Doppelbärenhaus in Vietnam eröffnet 
Es regnete in Strömen, die Gäste strömten herbei und unsere Herzen stiegen empor als unsere wunderbaren Bären in Vietnam zum ersten Mal die einfache Freude, auf Gras zu laufen, kennenlernten.

Wetter und wilde Tiere sind unberechenbar. Trotz des blauen Himmels kurz nach dem Wolkenbruch und der umhereilenden Medienvertreter auf der Jagd nach guten Fotos entschieden sich viele unserer bärigen Bewohner, die meiste Zeit des Tages drinnen zu verbringen.

Es war die Eröffnung des ersten Zweifach-Bärenhauses und der zugehörigen Freigehege in unserer Rettungsstation im Tam Dao Nationalpark bei Hanoi letzten Donnerstag, dem die Gäste, darunter Vertreter mehrerer ausländischer Botschaften, NGOs und Vertreter der Regierung beiwohnten.



Zuerst waren wir enttäuscht, denn wir hatten gehofft, dass unsere Gäste die Möglichkeit bekommen würden zu sehen, wie alle unsere Bären umhertollen, ganz versunken in kindliche Spiele. So wie sei es immer sind, wenn sie genug Zutrauen gefasst haben zu ihren Außengehegen mit dem Gras und den wunderbaren Einrichtungen.

Zum Glück hatten die tapferen kleinen Jungtiere Mischa und Olly im Mondbärengehege und der brave David im Gehege der Sonnenbären den Mut, ins Rampenlicht zu treten – zunächst zögerlich streiften sie durch ihr neues Zuhause (während sie dabei immer ein wachsames Auge auf ihre jubelnden menschlichen Besucher hatten), und lockten so auch einige andere Bären heraus. Hier sieht man Olly wie er sein neues Heim inspiziert:



Diese drei hielten uns alle gefangen mit ihrer Suche nach den Leckerbissen, die wir in dem Klettergerüst versteckt hatten oder wie sie ihre Tatzen in den Pool tauchten und die warmen Sonnenstrahlen genossen.

Einmal konnte man alle fünf Mondbären, die wir in den letzten Tagen an den Zaun gewöhnt hatten sehen, wie sie durch die Gerätschaften des Geheges kletterten und dabei begierig die Erdbeermarmelade und Obststücke erschnüffelten, ehe Mausi, Mara und Marmite sich einige Spielsachen und Zweige griffen und sich damit in ihre Unterkünfte zurückzogen, um ihren neuen Fund zu inspizieren.

Es war schon genug nur zu sehen, wie diese wunderbaren Tiere zum ersten Mal im Leben lernten, einfach nur „Bär zu sein“ und ihre Genossen sicher und gemütlich in ihren Hängekörben liegen zu sehen. Doch am besten ist es zu beobachten, dass diese Bären frei entscheiden können, ob sie drinnen oder draußen bleiben wollen.

In den zehn Jahren, die wir nun in Vietnam arbeiten, sind wir auf viele Hindernisse gestoßen – einige groß, einige klein – doch bisher konnten wir sie alle überwinden. Weil unsere Organisation wie unser stabiles Doppelbärenhaus ein solides Fundament hat.

Unser Fortschritt ist erstaunlich und dafür möchte ich vielen Menschen danken, nicht zuletzt unseren loyalen Unterstützern.

Sie haben auch in schwierigen Zeiten zu uns gehalten und sicher gestellt, dass die nötigen Mittel – sowohl materiell, als auch spirituell und emotionell – vorhanden waren, um unsere Arbeit fortzusetzen, den Wandel in den sich entwickelnden Ländern Asiens von innen heraus zu fördern.

Ihre Unterstützung hat zwar indirekt, aber dennoch sehr konkret vielen Bären und anderen Tieren in Vietnam und ganz Asien geholfen. Dafür bin ich von Herzen dankbar.

Auch unseren Partnern in der Regierung muss danken, ohne deren Vertrauen und Unterstützung unser Traum von einer Rettungsstation für Mondbären in Vietnam eben nur ein Traum geblieben wäre.

Vielen Dank auch den anderen NGOs, sowohl vor Ort als auch international (WWF, WSPA, ENV, Blue Dragon, East meets West Foundation, ACRES) und den Beamten beim Zoll, der Umweltpolizei die mit uns zusammenarbeiten, um die Tiere dieses wunderbaren Landes zu schützen.

Vielen Dank an Wayne, Aaron, Chris, Peter und das ganze Team von Al Fresco’s Gruppe Vietnam, die jeden so großzügig bewirtet und mit der wunderbaren Kombination aus vietnamesischer und westlicher vegetarischer Küche glücklich gemacht hat.

Weitere spezielle Gäste machten diesen Tag perfekt. Joe Hancock, Mitglied des Vorstandes in Hongkong, und Freunde aus unserem großzügigen Büro in Italien, Carmen und Irene, sowie unsere wunderbaren langjährigen Unterstützer Jo Politis und Richard Collins, die aus Australien einflogen waren, um bei den von ihnen adoptierten Bären Jarvis und Taurus, dem Welpen, zu sein.

Zwei wunderbaren Frauen, die diese Eröffnung so unvergesslich gemacht haben, kann ich nicht genug danken – der Schauspielerin Maggie Q, unserer Botschafterin der Mondbären in Vietnam, und unserer lieben Freundin und Unterstützerin, der bekannten Primatenforscherin Dr. Dame Jane Goodall.

Hier ist ein wunderbares Bild wie Maggie, wie sie den kleinen Taurus trifft, der ja erst vor kurzem zu uns kam, nachdem Wilderer ihn im Urwald gestohlen hatten. Ohne seine Mutter hätte er nicht für sich selbst sorgen können.



Das Zusammensein mit Maggie, die freundlicherweise unsere Einladung zu dieser Eröffnungsfeier angenommen hat, bereitete uns sehr viel Freude. Sie erwartete keine „Hollywood Star Behandlung“ und zog mühelos jeden durch ihre Natürlichkeit, ihren Charme und ihr Lachen in den Bann!



Die vietnamesischen Wurzeln von Maggie sind für unsere Kampagne so wichtig (Sie hat mit Größen wie Tom Cruise und Bruce Willis in Filmen wie „Mission: Impossible“ und „Stirb langsam“ gespielt) und in ihren vollen Terminkalender hat sie noch die Produktion eines neuen, aufrüttelnden öffentlichen Videos über die Rettung der Mondbären in Vietnam eingeschoben. Natürlich haben wir die Gelegenheit ergriffen, diesen Spot als Welturaufführung bei der Eröffnung zu zeigen!

Und hier sind ein paar Insider Celebrity Gerüchte – Maggie Q ist im wahren Leben genauso gut aussehend wie im Film und in ihrem Herzen genau so schön wie von außen!

Wir waren alle begeistert, als Jane Goodall, die unseren Bären über viele Jahre hinweg eine liebe Freundin war, die Freundlichkeit und Zeit fand, eine Videobotschaft aufzunehmen und uns zu schicken, zusammen mit Grüßen „ihrer“ Schimpansen aus Gombe in Afrika an „unsere“ Bären in Vietnam. Diese Botschaft zeigten wir voller Stolz bei der Eröffnung.

Als die Rufe von Janes Schimpansen in den Hügeln von Tam Dao widerhallten, zeigte uns dies aufs neue, wie verbunden wir alle durch das Mitgefühl und den Respekt für die Tiere der Welt sind. Vielen Dank, Jane, und von uns allen die besten Grüße – und von unseren Bären an Dich und Deine Schimpansen in Gombe!

Zuletzt ist da auch unser wunderbares und entschlossenes Team in Vietnam – jeder, von Tuan Bendixen, unserem Direktor in Vietnam, der durch die Eröffnung in seiner bekannt fröhlichen und erfindungsreichen Art führte, über die Köchen, Tierärzte, Bärenteams und Fahrern bis hin zum Sicherheitsteam, den Mitarbeitern in der Verwaltung und im Finanzwesen oder in der Öffentlichkeitsarbeit. Ihre Beharrlichkeit, Humor, harte Arbeit und professionelle Einstellung spiegelten sich im Lächeln auf den Gesichtern aller hier im Rettungszentrum.

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Nothilfe Bärenrettung


Viele Stimmen, ein Ziel 
Wenn ihre nur dieses Wochenende im Sichuan Hotel hättet dabei sein können, um zu hören, wie die Leiter von 49 Tierschutzgruppen und 18 Tierkliniken aus ganz China über die Erfolge und Kämpfe bei der Rettung und der Sorge für Tiere sprachen – und darüber, Tieren eine Stimme zu geben.



Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung der Humane Society International (HSI) konnten wir den Abgeordneten Flüge und Unterkunft finanzieren – fast keiner hätte diese Kosten selbst tragen können.

Wunderbar, Peter Li wieder zu treffen (siehe Bild). Er vertritt jetzt HSI und ist ein alter Freund, Unterstützer und Ratgeber seit den Anfängen von Animals Asia.



Unsere Animals Asia Mitarbeiter haben rund um die Uhr gearbeitet um sicherzustellen, dass die Konferenz von Anfang bis Ende ohne Probleme ablaufen kannt. Christie Yang leitete ein Team bestehend aus Rainbow, Suki, Sailing, Jackey, Cherry, Irene und Betty, die das ganze glatt und fachmännisch realisierten.



So begannen die Vorträge. Fast ein Jahr nach dem schrecklichen Erdbeben in Sichuan wurden Bilder gezeigt von entschlossenen Aktivisten, wie sie letzen Mai in die zerstörten Gebiete gingen.

So viele glückliche Hunde und Katzen verdanken ihr Leben diesen tapferen Menschen, die hier ihre Erfahrungen austauschten. Wir alle beteten dabei still dafür, dass Menschen und Tiere eine solche Zerstörung nie wieder sehen würden.

Weitere Präsentationen und Bilder zeigten chinesische Aktivisten, wie sie gegen die Märkte für lebende Tiere und den Verzehr von Hunden und Katzen demonstrieren. Aus dem Inneren von Käfigen rufen sie und erinnern an die Qualen der Opfer. Die Menschenmenge um sie herum und die Unterschriftenlisten zeigen, dass die Öffentlichkeit sich des Themas des Tierschutzes immer mehr bewusst wird.

Es gab eine leidenschaftliche Diskussion mit Leitern von Rettungsstationen über das humane Einschläfern, die oft um das Leben von Tieren ringen, die unter schrecklichen Verletzungen und Krankheiten leiden.

Wir wissen, dass diese Tiere die beste Chance verdienen und dass Wunder vorkommen. Doch Tatsache ist, dass diese Tiere oft einen langsamen Tod sterben, wenn man sie sich sebst überlässt. Wir diskutierten über die angemessenen Arzneien – und angemessenen Gründe –, wenn diese armen Tiere doch eingeschläfert werden müssen.

Jeder hatte Verständnis für Frau Ha in ihrer tiefen Verzweiflung bei der Pflege von Hunderten geretteten Hunden und Katzen. Und wir alle lächelten erleichtert, als sie ihre Entschlossenheit betonte, nie aufzugeben und uns stolz ihr neues „Hunde-Tattoo“ am Arm zeigte, das sie wieder neu motiviert.

Jedem war klar, dass wir Programme wie unser TRN (einfangen, kastrieren, freilassen) noch stärker verfolgen müssen, um die Zahl der streunenden Hunde und Katzen zu verringern. Damit die Rettungsstationen entlastet werden – nicht nur finanziell, sondern auch emotional – damit es ihnen möglich ist, Lehrer zu sein anstatt zu Sammlern zu werden.

Hier sind noch ein paar Fotos von dem Symposium. Sie zeigen Jiang Hong vom Hong Shiliu Companion Animals Rescue Center in Xian:



Unsere Tierkrankenschwester Hayley:



Unseren Direktor für Tierschutz Mark Jones:



Den Besuch der Delegierten in unserem Rettungszentrum für Mondbären in Chengdu …



--- wo sie ein wunderbares vegetarisches Mittagessen genossen, das unsere Küchenmannschaft so hervorragend zubereitet hat.



Zum Schluss ein Foto von Christie und mir das zeigt, dass es auf dem Symposium nicht nur um harte Arbeit ging!



Mehr über das Symposium und die dortigen Resolutionen gibt es hier

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Erfrischung gefällig? 
Nach dem "Anhimmeln" unserer neuen Welpen bin ich auch ein bisschen urch unser neues Doppelbärenhaus gelaufen, das bei der diesen Monat bevorstehenden offiziellen Eröffnung der Bauphase 2 in Vietnam das Kernstück bildet.

Robert, unser Betriebsleiter, und Duc, Leiter der Wartungsarbeiten, und natürlich das ganze Team haben zusammen mit den beauftragten Firmen Tag und Nacht daran gearbeitet, alles fertig zu stellen. Damit die Bären aus den derzeitigen Quarantänestationen und den Integrationsstationen dorthin umziehen können.

Die Gehege sind wunderbar – und wir alle wollen dabei sein, wenn die Bären hier in den Sonnenschein auf die Wiese hinauslaufen und ihr neues Zuhause erforschen.



Eine der faszinierendsten Einrichtungen unserer Rettungsstation ist unsere Wasseraufbereitungsanlage. Dank Roberts Entschlossenheit können wir damit nicht nur Wasser zu Reinigungszwecken, sondern sogar als Trinkwasser gewinnen!

Er hat es geschafft! Gestern erst füllte ich meine Flasche und trank das Wasser, das nur Stunden zuvor noch … eben ... Abwasser war. Für Vietnam ist das eine Premiere und wir sind unheimlich stolz darauf, durch die Aufbereitung unseres Abwassers auch etwas für die Umwelt zu tun und damit dem Tag näher zu kommen, wo praktisch nichts mehr nur zu Abfall wird!

Hier trinkt Tuan das aufbereitete Wasser und Robert füllt seine Flasche auf:



Mehr über dieses moderne Wasseraufbereitungssystem können Sie auf unseren Webseiten finden.

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Doppelte Plage und zweimal soviel Freude  
Unsere Rettungsstation in Vietnam besuche ich sehr gerne, auch wenn ich zur Zeit die meiste Zeit auf unserer Rettungsstation in China verbringe. Dort läuft alles schon rund, gut durchdacht und es ist voller glücklicher, umhertollender Bären. Doch auch Vietnam ist großartig.

Das Schutzgehege liegt in einem Tal gegenüber einem mit Pinien bedeckten Hügel im Hintergrund. Die Luft ist würzig und frisch vom Duft dieser Pinien und weht in unsere Gebäude. Dort leben inzwischen 25 gerettete Bären, einschließlich der beiden jüngsten Monster: Maggie und Vader, die beide gut über 3 kg schwer sind und ein Selbstbewusstsein wie ausgewachsene Grizzlys haben.

Diese Woche mussten wir – das sind Leanne, Bec, Pernille, Tuan und ich – einfach lachen, als die kleine Maggie sich auf wackelige Hinterbeine erhob und mit herausfordernd geschürzten Lefzen zu uns herüberwackelte. Als sie mit ihren winzigen Vordertatzen ausholte, verlor sie die Balance und fand sich als kleines Häufchen auf dem Boden wieder. Doch das war sofort wieder vergessen und ihre Aufmerksamkeit galt jetzt ihrem Bruder. Sie sprang auf ihn und beide purzelten im Spiel durcheinander.

Ich dachte, dass Ihnen vielleicht diese Fotos gefallen, die zeigen, wie einige aus dem Team diese jüngsten Neuankömmlinge kennenlernen. Das sind von oben nach unten Leanne, Bec, Tuan und Pernille.







Diese neuen Mitglieder der Animals Asia Familie sind einfach bezaubernd. Maggie ist die von den beiden Welpen geschickter und schleckt ihre Milch schon aus der Schüssel. Ab und zu schaut sie dabei mit ihrem Milchbart hoch. Ihre Augen glänzen vor Zufriedenheit, während ihr Bauch immer voller wird.

Vader vermisst wohl nach wie vor seine Mutter. Er kann noch nicht aus der Schüssel trinken und ruft kläglich nach der Flasche, an der er mit der Kraft eines Staubsaugers hängt.



Wir freuen uns so, dass diese beiden hier sind und gerettet wurden vor einem Leben voller Leiden und einem frühzeitigen Tod auf einer Farm – und dass sie bei so guter Gesundheit sind. Doch wie Leanne sagte, das ist eigentlich ein tragisches Zeichen, denn es bedeutet dass sie noch bis vor kurzem bei ihrer Mutter waren. Was wohl aus ihr wurde? Wer kann das sagen?

Doch für jetzt schieben wir die traurigen Gedanken beiseite und lassen unser wunderbares Team in Tam Dao weiter ihre heilende Arbeit tun. Denn schon in ein paar kurzen Monaten, wenn alles gut geht, werden sich Maggie und Vader zu zwei ausgelassenen Jungtieren entwickelt haben, die neugierig darauf sind, was die Welt ihnen bietet.

Wenn Sie mehr über die Welpen erfahren wollen, klicken Sie bitte hier.

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Ein neues Leben für Richter 
Erinnern Sie sich noch an Richter, den verschreckten Retriever, den wir ein par Tage nach dem Erdbeben im Mai des letzten Jahres in Sichuan verlassen in einem Laden für Haustiere fanden? Zusammengekauert in einem schmutzigen Käfig?

Zuerst war der Eigentümer des Ladens sehr zögerlich bereit, uns seinen wertvollen reinrassigen Hund zu überlassen. Doch schließlich übergab er ihn uns zur Pflege. Unser PR Mann Rainbow hat ihn in seiner ruhigen stetigen Art überredet, dass es im besten Interesse für alle Beteiligte wäre, wenn Richter zu uns ins Rettungszentrum kommt, damit er dort richtig versorgt werden kann.

Ich erinnere mich noch an die Fahrt zurück ins Rettungszentrum. Der arme Richter war ganz mager und in sich zurückgezogen.


Wenn man den wunderbaren Kerl heute in seiner neuen Familie sieht würde man schwören, dass dies ein anderer Hund ist. Wendy, unsere liebe Tierarzthelferin und ihr Freund Rocky, er arbeitet bei den Bären, wurden schnell die neuen besorgten Pfleger von Richter. Schaut nur, wie gut es ihm da heute geht!






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