Ping Guo übersteht überlange Operation 
Diese Nachricht habe ich vor kurzem an Besucher geschickt, die dabei waren, als bei Ping Gio (das heißt „Apfel“) am Morgen die Gallenblase entfernt wurde. Zwölf Stunden später lag sie noch immer auf dem OP-Tisch. Ich hoffe, dass die Bärenfarmenindustrie stolz darauf ist. Dieser Arme Bär muss bald nochmals wegen seiner zerschmetterten Eckzähne operiert werden.
„Ich dachte mir, dass ihr vielleicht interessiert seid zu erfahren, dass es jetzt fast 21 Uhr ist und Ping Guo noch immer auf dem OP-Tisch liegt. Damit hat sie den bisherigen Rekord für die längste Operation an einem Bären gebrochen - fast auf die Minute genau 12 Stunden. Ihr Bauchraum war eine Schande und sie hatte die abscheulichste vernarbte Gallenblase, die wir je gesehen haben. Wie ihr ja selbst gesehen habt, schien die Sache von außen nicht so furchtbar zu sein. Doch das verbarg nur die vielen Probleme im Inneren. Mitten drin steckte ein Gallenstein so groß wie eine Kartoffel mit seinen 8,5 x 4 cm. Unseren Tierärzten gebührt ein großes Lob. Sie sind gerade dabei, sie wieder zuzunähen.“
Trotz der Dauer und Schwere ihrer Operation hat Ping Guo alles gut überstanden und erholt sich gut – und wir haben ein weiteres Beweisstück für die chinesische Regierung, um die Wahrheit über die heutige Bärenfarmenindustrie zu beweisen.








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Nothilfe Bärenrettung


Unsere neue kleine Familie in Vietnam 
Die Tür unseres Jeeps öffnete sich und mit schreckgeweiteten Augen schauten unsere neuen Familienmitglieder in die Welt. Kleine Häufchen von Mondbären, nur etwa 4 bis 5 kg und geschätzte drei bis vier Monate alt.

Tuan, unser Direktor in Vietnam, die Tierärztin Kirsten und ich kamen soeben von der Akademie für Wissenschaften in Vietnam, wo Herr Dang Tat The, Leitender Forscher am Institut für Ökologie und biologische Ressourcen den Auftrag hatte, diese jungen Welpen offiziell zu identifizieren.

Nachdem er sie fotografiert hatte, bestätigte er gerne, dass es sich wirklich um Mondbären handelt – die damit nun auch offiziell von einer Farm in der Provinz Dien Bien beschlagnahmt waren – ehe er mit Tuan die für die Übergabe notwendigen Dokumente unterschrieb. Das war kein Scherz, sondern nur ein weiteres Beispiel dafür, welche Tricks die Farmer sich ausdenken, um ihre illegal gehaltenen Tiere zu behalten.






Nach der Razzia leugnete der Farmer, Mondbären zu halten – trotz der Tatsache, dass die Tiere die da laut vor den Augen der Behörden schrien, genau wie solche aussahen mit ihrem zitronenfarbenen Halbmond und den winzigen Mondbärenohren. Das bedeutete für die Welpen zusätzlichen Stress, denn nun mussten sie zunächst offiziell von dem Institut in Hanoi als Mondbären bestätigt werden, bevor wir sie nach Hause bringen durften.

Wer weiß schon, was sonst noch auf der Farm passiert ist. Oder während ihrer Gefangennahme, bei der sie von ihrer Mutter weggerissen wurden, die sich dagegen verzweifelt gewehrt hat. Und wo war diese Mutter jetzt? Wird der Farmer angeklagt dafür, dass er die Gesetze so völlig missachtet hat?

Dagegen steht, dass wir wissen, dass die Forstschutzbehörde von Dien Bien sich hervorragend um die Welpen gekümmert hat, solange sie dort bleiben mussten. Sie wurden gut gefüttert und versorgt. Ihr weiches, seidiges Fell, ihre aktives und aufgewecktes Verhalten zeigen das. Doch sie brauchen die liebevolle Pflege unseres Teams in Tam Dao, das ihnen in den kommenden Monaten ihre offizielle „Mutter“ sein und sich rund um die Uhr um sie kümmern wird.





Anfänglich waren beide Welpen sehr verschreckt. Einen kleinen dürren Jungen, dessen rechte Hinterpfote verletzt ist, nennen wir jetzt Chien Thang. Das heißt so viel wie siegreicher (kleiner) Krieger).

Daneben gibt es noch ein etwas stämmigeres Mädchen namens Charlie, so genannt nach unserem Bärenmanager Charlie in Tam Dao. Beide blickten blinzelten auf die Menschen rings um sie herum. Das Mädchen scheint mutiger zu sein, denn sie streckte ihre rosige Zunge nach der Hand von Kirstie aus, ehe sie neugierig die Pfoten zwischen den Gitterstäben hervorstreckte.



Der kleine Junge wollte mir wohl zeigen, dass er trotz seiner geringen Größe hier der Boss ist, denn nachdem er meine Hand mit der Zunge berührt hatte, knabberte er sie gleich darauf an. Natürlich mussten Kirstie und ich darüber lachen, denn dies ist schon ein guter Anfang und ein positives Zeichen für die offensichtliche Gesundheit der Bären.

Schon Minuten später schleckten sie eifrig ihre Babymilch auf und leckten die Reste von ihren Pfoten ab. Danach, mit vollem Bauch und offensichtlich zufrieden rangen, sie spielerisch miteinander im Käfig. Die Reise zurück nach Tam Dao verlief ohne Zwischenfälle. In ihrem Welpenzimmer und mit einer weiteren Mahlzeit im Bauch turnten sie danach in ihrer neuen Welt umher und spielten miteinander, als ob sie nie etwas anderes gekannt hätten.





Schon zeigt es sich, dass Charlie der neugierige und dominante der beiden Welpen ist und Chien Thang versucht tapfer, sich zu behaupten. Er hat sich schon einen weiteren Kosenamen verdient: Der kleine „Spitfire“. Wenn sie sich in der nächsten Woche etwas besser eingewöhnt haben, werden sie erst einmal medizinisch untersucht und wir röntgen das Bein von Chien Thang. Damit Kirstie sieht, was damit nicht in Ordnung ist.

Jetzt aber erst einmal ein großes Lob für unser Team in Vietnam, inklusive Tuan, der wieder einmal durch das politische Minenfeld geschlüpft ist, um unsere neuen Familienmitglieder nach Hause zu bringen. Kirstie und Caroline, die sich so professionell um alle medizinischen Belange bei dieser Aktion gekümmert haben und Pernille, deren Aufgabe es sein wird, die Welpen in den nächsten Wochen zu füttern und sauber zu halten. Sie erhält bald Unterstützung durch zwei Mitglieder unseres Bärenteams (alle aus dem Team möchten gerne diese Aufgabe übernehmen!).

Vielen Dank auch an Chinh, der die ersten Fotos von diesen quirligen kleinen Strolchen machen konnte, die sich hoffentlich nächstes Jahr schon mit den anderen Jungtieren draußen in den Freigehegen messen können.

Es scheint kaum ein Jahr her zu sein, als der kleine Taurus zu uns kam, mit einem Gewicht von gerade einmal 2,3 kg. Jetzt wiegt er bereits 92 kg!

Nochmals vielen Dank an unser Team in Vietnam, deren grenzenlose Liebe und Pflege sicher stellen, dass die dunklen Tage im Leben dieser Welpen bald in ihrem neuen freudevollen Leben vergessen sein werden.









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Nothilfe Bärenrettung


Dickerchen Nicole muss zum Zahnarzt 
Fast fünf Monate nach ihrer Rettung in Vietnam steht in dieser Woche unsere Nicole im Mittelpunkt des OP-Raumes. Wenn man sie auf dem OP-Tisch liegen sieht, während ihre Zähne von unserer Tierärztin Kirsty und der Tierkrankenschwester Caroline behandelt werden, kann man kaum glauben, dass sie seit ihrer Ankunft am 21. Januar bereits volle 30 kg abgenommen hat.



Bei unseren Bären ist der Begriff „krankhafte Fettsucht“ nicht gebräuchlich. Doch Nicole war ein geradezu ein Dickmops, dem man in den Jahren auf der Farm ganz offensichtlich mit das falsche Futter gegeben hat. Obwohl Nicole seitdem auf Diät ist, ist sie nach wie vor noch eindrucksvoll „in Form“ und laut Caroline liebt sie ihr Futter über alles.



Am meisten beeindruckt uns dabei, dass sie trotz der Schmerzen in ihren stark gesplitterten Eckzähnen weiter isst. Deshalb werden ihr bei der heute stattfindenden Operation alle vier kunstvoll entfernt.

Wenn das vorbei ist, wird sie auf die Operation zur Entfernung der Gallenblase vorbereitet. Laut Kirsty zeigt diese im Ultraschallbild abnorm verdickte Wände, was wahrscheinlich auf chronische Entzündungen durch die Entnahme des Gallensafts zurückzuführen ist.

Inzwischen ist die Zahnoperation gut verlaufen und Caroline steht Nicole mit einer Mischung aus Früchten und fettarmen Leckereien bei, die wir mit Medikamenten versetzt haben, um ihre Schmerzen zu lindern. Bei Caroline ist Nicole sicher und in guten Händen.



Auf diesem Bild sieht man, wie Caroline Nicole liebkost, während Kirsty die Eckzähne entfernt und Tuan, unser Direktor in Vietnam, ihr die Klauen zurückschneidet:


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Unsere Bären in der Presse 
Daniel Jeffreys, der Herausgeber des Magazins Sunday Morning Post in Hongkong, war kürzlich bei uns in Chengdu, um über die Rettung der Bären aus Shandong und unsere Arbeit für ein Ende der Bärenfarmen zu berichten. Heute ist Daniels Geschichte im Magazin erschieknen und wir sind ihm und der South China Morning Post sehr dankbar, dass er so das mühselige Leben der Bären bekannt macht.



Es hat uns sehr gefreut, Daniel, Dich kennen zu lernen und alle hier bei Animals Asia sind Dir dankbar dafür, dass die SCMP den Tieren, die so dringend ein Ende ihrer Qualen erwarten, eine Plattform gegeben hat.

Hier ist die ganze vierseitige Geschichte.

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Hoffnung auf Freiheit 
Nur selten treffen Elefanten und Bären aufeinander. Doch es geschah in England und Animals Asia profitierte von dieser einzigartigen Partnerschaft.

Nicky aus unserem Büro dort erklärt uns die Einzelheiten und ich übergebe ihr diesen Blog – doch zuvor möchte ich mich herzlich bei der Elefantenfamilie dafür bedanken dafür, dass sie das Konzept gestartet hat. Und auch bei Suzie Marsh, Bildhauerin und eine unserer langjährigen Unterstützerinnen. Sie hat die Statue des Mondbären auf dem Rücken des Elefanten geschaffen und ihr Werk „Hoffnung auf Freiheit“ getauft. Hier ist ein wunderbares Bild dieses Kunstwerks wie es gerade von Mitgliedern der englischen Polizei betrachtet wird!



Und jetzt zu Nicky:

Wir von Animals Asia freuen uns, von der Elefantenfamilie eingeladen worden zu sein. (Dies ist eine Organisation, die den Schutz des Asiatischen Elefanten zum Ziel hat.) Wir durften an der Elefantenparade in London teilnehmen, die wohl im Zeitraum Mai – Juni die größte öffentliche Kunstausstellung in der Hauptstadt ist.

Mit mehr als 250 lebensgroßen Babyelefanten aus Fiberglas, jeder individuell gestaltet und von einigen der bekanntesten Künstler und Persönlichkeiten des Landes bemalt, bringt die Parade Bewusstsein und auch Spenden für die hoch gefährdeten Asiatischen Elefanten.

Als einer von 20 Umweltschutzpartnern, die sich alle für den Schutz von Arten aus Asien einsetzen, unterstützt Animals Asia die Parade durch unseren eigens gestalteten Elefanten. Unser Elefant, der von der Firma Direct Hygiene Ltd. Großzügig gesponsert wurde, heißt „Hoffnung auf Freiheit“ und zeigt einen eindrucksvoll gestalteten Mondbären, der auf einem Asiatischen Elefanten reitet.

Der Bär wurde von der international anerkannten Künstlerin Suzie Marsh geschaffen, die schon seit vielen Jahren Animals Asia großzügig unterstützt. Schüler der Hall Grove Schule in Surrey haben die Decke des Elefanten gestaltet.

Mit der Teilnahme bei der Parade hofft Animals Asia das Bewusstsein über die Leiden der gefährdeten Asiatischen Bären, die in den Gallenfarmen gefangen sind, weiter zu steigern. Beide Arten müssen sich ähnlichen Gefahren stellen. So das Verschwinden der natürlichen Lebensräume und der Handel mit ihren Körperteilen für die Traditionelle Chinesische Medizin.

Wir hoffen, dass viele unserer Unterstützer und deren Freunde und Familienangehörige kommen und diese Initiative unterstützen. Zusammen mit den anderen Elefanten findet man „Hoffnung auf Freiheit“ bis zum 23. Juni im Green Park.

Danach werden die Elefanten vom 23. Juni bis 2. Juli in einer großen Herde am Royal Hospital Chelsea ausgestellt und anschließend werden 60 Elefanten, darunter auch „Hoffnung auf Freiheit“ einzeln am 3. Juli bei Sothebys versteigert.

Derzeit können bereits online Gebote für jeden dieser Elefanten (Hoffnung auf Freiheit hat die Nummer 243) abgegeben werden. Hier finden sich Einzelheiten dazu. Bitte beachtet, dass 70 Prozent des Verkaufspreises von „Hoffnung auf Freiheit“ direkt in unsere Rettungsarbeit für die Mondbären gehen. Bietet daher großzügig.


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