Olly, Mausi und Mara 
Derweilen machen sich in Vietnam unsere prächtigen Jungbären Olly, Mausi und Mara, die 2007 als Welpen gerettet wurden, mit den erwachsenen Damen und Herren bekannt und lernen das Bärenleben eines „echten“ erwachsenen Bären kennen! Die Bilder von ihnen – sie sind jetzt auch auf der Webseite – sind einfach süß und zeigen wieder einmal, wie diese bemerkenswerten Tiere ihr Trauma und ihre Ängste hinter sich lassen und sich eines neuen Lebens erfreuen können.

Hier stehen die aktuellen Neuigkeiten über diese drei wunderbaren Bären.


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Nothilfe Bärenrettung


Banjo Ninja Warrior  
Auf meiner Roadshow durch Australien und Neuseeland zeigte ich auch zwei Bilder, die von unserem Bärenmanager Charlie stammen. Sie zeigen die ganze Schlitzohrigkeit und das überragende Können von Banjo! Jetzt, nachdem unser wundervoller Somerset nicht mehr bei uns ist, übernimmt er vielleicht die Führung bei den zerstörerischen Baumpartys?




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Die Poesie der Mondbären 
Vor einiger Zeit erreichten mich per E-Mail innerhalb von nur einer Woche zwei wundervolle Gedichte aus England. Das erste stammt von Lorraine Thomas, dem Koordinator unserer Unterstützergruppe im Cheshire & Wirral. Das zweite kam von Richard Bonfiled, der sich als Dichter für die „Born Free“ Gruppe engagiert, dessen Gründerin Virginia McKenna unsere Schirmherrin in England ist.

Richard veröffentlichte vor kurzem seinen neuen Gedichtband „Animals Nature“ (Die Natur der Tiere). Der wunderbar gestaltete Einband dieses Buches stammt dabei von Pollyanna Pickering, die kürzlich Patin von Polly, eines unserer neu geretteten Bären in Vietnam wurde. Sie hat Richard nach ihrem gemeinsamen Besuch mit ihrer Tochter Anna Louise in unserem Rettungszentrum zu dem Gedicht inspiriert. Das Buch von Richard kann über http://www.bornfree.org.uk/]Born Free[/url] bezogen werden.

Ich danke euch beiden, Lorraine und Richard, dass ihr euer wunderbares Talent und euer Mitgefühl den Leiden der Bären gewidmet habt.





The Awakening
In the deep of dark despair
Abandoned creatures ’biding there,
Deceived by nature to declare,
Their oriental beauty,
Envied by the avid few
For their secreted bitter hue.

Snared and stored in rigid tombs,
Yoked by golden crescent moons
To grasping fingers sucking bile,
While others turn away awhile
To sip the potions and hope to share
The wholesome secrets of the bear.

A vile ingestion born of greed,
Professed to meet their wanton need.
In time they’ll find a baseness there
And truth will come to know the bears
With fortitude withstand their pain,
Whilst dealers leech to count their gain.

A glint of light breaks their stare,
A dauntless stranger standing there,
Dressed in black with golden hair
They took her for a fellow bear
And beckoned her into the gloom,
She breathed the dankness of the room.

A curious paw uncurled and stretched
towards the other’s fur and touched
instead a naked palm,
A human hand that knew no harm.
The bear she looked and held the gaze
Comfort and compassion raised,
She pressed each cushion one by one

And found that help had come.

Lorraine Thomas
21 März 2010


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Moon Bear: Für Jill Robinson, Gründerin von Animals Asia, Virginia McKenna, Schirmherrin von Animals Asia, Pollyanna Pickering und Anna-Louise die tun was sie können, damit diese barbarischen Praktiken aufhören.

I cannot move – I am not free
I cannot climb the lovely trees
A prisoner in my iron lung
I cannot see the morning sun
I cannot see the evening moon
Disabled in my steel cocoon
I spend my life in caged eclipse
A scream pours from my blameless lips
I do not know what forest is
I cannot bear to be like this
I cannot amble through the mist
I am a number on a list
My instincts here are all in chains
My inner bear is all deranged
Like orphans chained to stinking beds
I cannot use my arms and legs
I’m crucified for mankind’s greed
I cannot climb the lovely trees
I do not know what freedom means
A Death’s Head haunts my waking dreams
I’m trapped inside this living hell
Incarcerated in my cell
I cannot be my moon bear self
My bile is milked for human “health”
I do not have an aim in life
I do not have a moon bear wife
I just exist to make my bile
To help my master live in style...
I’m told that there are moon bear trees
The droning sound of honey bees
I’m told that there is life beyond
But do not have a magic wand
I’m spread-eagled in mortal pain
I’m crucified for mankind’s gain
I cannot move – I am not free
I cannot climb the lovely trees
I am a moon bear – find the key
Release me from my misery.

Richard Bonfield c March 2010
Born Free Poet in Residence



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Ein trauriger Abschied für geliebte Bären 
Nach all der Aufregung der Roadshow wartete bei der Rückkehr nach Hongkong die Realität mit ihren Hochs und Tiefs bei der Pflege von mehr als 230 Bären in China und Vietnam wieder auf uns. Zwei Anrufe kurz nacheinander von einer offensichtlich erschütterten Tierärztin Jen aus Chengdu lies uns beide in Tränen ausbrechen über den Verlust zweier unserer lieben Bären. So sehr geliebt … und jetzt von uns gegangen.

Angel RIP

Am frühen Sonntagmorgen fand unser Bärenteam Angel tot in ihrer Behausung als sie dort ankamen um sie zu füttern und sauber zu machen. Bei der Autopsie fand Jen, dass ihre Aorta (die große Ader, die das sauerstoffreiche Blut von der linken Herzkammer in den Körper leitet) geplatzt war. Dies führte zu einem schnellen und tödlichen Blutverlust und der einzige Trost war, dass ihr Tod wirklich sehr schnell eingetreten ist.

Unser wunderbarer Engel kam im Mai 2006 im Alter von ca. 9 Jahren zu uns, nachdem uns die Forstschutzbehörde in Chengdu überraschend angerufen hatte und uns gebeten hatte, sieben Bären aus einem Zoo zu retten, der wegen Geldmangels schließen musste. Da wir den Marktwert dieser Bären kannten, wussten wir, dass sie in eine Bärenfarm kommen wenn wir sie nicht aufnehmen – und so konnten wir eine weitere Gruppe traumatisierter Bären in der Animals Asia Familie begrüßen.

Uns alle schockierte die Tatsache, dass drei der Bären offensichtlich aus einer Farm stammten! Bei Angel ragte noch immer der hässliche Metallkatheter aus ihrem schmerzlich entzündeten Bauch. Dort befand er sich seit 1998. Zwei andere waren offensichtlich Opfer der „frei laufenden“ Methode der Gallensaftgewinnung. Ich kann mir nicht vorstellen, was die Besucher gedacht haben, als sie diese offensichtlich leidenden Bären als Schaustücke in dem Zoo sahen!
Angel hatte an ihrem rechten Hinterbein auch eine Wunde durch eine Schlinge (ein Beweis dafür, dass sie eingefangen wurde) und bei ihr war auch ein 18 Monate altes Jungtier, das voller Furcht knurrte und um sich schlug.

Im Lauf der nächsten Wochen wurde Angel operiert und erholte sich gut. Dann wurde sie erfolgreich in eine nette und stabile Bärengruppe integriert. Ihr Junges – es heißt jetzt Peanut – wurde in einem eigenen Gehege gepflegt bis er groß genug war, um in eine große Bärengruppe zu kommen. In den vergangenen drei Jahren hat er sich dort im Haus 6 zusammen mit Prince, Freedom, Douglas und den alten Bären, die schon immer besonders nett waren zu jungen Neuankömmlingen in ihrer Mitte seines Lebens erfreut.

Damit konnte Angel mit ihren Freunden im Haus 10 mehr als vier Jahre lang ein sorgenfreies Leben führen; spielen, schwimmen, raufen und selbst entscheiden, wie sie den Tag verbringen möchte.








Somerset RIP

Nur zwei Tage später erreichte mich ein weiterer Anruf, den ich gar nicht hören wollte.

Somerset kam im März 2003 zu uns, nachdem er bei jemandem beschlagnahmt worden war, der ihn in einem Bus verstecken wollte! Die Behörden reagierten schnell auf den Anruf eines besorgten Passagiers in dem Bus und beschlagnahmten sie sofort und übergaben sie uns zur Pflege.

Nur 29 kg und weniger als 6 Monate alt. Bei Somerset – oder Cublet („Babybär“), wie er auch genannt wurde – fehlte die rechte Vorderpfote, da er in freier Wildbahn eingefangen worden war. Er war offensichtlich auf dem Weg in eine Bärenfarm. Schon in diesem jungen Alter waren Somersets Zähne abgewetzt da er immer in die Gitterstäbe seines Käfigs biss. Er war verängstigt und aggressiv und vermisste eindeutig seine Mutter. Von Anfang an konnte man ihn gut an einem weißen Fleck im Fell auf seiner Nase erkennen, das wie ein Dreieck geformt war. Somerset erholte sich schnell und wurde einer unserer berühmten „halbstarken“ Jungbären.

In den vergangenen zwei Wochen war er der Star in meinen Präsentationen in Australien und Neuseeland in seiner Rolle als führender Baumparty Aktivist. Meine Zuschauer waren begeistert zu sehen wie er die Bäume in seinem Gehege bestieg , sie zerstörte und seinen Freunden beibrachte, es ihm nachzutun.



Trotz des Kummers über den Verlust dieses so besonderen Bären wird mich das Wort „Baumparty“ immer an Somerset erinnern und wie sehr er uns zum Lachen brachte. Unsere Herzen sind bei Lee Gibbins und der Mondbären Rettungsgruppe von West Somerset in England, die ihn bewunderten und Geld sammelten, um ihn glückliche Baumpartys feiern zu lassen, solange er bei uns lebte.

Die Ursache für den Tod von Somerset ist noch nicht bekannt und Jen und unsere Tierärzte warten noch auf weitere Laborergebnisse. Seine Krankheit begann mit einer kleinen Schwellung an der linken Seite seiner Schnauze und einem etwas ungewöhnlichen Verhalten.

Bei einer Untersuchung wurden ihm einige faulige Zähne entfernt. Er erholte sich nur schwer wieder von der Narkose und unsere Tierärzte erkannten in den Tagen danach, dass er auch große Schmerzen hatte. Trotz der Medikamente über die nächsten Tage und Nächte verschlechterte sich sein Zustand weiter. Wir entschlossen uns zu einer Untersuchung mit dem Computertomographen um herauszufinden, ob er einen Tumor in der Nase hat. Denn mehrere Bären wurden bereits Opfer dieser gefürchteten Krankheit.

Die Untersuchung verlief glatt, doch wieder hatte Somerset Schwierigkeiten sich zu erholen und trotz mehrerer Versuche von Jen und dem Team ihn wiederzubeleben, starb Somerset plötzlich.

Die Obduktion zeigte, dass sein Tod eine Erleichterung war. Sein armer Körper war durchsetzt mit Knoten, die entweder vergrößerte und entzündete Lymphknoten waren oder auch Krebsgeschwulste – oder beides! Doch erst wenn die Feingewebeuntersuchungen vorliegen, wissen wir genaueres. Wir wissen nur, dass unser wunderbarer Somerset innerhalb von Tagen abstürzte. Aus einem gesunden, Spaß liebenden und sehr verspielten Bären wurde so ein weiteres Opfer der brutalen Bärenfarmen.

Wie stets hat unser Team mit seiner in Jahren gewachsenen Professionalität und liebevollen Pflege in Ruhe und ohne Rast versucht diesen Bären zu helfen. Nichts kann ihre harte Arbeit in Worte fassen und wie sie ihre eigene Trauer überwanden um wieder einmal zu tun was nötig war. Ich danke euch allen für eure Arbeit in diesen emotionalen Zeiten. Die Bären bekommen eure außergewöhnliche Liebe und Pflege, wie es ihnen gebührt.

Mitten in meinem eigenen Ärger und meiner bitteren Enttäuschung erinnere ich mich an die Worte unserer kürzlich empfangenen Besucher, einer Gruppe freundlicher buddhistischer Mönche – die ruhig und ohne Angst vor Widerspruch sagten, dass die Verursacher solchen Leides und Erniedrigung mit Sicherheit in der Hölle schmoren werden.

Unser Mitgefühl gilt besonders den Sponsoren von Angel und Somerset – Denise und ihrem Team in Luxemburg sowie Lee Gibbins und ihrem Team in England. Wir danken euch von Herzen, dass ihr alles gewesen seid für diese Bären während ihres Lebens in Freiheit und Frieden.







Unsere Freiwillige Anne Ditton hat diese schönen Bilder von Somerset zu Weihnachten aufgenommen. Sie glaubte, er gähnte bevor er sich zurücklegt um seine Weihnachtsleckereien zu verdauen.
Zum Schluss soll noch Lee im Namen der West Somerset Gruppe zu Wort kommen – die voller Liebe und Hingabe jahrelang gearbeitet hat um Somerset und seine Freunde zu unterstützen.
„So denke ich immer an Somerset. Es muss der Beginn seiner Karriere als Baumkletterer gewesen sein oder es gab ihm vielleicht nur die Entschlossenheit, es besser zu machen. Der große Trost ist, dass er seine Persönlichkeit und seine Fähigkeiten zu leben und sich zu freuen in Chengdu entwickeln konnte, wo er so sehr geliebt wurde. Als er zu der Bärenfarm gebracht wurde, wäre es leicht gewesen, dass er nicht gerettet wurde – unerträglich nur daran zu denken. Wir vermissen es, von ihm zu hören. Besonders sein Abenteuer mit den Baumpartys.“


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Vielen Dank an Australien und Neuseeland 
Bei der diesjährigen Roadshow ging es darum, alte Freunde und neue Unterstützer wieder zu treffen. Der Empfang dort hätte nicht herzlicher sein können.

Das Team von Animals Asia in Australien – Anne, Jude, Kerri und Tim – haben zusammen mit unseren fantastischen Freiwilligen in den Bundesstaaten in den Wochen und Monaten zuvor alles gegeben, damit die Vorbereitungen für jede Veranstaltung bis ins kleinste Detail professionell organisiert waren und die Veranstaltungen störungsfrei abliefen. Es ist unbeschreiblich, wie hart jeder gearbeitet hat, damit die Bären, Hunde und Katzen in Asien die bestmögliche Plattform bekommen und man erkennen konnte, wie weit unsere Kampagnen seit dem letzten Besuch vor über zwei Jahren weitergekommen sind.



Dr. Kathrin Warren, unsere wunderbare Botschafterin für Animals Asia und Chefkoch Simon Bryant waren auch da, um wie stets unser Team in Australien zu unterstützen.

Viel zu viele andere Helfer können hier in diesem Blog nicht genannt werden. Daher haben Anne mit Unterstützung von Jude und Tim einen Überblick über die Veranstaltungen zusammengestellt und dort auch unseren Dank an alle Beteiligte ausgedrückt. Hier kann man ihn lesen.

Jeder einzelne war das Rückgrat unserer Arbeit und wir vergessen nie, dass sie nur wegen der phänomenalen Unterstützung durch Freunde wie in Australien und Neuseeland und in der ganzen Welt weiter gehen kann.

Herzlichen Dank – nicht nur für den warmherzigen Empfang, sonder auch dafür, dass ihr an die Mission und die Fortschritte glaubt, die unserer Arbeit in Asien kennzeichnet und die große Entwicklung der Fähigkeiten und der Hingabe begrüßt, welche die letzten Jahre kennzeichnet. Die in ganz Asien durch eure Unterstützung neu entstehenden Tierschutzgruppen werden von Tag zu Tag stärker.

Zusammen mit dem „Lächeln“ der Opfer und der Überlebenden, denen ihr zur gleichen Zeit geholfen habt, ist dies ein Zeichen, dass die Revolution im Tierschutz Asiens sich jetzt den lange erhofften Platz auf der Weltbühne geschaffen hat.

Meine Glückwünsche an alle alten Freunde in Australien und Neuseeland dafür, dass ihr die Voraussicht, die Vision und Leidenschaft hattet, den Tieren zu helfen, die so viele tausend Meilen weit weg sind – wo wären sie ohne euch?

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