Vom Fleischhund zum Star bei der Hundeschau Crufts 
Vom Fleischhund zum verwöhnten Freund und Star in England! Das ist der Werdegang von Twizzle, der Anfang 2009 fast in einem Restaurant in Südchina geendet wäre. Twizzle war einer der 149 Fleischhunde, die auf dem Weg zu den grausigen Märkten für Lebendtiere in Guangzhou von einer Tierschutzgruppe aus Chengdu abgefangen wurden. Sie baten uns damals um Hilfe.

Viele von euch erinnern sich vielleicht noch. Silvester 2008 waren unsere Tierärzte und unser Bären- Ausbildungsteam auf dem Weg zur Rettungsstation, wo sie einen Lastwagen voller Käfige mit winselnden Hunden vorfanden.

Dieser Tag und die nächsten Wochen werden für immer in meinem Gedächtnis bleiben. Trotz der unendlichen Anstrengungen des Teams, möglichst vielen Hunde zu helfen, verloren wir schließlich 102 davon – sie waren zu krank, um es zu schaffen.

Helena Molloy kam ursprünglich als freiwillige Helferin für die Bären zu uns, doch sie war dann in der ganzen Zeit bei den Hunden im Einsatz. So wurde die arme Helena ziemlich plötzlich in unsere Welt der unerwarteten Ereignisse eingeführt, aber sie zeigte nicht einmal Schwäche, als sie diese raue Seite Chinas kennenlernte.



Freundlich und professionell half sie so viele Hunde wie möglich zu heilen – wobei ihr einer besonders ins Auge stach. Wir nannten diese Hündin Mummy Dog und Ströme von Tränen wurden vergossen, als wir ihre neugeborenen Jungen einschläfern mussten. Denn es gab keinen Platz für eine Quarantänestation und die Kleinen würden in diesem Chaos an Verzweiflung und Krankheiten nie überleben.

Mummy Dog war der süßeste und liebste Hund der Welt. Zunächst scheu, doch trotz allem, was ihr zugestoßen war, begann sie uns zu trauen und sich ruhig neben uns zu setzen, während wir arbeiteten. Bald schon hatte sie Helenas Herz gewonnen.



Neulich war Helena bei der Hundeschau in Crufts in England, um für unsere vierbeinigen Freunde in Asien zu werben. Und wer war da neben ihr und becircte die Mitarbeiter und Unterstützer gleichermaßen? Ja, Mummy Dog – jetzt genannt „Twizzle“.

Um sie von China herüberzuholen, gab Helena tausende Pfund aus. Jetzt war sie schließlich in England. Ein glückliches Ende und eine Geschichte, die „Lassie“ Konkurrenz macht. Hier ist der Bericht von Helena und ein paar Fotos von Twizzle mit ihren neuen Hundefreunden und auch ein paar ganz speziellen Menschenfreunden. ( Helena mit Twizzle und, von links, Annie, Hayley und Judy).



„Ich bedaure nicht, das ganze Geld für einen chinesischen Fleischhund ausgegeben zu haben. Eigentlich ist es schon komisch, denn ich weiß nicht, wie viele andere Hundebesitzer ich bei den Spaziergängen mit ihr hier getroffen habe, die mir sagten, wie hübsch sie sei. Ohne dass ich zuvor etwas sagte! In China schaut sie wie jeder andere Hund aus. Doch hier in England ist sie wirklich etwas Besonderes.

Sie hat sich gut an ihr neues Zuhause gewöhnt und außer dass sie aufs Sofa springt, wenn ich das Haus verlasse (Sie ist offensichtlich intelligent, denn sie versucht es nicht mal, wenn ich da bin. Doch der warme Fleck verrät sie), ist sie der perfekte Hund.

Sie liebt die Spaziergänge und hat schon zwei Hundefreunde, Bob und Beanz, die meinen Freunden gehören. So kann sie fast jeden Tag mit ihnen herumtollen. Leider fürchtet sie sich vor dem Auto und es wird ihr da übel. Doch ich arbeite daran und sie wird hoffentlich bald lernen, dass ein Auto sie zu Plätzen bringt, die Spaß machen, wo sie frei laufen und schnüffeln kann.“

Die Geschichte von Twizzle brachte es in England auch auf die Titelseiten. So im Magazin „Dogs Today“.



Nach dem Treffen in Crufts sagte Nicky, unsere PR und Veranstaltungsmanagerin:

„Wenn man Twizzle zum ersten Mal trifft, ist man begeistert. Mein erster Eindruck ist, sie ist so klein dass ich überhaupt nicht verstehe, wie sie als Fleischhund gesehen werden kann.

Als ich sie mit Helena sah (sie betet sich ganz offensichtlich an) und als sie so von hunderten Besuchern an unserem Stand gestreichelt wurde, als sie der Star im TV Interview war und als viele Reporter sie für Hundemagazine fotografierten, erstaunte mich ihre Ruhe und Entspanntheit. Speziell wenn man bedenkt, woher sie vor nicht einmal einem Jahr hergekommen ist. Seit dem Tag ihrer Rettung ist sie ein wahrer Schatz und dankt uns für all die Liebe und Zuneigung die sie von allen empfangen hat.“

Hier ist noch mehr über die Reise von Helena und Twizzle.

Vielen Dank, Helena, für Deine wunderbare und hingebungsvolle Arbeit als freiwillige Helferin – und dafür , dass Du Twizzle das Leben gegeben hast, das sie liebt.






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Nothilfe Bärenrettung


Kristallklare Beweise 
Dienstag, 5. Mai: Alle waren stumm als die Röntgenbilder auf den Schirm kamen. Crystal, unsere ältere, im Oktober 2000 gerettete Bärin, lag auf dem Röntgentisch wegen ihrer arthritischen Hüfte und Rückgrads.

So klar wie ihr Name war hier der Schatten dreier Kanülen in ihrer rechten Hüfte und einer in ihrer linken zu sehen, wobei die Nadelspitzen ihr tief ins Fleisch stachen.





Zum ersten Mal wurde sie jetzt von unserer leitenden Tierärztin Heather mit unserem neuen Röntgengerät untersucht. Es war nicht schwer, hier zwei und zwei zusammenzuzählen und zu erkennen, dass der Farmer damals in den 90er Jahren wohl einen kranken Bären gesehen hat und sie so fest mit der Spritze gestochen hat – wahrscheinlich enthielt sie Antibiotika – dass die Nadel abbrach und im Lauf der Zeit tief in ihre Muskeln hinein wanderte.

Die Antibiotika wurden nicht aus Mitleid gespritzt, sondern aus Furcht, dass der Farmer eine wertvolle Ressource verliert, wenn sie an einer Infektion stirbt, die durch den eitrigen Katheter in ihrem Bauch verursacht wurde.

So sehen wir einen weiteren Beweis der Zustände, während wir über das Leben dieses armen Bären auf der Farm sinnieren. Die Klauen abgeschnitten, die Zähne abgebrochen und die Narben am Bauch dort, wo der Katheter hervorragt – alles um die Stelle wo der Gallensaft entnommen wird so weit wie möglich von ihrem Kopf entfernt zu halten.

Da die Entfernung der Nadeln einen tiefen Eingriff bedeuten würde und weil Heather weiß, dass die Medikamente gegen die Arthritis, die Crystal bereits bekommt, auch gegen etwaige von den 1 bis 3 cm langen Nadeln ausgelöste Schmerzen wirkt, werden wir diese nicht entfernen. Bis zu diesem Tag, an dem wir uns alle versammeln und uns von diesem tapferen und vertrauensvollen Bären verabschieden werden.


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Nothilfe Bärenrettung


Lang lebe König Eddie! 
Neulich fragte mich Caroline Bullock von „Animals in Photos“, ob ich bei Eddie einen einfachen Mundschleimhautabstrich für einen DNA Test machen wolle, um seine Herkunft zu bestimmen. Das gefiel mir und ich dachte, es sei einen Versuch wert – besonders da niemand etwas über die Herkunft von Eddie weiß.
Zum ersten Mal sahen wir diesen strubbeligen, gelben Hund vor zehn Jahren bei einem unserer Besuche auf einem der grausigen Märkte für lebende Tiere in Guangzhou China.
Eingesperrt und bestimmt für den Kochtopf, schien das Schicksal von Eddie besiegelt. Bis zu dem Moment, als wir ihn kurz entschlossen kauften und nach Hongkong brachten. Als wir seinen Besitzer auf 200 RMB herabgehandelt hatten, verließen wir den Markt mit diesem seltsamen Mischlingshund, der von Glück sagen konnte, dass er noch am Leben war.

Nachdem er die Quarantäne überstanden hatte, bestand Eddie unsere Prüfung zum Doktor Hund mit links und wurde der Botschafter für alle die armseligen Hunde in den Märkten, die er zurück lassen musste Und mehr noch. In den letzten 10 Jahren brachte Eddie Freude in mein Leben und ich muss über sein Verhalten noch immer lachen, das so großmütig und großspurig ist wie das Land, aus dem er kommt.

Als Caroline das Resultat des „Mutt Genie“ DNA Tests schickte, gab es noch mehr Grund zum Lachen. Hauptsächlich Pekinese – was denn auch sonst?

Marnie, die Leiterin unseres Dr. Hund Programms, nennt ihn King Eddie und er stammt offensichtlich aus einer Zucht, die Jahrhunderte lang nur Mitgliedern des kaiserlichen Hofs vorbehalten war. Diese tapferen und furchtlosen Hunde hatten ein so großes Herz, dass sie in ihrer Rolle als Tempelhunde auch die größten und wildesten Dämonen besiegen konnten.

Das Resultat des Tests macht also Sinn und ich glaube, mit seinem Charakter, seiner Freundlichkeit und seinem großen tapferen Herzen, wenn schon nicht mit seinem Aussehen, sind auch seine Ahnen stolz auf ihn.


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Nothilfe Bärenrettung


Feier für Earth Day in China 
In dem ganzen Chaos der Rettung der Bären in China hat unser Schulungsteam doch die Zeit gefunden in Chengdu den Earth Day zu feiern und dabei aufzuklären über die Bärenfarmen und neue Unterstützer für unsere Arbeit zu werben. Zusammen mit dem größten Buchladen in Chengdu haben Jacky und ihre Mannschaft des Schulungsteams eine Ausstellung mit Kinderzeichnungen organisiert, die die traurige Wahrheit auf den Bärenfarmen zeigen. Sie haben sogar unseren Schulungsraum aus der Rettungsstation „umgezogen“ um den Zuschauern das metallene Korsett von Caesar und Franzis winzigen Klemmkäfig zu zeigen.

Jacky (hier im Bild) gab einer Gruppe von Tierliebhabern eine Präsentation und konnte ihnen dabei auch aktuellste Informationen über unsere jüngst geretteten Bären geben. Hervorragende Arbeit des Schulungsteams in Chengdu!



Hier sind der Bericht und einige wunderbare Fotos von unserer Feier des Earth Day.
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Nothilfe Bärenrettung


Unterstützung aus der ganzen Welt 
In all den Jahren waren Anna und unsere Süd Devon Unterstützergruppe einfach wunderbar. In Zeiten der Not haben sie Spenden gesammelt, unsere Botschaft verbreitet und auch den Bären immer wieder eine Nachricht zukommen lassen. Brian, Annas Mann, ist in diesem Winkel des Landes jetzt der berühmte Moonie, der zur Freude der Zuschauer in das heiße und schwere Bärenkostüm schlüpft.

Vor ein paar Tagen schickte Anna dem Bärenteam eine Botschaft, die für sich selbst spricht – und bei der sie wohl über das ganze Gesicht strahlen werden, wenn sie sie hier lesen:

Lieber Mao Sijang, Zhong, Erdi Ribo, Ai, Ou Jun und Howard
Gerade las ich von der fantastischen jüngsten Rettungsaktion und ich wollte euch schreiben, um euch für euren wunderbaren Einsatz zu danken. Das war sicher sehr schwierig und nur dank eurer Geschicklichkeit und eurer Hingabe wurde es ein Erfolg. Daher von unserer kleinen Unterstützergruppe aus England hier ein großes Dankeschön – ich bewundere euch alle.

Wir schätzen euch alle für das was ihr tut und weiterhin tun werdet. So wird die Welt ein besserer Ort – Anna.

Hier gibt es noch mehr über die Arbeit unseres wunderbaren A-Teams zu sehen.




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