Mönche segnen unsere Bären in Vietnam 
Vor kurzem erhielt ich von Tuan, unserem Direktor in Vietnam, einen sehr schönen Bericht über den Besuch einer Gruppe buddhistischer Mönche in unserem Rettungszentrum in Tam Dao. Das erinnert mich an den April 2010, wo buddhistische Mönche unser Zentrum in Chengdu und China besuchten und unsere neu geretteten Bären und das ganze Rettungszentrum segneten. Über allem lag damals Ruhe und Gelassenheit. Tuans Geschichte ist besonders anrührend, denn sie zeigt wieder einmal, dass immer mehr Menschen die schmutzige Wahrheit der Bärenfarmen in Asien nicht mehr tolerieren.







Am 8. Mai 2011 kamen 40 buddhistische Mönche des Phu Nghi und des Thien An Tempels in den Bergen von Tay Thien (etwa 20 km entfernt von unserem Rettungszentrum), um unsere Bären zu segnen. Darunter waren 30 buddhistische Freiwillige aus Hanoi, die in den Tempeln bei verschiedenen Arbeiten helfen. Die Mönche hörten von unserem Rettungszentrum und nahmen über den (Tam Dao) Nationalpark mit uns Kontakt auf, worauf wir sie zu einem Besuch einluden. An jenem Tag vollzogen die Mönche eine Zeremonie für Frieden und Heilung für die Bären, die so viel gelitten haben. Zusätzlich noch eine Zeremonie zur Besänftigung der Geister der Umgebung, um unser Rettungszentrum gegen schlechte Elemente zu schützen. Davor sprach der Leitende Mönch darüber, wie wir alle uns für den Schutz der Bären und der Wildtiere einsetzen sollen und wandte sich dabei besonders an die Jugend, die diesen Wandel zum Besseren anführen kann. Die Zeremonien dauerten über eine Stunde. Danach gingen die Mönche zu unserem Doppel-Bärenhaus und segneten dort alle Bären.







Ich erzählte den Mönchen von der Situation in den Bärengallefarmen in Vietnam und es erstaunte sie zu hören, welches Leid unsere Bären zu ertragen hatten. Der Leitende Mönch sagte uns, dass die Tempel alles tun werden was in ihrer Macht steht, um uns zu helfen – und dass sie mit uns gemeinsam die Botschaft zum Schutz der Bären und gegen ihre kommerzielle Ausbeutung weitertragen wollen. Obwohl es ein zu heißer Tag war, um im Freien eine solche Zeremonie abzuhalten, war es ein sehr guter Besuch. Als uns die Mönche verließen, hatte ich ein Gefühl von Hoffnung, Ruhe und Zufriedenheit, das auch danach noch anhielt.
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Report von TRAFFIC belegt: Handel mit Galle außer Kontrolle 
Seit langem erwartet, aber das Warten hat sich gelohnt. Ein beeindruckender und explosiver neuer Report von TRAFFIC (Netzwerk, das den Handel mit Wildtieren überwacht) zeigt einen außer Kontrolle geratenen Handel unter der Überschrift: „Handel mit illegaler Bärengalle wuchert wild in Asien“.

Dieser lang erwartete Report, „Pillen, Ampullen, Puder und Flocken: Der Handel mit Bärengalle in Asien“, liefert den positiven Beweis, dass „das Wildern und illegale Handeln von Bären, weitgehend getrieben von der Nachfrage nach Galle für die traditionellen Medizin und aus dem Volk stammende Rezepte, in weitem Umfang auch weiterhin in Asien unvermindert vorhält.“

Unterstützt von einigen großzügigen Freunden weltweit war es Animals Asia möglich, finanzielle Mittel zu dieser grundlegenden Initiative beizusteuern und wichtige Informationen im Hinblick auf China und Vietnam beizutragen.

Heute zeigt der Report einen „komplexen und robusten Handel mit Bären-Produkten“, bei dem das „Festland von China das am häufigsten genannte Land für die Herkunft dieser Produkte in der Region ist.“

Dreizehn Plätze wurden überwacht, dazu einige Bärenfarmen in Laos, Myanmar und Vietnam. Alle Laden für traditionelle Medizin an diesen Orten, außer Macao, boten Bärengalle zum Verkauf. Alle Orte außer dem Festland von China und Taiwan boten signifikante Mengen an Bärengalle international an. China war der größte Produzent, mit sieben Ländern, die große Mengen an Produkten aus China anboten.

TRAFFIC wies darauf hin, dass jedes Land (außer Korea) mit Farmen sowohl Produzent als auch Konsument von Bärengalle ist und daraus schloss, dass Bärenfarmen keinerlei Form des Artenschutzes gewährleisten, da der Druck auf die Wildpopulationen und eine ständige Nachfrage nach Bärengalle in Asien fortbestehen. Viele dieser Produkte kamen aus Wildbeständen, was die Effizienz der in den Bärenfarmen angewandten Praktiken als Maßnahme angeblichen Artenschutzes widerlegt, die ja angeblich den Druck auf die Wildpopulationen durch die Beschaffung von Farmbärengalle mindern sollen.

Es gab auch einige Überraschungen. Das Papier stellte fest, dass die Galle in Hongkong aus Japan und dass in Korea gefundene Galle aus der Wildnis Russlands stammen soll. Während also die Läden in Korea offensichtlich keine Galle aus China und Vietnam verkaufen, wissen wir doch, dass die chinesischen und vietnamesischen Farmen selbst einen wilden Handel mit koreanischen Touristen treiben, die die Galle illegal zurück in ihr Land schmuggeln.

In Japan, interessanterweise, wurden vier Bärenparks besucht. Die Pressesprecher dieser Parks sagten alle, dass sie ihre Bären nach ihrem Tod verbrennen würden. Nur ein Parkangestellter gab zu, dass Bärenprodukte verkauft würden, die nach ihren Aussagen von wilden Bären stammten. Leider erlauben die Gesetze in Japan die Jagd von wilden Bären als gefährlichen Tieren…

Ganz offensichtlich werden demnach Bestimmungen von CITES ignoriert und nationale Bestimmungen strafrechtlich nicht nachverfolgt, denn reine Galle, Gallenprodukte, Gallenblasen und lebende Bären werden oft über internationale Grenzen hinweg gehandelt. Nach Empfehlungen von TRAFFIC sollten Märkte, die illegal Bärenprodukte verkaufen, geschlossen werden und eine größere strafrechtliche Nachverfolgung und Umsetzung in ganz Asien wäre notwendig.

TRAFFIC empfiehlt darüber hinaus, dass sich die Association of South East Asian Nations Wildlife Enforcement Network (ASEANWEN) und die Partnermitglieder des International Consortium on Combating Wildlife Crime (ICCWC), das aus dem CITES Sekretariat, Interpol, United Nations Office on Drugs and Crime, World Customs Organisation und der Weltbank besteht, sich als geeinte Kraft zusammenschließen und gegen den Handel kämpfen.

TRAFFIC betont, dass die strafrechtliche Nachverfolgung und Informationen zu Beschlagnahmungen geteilt werden und illegale Bärenfarmen geschlossen werden müssen. Wir würden einen Schritt weitergehen und vorschlagen, dass ALLE Farmen sowohl in China als auch Vietnam dringend unersucht werden müssten, damit die zwangsläufig illegalen Praktiken entlarvt und die Farmen endlich geschlossen werden.

Und, vernünftigerweise, empfiehlt TRAFFIC verschiedene Aufklärungskampagnen von NGOs, um Aufmerksamkeit zu wecken und die lokalen Einrichtungen zu ermutigen, beim Schutz der Bären mitzuhelfen. Dies würde Hotlines einschließen, so dass die Öffentlichkeit ermutigt werden kann, illegales Jagen und Handeln von Bären zu berichten.

Noch einmal, einer der wichtigsten Schlüsse, die aus dem Report gezogen werden können ist, dass die chinesischen Bärenfarmer ganz klar die Bestimmungen umgehen und illegal Bärengalle exportieren, an eine Industrie, die völlig außer Kontrolle ist. Während China als der bekannteste Platz für die Herkunft von Bärengalleprodukten in der Region berichtet wird, ermutigen wir die Behörden, die massenhafte Ausbeutung der in diesem Land bedrohten und charismatischen Bären durch einige wenige gierige Opportunisten, die alle Anstrengungen zum Arten- und Tierschutz verhindern, zu beenden.

Lesen Sie die ganze Geschichte hier.


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Tremor der Schreckliche 
Dieser kleine Hund fehlt mir so sehr – aber ich bin froh, dass Judy und ihre Familie in UK ihn so lieben. Judy hat mir einen großartigen Bericht über unseren kleinen Prinzen Tremor geschickt, der sich in einem nimmer endenden Glückstaumel befindet, seit er sein neues Leben in UK begonnen hat. Tremor wurde von einem bebenden Berg gerettet, direkt nach dem Erdbeben, dass Sichuan im Mai 2008 so sehr zerstörte.

Genießen Sie Judys Update und die Fotos ebenso wie ich es tat – und feiern Sie Trems neues und sehr verwöhntes Leben. Und bitte, sorgen Sie sich nicht um die Ratten. Ich glaube, die Ratten sind vor ihm in Sicherheit…

Liebe Jill,

heute Abend sitzen wir am offenen Feuer und Trem hat es sich davor bequem gemacht und genießt die Hitze – und wir dachten, du hättest bestimmt gerne gewusst, wie es ihm jetzt so geht. Er hat die Jagd entdeckt! Ratten sind um den Teich gewandert und haben versucht, das Entenfutter zu holen und Tremor hat das bemerkt. Ich glaube, er könnte sich da in etwas Verrücktes hineinsteigern. Er weint in bisschen und bewegt sich, für seine Verhältnisse, ziemlich schnell, um eine Ratte zu suchen. Obwohl ich keine Ahnung habe, was er mit ihr anfangen wird (was ich für sehr unwahrscheinlich halte), wenn er sie gefangen hat.



Wir haben gerade ein paar Tage schönes Wetter und die hat er nun weitgehend damit verbracht, am Teich zu sitzen… beobachtend. Manchmal steht er auf und starrt genau in das hohe Gras. Manchmal starrt er in die Ferne…nachdenklich. Manchmal sitzt er einfach da. Manchmal geht er über die Holzbretter und schauter unter den Bush auf der anderen Seite des Teichs. So kann ein Tag ganz schnell vorübergehen.

Jagen beschäftigt ihn nur zum Teil, denn er muss mich zur Arbeit begleiten und musste auch an der kürzlich von unserer Chirurgie organisierten Hundeschau teilnehmen. Royal Canin hat uns die Siegerrosetten gesponsert und, wie du auf den Fotos sehen kannst, MUSSTE er eine haben. Er war der Ehrengast. Wie du dir vorstellen kannst, war das eine wichtige Aufgabe. Er musste die Kandidaten begrüßen und prüfen, ob sie den Test bestanden hatten. Zum Glück musste er nicht an die Leine (wir alle wissen, dass er sich in ein Monster verwandelt, wenn er an die Leine muss).





Von den Seitenlinien aus (rein zufällig da, wo gegrillt wurde) beobachtete er das Geschehen, als ich mich im Vorführkreis um die Teilnehmer kümmerte und bei der Beurteilung half. Aber das Beste für ihn kam, als wir aufräumten und er den Saft unterm Grill auflecken durfte, nur um sicherzugehen, dass das Fett darunter auch wirklich vollständig entfernt wird. Dafür kam dann prompt die Belohnung – ein Würstchen war übrig und die Mädchen BESTANDEN einfach darauf, dass er sie als Belohnung für sein freundliches Verhalten bekommt. GEWONNEN!

Also, ich denke du kannst allen sagen, dass sein Leben eine nicht enden wollende Hektik aus Jagen, Promiauftritten und Soßeschlecken ist – womit er bewundernswert umgeht. Ich hoffe, dein Leben ist auch so abwechslungsreich. Mit ganz lieben Grüßen von uns beiden. xxxxxxxxxxx

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Going the Extra Mile ... 
Nach der offiziellen Bekanntmachung über unsere neue Botschafterin aus der Schweiz Katharina Buttiker hatte ich das Gefühl, dass es dringend Zeit war auch einmal unsere anderen Botschafter und Repräsentanten auf der ganzen Welt vorzustellen. Und hier nun stelle ich Ihnen einen unserer Hong Kong Vorstands Mitglieder (und ex-Hong Kong Rugby Star!) Joe Hancock vor, der — zusammen mit seiner neuen Frau Angela — sich selbst übeftroffen hat, indem er kürzlich einen Marathon von über 40 km gelaufen ist! Joe und Angela sind seit vielen Jahren Unterstützer von Animals Asia und großzügige Spender für die Bären. Sie sponsorn sogar ihren ganz eigenen Bären, Angus, in Vietnam.



Ich habe Joe gebeten mir Fotos von ihm und Angela zu schicken und ihrer wundervollen Tochter Monty, und natürlich den Zeitungsartikel über den Marathon, so dass wir ein bisschen angeben könnten mit dem da in unserem Vorstand, der es geschafft hat diese "extra-mile" für die Bären zu laufen. Lesen Sie den Artikel hier . Ich plane noch weitere in den nächsten Monaten hier vorzustellen.





Gut gelaufen Joe und Ange — und ein riesige Angus-Umarmung und danke an Euch von allen im Team!

Und..................Herzlichen Glückwünsch zum Geburtstag Joe !!!!!

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Hier kommt Bradley, der Schlingel 
Mit großen Augen schaute er sich im Quarantäneraum um und auf wackeligen Beinchen immer schneller laufend, hielt er schließlich die Trophäe in seinen dünnen Klauen und biss zu. Ein Blatt, nur ein kleines grünes Blatt machte diesen kleinen Welpen glücklich und schenkte ihm vielleicht einen flüchtigen Augenblick der Erinnerung an den Wald, den er einst kannte.

Dies ist nur ein Teil des neuen Lebens der beiden geretteten Welpen – Bradley (ehemals Sean) und Cintron (ehemals Milo) – die ihre Körper und ihr Selbstbewusstsein jeden Tag ein bisschen mehr stärken in unseren Schutzgehege in Vietnam. Unser Team weiß, dass sie den beiden nicht die Mutter ersetzen können, die wahrscheinlich vor den Augen der beiden getötet wurde, als sie verzweifelt versuchte, ihre Jungen zu schützen. Es ist ganz klar, dass das Team nur die zweitbeste Lösung ist. So messen und wärmen sie vorsichtig die Babymilch, schneiden welpengroße Bananenstückchen zurecht, füttern die beiden spät am Abend und als erstes am Morgen und wachen über diese beiden Babys so liebevoll und beschützend, wie es wohl jeder Mutter tut.

Bald schon, wie Olly, Mausi und Mara, Maggie, Angus und Taurus und all die andern Welpen, die über die Jahre von einem fähigen und engagierten Team, werden auch Bradley und Cintron groß werden und den erwachsenen Bären in den Gehegen schon bald Fersengeld geben.



Bradley (das Foto zeigt ihn entspannt in seiner Liege) wurde, natürlich, nach unserem Vorstandsmitglied und lieben Freund Bradley Caine genannt, der vor einigen Wochen verstarb. Und, wie sein Namensvetter, ist dieser Welpe schelmisch, liebt Spaß und sanft. Brad würde sich riesig darüber freuen, dass dieser kleine Tunichtgut seinen Namen trägt und im Rettungszentrum völlig über die Stränge schlägt und um die Pfleger herumrennt. Dieser Blog ist seiner Familie gewidmet – Lou, Charlie und Reg – und all denen in Hongkong, UK, Singapur und überall auf der Welt, die stolz waren, ihn ihren Freund zu nennen.


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