Report von TRAFFIC belegt: Handel mit Galle außer Kontrolle 
Seit langem erwartet, aber das Warten hat sich gelohnt. Ein beeindruckender und explosiver neuer Report von TRAFFIC (Netzwerk, das den Handel mit Wildtieren überwacht) zeigt einen außer Kontrolle geratenen Handel unter der Überschrift: „Handel mit illegaler Bärengalle wuchert wild in Asien“.

Dieser lang erwartete Report, „Pillen, Ampullen, Puder und Flocken: Der Handel mit Bärengalle in Asien“, liefert den positiven Beweis, dass „das Wildern und illegale Handeln von Bären, weitgehend getrieben von der Nachfrage nach Galle für die traditionellen Medizin und aus dem Volk stammende Rezepte, in weitem Umfang auch weiterhin in Asien unvermindert vorhält.“

Unterstützt von einigen großzügigen Freunden weltweit war es Animals Asia möglich, finanzielle Mittel zu dieser grundlegenden Initiative beizusteuern und wichtige Informationen im Hinblick auf China und Vietnam beizutragen.

Heute zeigt der Report einen „komplexen und robusten Handel mit Bären-Produkten“, bei dem das „Festland von China das am häufigsten genannte Land für die Herkunft dieser Produkte in der Region ist.“

Dreizehn Plätze wurden überwacht, dazu einige Bärenfarmen in Laos, Myanmar und Vietnam. Alle Laden für traditionelle Medizin an diesen Orten, außer Macao, boten Bärengalle zum Verkauf. Alle Orte außer dem Festland von China und Taiwan boten signifikante Mengen an Bärengalle international an. China war der größte Produzent, mit sieben Ländern, die große Mengen an Produkten aus China anboten.

TRAFFIC wies darauf hin, dass jedes Land (außer Korea) mit Farmen sowohl Produzent als auch Konsument von Bärengalle ist und daraus schloss, dass Bärenfarmen keinerlei Form des Artenschutzes gewährleisten, da der Druck auf die Wildpopulationen und eine ständige Nachfrage nach Bärengalle in Asien fortbestehen. Viele dieser Produkte kamen aus Wildbeständen, was die Effizienz der in den Bärenfarmen angewandten Praktiken als Maßnahme angeblichen Artenschutzes widerlegt, die ja angeblich den Druck auf die Wildpopulationen durch die Beschaffung von Farmbärengalle mindern sollen.

Es gab auch einige Überraschungen. Das Papier stellte fest, dass die Galle in Hongkong aus Japan und dass in Korea gefundene Galle aus der Wildnis Russlands stammen soll. Während also die Läden in Korea offensichtlich keine Galle aus China und Vietnam verkaufen, wissen wir doch, dass die chinesischen und vietnamesischen Farmen selbst einen wilden Handel mit koreanischen Touristen treiben, die die Galle illegal zurück in ihr Land schmuggeln.

In Japan, interessanterweise, wurden vier Bärenparks besucht. Die Pressesprecher dieser Parks sagten alle, dass sie ihre Bären nach ihrem Tod verbrennen würden. Nur ein Parkangestellter gab zu, dass Bärenprodukte verkauft würden, die nach ihren Aussagen von wilden Bären stammten. Leider erlauben die Gesetze in Japan die Jagd von wilden Bären als gefährlichen Tieren…

Ganz offensichtlich werden demnach Bestimmungen von CITES ignoriert und nationale Bestimmungen strafrechtlich nicht nachverfolgt, denn reine Galle, Gallenprodukte, Gallenblasen und lebende Bären werden oft über internationale Grenzen hinweg gehandelt. Nach Empfehlungen von TRAFFIC sollten Märkte, die illegal Bärenprodukte verkaufen, geschlossen werden und eine größere strafrechtliche Nachverfolgung und Umsetzung in ganz Asien wäre notwendig.

TRAFFIC empfiehlt darüber hinaus, dass sich die Association of South East Asian Nations Wildlife Enforcement Network (ASEANWEN) und die Partnermitglieder des International Consortium on Combating Wildlife Crime (ICCWC), das aus dem CITES Sekretariat, Interpol, United Nations Office on Drugs and Crime, World Customs Organisation und der Weltbank besteht, sich als geeinte Kraft zusammenschließen und gegen den Handel kämpfen.

TRAFFIC betont, dass die strafrechtliche Nachverfolgung und Informationen zu Beschlagnahmungen geteilt werden und illegale Bärenfarmen geschlossen werden müssen. Wir würden einen Schritt weitergehen und vorschlagen, dass ALLE Farmen sowohl in China als auch Vietnam dringend unersucht werden müssten, damit die zwangsläufig illegalen Praktiken entlarvt und die Farmen endlich geschlossen werden.

Und, vernünftigerweise, empfiehlt TRAFFIC verschiedene Aufklärungskampagnen von NGOs, um Aufmerksamkeit zu wecken und die lokalen Einrichtungen zu ermutigen, beim Schutz der Bären mitzuhelfen. Dies würde Hotlines einschließen, so dass die Öffentlichkeit ermutigt werden kann, illegales Jagen und Handeln von Bären zu berichten.

Noch einmal, einer der wichtigsten Schlüsse, die aus dem Report gezogen werden können ist, dass die chinesischen Bärenfarmer ganz klar die Bestimmungen umgehen und illegal Bärengalle exportieren, an eine Industrie, die völlig außer Kontrolle ist. Während China als der bekannteste Platz für die Herkunft von Bärengalleprodukten in der Region berichtet wird, ermutigen wir die Behörden, die massenhafte Ausbeutung der in diesem Land bedrohten und charismatischen Bären durch einige wenige gierige Opportunisten, die alle Anstrengungen zum Arten- und Tierschutz verhindern, zu beenden.

Lesen Sie die ganze Geschichte hier.


  Teile diesen Artikel mit deinen Freunden
Nothilfe Bärenrettung


Tremor der Schreckliche 
Dieser kleine Hund fehlt mir so sehr – aber ich bin froh, dass Judy und ihre Familie in UK ihn so lieben. Judy hat mir einen großartigen Bericht über unseren kleinen Prinzen Tremor geschickt, der sich in einem nimmer endenden Glückstaumel befindet, seit er sein neues Leben in UK begonnen hat. Tremor wurde von einem bebenden Berg gerettet, direkt nach dem Erdbeben, dass Sichuan im Mai 2008 so sehr zerstörte.

Genießen Sie Judys Update und die Fotos ebenso wie ich es tat – und feiern Sie Trems neues und sehr verwöhntes Leben. Und bitte, sorgen Sie sich nicht um die Ratten. Ich glaube, die Ratten sind vor ihm in Sicherheit…

Liebe Jill,

heute Abend sitzen wir am offenen Feuer und Trem hat es sich davor bequem gemacht und genießt die Hitze – und wir dachten, du hättest bestimmt gerne gewusst, wie es ihm jetzt so geht. Er hat die Jagd entdeckt! Ratten sind um den Teich gewandert und haben versucht, das Entenfutter zu holen und Tremor hat das bemerkt. Ich glaube, er könnte sich da in etwas Verrücktes hineinsteigern. Er weint in bisschen und bewegt sich, für seine Verhältnisse, ziemlich schnell, um eine Ratte zu suchen. Obwohl ich keine Ahnung habe, was er mit ihr anfangen wird (was ich für sehr unwahrscheinlich halte), wenn er sie gefangen hat.



Wir haben gerade ein paar Tage schönes Wetter und die hat er nun weitgehend damit verbracht, am Teich zu sitzen… beobachtend. Manchmal steht er auf und starrt genau in das hohe Gras. Manchmal starrt er in die Ferne…nachdenklich. Manchmal sitzt er einfach da. Manchmal geht er über die Holzbretter und schauter unter den Bush auf der anderen Seite des Teichs. So kann ein Tag ganz schnell vorübergehen.

Jagen beschäftigt ihn nur zum Teil, denn er muss mich zur Arbeit begleiten und musste auch an der kürzlich von unserer Chirurgie organisierten Hundeschau teilnehmen. Royal Canin hat uns die Siegerrosetten gesponsert und, wie du auf den Fotos sehen kannst, MUSSTE er eine haben. Er war der Ehrengast. Wie du dir vorstellen kannst, war das eine wichtige Aufgabe. Er musste die Kandidaten begrüßen und prüfen, ob sie den Test bestanden hatten. Zum Glück musste er nicht an die Leine (wir alle wissen, dass er sich in ein Monster verwandelt, wenn er an die Leine muss).





Von den Seitenlinien aus (rein zufällig da, wo gegrillt wurde) beobachtete er das Geschehen, als ich mich im Vorführkreis um die Teilnehmer kümmerte und bei der Beurteilung half. Aber das Beste für ihn kam, als wir aufräumten und er den Saft unterm Grill auflecken durfte, nur um sicherzugehen, dass das Fett darunter auch wirklich vollständig entfernt wird. Dafür kam dann prompt die Belohnung – ein Würstchen war übrig und die Mädchen BESTANDEN einfach darauf, dass er sie als Belohnung für sein freundliches Verhalten bekommt. GEWONNEN!

Also, ich denke du kannst allen sagen, dass sein Leben eine nicht enden wollende Hektik aus Jagen, Promiauftritten und Soßeschlecken ist – womit er bewundernswert umgeht. Ich hoffe, dein Leben ist auch so abwechslungsreich. Mit ganz lieben Grüßen von uns beiden. xxxxxxxxxxx

  Teile diesen Artikel mit deinen Freunden
Nothilfe Bärenrettung


Going the Extra Mile ... 
Nach der offiziellen Bekanntmachung über unsere neue Botschafterin aus der Schweiz Katharina Buttiker hatte ich das Gefühl, dass es dringend Zeit war auch einmal unsere anderen Botschafter und Repräsentanten auf der ganzen Welt vorzustellen. Und hier nun stelle ich Ihnen einen unserer Hong Kong Vorstands Mitglieder (und ex-Hong Kong Rugby Star!) Joe Hancock vor, der — zusammen mit seiner neuen Frau Angela — sich selbst übeftroffen hat, indem er kürzlich einen Marathon von über 40 km gelaufen ist! Joe und Angela sind seit vielen Jahren Unterstützer von Animals Asia und großzügige Spender für die Bären. Sie sponsorn sogar ihren ganz eigenen Bären, Angus, in Vietnam.



Ich habe Joe gebeten mir Fotos von ihm und Angela zu schicken und ihrer wundervollen Tochter Monty, und natürlich den Zeitungsartikel über den Marathon, so dass wir ein bisschen angeben könnten mit dem da in unserem Vorstand, der es geschafft hat diese "extra-mile" für die Bären zu laufen. Lesen Sie den Artikel hier . Ich plane noch weitere in den nächsten Monaten hier vorzustellen.





Gut gelaufen Joe und Ange — und ein riesige Angus-Umarmung und danke an Euch von allen im Team!

Und..................Herzlichen Glückwünsch zum Geburtstag Joe !!!!!

  Teile diesen Artikel mit deinen Freunden
Nothilfe Bärenrettung


Hier kommt Bradley, der Schlingel 
Mit großen Augen schaute er sich im Quarantäneraum um und auf wackeligen Beinchen immer schneller laufend, hielt er schließlich die Trophäe in seinen dünnen Klauen und biss zu. Ein Blatt, nur ein kleines grünes Blatt machte diesen kleinen Welpen glücklich und schenkte ihm vielleicht einen flüchtigen Augenblick der Erinnerung an den Wald, den er einst kannte.

Dies ist nur ein Teil des neuen Lebens der beiden geretteten Welpen – Bradley (ehemals Sean) und Cintron (ehemals Milo) – die ihre Körper und ihr Selbstbewusstsein jeden Tag ein bisschen mehr stärken in unseren Schutzgehege in Vietnam. Unser Team weiß, dass sie den beiden nicht die Mutter ersetzen können, die wahrscheinlich vor den Augen der beiden getötet wurde, als sie verzweifelt versuchte, ihre Jungen zu schützen. Es ist ganz klar, dass das Team nur die zweitbeste Lösung ist. So messen und wärmen sie vorsichtig die Babymilch, schneiden welpengroße Bananenstückchen zurecht, füttern die beiden spät am Abend und als erstes am Morgen und wachen über diese beiden Babys so liebevoll und beschützend, wie es wohl jeder Mutter tut.

Bald schon, wie Olly, Mausi und Mara, Maggie, Angus und Taurus und all die andern Welpen, die über die Jahre von einem fähigen und engagierten Team, werden auch Bradley und Cintron groß werden und den erwachsenen Bären in den Gehegen schon bald Fersengeld geben.



Bradley (das Foto zeigt ihn entspannt in seiner Liege) wurde, natürlich, nach unserem Vorstandsmitglied und lieben Freund Bradley Caine genannt, der vor einigen Wochen verstarb. Und, wie sein Namensvetter, ist dieser Welpe schelmisch, liebt Spaß und sanft. Brad würde sich riesig darüber freuen, dass dieser kleine Tunichtgut seinen Namen trägt und im Rettungszentrum völlig über die Stränge schlägt und um die Pfleger herumrennt. Dieser Blog ist seiner Familie gewidmet – Lou, Charlie und Reg – und all denen in Hongkong, UK, Singapur und überall auf der Welt, die stolz waren, ihn ihren Freund zu nennen.


  Teile diesen Artikel mit deinen Freunden
Nothilfe Bärenrettung


Überraschende Veranstaltungen 
Seit Sun Lis Event war das Leben verwirrend, aber lustig – und in der vergangenen Woche trafen meine Familie und ich Christa Filipowicz, unsere Direktorin Deutschland, und Toby Zhang, unseren Direktor für Chinesische Angelegenheiten, sowie einen wichitgen Vertreter und Doktor der chinesischen Medizin, Prof. Gao, in Zürich und nahmen dort an ein paar großartigen Veranstaltungen teil.

unsere langjährige Freundin und Unterstützerin Katharina Büttiker (die auch Präsidentin der Schweizer Tierschutzorganisation Animal Trust ist) war außerordentlich großzügig gegenüber den Bären und unseren Projekten in China und Vietnam. Sie und ihr Ehemann Gero hätten nicht freundlicher und gastfreundlicher sein können während unseres Besuchs und so freue ich mich sehr über Katharinas Zustimmung, unsere Botschafterin in der Schweiz zu sein.



Katharina hat uns auch mit der Universität Zurich in Kontakt gebracht — und mir fehlen einfach die Worte zu der Überraschung, die uns beim Besuch der Universität letzte Woche erwartete. Und ich denke, dass diese Überraschung auch den Bären sehr viel helfen wird.


Herzlichen Dank nochmals an unsere Freunde Katharina und Gero sowie alle beim Animal Trust. Bitte klicken Sie hier und lesen Sie die ganze Geschichte.



  Teile diesen Artikel mit deinen Freunden
Nothilfe Bärenrettung



Zurück Weiter