Für fünf Bären aus Vietnam ist das lange Warten vorbei 
Ich freue mich schon auf den Beginn unserer Roadshow in Australien später in dieser Woche. Da kann ich alte Freunde und neue Unterstützer treffen und allen die neuesten Nachrichten bringen.

Trotz allem gab es bei den vielen guten Nachrichten der letzten Tage auch etwas, was mich nach wie vor bedrückt – denn ich musste allen ja sagen, dass wir noch immer nicht die Freilassung der 24 Bären erreicht haben, die illegal in Farmen in Vietnam gefangen gehalten werden.

Zu sagen, dies sei für uns alle frustrierend, wäre eine Untertreibung. Doch letzten Donnerstag veränderte sich diese Situation dramatisch, denn plötzlich war es so weit und wir konnten neue Bären willkommen heißen, Bären, die so lange darauf gewartet hatten, befreit zu werden. Jetzt erfüllt sich endlich unser Versprechen gegenüber diesen Bären.

Ich danke einem jeden von Ihnen auf der ganzen Welt, der mitgeholfen hat, Briefe zu schreiben, der uns Worte der Unterstützung geschickt hat und immer daran glaubte, dass sie eines Tages frei sein würden. Ich hoffe, dass auch die restlichen Bären aus dieser Gruppe in den nächsten ein bis zwei Wochen bei uns sein werden.

Hier ist die ganze Geschichte und auch unsere Pressemitteilung dazu.










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Nothilfe Bärenrettung


Junge Chinesen lehnen Verzehr von Hundefleisch ab 
Eine gute Nachricht erreichte uns kürzlich aus Guangdong. Sie zeigt, dass sich in China langsam die Haltung gegenüber dem Verzehr von Hunden ändert. Dank unserer fablhaften Dr. Hund und Professor Pfote Teams in Guangzhou und Shenzhen - und das in nicht zu geringem Teil - erkennt nun eine neue Generation, dass Hunde (und Katzen) unsere Freunde sind, und keine Fleischlieferanten.

Lesen Sie hier mehr.




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Tolle Tage mit den Bären 
Für das Team in Chengdu war der Verlust von Rupert besonders traurig – doch natürlich hört damit das Leben nicht einfach auf und besonders die letzten Wochen waren sowohl in China als auch in Vietnam sehr arbeitsreich.

Es gab Abenteuer und Herausforderungen mit Bären jeden Alters – von drei Monate alten Welpen bis zu dreißigjährigen „Alten“.

Wie Sie in einem der früheren Blogs lesen konnten, haben wir zwei winzige Welpen gerettet, die bei einem vietnamesischen Bärenfarmer beschlagnahmt wurden, der zunächst sogar leugnete, dass es Bären sind! Doch zum Glück gibt es auch bei den Behörden noch gesunden Menschenverstand und so wurden diese beiden doch noch beschlagnahmt und uns zur Pflege übergeben.

Doch auch hier kam es leider zu Problemen. Denn der kleine Chien Thang hatte ein verletztes rechtes Hinterbein und konnte nur schwer laufen. Tuan, unser Direktor in Vietnam, sprach bei dem örtlichen Krankenhaus vor, die uns rasch einen Besuch in ihrer Röntgenabteilung erlaubten. Kirsty, die Tierärztin (hier mit ihrem kleinen Patienten), erzählt uns die Geschichte – und wieder einmal bin ich voller Bewunderung für die Professionalität des ganzen Teams in Vietnam. Wie sie es geschafft haben, eines unserer jungen Familienmitglieder wieder auf einen gesunden Weg zu bringen.



„Heute haben wir unseren kleinsten Bären hier betäubt und untersucht – Chien Thang, mit seinen knappen 4,8 kg. Er ist zwar noch klein, aber doch noch immer sehr nervös, wenn er so nahe bei Menschen ist. Deshalb war es schwer, nahe genug an ihn heranzukommen, um ihn sicher zu halten und die Injektion zu setzen. Caz, unsere Tierkrankenschwester, schaffte das hervorragend.





Als er dann schlief, konnten wir ihn gründlich untersuchen. Besonders sein rechtes Hinterbein, das er nicht richtig einsetzt. Unter dem Knie konnten wir eine harte Schwellung fühlen, von der wir vermuteten, dass es ein Bruch war, der verheilt. Als seine Narkose stabil war, fuhren wir mit ihm 30 Minuten bis zur örtlichen Röntgenstation und die Aufnahme dort bestätigte, dass sein Schien- und Wadenbein in der Mitte gebrochen sind.



Die gute Nachricht ist, dass die Knochen stabil sind und der Bruch gut verheilt. Das Bein ist noch etwas kürzer doch wir glauben, dass gute Ernährung und eine aufmerksame Einhaltung seiner Übungen es weiter stärkt und wachsen lässt, so dass ihm das Bein in der Zukunft hoffentlich nicht allzu viele Probleme bereiten wird. Ein großes Dankeschön an alle Helfer, besonders an Caz, die bei der Narkose eines so kleinen und heiß gelebten Bären einen wunderbaren Job gemacht hat.“

Zurück in der Rettungsstation erholte sich Chien Thang gut. Schon bald schlürfte er wieder seine Milch und tobte mit seiner Schwester Charlie herum. Auch von uns ein großes Dankeschön an die Leitung des örtlichen Krankenhauses und dessen Mitarbeiter, die sich so sehr eingesetzt und unserem jüngsten Familienmitglied in Vietnam so professionell und freundlich geholfen haben.

In Chengdu war diese Woche natürlich eine der traurigsten. Denn wir mussten uns von unserem ganz besonderen Freund Rupert verabschieden. Doch dazwischen gab es auch wieder schöne Geschichten von unseren kürzlich aus der grausigen Farm in Shandong geretteten Bären.

Besonders die Geschichte von unserem herrlichen Braunbären Oliver und seiner sehr schnellen Überführung in eine eigene Behausung.

Oliver erinnert mich ein wenig an Franzi – obwohl er viel größer ist – denn er hat Kopf, Körper und Pfoten wie ein ausgewachsener Bär, doch kurze Stummelbeine. Vielleicht wieder ein Opfer des „erzwungenen Zwergenwuchses“. Kaum überraschend, denn er war fast 30 Jahre in seinem Gefängnis eingesperrt und konnte nur versuchen, zu wachsen (was ihm offensichtlich nicht gelang).

Dennoch ist Oliver einfach hinreißend und überhaupt nicht nachtragend. Er freut sich sichtlich, dass ihn keine Käfigstäbe mehr umgeben und ist glücklich, dass er sich jetzt endlich frei bewegen kann.



Annemarie, die Oliver gepflegt hat, soll darüber selber berichten. Hier sind einige ihrer jüngsten Updates:

Oliver ist sehr gerne in seiner Behausung. Alles wird zerlegt und es schaut aus, als ob eine Bombe eingeschlagen hätte.

Oliver scheint das Leben außerhalb seines Käfigs zu lieben. Er spielt sehr gerne mit seiner Wasserschale. Große Holzbalken hat er in kleine Stücke zerfetzt und er kann auch auf seinen Hinterbeinen stehen, um an die hoch oben versteckten Leckerbissen zu gelangen. Er bewegt sich zwischen den einzelnen Bärenzellen hin und her, ist aber bisher noch nicht in einen Hängekorb geklettert.

Neben Oliver wohnen die Asiatischen Schwarzbären Dick und Dong Fong, die auch beide herbeikamen, um ihn freundschaftlich zu begrüßen.
Doch Oliver knurrte nur. Er scheint sie nicht sehr zu mögen.

Der jüngste Bericht von Nic über Oliver betraf dessen regelmäßigen „Winde“ – das erinnert mich wieder an Franzi, die das so gezielt machte, wenn immer ich gerade mit einer Gruppe VIPs bei ihr war. Auch hier wieder. Bei meinem ersten Besuch bei Oliver in Begleitung von Nicole und Siggi, unseren langjährigen Unterstützern aus Melbourne, begrüßte er uns alle mit Geräuschen wie Donnergrollen, als er herbeikam um Hallo zu sagen. Für jede Träne die wir für diese wunderbaren Bären vergießen, wartet immer auch ein Lächeln am Weg.

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Schlafe sanft, herzallerliebster Rupi 
Alle, die Rupert einmal begegnet sind, kennen eine Geschichte über ihn – und alle diese Geschichten kamen während der vergangenen Nacht und während des Tages heute zurück, nachdem ein E-Mail das Team von Animals Asia informiert hat, dass jetzt die Zeit des Abschiednehmens gekommen war. So ist das, wenn ein Bär die ihm in den vergangenen 10 Jahren geschenkte Liebe und Verehrung aufsaugt und zurückgibt.

Rupert kam mit unserer allerersten Gruppe von Bären im Oktober 2000 hier an und bald schon stellte man eine Hirnschädigung bei ihm fest, die durch die „frei tropfende“ Methode der Gallensaftentnahme verursacht worden war. Denn dadurch kam es zu massiven Entzündungen im Bauchraum die hinauf wanderten und das Gehirn schädigten. Ein lieber und herzensguter Bär, der zufrieden und glücklich aussah, doch auf alles langsam reagierte und auch beim Laufen langsam war. Beim Fressen war er ungeschickt und unterschied sich so wesentlich von allen anderen Bären. Wenn in den folgenden Jahren ein Bär zu uns kam, der bezüglich seiner geistigen Verfassung „nicht ganz richtig“ zu sein schien, erfanden unsere Tierärzte eine neue Diagnose und nannten sie oder ihn einfach „ein wenig Rupi“. Jeder verstand, was gemeint war.

Trotzdem lebte Rupert in seinem „Geheimen Garten“ zufrieden und sehr glücklich, bis vor kurzem trotz verschiedenster Medikamente und Behandlungen seine Beweglichkeit schlechter wurde. Ich glaube, wir wussten alle, dass seine Zeit gekommen war. Als ich in Vietnam war, rief mich unsere Tierärztin Jen an, um zu sagen, dass die neuen Medikamente noch zwei Tage lang ausprobiert würden und dass sie kein weiteres Wochenende mehr warten würde, wenn er nicht darauf anspricht. Daher nahm ich einen früheren Flug zurück nach Chengdu als geplant, um mich von einem sehr speziellen Bären und Nachbarn zu verabschieden, mit dem ich im Rettungszentrum Tür an Tür gewohnt habe.

Beim Rückflug kamen die Erinnerungen zurück. Und alle liesen mich lächeln. Rupert war der Erfinder der – wie wir es nennen – „geplätteten Bären“, der sich an den unbequemsten Stellen niederlegen und schlafen konnte. Heute sehen wir geplättete Bären überall in der Rettungsstation, aber keinen so „elegant“ wie ihn.



Dann war da natürlich auch seine Freundschaft mit Franzi – und wo soll man da anfangen? Ihr erstes Zusammentreffen vor einigen Jahren konnte man nicht als „himmlisch“ bezeichnen. Sie, die mit ihren 30 Jahren vom Krokodilmann Steve Irwin (RIP) unvergessen als „scharfes kleines Biest“ charakterisiert wurde, war besonders bei ihren Freundschaften sehr wählerisch und entschied damals, dass Rupert überhaupt nicht zu ihr passt.



Diese Zurückweisung machte ihn aber weder unglücklich noch glücklich und obwohl er fast drei Mal so groß war wie Franzi, war klar, wer hier der Boss war. So lebte Rupert zufrieden weiter und wanderte glücklich in seinem Geheimen Garten umher, wobei er seiner Mitbewohnerin in den folgenden Monaten sorgsam aus dem Weg ging ….. bis zu jenem denkwürdigen Tag, als ich mit Anna Harrison, einer unserer lieben Unterstützer aus England und zum Glück ausgerüstet mit einer Kamera, durch die Anlage ging und wir die beiden in dieser üblen Pose überraschten.







Von da an waren Rupert und Franzi unzertrennlich – obwohl man sagen muss, dass sie das Kommando behielt und sehr schnell entschied, wie „nützlich“ Rupert sein konnte. Den ganzen Sommer und Herbst lang war sie die Chefin auf der Liege, die ihm wohlgezielte Schläge verpasste, wenn er zu nahe kam und sie nicht spielen sondern alleine sein wollte. Sie raubte ihm auch die besten Bissen praktisch unter der Nase weg. Als der Winter mit seiner Kälte kam, änderte sie stets ihre Meinung und entschied, dass diese „Bärenwärmflasche“ jetzt sehr brauchbar war. Sie schmiegte sich eng an ihn, um ihren winzigen Körper zu wärmen. Im Frühling sah man sie wieder hemmungslos mit ihm flirten, um dann im Sommer wieder in ihre übliche Rolle als Boss zurückzufallen.

Manchmal sah ich sie am Abend gemeinsam im Stroh liegen und musste mehr als einmal laut über seinen Mangel an Benehmen lachen, wenn er umständlich über sie hinweg kletterte, um zurück in seine Behausung zu gelangen. Sie nahm e bei diesen Gelegenheiten einfach zur Kamera und zeigte nur Verachtung für diesen lächerlichen, tollpatschigen Bären, der ihr über das Gesicht kletter









Franzi starb vergangenen November und obwohl es Rupert gut ging, hatte man den Eindruck, dass etwas von den Leuchten aus seinem Herzen verschwunden war. Jetzt, am letzten Morgen seines Lebens, kommen die Mitarbeiter hierher zu seinem Gehege, um zum letzten Mal auf Wiedersehen zu sagen. E-Mails strömen herein und in vielen kann man lesen, dass unser geliebtes Paar jetzt endlich wieder zusammen sein wird.

Es besteht kein Zweifel, dass die Zeit für ihn gekommen ist – er kann fast nicht mehr laufen und obwohl er sein Futter noch immer liebt, ist seine Lebensqualität dahin. Ich erzähle ihm, wie sehr wir ihn vermissen werden und er hebt eine Pfote und tastet nach dem Balken, der in seiner Behausung an einem Seil an der Decke hängt als wüsste er, dass er zum letzten Abenteuer unterwegs ist. Minuten, ehe Jen zu ihm kommt, um ihm seine erste Betäubungsspritze zu geben, zieht Rupert noch einmal und der Balken fällt herab. Jetzt schläft er, im Arm seine Trophäe und wir erinnern uns wieder, wie er sich trotz seines geschädigten Gehirns entschlossen jeder Herausforderung gestellt und wie sehr er jede Minute seines einfachen Lebens genossen hat.



Er lässt eine Familie zurück, die ihn bewundert und ihm dankt für die Jahre unbeschreiblicher Freude, die Franzi und er in unser Leben gebracht haben. Wir alle werden die Rufe seiner Bärenpfleger vermissen, die ihm allabendlich oder früh am Morgen galten, wenn er unter den Sternen geschlafen hatte und noch nicht bereit war, aufzuwachen. Wenn ich das bekannte „Wuuuu Paaaa“ über den Garten schallen hörte, lies ich alles liegen, um aus dem Fenster zu schauen und zu sehen, wie er sich freute, noch ein paar Augenblicke länger zu schlafen. Man spürt den tiefen Kummer des Teams, die mir für den Blog diese Worte sandten:

„Rupert brachte uns allen viel Freude, trotz seiner geistigen Behinderung. Gewöhnlich kam er in die Behausung zurück, wenn wir ihn riefen. Doch manchmal folgte er einfach nicht – er ignorierte uns und spielte mit seinem Reifen oder er spielte Verstecken mit uns, indem er sich ins Stroh eingrub. Als wir die traurige Nachricht erhielten, dass die Zeit für ihn gekommen war, mussten wir kämpfen. Doch wir wussten, wir müssen ihn in Frieden gehen anstatt ihn weiter leiden lassen. Er wird immer in unseren Herzen bleiben.“ Ma Jing, Gao Shi Wie, Kang Bin.

Er war so einfach, anspruchslos und so lieb. Rupert mag unser Bär mit dem kleinen Gehirn gewesen sein, doch er war ein Freund, Lehrer und Held für uns alle.





Hier noch einige der Botschaften, die unseren Rupert gestern bei der Beerdigung auf seinem Weg begleiteten. Jetzt kann er wieder neben seiner geliebten Franzi liegen. Sie sind wieder vereint.

Lieber Rupert,
ich vergesse nie den Augenblick als Du – und keiner hat es bemerkt – mit Deinen unglaublich sanften und vorsichtigen Lippen ein Gummibärchen aus meinen Fingern nahmst und dabei die rosigste Zunge zeigtest, die ich je sah. Mit ruhigen Augen sahst Du mich voller Vertrauen an und Du versprachst so, unser Geheimnis für immer sicher zu bewahren. Das tatest Du auch. Denn Dein Herz ist groß und ich bin sicher, dass es im Lauf der Jahre viele Geheimnisse aufgenommen hat…. Lebe wohl und wisse, dass wir dir so sehr geliebt haben … Christa, Animals Asia Germany x

Heil Dir, Rupert, Du einfacher König, der uns alle gelehrt hat, dass Einfachheit ein Zustand der Perfektion ist. Bruce, USA

Man sagt, dass die Erinnerung ein Geschenk ist, mit dem die Menschen den Tod überleben. Daher werden wir Rupert mit uns nehmen, damit alles, was einmal seine Schwächen waren, unsere Stärken werden und das Glück, ihn gekannt zu haben wird, uns seinen Verlust ersetzen.

Von Anfang an hat Rupert unser Herz berührt – wir danken ihm und seinem Mut und sind vereint in der Erinnerung an eine Aufgabe, die wir einmal erfüllen werden. All denen, die ihn geliebt haben und ihn pflegte, wird Rupert den Weg weisen.
Wir werden Dich wieder sehen
Carmen, Irene, Antonello und Giulia, Animals Asia Italien.

Schlafe süß, du lieber, wunderbarer Rupert. Wir haben Dich alle geliebt und auch Franzi hat Dich heimlich angebetet. Geh und sei wieder mit ihr zusammen.
Alles Liebe von Hayley XXX (Tierkrankenschwester in Chengdu vom September 2006 – Dezember 2009)



Und die letzten Worte von seiner Patin Anna, die ihn zusammen mit ihrem verschiedenen Mann Neil vor einigen Jahren so großmütig annahm und von Herzen liebte:

Was ich von unserem lieben Bären höre, macht mich sehr traurig. Aus irgendwelchen Gründen glaubte ich wie Du, dass er unsterblich ist. Nichts sollte dem lieben, süßen Rupi je geschehen. Das Glück, das wir durch die Bekanntschaft mit ihm empfangen haben wird uns helfen, unseren Verlust zu überwinden. Er wird nie vergessen werden und er nimmt ein Stück meines Herzens mit sich mit.

„Nur noch einen Atemzug in dieser stillen Luft, nur noch ein liebender Blick zurück. Dann werde ich Stimmen hören, die meinen Namen rufen und über die Felder hinweg tönt die Botschaft von meinem Kommen.“
Ruhe in Frieden, wunderbarer Rupert. Du wirst immer in unseren Herzen bleiben. Neil wird schon auf Dich warten.
In Liebe
Anna xx




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Gute Reise, lieber Rainbow 
Viele von Ihnen haben sicher schon von unserem Rainbow Zhu Ke hier in Chengdu gehört. Er begann als unser Übersetzer und übernahm schnell weitere wichtige Aufgaben hier bei Animals Asia. Heute ist er für die Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit in China verantwortlich. Rainbow hat so viele Fähigkeiten, dass es schwierig ist sie alle aufzuzählen – ein hervorragender Fotograf, dessen Bilder den diesjährigen Mondbärenkalender zieren. Aber auch unser Buch Freedom Moon und unsere PR und Informationskampagnen rund um die Welt.

In den letzten Jahren hat Rainbow auch Informationskampagnen in China zugunsten von Hunden, Katzen, Bären und vielen anderen Tierarten durchgeführt. Dabei hat er Händler in den unendlich grausigen Märkten für lebende Tiere und Tiertrainer in Safariparks und Zoos herausgefordert.

Für mich ist die beste Geschichte über Rainbow, als er, Dave (unser Direktor für Tierschutzfragen), Irene (unsere Dr. Hund Programm Managerin in China) und ich verschiedene Einrichtungen in Südchina untersuchten, wo wir mit die schändlichsten Trainingsmethoden und Tierschauen erlebten, die Tiere dort ertragen müssen. An einem denkwürdigen Nachmittag beobachteten wir einen Elefantentrainer bei der Arbeit. Er benutzte einen Ankush, ein grausames Folterwerkzeug mit einem spitzen Metallnagel an einem Ende, den die Zuschauer aber nicht zu sehen bekommen. Als der Trainer die beiden armen Elefanten immer wieder ins Gesicht und hinter die Ohren stach, konnten wir sehen, wie sei schmerzlich zusammenzuckten und dabei versuchten, auf dem Kopf zu stehen oder auf den Hinterbeinen oder Vorderbeinen zu laufen und sich zur „Freude“ der Zuschauer insgesamt in unnatürlichen Verrenkungen zu ergehen.

Nach der Show hielt Rainbow es nicht mehr länger aus und während ich filmte, ging er in die Arena und forderte den Trainer auf, ihm seinen „Zauberstab“ zu zeigen. Immer wieder fragte er ihn, warum er so grausam sei und der Trainer, der seinen Ankush weggeworfen hatte, leugnete dabei, dass er etwas für die Elefanten schädliches tue.

Auch in den wirklich schlimmen Märkten für Hunde und Katzen war Rainbow dabei und dokumentierte tapfer die dortigen Zustände, so dass wir zeigen konnten, wie diese Industrie wirklich ist. Dabei musste er sich die Händler vom Leib halten, die immer aggressiver wurden je mehr sie erkannten, warum wir hier waren. Vorletztes Weihnachten führte er sein Team durch eine bekannte Straße mit vielen Restaurants, in denen Hundefleisch serviert wird. Unsere Dr. Hunde trugen dabei Schilder um den Hals auf denen stand: „Wir sind eure Freunde. Esst uns bitte nicht“. So überzeugte er mögliche Kunden dieser Lokale, eine Botschaft zu unterschreiben und zu geloben, nie wieder Hundefleisch zu essen.

Zum Schluss will ich noch sagen, dass ich Rainbow in den sechs Jahren, die ich ihn jetzt kenne, niemals in schlechter Stimmung erlebt habe – er ist immer einer der fröhlichsten Mitarbeiter hier – und wir werden ihn viel mehr vermissen als er je annehmen kann. Denn er verlässt uns diese Woche.



Rainbow hat die Möglichkeit erhalten, für zwei Jahre in die USA zu reisen und eine MBA Ausbildung in Hawaii zu absolvieren. Seine Frau Hong Chuan und er werden dort ein neues Leben kennen lernen, während er wichtige Kenntnisse erwirbt, um bei seiner Rückkehr nach China das Thema Tierschutz und Rechte für Tiere auf die nächste Stufe zu heben. Ich bin sehr froh, dass uns Rainbow die erste Option, ihn nach seiner Rückkehr nach seinem Studium wieder in die Animals Asia Familie aufzunehmen, gegeben hat. Daher ist es mit einer Mischung aus Lachen und Traurigkeit, dass wir Dir eine gute Reise wünschen. Wir wünschen Dir und Deiner Frau eine erfolgreiche und glückliche Zeit in Amerika und wir danken Dir für die bemerkenswerten Fortschritte und Leistungen während Deiner Zeit hier bei uns.
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