, wie er gierig und mit dem Enthusiasmus eines ganz gesunden Bären eine Auswahl an Früchten verputzte.

Sein zitronenfarbener Halbmond leuchtet und geht in einen Schal an seinen Schultern über. Er hätte wohl auch wunderbare Mickymaus Ohren, wenn sie nicht an den Enden beschnitten wären (Vielleicht auch von einem anderen Bären auf der Farm abgebissen, was geschehen kann, wenn ihre Käfige zu dicht nebeneinander stehen).

In der ganzen Zeit spielte Assisi die Bärenkarte mit Perfektion und erbettelte extra Früchte, allein durch einen Blick in unsere Richtung mit diesen seelenvollen, braunen, schmelzenden Augen.
12.30 Uhr: Das Narkosegerät ist abgestellt und Assisi wird in den Aufwachraum gefahren. Dort wird unsere Freiwillige Lucy bei ihm wachen, bis er wieder ganz bei sich ist und auf allen vier Beinen stehen kann. Wir hoffen, dass es ihm in ein paar Tagen wieder besser geht und seine Operationswunden anfangen zu verheilen.

Bis dann wird ihm liebevolle Pflege verordnet – ganze Mengen davon – und wir alle beten, dass dieser Heilige von einem Bären wieder gesund wird.

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Mikrokunst mit großem Herzen 
Es ist zwar fast unmöglich zu beschreiben, doch wir alle wurden hier im Rettungszentrum für Bären in Chengdu Zeugen einer unglaublichen Kunstform, die auf eine 3000-jährige Geschichte zurückblicken kann.







Guo Yue Ming ist einer von Chinas berühmten Haar-Graveuren. Letzte Woche hat er ein Haar von Dick verwendet, einem unserer neuen Bären, dem gerade die beschädigte Gallenblase operativ entfernt wurde und der sicherlich dieses eine Haare nicht vermissen wird, das unsere Tierkrankenschwestern ihm bei der Vorbereitung zur Operation liebevoll ausgerissen haben.





Mit Hilfe eines Mikroskops und feinster Werkzeuge schnitzte Herr Guo nicht nur die chinesischen Zeichen für „Rettet die Schwarzbären – Verwendet keine Bärengalle mehr“, dieser talentierte Künstler schnitzte sogar JASPER!

Ich glaube, wir alle hatten zuerst wenig erwartet – denn das ist eine fast unmögliche Arbeit – doch hier, vor unseren Augen, entstand auf dem Computerbildschirm das Bild von Jasper mit seinem unverwechselbaren gelben Halbmond. Und uns stand staunend der Mund offen.





Ein Zahnstocher neben dem Haar zeigt, wie winzig die „Leinwand“ von Herrn Guo ist:



Herr Guo übergab uns freundlicherweise das vollendete Werk und gestattete uns, es für Spenden zugunsten der Bären zu verwenden. Mit den Bildern von ihm und dem Haar von Dick denken wir nun darüber nach, wie wir es am besten für eine Spendenaktion einsetzen können. Für ein Projekt, das so talentierten und großzügigen Menschen in China so sehr am Herzen liegt.


Wir mussten einfach auch ein Foto von Herrn Guo (und unserem PR Manager Rainbow) machen, wie sie stolz unser kleinstes Bärenkunstwerk vor unserem größten präsentieren – der Statue von Andrew, die jetzt die Besucher in unserem Mondbären Rettungszentrum begrüßt.


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„Professoren“ lassen Erdbebenkinder wieder lachen 
Wenn man Deng Yu Rui zum ersten Mal trifft, fällt es schwer, nicht zu weinen. Sein Vater starb beim Erdbeben vom letzen Mai und seine Mutter hat tragischerweise drei Gliedmaßen verloren. Doch Dengs Gesichte strahlte, als er seine neuen vierbeinigen besten Freunde traf.



Offenbar hat der kleine Deng die Tapferkeit seiner Mutter geerbt, die jetzt einen Blog betreibt, um anderen Erdbebenopfern bei der Überwindung ihrer Traumata zu helfen.

Seine Schule in Dujianyang wurde vor einem Jahr am 12. Mai 2008 zerstört und als wir in die Fertigbauhäuser kamen, das jetzt an deren Stelle stehen, hat mich der Empfang sehr bewegt.



Ein Transparent hing stolz vor den Schulgebäuden. Darauf stand: „Fühle die Liebe und gebe sie weiter. Hand in Hand mit Professor Pfote von Animals Asia“. Dieses Transparent und unser Besuch wurden von einem Lehrer der Schule, Herrn Zhang, vorbereitet, der dort bereits seit 2004 von unserer Bärenkampagne erzählt.

Rainbow, Suki, Sailing und Cherry haben den Tag zur Erinnerung an das Erdbeben organisiert. Auch damit die Kinder sich besonders fühlen können im Rückblick auf eine Zeit, die zwangsläufig traurig war. Freundliche Freiwillige haben ihre Hunde mitgebracht – einen Mops, Professor Xiao Xuan, einen Afghanen, Professor Da Er, einen schwarzen Labradormischling, Professor Da Hei und einen Pudel, Professor Bi Bi – und so waren wir bereit, mit der Veranstaltung zu beginnen.

Es müssen ungefähr vier Millionen Kinder gewesen sein, die aus den Klassenräumen strömten, sobald sie uns ankommen sahen. Sie riefen ein schnelles ‚Hello’ auf Englisch und in ihrer Aufregung, am Nachmittag ihre Professoren zu treffen, warfen sie mich praktisch um.

Diese vier wunderbaren Hunde-Botschafter kamen ganz in Ruhe und Schwanz wedelnd in einem Meer von Kindern an, die alle riefen: „Wo Ai Go Go“ (wir lieben Hunde).

Vor einem Jahr waren viele dieser armen Kinder noch voll Kummer, weil sie ihre Eltern, Familienmitglieder und Freunde verloren hatten. Doch heute berührten die Hunde ihre Herzen und ich war so stolz darauf, wie gut sie den Kindern dabei helfen konnten, die Traurigkeit zu überwinden.

Suki gab vor ca. 70 Kindern eine brillante Präsentation und rief sie auf zu antworten, wie Hunde so vielen Menschen in Dörfern in ganz China und in der Welt helfen können. Bilder von Blindenhunden und Spürhunden erschienen auf der Leinwand und die Kinder mussten raten, wie genau diese Hunde in ihren verschiedenen Rollen helfen.



Einmal war ein Bild zu sehen von Hunden, die im Schutt von Sichuan nach Überlebenden suchten und die Stimmung wurde für einige Augenblicke ernst. Alle Augenpaare waren auf die Leinwand fixiert, da die Kinder verstanden, dass Leben durch solche Hunde gerettet worden waren.

Auch das nächste Bild traf auf traurige Gesichter als Suki den Ex-Markthund Eddie zeigte, eingesperrt und ängstlich. Und weiter Bilder von Hunden aus der wahrhaft schrecklichen Nahrungsmittelindustrie, die Hunden und Katzen grausam hält. Die Kinder wussten genau, was zu sagen war – und sie waren wütend über diese wirklich abscheuliche Behandlung von Hunden in ihrem Land.

Dann sprang Suki zu den nächsten Bildern und die Kinder klatschten und lachten als sie Dr. Eddie in seiner neuen Rolle als Dr. Hund sahen. Wie er Küsschen an Kinder und alte Menschen in Krankenhäusern und Heimen in Hongkong verteilt.

Es folgten weitere Bilder darüber, wie Hunde zu behandeln sind und wie sie uns behandeln, wenn wir gut für sie sorgen.

Suki forderte die Kinder auf, darüber nachzudenken, wann wir Hunde nicht stören sollten und die Antworten kamen schnell und vielfach: Wenn sie fressen, schlafen, traurig und angeleint sind – und noch mehr.

Dann fragte Suki, wie man sie glücklich machen kann und wieder schallte es vor Antworten: Sie ausführen, füttern, stets Wasser geben, mit ihnen spielen, sie bürsten - und sie „zum schlafen in einen Käfig zu stecken“. Natürlich hatte Suki auf diesen letzten Vorschlag eine Antwort und fragte sie, ob sie selbst glücklich wären, wenn sie statt in einem Bett in einem Käfig schlafen müssten. Ein lautes „Nein“ zeigte, dass die Nachricht angekommen war.

Zum Schluss zeiget Suki den Kindern, wie man sich Hunden richtig nähert – den Besitzer zuerst fragen, ob an ihn streicheln darf und ihnen den Handrücken hinreichen, damit die Hunde zuerst daran schnüffeln können.

Dann kam der Augenblick, auf den alle Kinder gewartet haben – die Hunde wurden in die Klassenzimmer gebracht, so dass jeder das Gelernte „ausprobieren“ konnte.



Sie konnten sich kaum zurückhalten. Sie barsten vor Aufregung, aber fragten scheu die freiwilligen Helfer um Erlaubnis, „Hallo“ zu sagen, ehe sie die Köpfe der Hunde streicheln und ihre neuen Freunde kennenlernen konnten. Die früheren Ängste waren verschwunden und die Kinder begannen mit der ernsthaften Arbeit des Bürstens, Tätschelns, Fütterns und erschöpften sich fast darin. Sie genossen diese perfekte Form der Tiertherapie.

Natürlich haben alle Kinder ihren „Test“ mit Auszeichnung bestanden und sich eine Graduationsurkunde verdient. Danach der Schwur der Kinder, Hunde stets zu lieben und sie zu schützen, überhaupt alle Tiere, – solange sie leben. Sie werden die Figur ihrer Professoren aus Plastilin behalten, die sie so geschickt gemacht haben.



Wir alle sahen mit feuchten Augen zu und waren - wieder einmal - stolz darauf, dass diese Kinder, die letzten Mai so schwer von dieser Tragödie getroffen wurden, nun Liebe und Hingabe schworen für diese wunderbare Tierart – wahre Helden der Gemeinschaft –, die so bereitwillig ihre Herz an uns verschenken, um uns dadurch zu helfen.

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Chiu, unser heimlicher Held 
Weltweit sind unsere Mitarbeiter ohne Pause im Einsatz. Sie arbeiten im Hintergrund und sichern die Professionalität und die Wahrhaftigkeit, die das Herz unserer Kampagnen bildet.

Manchmal tragen sie auch etwas Humor mit dazu bei - und hier kommt Chiu, unser Art Direktor ins Spiel. Ob es der Schriftzug in unserer Rettungsstation ist, das Erstellen kreativer Bilder von Bären, Hunden und Katzen, immer findet man Chiu wie er in Ruhe und voller Kreativität die Bilder zeichnet, die Menschen auf eine andere, inspirierende Art mit der Welt der Tiere verbinden.

Hier sieht man Chiu bei einer kurzen Zeichenpause um Jasper und den Bären im Haus 2 Hallo zu sagen. Darunter sein wunderbares Schild das vor jedem Gehege hängt wenn die Bären draußen herumtollen.





Chius Besuch war viel zu schnell vorüber. Doch vor seiner Rückreise nach Hongkong konnte er noch das wunderbare vegetarische Essen genießen, das unsere Köche für unseren fleischlosen Freitag in Chengdu bereitet hatten.



Wieder war es Chiu der dieses fantastische Poster gezeichnet hat auf dem steht, warum die vegetarische Küche gut ist für die Tiere, für uns und für die Erde.



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Doppelbärenhaus in Vietnam eröffnet 
Es regnete in Strömen, die Gäste strömten herbei und unsere Herzen stiegen empor als unsere wunderbaren Bären in Vietnam zum ersten Mal die einfache Freude, auf Gras zu laufen, kennenlernten.

Wetter und wilde Tiere sind unberechenbar. Trotz des blauen Himmels kurz nach dem Wolkenbruch und der umhereilenden Medienvertreter auf der Jagd nach guten Fotos entschieden sich viele unserer bärigen Bewohner, die meiste Zeit des Tages drinnen zu verbringen.

Es war die Eröffnung des ersten Zweifach-Bärenhauses und der zugehörigen Freigehege in unserer Rettungsstation im Tam Dao Nationalpark bei Hanoi letzten Donnerstag, dem die Gäste, darunter Vertreter mehrerer ausländischer Botschaften, NGOs und Vertreter der Regierung beiwohnten.



Zuerst waren wir enttäuscht, denn wir hatten gehofft, dass unsere Gäste die Möglichkeit bekommen würden zu sehen, wie alle unsere Bären umhertollen, ganz versunken in kindliche Spiele. So wie sei es immer sind, wenn sie genug Zutrauen gefasst haben zu ihren Außengehegen mit dem Gras und den wunderbaren Einrichtungen.

Zum Glück hatten die tapferen kleinen Jungtiere Mischa und Olly im Mondbärengehege und der brave David im Gehege der Sonnenbären den Mut, ins Rampenlicht zu treten – zunächst zögerlich streiften sie durch ihr neues Zuhause (während sie dabei immer ein wachsames Auge auf ihre jubelnden menschlichen Besucher hatten), und lockten so auch einige andere Bären heraus. Hier sieht man Olly wie er sein neues Heim inspiziert:



Diese drei hielten uns alle gefangen mit ihrer Suche nach den Leckerbissen, die wir in dem Klettergerüst versteckt hatten oder wie sie ihre Tatzen in den Pool tauchten und die warmen Sonnenstrahlen genossen.

Einmal konnte man alle fünf Mondbären, die wir in den letzten Tagen an den Zaun gewöhnt hatten sehen, wie sie durch die Gerätschaften des Geheges kletterten und dabei begierig die Erdbeermarmelade und Obststücke erschnüffelten, ehe Mausi, Mara und Marmite sich einige Spielsachen und Zweige griffen und sich damit in ihre Unterkünfte zurückzogen, um ihren neuen Fund zu inspizieren.

Es war schon genug nur zu sehen, wie diese wunderbaren Tiere zum ersten Mal im Leben lernten, einfach nur „Bär zu sein“ und ihre Genossen sicher und gemütlich in ihren Hängekörben liegen zu sehen. Doch am besten ist es zu beobachten, dass diese Bären frei entscheiden können, ob sie drinnen oder draußen bleiben wollen.

In den zehn Jahren, die wir nun in Vietnam arbeiten, sind wir auf viele Hindernisse gestoßen – einige groß, einige klein – doch bisher konnten wir sie alle überwinden. Weil unsere Organisation wie unser stabiles Doppelbärenhaus ein solides Fundament hat.

Unser Fortschritt ist erstaunlich und dafür möchte ich vielen Menschen danken, nicht zuletzt unseren loyalen Unterstützern.

Sie haben auch in schwierigen Zeiten zu uns gehalten und sicher gestellt, dass die nötigen Mittel – sowohl materiell, als auch spirituell und emotionell – vorhanden waren, um unsere Arbeit fortzusetzen, den Wandel in den sich entwickelnden Ländern Asiens von innen heraus zu fördern.

Ihre Unterstützung hat zwar indirekt, aber dennoch sehr konkret vielen Bären und anderen Tieren in Vietnam und ganz Asien geholfen. Dafür bin ich von Herzen dankbar.

Auch unseren Partnern in der Regierung muss danken, ohne deren Vertrauen und Unterstützung unser Traum von einer Rettungsstation für Mondbären in Vietnam eben nur ein Traum geblieben wäre.

Vielen Dank auch den anderen NGOs, sowohl vor Ort als auch international (WWF, WSPA, ENV, Blue Dragon, East meets West Foundation, ACRES) und den Beamten beim Zoll, der Umweltpolizei die mit uns zusammenarbeiten, um die Tiere dieses wunderbaren Landes zu schützen.

Vielen Dank an Wayne, Aaron, Chris, Peter und das ganze Team von Al Fresco’s Gruppe Vietnam, die jeden so großzügig bewirtet und mit der wunderbaren Kombination aus vietnamesischer und westlicher vegetarischer Küche glücklich gemacht hat.

Weitere spezielle Gäste machten diesen Tag perfekt. Joe Hancock, Mitglied des Vorstandes in Hongkong, und Freunde aus unserem großzügigen Büro in Italien, Carmen und Irene, sowie unsere wunderbaren langjährigen Unterstützer Jo Politis und Richard Collins, die aus Australien einflogen waren, um bei den von ihnen adoptierten Bären Jarvis und Taurus, dem Welpen, zu sein.

Zwei wunderbaren Frauen, die diese Eröffnung so unvergesslich gemacht haben, kann ich nicht genug danken – der Schauspielerin Maggie Q, unserer Botschafterin der Mondbären in Vietnam, und unserer lieben Freundin und Unterstützerin, der bekannten Primatenforscherin Dr. Dame Jane Goodall.

Hier ist ein wunderbares Bild wie Maggie, wie sie den kleinen Taurus trifft, der ja erst vor kurzem zu uns kam, nachdem Wilderer ihn im Urwald gestohlen hatten. Ohne seine Mutter hätte er nicht für sich selbst sorgen können.



Das Zusammensein mit Maggie, die freundlicherweise unsere Einladung zu dieser Eröffnungsfeier angenommen hat, bereitete uns sehr viel Freude. Sie erwartete keine „Hollywood Star Behandlung“ und zog mühelos jeden durch ihre Natürlichkeit, ihren Charme und ihr Lachen in den Bann!



Die vietnamesischen Wurzeln von Maggie sind für unsere Kampagne so wichtig (Sie hat mit Größen wie Tom Cruise und Bruce Willis in Filmen wie „Mission: Impossible“ und „Stirb langsam“ gespielt) und in ihren vollen Terminkalender hat sie noch die Produktion eines neuen, aufrüttelnden öffentlichen Videos über die Rettung der Mondbären in Vietnam eingeschoben. Natürlich haben wir die Gelegenheit ergriffen, diesen Spot als Welturaufführung bei der Eröffnung zu zeigen!

Und hier sind ein paar Insider Celebrity Gerüchte – Maggie Q ist im wahren Leben genauso gut aussehend wie im Film und in ihrem Herzen genau so schön wie von außen!

Wir waren alle begeistert, als Jane Goodall, die unseren Bären über viele Jahre hinweg eine liebe Freundin war, die Freundlichkeit und Zeit fand, eine Videobotschaft aufzunehmen und uns zu schicken, zusammen mit Grüßen „ihrer“ Schimpansen aus Gombe in Afrika an „unsere“ Bären in Vietnam. Diese Botschaft zeigten wir voller Stolz bei der Eröffnung.

Als die Rufe von Janes Schimpansen in den Hügeln von Tam Dao widerhallten, zeigte uns dies aufs neue, wie verbunden wir alle durch das Mitgefühl und den Respekt für die Tiere der Welt sind. Vielen Dank, Jane, und von uns allen die besten Grüße – und von unseren Bären an Dich und Deine Schimpansen in Gombe!

Zuletzt ist da auch unser wunderbares und entschlossenes Team in Vietnam – jeder, von Tuan Bendixen, unserem Direktor in Vietnam, der durch die Eröffnung in seiner bekannt fröhlichen und erfindungsreichen Art führte, über die Köchen, Tierärzte, Bärenteams und Fahrern bis hin zum Sicherheitsteam, den Mitarbeitern in der Verwaltung und im Finanzwesen oder in der Öffentlichkeitsarbeit. Ihre Beharrlichkeit, Humor, harte Arbeit und professionelle Einstellung spiegelten sich im Lächeln auf den Gesichtern aller hier im Rettungszentrum.

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