Pekinger Künstler fangen die Traurigkeit der Bären ein 
Ein großzügiges Geschenk für unsere Kampagne zur Rettung der Mondbären hat uns das Künstlerehepaar Zeng Jianyong und Tianmu gemacht. Sie haben uns ihre schönsten Bärenbilder geschickt.

Zeng, für dessen Kunstwerke viele tausend US$ bezahlt werden, zeigt die Unschuld, die Traurigkeit und Verletzlichkeit der Bären in den Käfigen. Sein Werk wurde für uns noch tiefsinniger als wir erfuhren, dass er echten Rost zur Darstellung der Käfige verwendet hat. Eindringlich zeigt es das Elend der 7.000 majestätischen Mondbären die noch immer still in ihren eisernen Gefängnissen leiden und darum bitten, frei gelassen und respektiert zu werden.



Die Malerei von Tianmu zeigt viele verschiedene Einflüsse. Die Kaulquappen gehen zurück auf die berühmte chinesische Zeichengeschichte „Die kleinen Kaulquappen suchen ihre Mutter“ und stehen somit für die Qualen der Welpen in den Farmen. Die Lotosblüte auf dem Kopf hat ein Staubgefäß in Form eines Kreuzes und auf der Schnauze finden sich die Samen des Lotos – zusammen vermittelt dies den Fluss des Lebens. Doch dieses Bild wird in der Mitte zerschnitten was nach Tianmu ein Symbol für die Qualen all der Bären in den Farmen ist.



Ihre Bilder zeigen Tiere, die zum Nutzen des Menschen erzeugt und zerstört werden, keine Geschöpfe, die das ihnen eigentlich bestimmte Leben führen können.

Wie viele andere Bürger Chinas nutzen auch Zeng und Tianmu ihr Talent, um diejenigen ohne Stimme zu verteidigen – die Kunst zeichnet deren Leben nach, bis zum beschämenden letzten Atemzug.

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Wie sich Freiheit anfühlt... 
Von der Schweinegrippe in Quarantäne geschickt zu werden, hat den Vorteil, wieder mal seine E-Mails alle bearbeiten zu können. Aber auch den, sich an den Bären in der Rettungsstation zu erfreuen (nachdem die Behörden mir gestattet haben, mein Zimmer zu verlassen und mich dort aufzuhalten).

Gerade eben habe ich die (für mich) "neue" Technologie eines iPod kennengelernt, den mir meine Schwester Anne gekauft und auf den sie mir einige meiner Lieblingssongs geladen hat.

An einem herrlichen Sonntag Nachmittag stand ich auf dem Dach des Hauses Nr. 5 und schaute hinab auf Freedom, der beide Vorderpfoten fehlen - Zufällig lief da gerade "The One" von Elton Jone in voller Lautstärke.

Als sie da in ihrem Teich saß und ein Holzstück mit den Stummeln ihrer Vorderpfoten im Wasser herumschubste, wie sie zu mir hinaufblinzelte und die Sonne in ihrem Fell glänzte, da passte der Text von Elton "wie die Freiheit sich fühlt, wenn Wildpferde laufen" einfach wunderbar. Wieder einmal wußte ich, warum wir hier sind.

Damals hatte ich keine Kamera dabei - doch hier ist ein anderes schönes Foto von Freedom an "ihrem" Teich, um diesen Augenblick zu verdeutlichen.


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Ein Weckruf von der Schweinegrippe 
Am Mittwoch um drei Uhr in der Nacht klopften Heather, unsere leitende Tierärztin, und unsere Übersetzerin Tina an meine Tür. Sie wurden begleitet von zwei vermummten und mit Masken ausgerüsteten Beamten des chinesischen Gesundheitsamts.

Offensichtlich war bei einer Person, die auf dem Flug nach Chengdu am vergangenen Tag hinter mir saß, der Test auf Schweinegrippe positiv. Das bedeutete für alle in der Nähe sitzenden Passagiere eine sieben Tage lange Quarantäne.

Wie die Behörden mit dieser Situation umgehen, kann man nur loben – zweimal täglich kommen freundliche Beamte der Gesundheitsbehörde und prüfen meine Körpertemperatur und stellen Fragen. Es ist offensichtlich, dass China alles tut, um einen Ausbruch der Krankheit zu verhindern.

Für mich liegt aber eine gewisse Ironie darin, dass man auch jetzt noch nichts gegen diese höllischen Bärenfarmen und den Verkauf von Hunden und Katzen auf den Märkten unternimmt – wo Tiere zu Millionen leiden und an Krankheiten sterben.

Hoffentlich ist dies ein Weckruf für die Verantwortlichen, einmal gründlich und genau zu diesen kranken Tieren hinzusehen, die unserer Hilfe so dringend brauchen.

Auf dem Bild sieht man Rainbow, wie er mich über das Geschehen im Rettungszentrum auf dem Laufenden hält. Nach vier Tagen in Quarantäne und ohne Anzeichen einer Grippe darf ich mich nun wieder innerhalb des Rettungszentrums bewegen.

Hier ist auch unsere zugehörige Presseinformation


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Roadshow in England bringt alte und neue Freunde zusammen 
Auf unseren Roadshows, bei denen wir Spenden sammeln, ist immer viel los. Doch die Gespräche mit unseren wunderbaren Unterstützergruppen und alten und neuen Freunden macht das Sammeln der für die Hunde, Katzen und Bären in Asien so dringend benötigten Spenden zur Freude und ist 100-prozentig.

Wie immer war unser englisches Team mit Dave, Nicky, Gill, Lara, Fiona, Sue und Eileen schon Wochen und Monate davor voll beschäftigt die Veranstaltungsorte festzulegen, den Verkauf der Eintrittskarten, die Versteigerung und die Lotteriegewinne zu organisieren und sicherzustellen, dass alles wie am Schnürchen funktioniert.

Tuan, unser Direktor in Vietnam, und ich kamen am Dienstag, den 9. Juni, an. Wir trafen „Born Free“ und dessen Gründerin – meine Heldin und Patin für Animals Asia in Großbritannien –, Virginia McKenna, und hielten gemeinsam jeweils die erste Präsentation dieser 10-Tages-Tour. Virginia und ich hatten vorher die Präsentation der jeweils anderen nicht gesehen, doch in beiden war das Bild von uns beiden, als sie unsere wunderbaren Bären in Chengdu besuchen kam.

Als ich im Jahr 1998 vor der Entscheidung zur Gründung von Animals Asia stand, fragte ich Ginny (Virginia) was sie tun würde. Ihre Antwort: Mach’s einfach. Daher war ihr Besuch bei Jasper, Banjo, Delaney und natürlich Ginnybär ein ergreifender und sehr stolzer Augenblick für mich.

Virginia und ich sprachen auch beide in unseren Vorträgen über das Einzelwesen, darüber, wie der Respekt und die Hilfe für diese Tiere eine besondere Verbindung zwischen Mensch und Tier bewirken kann und darüber hinaus für die ganzen Rasse, die sie repräsentieren. Das erinnerte mich wieder daran, wie ich mit sechs Jahren Virginia in der Sendung „Born Free“ mit der Löwin Elsa sah und dabei eine unwiderstehliche Verbindung mit der Welt der Tiere spürte. Dieser Film hat mich geleitet und meine Entscheidungen bis hin zu meinem Leben mit den Bären beeinflusst.

Dieser Abend war, wie auch alle anderen, erfüllt von einem wunderbaren Gefühl. Jedes Mal sah man die Freunde, die ihr Versprechen den Tieren gegenüber erneuerten; die ein Ende der Bärenfarmen und des Verzehrs von Hunden und Katzen fordern.

Später, an einem wunderbaren Sonntag, gab es unser erstes offizielles Treffen mit einer Unterstützergruppe. Das brachte Menschen zusammen, die ohne Pause nicht nur Spenden sammeln, sondern auch das Verständnis über die Lage verbreiten. In diesem Treffen konnten sie ihre Erfahrungen austauschen und diskutieren, wie es weitergehen soll. Diese Menschen sind der Motor unserer Kampagnen – so wie unserer Unterstützer in der ganzen Welt – denn sie geben uns alles im weitermachen zu können.



Eine andere spezielle Veranstaltung war ein von Dick White organisiertes exklusives Open-Air Event, bei dem der Tierarzt Dick White, seine Frau Christine und Tochter Jenny vor der Abendpräsentation und der Auktion in einem wunderbaren Festzelt am Nachmittag viele Stände und Veranstaltungen organisierten.

Dick und seine Familie samt den Mitarbeitern waren in den vergangenen Jahren so großzügig gegenüber unseren Bären – sie sind gekommen und haben kostenlos operiert, haben Spenden gesammelt, um ihren eigenen Bären – Dick – zu taufen und als Sponsor für seinen Unterhalt zu sorgen. Er erholt sich jetzt von den Misshandlungen auf einer Gallefarm.

Danach folgte eine Veranstaltung im Zoo von Twycross für deren Unterstützer und das Management. Es wurde von Suzie Boardman, der Leiterin des Zoos organisiert, die bereits 1995 Bären in unserer Obhut operiert hat.

Am nächsten Tag stand eine Morgenveranstaltung in der Hallgrove Schule auf dem Programm. Ausgelöst durch den Einsatz der Lehrerin Jenny Lavery sahen wir ein Meer von großäugigen Gesichtern die versprachen, den Bären zu helfen, die Tausende von Meilen entfernt sind. Wir mussten auch ein paar verzwickte und wahnsinnig komische Fragen beantworten, wie sie nur vierjährige Kinder stellen können.

Zu guter Letzt auch die Veranstaltung in Woburn, die von unserem langjährigen Freund Lord Robin Russell angeregt worden war. Vor den Vorbereitungen zu dieser letzten Veranstaltung der Tour führte er Tuan und mich freundlich zum Essen aus. An diesem Abend konnte man sehen, wie eine bekannte englische Persönlichkeit und weiterer langjähriger Freund, Martin Roberts von der BBC Serie „Homes under the Hammer“, unsere Unterstützer dazu brachte, mit ihm zusammen für einige wunderbare Dinge zu steigern, die von wohlmeinenden Spendern aus ganz England so großzügig zur Verfügung gestellt worden waren.

Die Zeit verging zu schnell und Nicky schrieb eine wunderbare Zusammenfassung mit den Highlights einer jeden Veranstaltung, in der sie auch die Großzügigkeit unserer Freunde – unserer Animals Asia Familie in England – herausstellte. Diese wunderbaren Menschen geben uns den Glauben aber auch das Geld das wir brauchen um Käfigtüren aufzubrechen und den Tieren in Asien eine Stimme zu geben. Hier können sie Nickys Zusammenfassung lesen.

Ohne ein großes Dankeschön an unseren sehr speziellen Unterstützer in England, Lee Gibbins, kann ich diesen Blog nicht beenden. Auf diesem Bild sieht man wie sie ihre Auszeichnung als hervorragende Leiterin einer Unterstützergruppe erhält.


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Ruhe sanft, kleiner Haribo 
Keine Worte können ausdrücken, was wir fühlen. Wieder einmal muss ich Ihnen vom Tod eines unserer wunderbaren Bären berichten. Eines ganz besonderen Bären wie Haribo, dessen Entschlossenheit zu Überleben die Herzen aller ergriffen hat, die das Glück hatten, ihn zu kennen.

Ich liebte diesen Bären vom Moment seiner Ankunft an. Und diese Zuneigung wuchs, als er tapfer eine Welle nach der anderen an Gesundheitschecks und Operationen ertrug, die alle so dringend nötig waren, um die verheerenden Auswirkungen seines früheren Lebens auf einer Farm zu lindern.





Gedrungenen und plump wie Blanca und Woodley (daher sein Spitzname „Poodley“ bei der Ankunft), hat er nicht einmal zornig auf seine Vergangenheit reagiert und lebte einfach im Hier und Jetzt. Er mochte jede Art von Futter und machte schmatzenden Geräusche, um auf sich aufmerksam zu machen, wenn er mehr wollte – denn er wusste ganz genau, dass in einigen Taschen viele Gummibärchen stecken.



Zum Glück schaffte er es bis in das Gehege für Bären mit spezieller Pflege, in Ruperts, Franzis und Snoopys Hause. Seine Zeit unter freiem Himmel liebte er über alles und schnarchend schlummerte er zufrieden unter dem Sternenzelt. Außer Rupert und ihm konnte kein Bär je das Herz der wählerischen Franzi erobern und ihr Interesse an dem Kerl da auf der anderen Seite des Gitters lies uns hoffen, dass sie eines Tages zwei Spielgefährten haben würde, wie es einer so speziellen Bärin wie Franzi auch zusteht.



Es tut mir so leid, dass ich letzten Freitag nicht in Chengdu sein konnte, als das Team Ströme von Tränen vergoss über den Verlust dieses tapferen kleinen Bären. Hier ist der Bericht von Tierärztin Jen darüber, wie wir alle uns schweren Herzens verabschiedeten von einem weiteren Bären, der uns lehrte, was Vergebung heißt:

Leider mussten wir heute den kleinen Haribo einschläfern, der unser aller Herzen gewonnen hat. Seine Hinterbeine haben ihm versagt. In den letzten beiden Wochen wurde es immer schlimmer. Zuerst waren seine Gelenke einfach steif und zuletzt war es so schlimm, dass er überhaupt nicht mehr stehen konnte und sich auch dann nicht mehr bewegte, wenn Caroline ihm die liebevoll hergerichteten täglichen Leckerbissen brachte.



Haribo war ein Kämpfer, der erst die Operationen und danach weitere Probleme mit Blähungen und Erbrechen überstand, was er trotz aller medizinischen Hilfen erdulden musste. Bei der Autopsie fanden wir heraus, dass seine Speiseröhre um ein Vielfaches verbreitet war, etwas, das auch unsere medizinische Versorgung nicht beheben konnte.



Röntgenaufnahmen zeigten, dass seine Wirbelsäule an mehreren Stellen zusammengedrückt war. Im Laufe der Zeit führte das zu einem erhöhten Druck auf das Rückenmark und schnürte so langsam die Nervenverbindung zu seinen Hinterbeinen ab. Wir alle hätten Haribo gern für sehr lange Zeit bei uns behalten. Aber uns war auch klar, dass wir dafür sorgen mussten, dass Haribo diese Welt verlässt, solange er sich noch an seinem letzten Gummibärchen freuen kann!

PS: Mein Lieblingsfoto von Haribo – wie er lacht – es wurde von Heather aufgenommen:


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