Auktion für die Bären 
Unsere langjährigen Unterstützer Kathy und Larry Schiller aus Los Angeles sind unendlich großzügig gegenüber den Bären. Mit ihrer jüngsten philanthropischen Geste, dem Verkauf eines ihrer besten chinesischen Kunstwerke zu Gunsten unserer Arbeit, haben sie sich selbst übertroffen. Die Auktion der besten Arbeit aus der „Maskenserie“ des Künstlers Zeng Fanzhi bei Christies in Hongkong am Samstag den 29. Mai brachte Animals Asia die phänomenale Summe von US$ 100.000,- ein.



Während einer Chinareise hatte Kathy vor einigen Jahren von den Qualen der Bären erfahren und uns kontaktiert, um zu erfahren, wie sie und ihr Mann Larry helfen könnten. Eines kam zum anderen und bald trafen sich Ende des letzten Jahres Alice, unsere Leiterin in den USA, Morgan, unsere Managerin für Öffentlichkeitsarbeit dort sowie ich, Kathy und Larry in ihrem wunderbaren Haus in LA bei einem Spendendinner. Bald danach boten sie uns großmütig an, zu Gunsten der Bären einige ihrer Kunstwerke zu verkaufen. So sagt Larry selbst dazu:
„Für jeden im Leben kommt die Zeit, wo man der Gesellschaft etwas zurück geben muss, um die Umwelt für alle Völker unserer Erde zu schützen. Animals Asia ist eine der führenden non-Profit Organisationen in Asien und arbeitet mit dem Ziel, für alle Tiere eine gerechte Behandlung und Respekt zu erlangen. Der Schutz der Mondbären, Hunde und Katzen vor Grausamkeiten durch Animals Asia schützt auch unsere Zivilisation und unsere Umwelt im 21. Jahrhundert.

Seit 2002 beobachten meine Frau Kathy und ich die Arbeit von Jill Robinson und Animals Asia beim Aufbau von Rettungsstationen als Heim für Hunderte von Mondbären, die nicht mehr in die Freiheit zurück können. Während eines Besuchs in Hongkong im letzten Jahr entschlossen wir uns, einige der im Lauf der Jahre gesammelten Kunstwerke zu versteigern, um diese Arbeit zu unterstützen. Der Beitrag von US $ 100.000 in diesem Jahr ist die erste von mehreren Spenden, die wir zur Unterstützung der Arbeit von Animals Asia machen werden.“

Diese beiden wunderbaren Menschen haben eine reiche Historie als Kunstsammler. Kathy war über 30 Jahre als hoch angesehene Studiofotografin in Hollywood tätig und arbeitet zusammen mit Persönlichkeiten wie Steven Spielberg, John Lennon und Arnold Schwarzenegger. Larry ist Emmy Preisträger, Fernsehproduzent und Direktor, der mit Richard Nixon, Marilyn Monroe, Muhammad Ali und dem berühmten Gerichtsmediziner Dr. Henry Lee zusammengearbeitet hat.

Während ihrer Chinareisen mit Dr. Lee kamen sie in engen Kontakt mit der chinesischen Kunst und begannen damit, eine für ihr Heim passenden Sammlung aufzubauen. Dabei konzentrierten sie sich auf das, was sie als die Hauptströmung der beginnenden Bewegung empfanden.
Natürlich ist das Hauptwerk dabei die „Maske“ von Zeng Fanzhi aus dem Jahr 2000.

Kurz vor der Auktion trafen wir uns auch mit Harriet Tung, die kam, um das Gemälde zu bewundern. Am Vorabend hatten Harriet und ihr Mann CC die Familie Schiller, Alice und mich zum Abendessen eingeladen, wo sie Animals Asia und „ihrem“ Bären Dong Fong Hai Wai ebenfalls eine Spende überreichte. So war nach dem Ereignis bei Christies auch Harriet dabei, als Kathy und Larry mir ihre großmütige Spende für Animals Asia überreichten.



Die Veranstaltung bei Christies war einmalig – ich wagte kaum zu atmen als der Preis für ihr Kunstwerk immer höher kletterte – im ganzen Raum sah man Kopfnicken oder Kopfschütteln als es die Versteigerung ihren Höhepunkt erreichte und der Hammer fiel. Larry und Kathy schienen erfreut zu sein und wenn die Bären lachen könnten, hätten sie das jetzt sicherlich auch getan.

Neben Juanita und unserem Marketing Team in Hongkong halfen Drew, Bruce und all die anderen bei Grayling, dieses Ereignis in der Öffentlichkeit bekannt zu machen – ganz ohne etwas dafür zu verlangen, so dass jeder Cent an die Bären geht. Ihre Hilfe war einmalig und es gab Geschichten darüber in Bloomberg und der South China Morning Post. Für ihrer professionellen Hilfe und Großzügigkeit gilt unser bester Dank. Drew, es war ein Vergnügen, Dich schließlich doch hier mit den Bären zu sehen!



Die Überraschung wurde perfekt als Kathy unsere Einladung zu einem Besuch in Chengdu annahm, um selbst zu sehen, wohin das Geld aus der Auktion gehen wird. Neben ihren vielen anderen Eigenschaften ist Kathy auch eine praktizierende Buddhistin und zum dritten Mal in ebenso vielen Wochen ertönten für unsere Bären beruhigende Gesänge, die sie in einen Mantel aus Licht und positiver Energie für ihr weiteres zukünftiges Leben hüllten.





Natürlich hatten wir auch für Kathy eine Überraschung - als sie zusah, wie bei Monkey, dem kürzlich geretteten Bären, die Gallenblase entfernt wurde – denn Monkey wurde ihr und Larrys Bär. Ihr Gesicht sprach Bände als sie die Pfote des schlafenden Monkey streichelte und die wirklich spektakulären Ohren ihres Bären bewunderte.

Kathy, das ganze Team war von Deinem Besuch hier begeistert – komm bitte bald wieder – und an euch beide - liebe, liebe Freunde und Champions für die Bären - gilt unser von Herzen kommender Dank für den Frieden und das Glück und einer Zukunft ohne Furcht, die Monkey und seine Freunde jetzt erwartet….

Wir hatten mit Drew (siehe oben) und Barry Yeoman, dem preisgekrönten amerikanischen Journalisten aus den USA sowie Julie Kay aus Marin County, die mit Alice gekommen war, um aus erster Hand zu sehen, was sie während der US Roadshow im vergangenen Jahr gehört hatte, noch weitere Freunde hier vor Ort.



Julie ist mit Monica Bando, unserer Tierärztin befreundet und sie kam, um mehr zu erfahren über den langen Weg der Erholung, der nach der Operation vor den Bären liegt und die Bären zu sehen, die es schon geschafft haben und sich ihres Lebens im Sonnenschein erfreuen. Es war eine geschäftige Woche, doch auch eine sehr glückliche – und ein paar Bären im Glück haben jetzt einen lebenslangen Paten, der ihnen hilft. Und auch denen, die sie in den Farmen zurück lassen mussten.
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Der „Benetton Bär“ bringt die Bärenfarmen nach Italien 
In dieser Woche der Kunst feierten wir rund um die Welt einige aufregende Ereignisse zugunsten der Bären und unserer anderen Programme in Asien.

Zunächst nach Italien, wo unsere wunderbaren Mitarbeiter alles daran gesetzt haben, um die Behörden in Neapel zu überzeugen, auf dem bekanntesten Platz der Stadt – der atemberaubenden Piazza del Plebiscito – eine Ausstellung abhalten zu dürfen. Diese Ausstellung wurde als Teil der offiziellen Agenda des „Maggio die Monumenti“ aufgenommen, einem seit 1994 abgehaltenen internationalen Festival dort.

Durch Vorführungen, Konferenzen und Kunst- und Fotoausstellungen, Konzerte und Workshops soll das historische und künstlerische Erbe Neapels damit gefördert werden und jedes Jahr kommen dazu über 500.000 Besucher aus der ganzen Welt.




Das war wirklich spektakulär! Carmen, Irene und das Team hatten den mit Aufnahmen für Benetton weltbekannt gewordenen Fotografen Oliviero Toscani überredet (Hier eine seiner berühmten Bilder: „Drei Herzen“), ein aufregendes neues Projekt im Rahmen unseres Themas „Rettet mich vor krank machender Medizin“ zu übernehmen. Oliviero hat uns schon in der Vergangenheit freundlich unterstützt.




Anfang Mai kamen sein Sohn Rocco Toscani (anerkannter Art Director von La Sterpaia, einem Workshop, wo Oliviero junge Künstler aus der ganzen Welt zusammenbringt) und Assistent Tommaso Gesuto aus Italien nach Chengdu um Dutzende unserer Bären für die Ausstellung in Neapel zu fotografieren.







Sie fingen den charismatischen Charme von Jasper, Prince, Quantock, Caesar und anderen Bären ein sowie den der kürzlich in Shandong geretteten Tiere und schon bald nach ihrer Rückkehr hatten Rocco und Tommaso aus den 50 besten Aufnahmen große Schautafeln gefertigt.

























Als ich zuerst aus dem Taxi stieg, glaubte ich, dass das nicht echt sei – riesige Fotos unserer Bärenfamilie in Chengdu standen nun mitten im wunderbaren Neapel und wurden vom Publikum bestaunt. Kinder standen mit ihren Eltern vor den Fotos und strahlten. Obwohl sie zu diesem Zeitpunkt wenig von den Bären wussten, berührte es mich zu sehen, wie diese Menschen die Bären dennoch bewunderten.

Die folgenden Fotos zeigen wir mit freundlicher Erlaubnis von www.lazampa.it und die Fotos oben wurden von unseren italienischen Mitarbeiterinnen aufgenommen.













Die Pressekonferenz am späteren Vormittag im Rathaus verlief wunderbar – der Vertreter des Bürgermeisters, Rat Valeria Valente, hatte mich, Carmen und Rocco dazu eingeladen, um darüber zu sprechen, wie wir die Botschaft von den Bärenfarmen nach Neapel gebracht haben. Dabei war auch Michele von der ENPA (der nationalen Tierschutzorganisation). Ich fühlte mich sehr geehrt, als mir Rat Valente die Goldmedaille der Stadt Neapel überreichte.




Nach der Pressekonferenz wurden wir eingeladen, auf der Piazza mit dem Durchschneiden eines Bandes die Ausstellung zu eröffnen und wir hoffen, dass die Menschen in Neapel und die Touristen dort sich unserer Mission für ein Ende der Bärenfarmen in Asien anschließen.




Als wir uns später verabschiedeten, konnten wir auch einige der anderen „Bewohner“ des Platzes – außer unserer Bären – besuchen. Oft auch vor den Fotos lagen einige der streunenden Hunde der Stadt im Schatten. Robust und freundlich, jung und alt, alle mit wedelndem Schwanz, kamen die gesündesten Streuner die ich jemals gesehen habe zu uns Besuchern, um ums zu begrüßen. Da war auch eine der freiwilligen Helfer, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, dass alle Hunde gesund und gut gefüttert sind. So gut sogar, dass der wunderhübsche Zorro sich sogar weigerte, eine der leckeren Pasteten zu essen, für die Neapel bekannt ist und die ich mir für den Rückflug aufgehoben hatte.

Am Ende eines Blitzbesuchs von gerade einmal 24 Stunden freute ich mich auf die Einladung, das „echte“ Neapel zu sehen und die Kirchen und Kapellen der Stadt zu bewundern. Dort ist eine der schönsten Architekturen, die ich seit vielen Jahren gesehen habe. Wir besuchten die Kapelle San Severo mit der weltbekannten Figur des Verschleierten Christus.




Meinen neuen Freunden in Italien – Simona, Mariuccia, Chiara, Adolfo, Tonino und Massimo meinen herzlichsten Dank… und natürlich auch unserem wunderbaren, wunderbaren Team dort – Carmen, Irene, Antonello und Giulia, die diese Ausstellung ohne Kosten für Animals Asia organisiert haben. Jeder Cent geht an die Bären. Grazie mille an all unsere wunderbaren Bärenfreunde in Italien von den Bären und den Teams in China und Vietnam, die von eurer Hilfe so viel profitieren.

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Alibaba zeigt Herz 
Wieder einmal haben sich Hartnäckigkeit, Ausdauer und Leidenschaft gelohnt – als Ergebnis der Anstrengungen von zwei unserer tollen Mitarbeiter in Hongkong. Sie haben Alibaba Limited angesprochen, nachdem sie auf deren Internet Seite Alibaba.com Produkte aus dem Fleisch und dem Fell von Hunden und Katzen fanden. Alibaba.com ist das größte e-commerce Portal der Welt.

Als erste machte uns Carney darauf aufmerksam und schrieb sogleich Alibaba an. Dort nahm man ihre Bedenken ernst und versprach, die Sache zu untersuchen. Von da an ging es schnell voran und nach Treffen zwischen Carney, Angela und Linda von Alibaba in Hongkong entwickelte sich daraus eine Lawine und man versprach sogar, nicht nur alle Produkte mit Verbindung zum grausigen Handel mit Fleisch und Fellen von Hunden und Katzen aus dem Programm zu nehmen, sondern dazu auch alle Produkte mit Bärengalle.

Aber nicht nur von Alibaba.com, sondern auch von dessen sehr bekannten chinesischen Schwester Taobao.com.

Mitte Mai fuhren Rainbow und ich zum Aktionärstreffen von Alibaba in Shenzhen, auf dem hunderte Aktionäre und Medienvertreter dem charismatischen Gründer Jack Ma (hier min Bild mit Rainbow und mir) bei seiner Rede lauschten, in der er die aktuellen Ergebnisse des Unternehmens vorstellte und die Gründe erläuterte, warum sie sich im Rahmen ihrer neuen Unternehmensinitiative für ein soziales Bewusstsein mit Animals Asia zusammengetan haben.



David erklärte auf sehr bewegende Weise, wie das Gewissen des Unternehmens zum ersten Mal durch die Informationen über Haifischflossen aufgerüttelt wurde, die sie im vergangenen Jahr erhalten hatten. Er sagte, dass es bei vielen Haiarten zwar eine große legale Grauzone für den Handel gibt, doch als Alibaba erfuhr, wie die Flossen „geerntet“ werden und was die Haie dabei erleiden, waren sie der Meinung, dass dies weit mehr als nur eine rechtliche Frage sei.

Genau so war es mit den Bären….David erläuterte den Zuhörern, dass es für Alibaba eine moralische Pflicht sei, den Bären in einer den Haien vergleichbaren Lage zu helfen – so wie die Artenvielfalt in den Ozeanen verloren geht, so verschwinden auch die Bären indem sie „ausgemolken“ werden. Mit Leidenschaft erklärte er, dass sein Sohn wohl noch frei lebende Mondbären sehen könne, doch sein Enkel sie vielleicht nur noch von Bildern und Filmen kennen lerne. Seine Pflicht als Vater sei es, dies zu verhindern.

Vor der Rede von David war ich noch besorgt darüber, ihre neue Initiative bezüglich der Hunde und Katzen vorzustellen. Denn wir waren schließlich in Shenzhen in Südchina. Dort werden jede Woche tausende Hunde und Katzen gegessen und in dem Auditorium gab es sicher viele, die ab und an auch Hundfleisch essen. Dennoch musste es gesagt werden und in meiner Dankesrede für David erläuterte ich die Entscheidung von Alibaba, die ja über die Verbannung von Produkten mit Bärengalle hinausgeht.

Mit ihrer Entscheidung, auch Produkte mit Fleisch oder solche mit Fellen von Hunden und Katzen abzusetzen, haben sie Mitgefühl und ihre Anerkennung für Begleittiere gezeigt, die ihre Liebe und Loyalität den Menschen auf der ganzen Welt bereits bewiesen haben und etwas besseres verdienen, als nur als Handelsware betrachtet zu werden.



Vor allem Hunde sind in China zu Helden geworden, nachdem sie Seite an Seite mit den Rettungsmannschaften nach dem Erdbeben in Sichuan gekämpft haben. Auch während der Olympischen Spiele waren sie zum Schutz gegen Terroristen im Einsatz. Daher seien wir im Namen von Millionen Menschen in China und der Welt sehr dankbar für die Entscheidung von Alibaba. Während ich darauf wartete, dass Rainbow meine Worte übersetzt, brach plötzlicher Applaus aus und Rainbow und ich sahen uns strahlend an in dem Bewusstsein, dass der Tierschutz in China gerade wieder einen Schritt voran gekommen war.



David scherzte, dass Bären in den Finanzmärkten als etwas Negatives gesehen werden, doch „wir glauben, das stimmt nicht. Denn für jeden aus einer Farm geretteten Bären wird etwas Negatives zu etwas Positivem“. Bei diesen Worten übergaben wir ihm ein Bild von „Alibaba“, einem unserer vor kurzem geretteten Bären, den wir zu Ehren eines Unternehmens mit Herz so benannt haben.



Damit will ich diesen Blog beenden – ganz im positiven Geist und voll Dankbarkeit nicht nur gegenüber Alibaba, sondern auch gegenüber Carney (oben) und Angela, die man hier bei ihrem letzten Besuch in Chengdu sehen kann.





Hier ist auch unserer Presseinformation zu diesem Thema.
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Vom Fleischhund zum Star bei der Hundeschau Crufts 
Vom Fleischhund zum verwöhnten Freund und Star in England! Das ist der Werdegang von Twizzle, der Anfang 2009 fast in einem Restaurant in Südchina geendet wäre. Twizzle war einer der 149 Fleischhunde, die auf dem Weg zu den grausigen Märkten für Lebendtiere in Guangzhou von einer Tierschutzgruppe aus Chengdu abgefangen wurden. Sie baten uns damals um Hilfe.

Viele von euch erinnern sich vielleicht noch. Silvester 2008 waren unsere Tierärzte und unser Bären- Ausbildungsteam auf dem Weg zur Rettungsstation, wo sie einen Lastwagen voller Käfige mit winselnden Hunden vorfanden.

Dieser Tag und die nächsten Wochen werden für immer in meinem Gedächtnis bleiben. Trotz der unendlichen Anstrengungen des Teams, möglichst vielen Hunde zu helfen, verloren wir schließlich 102 davon – sie waren zu krank, um es zu schaffen.

Helena Molloy kam ursprünglich als freiwillige Helferin für die Bären zu uns, doch sie war dann in der ganzen Zeit bei den Hunden im Einsatz. So wurde die arme Helena ziemlich plötzlich in unsere Welt der unerwarteten Ereignisse eingeführt, aber sie zeigte nicht einmal Schwäche, als sie diese raue Seite Chinas kennenlernte.



Freundlich und professionell half sie so viele Hunde wie möglich zu heilen – wobei ihr einer besonders ins Auge stach. Wir nannten diese Hündin Mummy Dog und Ströme von Tränen wurden vergossen, als wir ihre neugeborenen Jungen einschläfern mussten. Denn es gab keinen Platz für eine Quarantänestation und die Kleinen würden in diesem Chaos an Verzweiflung und Krankheiten nie überleben.

Mummy Dog war der süßeste und liebste Hund der Welt. Zunächst scheu, doch trotz allem, was ihr zugestoßen war, begann sie uns zu trauen und sich ruhig neben uns zu setzen, während wir arbeiteten. Bald schon hatte sie Helenas Herz gewonnen.



Neulich war Helena bei der Hundeschau in Crufts in England, um für unsere vierbeinigen Freunde in Asien zu werben. Und wer war da neben ihr und becircte die Mitarbeiter und Unterstützer gleichermaßen? Ja, Mummy Dog – jetzt genannt „Twizzle“.

Um sie von China herüberzuholen, gab Helena tausende Pfund aus. Jetzt war sie schließlich in England. Ein glückliches Ende und eine Geschichte, die „Lassie“ Konkurrenz macht. Hier ist der Bericht von Helena und ein paar Fotos von Twizzle mit ihren neuen Hundefreunden und auch ein paar ganz speziellen Menschenfreunden. ( Helena mit Twizzle und, von links, Annie, Hayley und Judy).



„Ich bedaure nicht, das ganze Geld für einen chinesischen Fleischhund ausgegeben zu haben. Eigentlich ist es schon komisch, denn ich weiß nicht, wie viele andere Hundebesitzer ich bei den Spaziergängen mit ihr hier getroffen habe, die mir sagten, wie hübsch sie sei. Ohne dass ich zuvor etwas sagte! In China schaut sie wie jeder andere Hund aus. Doch hier in England ist sie wirklich etwas Besonderes.

Sie hat sich gut an ihr neues Zuhause gewöhnt und außer dass sie aufs Sofa springt, wenn ich das Haus verlasse (Sie ist offensichtlich intelligent, denn sie versucht es nicht mal, wenn ich da bin. Doch der warme Fleck verrät sie), ist sie der perfekte Hund.

Sie liebt die Spaziergänge und hat schon zwei Hundefreunde, Bob und Beanz, die meinen Freunden gehören. So kann sie fast jeden Tag mit ihnen herumtollen. Leider fürchtet sie sich vor dem Auto und es wird ihr da übel. Doch ich arbeite daran und sie wird hoffentlich bald lernen, dass ein Auto sie zu Plätzen bringt, die Spaß machen, wo sie frei laufen und schnüffeln kann.“

Die Geschichte von Twizzle brachte es in England auch auf die Titelseiten. So im Magazin „Dogs Today“.



Nach dem Treffen in Crufts sagte Nicky, unsere PR und Veranstaltungsmanagerin:

„Wenn man Twizzle zum ersten Mal trifft, ist man begeistert. Mein erster Eindruck ist, sie ist so klein dass ich überhaupt nicht verstehe, wie sie als Fleischhund gesehen werden kann.

Als ich sie mit Helena sah (sie betet sich ganz offensichtlich an) und als sie so von hunderten Besuchern an unserem Stand gestreichelt wurde, als sie der Star im TV Interview war und als viele Reporter sie für Hundemagazine fotografierten, erstaunte mich ihre Ruhe und Entspanntheit. Speziell wenn man bedenkt, woher sie vor nicht einmal einem Jahr hergekommen ist. Seit dem Tag ihrer Rettung ist sie ein wahrer Schatz und dankt uns für all die Liebe und Zuneigung die sie von allen empfangen hat.“

Hier ist noch mehr über die Reise von Helena und Twizzle.

Vielen Dank, Helena, für Deine wunderbare und hingebungsvolle Arbeit als freiwillige Helferin – und dafür , dass Du Twizzle das Leben gegeben hast, das sie liebt.






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Kristallklare Beweise 
Dienstag, 5. Mai: Alle waren stumm als die Röntgenbilder auf den Schirm kamen. Crystal, unsere ältere, im Oktober 2000 gerettete Bärin, lag auf dem Röntgentisch wegen ihrer arthritischen Hüfte und Rückgrads.

So klar wie ihr Name war hier der Schatten dreier Kanülen in ihrer rechten Hüfte und einer in ihrer linken zu sehen, wobei die Nadelspitzen ihr tief ins Fleisch stachen.





Zum ersten Mal wurde sie jetzt von unserer leitenden Tierärztin Heather mit unserem neuen Röntgengerät untersucht. Es war nicht schwer, hier zwei und zwei zusammenzuzählen und zu erkennen, dass der Farmer damals in den 90er Jahren wohl einen kranken Bären gesehen hat und sie so fest mit der Spritze gestochen hat – wahrscheinlich enthielt sie Antibiotika – dass die Nadel abbrach und im Lauf der Zeit tief in ihre Muskeln hinein wanderte.

Die Antibiotika wurden nicht aus Mitleid gespritzt, sondern aus Furcht, dass der Farmer eine wertvolle Ressource verliert, wenn sie an einer Infektion stirbt, die durch den eitrigen Katheter in ihrem Bauch verursacht wurde.

So sehen wir einen weiteren Beweis der Zustände, während wir über das Leben dieses armen Bären auf der Farm sinnieren. Die Klauen abgeschnitten, die Zähne abgebrochen und die Narben am Bauch dort, wo der Katheter hervorragt – alles um die Stelle wo der Gallensaft entnommen wird so weit wie möglich von ihrem Kopf entfernt zu halten.

Da die Entfernung der Nadeln einen tiefen Eingriff bedeuten würde und weil Heather weiß, dass die Medikamente gegen die Arthritis, die Crystal bereits bekommt, auch gegen etwaige von den 1 bis 3 cm langen Nadeln ausgelöste Schmerzen wirkt, werden wir diese nicht entfernen. Bis zu diesem Tag, an dem wir uns alle versammeln und uns von diesem tapferen und vertrauensvollen Bären verabschieden werden.


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