Ruhe sanft, kleiner Haribo 
Keine Worte können ausdrücken, was wir fühlen. Wieder einmal muss ich Ihnen vom Tod eines unserer wunderbaren Bären berichten. Eines ganz besonderen Bären wie Haribo, dessen Entschlossenheit zu Überleben die Herzen aller ergriffen hat, die das Glück hatten, ihn zu kennen.

Ich liebte diesen Bären vom Moment seiner Ankunft an. Und diese Zuneigung wuchs, als er tapfer eine Welle nach der anderen an Gesundheitschecks und Operationen ertrug, die alle so dringend nötig waren, um die verheerenden Auswirkungen seines früheren Lebens auf einer Farm zu lindern.





Gedrungenen und plump wie Blanca und Woodley (daher sein Spitzname „Poodley“ bei der Ankunft), hat er nicht einmal zornig auf seine Vergangenheit reagiert und lebte einfach im Hier und Jetzt. Er mochte jede Art von Futter und machte schmatzenden Geräusche, um auf sich aufmerksam zu machen, wenn er mehr wollte – denn er wusste ganz genau, dass in einigen Taschen viele Gummibärchen stecken.



Zum Glück schaffte er es bis in das Gehege für Bären mit spezieller Pflege, in Ruperts, Franzis und Snoopys Hause. Seine Zeit unter freiem Himmel liebte er über alles und schnarchend schlummerte er zufrieden unter dem Sternenzelt. Außer Rupert und ihm konnte kein Bär je das Herz der wählerischen Franzi erobern und ihr Interesse an dem Kerl da auf der anderen Seite des Gitters lies uns hoffen, dass sie eines Tages zwei Spielgefährten haben würde, wie es einer so speziellen Bärin wie Franzi auch zusteht.



Es tut mir so leid, dass ich letzten Freitag nicht in Chengdu sein konnte, als das Team Ströme von Tränen vergoss über den Verlust dieses tapferen kleinen Bären. Hier ist der Bericht von Tierärztin Jen darüber, wie wir alle uns schweren Herzens verabschiedeten von einem weiteren Bären, der uns lehrte, was Vergebung heißt:

Leider mussten wir heute den kleinen Haribo einschläfern, der unser aller Herzen gewonnen hat. Seine Hinterbeine haben ihm versagt. In den letzten beiden Wochen wurde es immer schlimmer. Zuerst waren seine Gelenke einfach steif und zuletzt war es so schlimm, dass er überhaupt nicht mehr stehen konnte und sich auch dann nicht mehr bewegte, wenn Caroline ihm die liebevoll hergerichteten täglichen Leckerbissen brachte.



Haribo war ein Kämpfer, der erst die Operationen und danach weitere Probleme mit Blähungen und Erbrechen überstand, was er trotz aller medizinischen Hilfen erdulden musste. Bei der Autopsie fanden wir heraus, dass seine Speiseröhre um ein Vielfaches verbreitet war, etwas, das auch unsere medizinische Versorgung nicht beheben konnte.



Röntgenaufnahmen zeigten, dass seine Wirbelsäule an mehreren Stellen zusammengedrückt war. Im Laufe der Zeit führte das zu einem erhöhten Druck auf das Rückenmark und schnürte so langsam die Nervenverbindung zu seinen Hinterbeinen ab. Wir alle hätten Haribo gern für sehr lange Zeit bei uns behalten. Aber uns war auch klar, dass wir dafür sorgen mussten, dass Haribo diese Welt verlässt, solange er sich noch an seinem letzten Gummibärchen freuen kann!

PS: Mein Lieblingsfoto von Haribo – wie er lacht – es wurde von Heather aufgenommen:


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Hanzhong Update Massentötung von Hunden 
Schweren Herzens muss ich sagen, dass das Wochenende keine positiven Neuigkeiten über das brutale Schlachten der Hunde in der Provinz Shaanxi von letzter Woche gebracht hat. Unser guter Freund, die chinesische Tierschutzaktivistin Jianghong und ihr Team sind gerade von einem traumatischen Trip in die Städte Hangzhong und Yangxian zurückgekehrt. Sie sahen keine lebenden Hunde in den Straßen von Yanxian – nur die gebrochenen Knochen unschuldiger Opfer. Die Behörden waschen das Blut und die Verantwortung für dieser brutalen, übers Knie gebrochenen Reaktion auf die Tollwut von ihren Händen.

Die Behörden haben blind mit ihren Massentötungen weitergemacht, obwohl Experten in China und aus der ganzen Welt ihnen mit solidem Rat zur Seite standen und die betonen, dass derartige Aktionen das Grundproblem des Ausbruchs von Tollwut in China in keiner Weise adressieren. Unser Brief, den wir durch Jianghong übergaben, wurde von den Beamten, die völlig unberührt und gleichgültig schienen, schlechterdings übersehen, obwohl ihr Handeln dem Image dieses Landes doch solchen Schaden zufügt.



Wir müssen weiterhin hoffen – weil mutige Bürger wie Jianghong sich mehr und mehr erheben, um die Wehrlosen zu verteidigen und dabei unsere Hilfe mehr denn je benötigen.

Bevor sie weggingen, hielten Jianghong und ihre Gruppe zusammen mit 200 Bewohnern eine Trauerfeier in Hangzhong ab, im Gedenken an die Hunde, die so rigoros abgeschlachtet wurden. Ihr SOS aus Kerzen konnte offenbar die die kalten, kalten Herzen der Offiziellen nicht erweichen, aber dafür einte es die Tierliebhaber, die nun überall öffentlich gegen ein Regime herzloser Brutalität gegenüber Tieren demonstrieren, die doch so sehr unseren Respekt verdienen.





Lesen Sie hier die vollständigen Beitrag über Jianghongs Besuch.

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Hunde in den Straßen von Hanzhong erschlagen 
Der Anblick war nicht zu beschreiben - erbarmungswürdigen Hunde, die sie versuchen von den Menschen weg zu kriechen, die sie auf den Kopf schlagen. Noch schlimmer war der Anblick eines Hundes, der Schwanz wedelnd die Männer begrüßte, die ihn mit ihren Stangen umringten – bevor er in Todesangst aufschrie, als die Stangen und Knüppel auf seinem Körper niederprasselten. Jaulend vor Entsetzen versuchte er, sich auf seinen bereits gebrochenen Beinen aufzurichten, als die Schläge in einmal mehr zu Boden streckten. Der aufgehäufte Stapel toter Hunde wuchs – und die Menschen in dem Video lachten, voller Zufriedenheit über einen Job, der auf so grausame Weise die schlagenden Herzen unserer besten Freunde zum Stillstand bringt.



Fassungslos sah ich diesen Film – und dachte, wir müssen sicher von einer anderen Art abstammen als diese grauenvollen Leute, die vollkommen losgelöst und unberührt sind von der Todesqual der Tiere, die ebenso wie wir Menschen Schmerzen, Angst und noch viele andere Gefühle empfinden, ähnlich wie wir selbst. Dass Leben so geringschätzig ausgelöscht wird, als habe es keinerlei Gewicht in dieser Welt, spiegelt in erschreckender Weise ein Land und die Menschen wider, die ich lieben gelernt habe.




Massentötungen sind zurück in China – ein blutiger Ruhm – und wir brauchen Ihre Hilfe, um größeren Druck auszuüben als jemals zuvor, um dieses Abschlachten zurück ins Mittelalter zu drängen, wohin es auch gehört. Auch die lokalen Tierschutzgruppen in China sind erschüttert. In unseren Appellen an die Behörden arbeiten wir eng mit ihnen zusammen – geeint in unserer Forderung, dass Hunde Besseres verdienen.





Animals Asia versucht, Spenden zu sammeln, um diese lokalen Gruppen in ihrer Angstrengungen zu unterstützen, diese Massentötung zu stoppen und den Stadtbehörden von Hanzhong alternative Lösungen zur Kontrolle der Hundepopulation und der Seuchenkontrolle zu bieten.

Bitte klicken Sie hier um unsere Antwort auf dieses jüngste Massaker in Hanzhong zu lesen und bitte spenden Sie, egal welche Summe, damit Hunde, die in Zukunft Schwanz wedelnd Menschen begrüßen, mit freundlichem Lächeln begrüßt werden und vielleicht einen freundlichen Klaps erhalten, anstatt ein abscheuliches blutiges Ende ihres Lebens.

Wenn Sie spenden wollen, klicken Sie bitte hier.


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Ein Gebet für Assisi 
Dienstag, 26. Mai, 9:17 Uhr: Nicht weniger als drei Tierärzte konzentrieren sich auf die Operation von Assisi – dabei auch unser Freund Dr. John Wu aus Guangzhou (im purpurfarbenen Hemd), der zufällig heute hier ist, um unsere Bären zu besuchen, aber gern mithilft.



Assisi ist der vorletzte Bär der zehn Überlebenden der Bärenfarm vom Februar, bei dem die zerstörte Gallenblase entfernt wird. Er wird auch noch kastriert und drei völlig zerstörte Eckzähne werden entfernt, die durch sein frustriertes Nagen an den Gitterstäben kaputt gingen.

Doch wir sind sehr in Sorge über diesen wunderbaren Bären. Denn erst vor einigen Wochen, nachdem unsere Tierärztin Heather und ihr Team auf seinem Röntgenbild einen Schatten in seiner Brust entdeckten, hatte er eine Untersuchung.



Englische Röntgenärzte haben das Bild untersucht und bestätigt. Laut ihrer Erklärung könnte es sich dabei entweder um eine Ausbeulung seiner Aorta (einem großen Blutgefäß, das vom Herzen wegführt) handeln oder auf einen Tumor auf der Innenwand der Aorta hindeuten.

Nach Meinung von Heather sind beide Fälle praktisch nicht behandelbar. Bei anderen Tierarten wäre die Prognose sehr schlecht und sie gewöhnlich ein Grund dafür, das Tier einzuschläfern. In den vielen Jahren, die wir nun schon mit diesen unglaublichen Bären arbeiten, haben wir aber gelernt, dass sie ungewöhnlich zäh sind und Bedingungen ertragen, die bei anderen Tieren tödlich wären.

Unser größter Kummer ist es, wenn einer unserer geretteten Bären es nicht mehr schafft, auf Gras zu gehen – wenn wir ihn an Krankheiten wie den Leberkrebs verlieren, noch bevor sie einen Tag an der Sonne waren. Daher überlegen wir bei jedem Bären mit einer „Chance“ ganz genau die Optionen. Sowohl aus medizinischer Sicht als auch unter Berücksichtigung seines Wohlergehens und treffen erst dann unsere Entscheidung.

Daher bekommen Bären, deren Schmerzen wir ‚behandeln’ und klein halten können, eine Chance. In ihren Gehegen beobachten wir ganz genau, ob und wie sie sich der glücklichen Tage mit ihren Freunden erfreuen.

Auch Assisi hat diese Chance verdient. Wir alle sind der Meinung, dass er nur geringe Beschwerden zeigt und bereits auf der Farm eine Fisteloperation (oder Schlächterei) überlebt hat, sowie den Gesundheitscheck bei uns. Die Operation zur Entfernung der Gallenblase und die Weiterführung seiner Rehabilitation sind daher den Versuch wert. Wir halten an unserem Traum , ihn im Gras spielen zu sehen fest - bis zu dem Tag, wenn wir alle traurig einsehen müssen, dass seine geborgte Zeit abgelaufen ist.

Diese Entscheidung wurde auch von seinen großzügigen Sponsoren - Bob Kerridge und seine Team vom SPCA Neuseeland - gut aufgenommen und unterstützt, die seit seiner Ankunft für ihren Bären gebetet haben. In den ganzen Jahren waren Bob und sein Team einfach wunderbar zu unseren Bären, haben die Geschichte ihrer Leiden auf den Farmen verkündet und Spenden gesammelt, damit unsere Arbeit weitergehen kann.

Aus der Gruppe der Neuankömmlinge vom Februar haben wir einen Bären ausgewählt, der am besten zu ihnen passt ausgewählt - mit dem Spitznamen „Hamster“. Er wurde so genannt, weil er nach seiner Ankunft das Stroh, das wir auf seinen Käfig gelegt haben, ganz sorgfältig Halm für Halm herabzog, um daraus ein offensichtlich perfektes Bett zu machen, auf dem er dann bequem zusammengerollt schlief.

In diesen ersten Tagen muss sogar das Aufstehen eine Qual für diesen Bären gewesen sein, denn zwei seiner Krallen waren praktisch im Kreis gewachsen und haben seine Tatze schmerzhaft durchbohrt. Der Gestank dieser faulenden Wunde war übel und der jahrelange, pochende Schmerz muss für ihn sehr schwer zu ertragen gewesen sein. Hier sieht man ihn bei seiner Ankunft und auch die vernachlässigten Krallen.



Heute scheint der Name „Assisi“ – nach dem heiligen Franz von Assisi, dem Schutzheiligen der Tiere – perfekt für diesen braven und sanften Bären zu passen.

10:10 Uhr: Wenn wir Assisi sehen, wie er in seiner Narkose atmet, sind wir voller Hoffnung. Die verschiedenen Eingriffe werden gleichzeitig durchgeführt, um die Gesamtzeit seiner Operation und der Narkose zu minimieren.

Caz und Wendy, unsere wunderbaren Schwestern, kontrollieren zusammen mit der Freiwilligen Kelly die Narkose, tupfen das Blut ab und nehmen Proben der Gallenblase für den chinesischen Pathologen, der mit uns bei der Analyse zusammenarbeitet. Sie verabreichen Medikamente, erneuern Infusionen und sorgen dafür, dass Heather, Jen und John immer sterile Instrumente, Skalpelle und Nähmaterial haben, während Assisi weiterschläft.

11.02 Uhr: Die Gallenblase ist entfernt und schaut zu unserer Überraschung nicht schlecht aus. Doch Heather hat einige Narben an seiner Leber entdeckt, die von Operationen auf der Farm stammen. Doch die Leber kann sich selbst verjüngen wie sie sagt und sie erwartet von dieser Seite langfristig keine Probleme.

Jen hat bereits zwei der zerbrochenen Zähne entfernt und arbeitet an dem dritten. Ach zwei kleine Organe am hinteren Ende Assisis fehlen jetzt, nachdem die Kastration ebenfalls abgeschlossen ist. Irgendwie scheinen wir wieder aufatmen zu dürfen.

Letzte Woche habe ich einige Zeit mit diesem langen und schönen Bären verbracht und mich gefreut, wie aufgeweckt und neugierig er war, wie er gierig und mit dem Enthusiasmus eines ganz gesunden Bären eine Auswahl an Früchten verputzte.

Sein zitronenfarbener Halbmond leuchtet und geht in einen Schal an seinen Schultern über. Er hätte wohl auch wunderbare Mickymaus Ohren, wenn sie nicht an den Enden beschnitten wären (Vielleicht auch von einem anderen Bären auf der Farm abgebissen, was geschehen kann, wenn ihre Käfige zu dicht nebeneinander stehen).

In der ganzen Zeit spielte Assisi die Bärenkarte mit Perfektion und erbettelte extra Früchte, allein durch einen Blick in unsere Richtung mit diesen seelenvollen, braunen, schmelzenden Augen.
12.30 Uhr: Das Narkosegerät ist abgestellt und Assisi wird in den Aufwachraum gefahren. Dort wird unsere Freiwillige Lucy bei ihm wachen, bis er wieder ganz bei sich ist und auf allen vier Beinen stehen kann. Wir hoffen, dass es ihm in ein paar Tagen wieder besser geht und seine Operationswunden anfangen zu verheilen.

Bis dann wird ihm liebevolle Pflege verordnet – ganze Mengen davon – und wir alle beten, dass dieser Heilige von einem Bären wieder gesund wird.

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Mikrokunst mit großem Herzen 
Es ist zwar fast unmöglich zu beschreiben, doch wir alle wurden hier im Rettungszentrum für Bären in Chengdu Zeugen einer unglaublichen Kunstform, die auf eine 3000-jährige Geschichte zurückblicken kann.







Guo Yue Ming ist einer von Chinas berühmten Haar-Graveuren. Letzte Woche hat er ein Haar von Dick verwendet, einem unserer neuen Bären, dem gerade die beschädigte Gallenblase operativ entfernt wurde und der sicherlich dieses eine Haare nicht vermissen wird, das unsere Tierkrankenschwestern ihm bei der Vorbereitung zur Operation liebevoll ausgerissen haben.





Mit Hilfe eines Mikroskops und feinster Werkzeuge schnitzte Herr Guo nicht nur die chinesischen Zeichen für „Rettet die Schwarzbären – Verwendet keine Bärengalle mehr“, dieser talentierte Künstler schnitzte sogar JASPER!

Ich glaube, wir alle hatten zuerst wenig erwartet – denn das ist eine fast unmögliche Arbeit – doch hier, vor unseren Augen, entstand auf dem Computerbildschirm das Bild von Jasper mit seinem unverwechselbaren gelben Halbmond. Und uns stand staunend der Mund offen.





Ein Zahnstocher neben dem Haar zeigt, wie winzig die „Leinwand“ von Herrn Guo ist:



Herr Guo übergab uns freundlicherweise das vollendete Werk und gestattete uns, es für Spenden zugunsten der Bären zu verwenden. Mit den Bildern von ihm und dem Haar von Dick denken wir nun darüber nach, wie wir es am besten für eine Spendenaktion einsetzen können. Für ein Projekt, das so talentierten und großzügigen Menschen in China so sehr am Herzen liegt.


Wir mussten einfach auch ein Foto von Herrn Guo (und unserem PR Manager Rainbow) machen, wie sie stolz unser kleinstes Bärenkunstwerk vor unserem größten präsentieren – der Statue von Andrew, die jetzt die Besucher in unserem Mondbären Rettungszentrum begrüßt.


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