Nur 13 Bären sind uns geblieben 
Zuerst noch ein großes Dankeschön an alle, die uns zum 10. Geburtstag von Animals Asia so freundliche und inspirierende Nachrichten zugesandt haben. Ich wollte, ich könnte allen persönlich antworten, doch Sie werden sicher verstehen, dass das unmöglich ist…

Viele haben gefragt, wie es der zuletzt angekommenen Gruppe von Bären geht. Hier ist der aktuelle Stand. Mehr als die Hälfte der 28 Bären, die wir Ende März erhalten haben, ist inzwischen gestorben – davon neun an Leberkrebs.

Die Liebe und der Respekt, den wir ihnen bei ihrer Beerdigung zollten, haben sie in ihrem Leben nie erfahren. Unser Trost ist es zu wissen, dass diese Bären doch noch Kontakt zu Menschen hatten, die alles versucht haben, ihnen zu helfen statt ihnen zu schaden und die nie aufhören werden zu kämpfen, bis dieser Industrie nicht mehr existiert, der sie zum Opfer gefallen sind.

Die überlebenden Bären haben es noch lange nicht geschafft. Doch sie sprechen gut an auf die Operationen, die Medizin und die herausragende Betreuung durch unser Team.

Eine neue Erfahrung, die sie jetzt machen, ist Musik. Nic, unser leitender Bärenpfleger hat mich bei einem gemeinsamen Rundgang in der Quarantänestation über den aktuellen Geschmack informiert. Zurzeit kommt die CD mit dem Konzert für Klarinette, Oboe und Basso Continuo von Mozart gut an. Wir mussten lachen, als wir Rhonda sahen wie sie auf dem Rücke liegend die klassische Musik genoss. Es fehlten nur noch das Glas mit eisgekühlter Limonade und ein Sonnenhut.

Die Stimmung änderte sich etwas als „Yellow Submarine“ von den Beatles und, vielleicht noch passender, „The long and winding road“ ertönte. Der ganze Raum war voller guter Schwingungen und erfüllt mit einem Gefühl der Entspannung. Xiao Chen leitet eine Gruppe von Bärenpflegern und von ihr bekommen wir immer wieder sehr positive Rückmeldungen darüber, wie sehr die Bären diese melodische Ergänzung in ihrem Tagesablauf erfreut.

Haribo (früher genannt „Poodley“) hat sich entgegen aller Erwartungen durchgebissen und erholt sich von einer besonders schwierigen Operation. Er sieht nicht nur gut aus, sondern fühlt sich offensichtlich auch so. Die schmatzenden Geräusche, die er bei seiner Ankunft machte, um auf sich aufmerksam zu machen, sind wieder da. Das spricht für seine gute Verfassung. Wir wollen ihn jetzt mit seinen neuen Freunden in den benachbarten Erholungskäfigen zusammenbringen. Die Bärenpflegerin Donate hat gestern ein Foto von ihm gemacht, auf dem er so liebenswert wie immer aussieht.



Einer dieser Freunde ist George (sein chinesischer Spitzname ist „Xiao Howard“, nach dem wunderbaren Leiter des Bärenteams), der noch ein paar Tischmanieren lernen muss, bevor er in die große Freiheit nach draußen darf. Denn beim Futter ist er wählerisch. Üblicherweise lässt er seine Zoo-Pellet-Diät links liegen und frisst dafür das kleinste Fitzelchen Kohl in seiner Schüssel.

Wir haben ihm gesagt, dass ein so wählerischer Bär einen schweren Stand hat gegen die„normalen“ Mitglieder seiner nach Futter gierigen Art! Das scheint gewirkt zu haben, denn im letzten Bericht stand nur, dass „George sein Futter liebt und es in fünf Minuten verputzt hat!“ Nun, das klingt schon besser.

Egmont (der frühere „Eyore“) hat sich in einen gesunden Riesenbären mit einem glänzenden Fell entwickelt. Lustig, stämmig, göttlich, spricht sie hervorragend an auf übergroße Mengen guten Futters und liebevolle Pflege.

Der prächtige Wilfried (den wir bei seiner Ankunft „Watermelon“ nannten) – genießt sein neues Leben in vollen Zügen. Immer wieder müssen wir betonen, dass wir kein Tier bevorzugen. Doch dieser Bär, der sich in die Herzen eines jeden von uns geschlichen hat, hat etwas Besonderes. Ein Blick in dieses sanfte Gesicht genügt (auch dieses Foto stammt von Donata):



Trotz seiner Vergangenheit und den Qualen rund um die Uhr auf der Farm, trotzdem er blind ist, hat sich Wilfried in einen Bären verwandelt, der ein Muster ist für die versöhnliche Natur dieser bemerkenswerten Tierart.





Nichts kann ihn aufregen. Jeden Tag ist er ruhig und interessiert. Ein Bär der weis, dass er geschützt, respektiert und sehr geliebt wird.

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Nothilfe Bärenrettung


Lebwohl Irwin und Yin Yang 
Leider habe ich schreckliche Nachrichten. Zwei weitere Bären der 28 Ankömmlinge vom März haben ihren Kampf ums Überleben verloren. Zuerst Irwin, dann Yin Yang, beide in den letzten zwei Wochen. Es bricht uns das Herz daran zu denken, wie nahe diese beiden tapferen Bären dem Leben gekommen waren, für das sie doch eigentlich durch Geburt bestimmt sind – und doch zu schwach, um jemals das Glück zu erfahren, wie es sich anfühlt, voller Freude über Gras zu laufen.

Meine Gedanken sind vor allem bei Heather, unserer leitenden Tierärztin, und allen anderen im Vet-Team, die alles Mögliche versucht haben, um Irvin und Yin Yang zu retten, auch bei den beiden Bärenpflegern, die sie gefüttert und mit ihnen gespielt haben, und den beiden in den letzten Monaten so viel Zuneigung geschenkt haben.

Irwin wird immer einen besonderen Platz in unseren Herzen haben. Von Anfang an war sein Kosename „Hagrid“ (nach der Figur des Wildhüters bei Harry Potter), um zu feiern, das inmitten der sterbenden, bis auf das Skelett abgemagerten Tiere, die am31. März bei uns ankamen, zumindest ein großer und mit dichtem Fell behaarter Bär war! Sein riesiger Körper war in einen unglaublich kleinen Käfig gezwängt.



Irwin hatte einen Nasenausfluss, von dem wir hofften, dass es eine Infektion der Kiefernhöhle und mit Antibiotika zu behandeln wäre. Leider war dies nicht der Fall. Irwin hatte einen bösartig invasiven Tumor, der hoch oben in seiner Nase saß und sich, durch die Knochen hindurch, in sein Gehirn ausbreitete.

Dieser Tumortyp ist inoperabel und schmerzhaft, so dass wir Irwin einschläferten, bevor sich sein Zustand noch weiter verschlechterte. Irwins Tumor wurde durch eine Biopsie bestätigt, nachdem wir zunächst ein CT durchgeführt hatten, dass uns ein Krankenhaus in der Umgebung freundlicher Weise ermöglicht hatte.







Die arme Yin Yang wurde eingeschläfert, nachdem das Vet-Team entdeckt hatte, dass ihre Gallenblase sich von der künstlichen Öffnung gelöst hatte und an der Leber festsaß, wo sie chronische Infektionen auslöste, auf die ihr Köper mit Abszessen reagierte. Heather beschrieb es so:

„Unglücklicher Weise zeigte die Entfernung von Yin Yangs Gallenblase OP-Nähte aus schmutziger Baumwolle, die in der unsachgemäßen Erstoperation auf der Bärenfarm verwendet wurde und nun in ihrer Leber steckten und die Abszesse in dem großflächig entzündeten Gewebe rund ihre Gallenblase hervorbrachten. Wir unternahmen alles, um das infizierte und entzündete Gewebe zu entfernen und setzten Antibiotika ein, aber leider verstärkte sich die Infektion, ausgehend von der Leber durch ihren gesamten Bauchraum hindurch und trotz intensiver Pflege und zusätzlichen Operationen verfiel sie zunehmend.“



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Fakten zum Thema Bärengalle 
Einer unserer zuverlässigsten Unterstützer in Amerika ist Dr. Eric Busch aus New Orleans. Er hat eine überzeugende Power Point Präsentation erstellt mit dem Titel „Bären Galle … Fakten und wissenschaftliche Erkenntnisse“. Wenn sie mehr darüber erfahren und verstehen wollen, warum sie absolut nicht notwendig ist, schauen sie sich diese Präsentation an: Hier herunterladen oder hier als Audiodatei.


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Überleben in den Straßen von Guangzhou 
Die streunenden Katzen in Guangzhou (der Hauptstadt des Verzehrs von Katzen in China) haben dank der Arbeit einer bewundernswürdigen Gruppe, dies sich dort vor Ort für die Tiere einsetzt (und dabei finanziell auch von Animals Asia unterstützt wird), eine zweite Chance bekommen.

Wenn die Zahl der Katzen bisher anwuchs, begannen sich die Anwohner über den Lärm und den Geruch zu beklagen. Viele nahmen die Sache auch selbst in die Hand und töteten die Katzen.

Die Freiwilligen von Xixi Cat lasen diese Tiere sprichwörtlich von der Straße auf und brachten sie zu Dr. John Wu, dem dortigen Tierarzt, für eine schnelle Kastration. Dann brachten sie die Katzen wieder zurück dorthin, woher sie stammten. Das wurde bisher mit 28 Katzen gemacht und eine kürzliche Umfrage ergab eine überwältigende Zustimmungsrate von 96% von den Anwohnern für dieses Programm! Hier finden sie noch weitere Informationen über dieses Projekt das zeigt, dass Katzen harmonisch in ihrer Gemeinschaft leben können!




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Das britische Team hat es geschafft!!! 
Voller Stolz kann ich Ihnen nun sagen, dass unser britisches Team dieses Wochenende tatsächlich das Unmögliche geschafft hat. Ich weiß nicht, wer die ursprüngliche Idee hatte. Aber es war Dave, unser britischer Direktor, und sein Team, die zu uns kamen und sagten, dass sie sich der Herausforderung stellen wollten: Die drei Gipfel von England zu besteigen – Ben Nevis, Scarfell und Snowdon – und das in 24 Stunden! Als ich sie am Samstagabend (chinesischer Zeit) anrief, waren sie gerade dabei aufzubrechen. Ich konnte spüren, sie waren sich selbst nicht sicher, auf was sie sich da eingelassen hatten. Dave sagte nur, sie seien bestmöglich vorbereitet. Doch als ich ihnen allen ganz viel Glück für ihr Vorhaben wünschte, konnte ich im Hintergrund ein nervöses Lachen hören!

Doch sie haben uns stolz gemacht – wie wir es ja auch nicht anders erwartet haben. Dave, Lara, Gill, Mark und James waren die Wanderer, Fiona und Nicky waren das Sicherheits- und Versorgungsnetz für die Gruppe und auch für die Verpflegung zuständig.

Hier ist der Text, den Dave um 2:00 Uhr heute Morgen geschickt hat: „Liebe Jill, bitte sag Jasper und Eddie, dass wir es geschafft haben. Drei Gipfel in drei Ländern in insgesamt 23,5 Stunden. Mindestens 4.000 Pfund sind auf dem Weg zu den unserer Zottelbären. Yippee!“

Ein großes Lob unserem britischen Team von allen Mitarbeitern und Unterstützern weltweit – sicher schlaft ihr jetzt die nächsten 23,5 Stunden. Hoffentlich ruhig und in der Gewissheit, dass ihr Jasper und die Bären, Eddie und die Hunde und Katzen wieder ins Rampenlicht gerückt und dringend benötigte Spenden für sie gesammelt habt. Für alle Tiere, die von solchen bemerkenswert Taten abhängig sind.

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