Lasst die Bären in Vietnam nicht länger warten 
Hilflos liegt die Bärin da. Zum vierten Mal in diesem Monat wurde sie mit Ketamin betäubt – ein verbotenes Medikament, das die Farmer in Vietnam verwenden, um die Bären bewusstlos zu machen und ihren Gallensaft abzuzapfen.

Sie blinzelt und ihre Pfoten bewegen sich als der Mann ihr immer wieder eine 10 cm lange Kanüle, mit der er versucht, die Gallenblase zu finden, in den Bauch sticht. Wenn er das geschafft hat, lässt eine Pumpe den Gallensaft in ein Glas laufen. Direkt dabei steht eine lachende Gruppe von Touristen aus Korea, die dafür zahlen, um ein Mittel gegen ihren Rausch zu kaufen.

Wenn man bedenkt, dass die Haltung von Bären in Farmen in Vietnam verboten ist, ist dieses abscheuliche Schauspiel noch unglaublicher. Die Gerichte hätten ihre Pflicht tun müssen und diesen und 78 weitere Bären uns zur Pflege übergeben sollen.



Bitte, bitte, helfen Sie uns, damit die Bären diesen Qualen entkommt – machen Sie mit, schreiben auch Sie einen Bittbrief und drängen Sie die Regierung in Vietnam dazu, das Richtige zu tun. Das sind nur ein paar Minuten für Sie – doch für die Bärin ist es der Rest ihres Lebens…

Bitte hier klicken. Vielen Dank. Zusammen schaffen wir das.

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Nothilfe Bärenrettung


Unser Yeti Assisi ist frei 
Ein langsames Schnalzen war am frühen Morgen zu hören. Natürlich argwöhnte Assisi das „irgendetwas“ geschieht. Die bösen Überraschungen in seinem bisherigen Leben, die Schmerzen und die Gefangenschaft in der Bärenfarm vor seiner Ankunft hier bei uns im Februar – all das waren Garanten für seine Vorsicht bei all den neuen Erfahrungen in der Rettungsstation.

Als daher die Türen im Haus 10 sich öffneten, hinaus zur Wiese des Geheges, stand er da wie angewurzelt, ehe er sich zusammennahm und sich dem großen Unbekannten dort draußen stellte.



Die unteren Leitungen des elektrischen Zauns waren ausgeschaltet. Denn wir wissen von der Herzschwäche von Assisi und wollten daher keinen Schock riskieren, der vielleicht sein letzter sein könnte. Lang und schlank trottete Assisi hinaus in die Morgensonne, die sein Fell aufleuchten lies. Wir alle lächelten beim Anblick seiner ungewöhnlich haarigen Pfoten, denn wir dachten dabei an den Wissenschaftler Daniel Taylor Ides, der in seinen Arbeiten seine Vermutung beschrieben hat, dass wohl der Mondbär der echte Yeti sei.

Schon nach ein paar Augenblicken gewann die „opportunistische“ Natur Assisis die Oberhand und seine große schwarze Schnauze schob sich hinaus in den weiten, offenen Raum, den er nie zuvor gesehen hat. Noch zwei Schritte und er stand vor drei Haufen aus Biskuits und Tomaten, die er voller Wohlgefallen schmatzend vertilgte. Dabei immer darauf bedacht, auf dem betonierten Pfad zu bleiben.

Bei vielen der Bären ist dies fast die Norm, wenn sie zum ersten Mal hinaus gehen – so als sähen sie ein Schild „Rasen betreten verboten“. Zuletzt ein, aber auch nur ein Schritt auf das Gras. Aber gleich wieder mit allen vier Pfoten zurück auf den Betondeckel des Wasserablaufs. Die harte Oberfläche, wie er sie von der Farm her kannte, schien doch noch sicherer zu sein.

Weiter die Nase schnüffelnd in den Wind gereckt, und immer tapferer werdend, kam er schließlich ganz heraus – und dann gab es für die nächste Stunde kein Halten mehr.



Seine Paten, das SPCA aus Auckland wären stolz auf ihn gewesen. Zuversichtlich lief er den Zaun des Geheges ab bis zum Ende und untersuchte die Plattformen, die hängenden Reifen, die Holzstapel, den Teich, in dem nur ein paar cm Wasser waren (keine Überraschungen am ersten Tag!) und freute sich dabei an den Leckereien, die am Weg versteckt waren.



Jen, die Tierärztin flüsterte „als ob er sein ganzes Leben nichts anderes getan hätte“. Und sie hatte Recht. Leicht schnaufend durch die Anstrengungen seines Spaziergangs, doch ganz ohne Furcht bei seinen Untersuchungen. Unser tapferer Assisi war ruhig und zuversichtlich als er sein neues Königreich in Besitz nahm.


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Nothilfe Bärenrettung


Besonderer Besuch im Sommerlager 
Für unser Rettungszentrum für Mondbären in Chengdu war es ein wunderbares Erfolgserlebnis – 36 Besucher aus ganz China besuchten unser Sommerlager.







Unter dem Motto „Spaß mit den Mondbären“ kamen Studenten, Lehrer, Akademiker und Tierschützer aus neun Städten des Landes hier zusammen – Menschen, die entschlossen sind, etwas zu bewegen, die Nachricht vom Ende der Bärenfarmen und des Verzehrs von Hunden und Katzen in ganz Asien zu verbreiten.

Frau Li Jie war bis zu ihrer kürzlichen Pension Mitarbeiterin der Forstbehörde von Lanzhou, wo sie mithalf, die dortige Bevölkerung über das harte Leben von Bären und Begleittieren aufzuklären.

Seit Oktober 2008 hat sie 16 große Veranstaltungen organisiert, darunter Informationsstände vor dem Bärengehege des Zoos von Lanzhou in der Provinz Gansu und Vorträge in den Grundschulen, bei denen Studenten der Universität den jungen Kindern beibringen, dass Hunde und Katzen Respekt verdienen und kein Nahrungsmittel für Menschen sind.

Wunderbar, wie sie jetzt das „Freiwillige Grüne Haus von Lanzhou“ vertritt. Wir freuen uns, sie hier begrüßen zu können, wo sie jetzt die Bären sehen kann, denen sie so unermüdlich geholfen hat.

Herr Zhang Lihui war genau so aktiv bei der Propagierung des Tierschutzes. Er ist Lehrer in der Fushan Beitai Grundschule in der Stadt Fushun, Provinz Liaoning – eine der vier Provinzen mit den meisten Bärenfarmen.

Sein Ziel ist es, die Leiden der Bären in den Farmen und unser Rettungsprojekt bekannt zu machen. Herr Zhang hat mit mehr als 200 Studenten Roadshows und Spendensammlungen durchgeführt und dabei haben sie ihre eigenen, wunderbar gestalteten Broschüren verteilt.

Seit 2004 hilft uns der freundliche Herr Zhangyao. Er war einer der Hauptorganisatoren der „Ich liebe Mondbären“-Veranstaltung an der Datiankan Schule in Chengdu, an der mehr als 2.000 Schüler voller Energie und Kreativität teilnahmen. Er half auch mit, dass unserer Professoren Pfote eine beschädigte Schule im Gebiet des Erdbebens von Sichuan besuchen konnten, um dort Kindern eine Freude zu machen, die Mitglieder ihrer Familien oder Freunde bei dem Unglück verloren haben.

Es waren in den drei Tagen auch Studenten der Universität für Traditionelle Chinesische Medizin aus Chengdu, der Universität von Shanghai und der Southwest Science & Technology Universität da, in denen Rainbow, Sailing, Suki, Jacky und Irene Veranstaltungen und Vorlesungen organisiert hatten, so dass die Tage ausgefüllt waren mit Spaß und Lernen.

Tränen flossen, als die Gruppe die Krankenstation besuchte, wo wir Abschied nahmen von Syntegra, die sanft eingeschläfert wurde, als man bei ihrer Untersuchung einen inoperablen Leberkrebs fand. Li Jie weinte um all die Bären, die „noch immer unter so schrecklichen Bedingungen in den Farmen leiden müssen“.

Doch als die Besucher eingeladen wurden, die Bärengehege zu säubern und neue Spielsachen für die dankbaren vierbeinigen Bewohner dort zu machen, kehrte das Lachen bald wieder zurück.





Neben praktischer Arbeit fanden Vorträge statt – Rainbow informierte allgemein über Tierschutz, Suki stellte das Programm „Freunde … oder Fraß?“ vor (dabei besuchten uns auch einige der Hundedoktoren aus Chengdu) und Jacky stellte vor, wie man eine erfolgreiche Informationskampagne koordiniert.

Bei Diskussionen in der Gruppe kam auch eine neue Idee hoch: „Woche der Liebe zu Mondbären“. Geplant für den April im kommenden Jahr im Zusammenspiel mit dem Welt-Erde-Tag. Das bringt sicher viele Menschen im Land dazu, an diesem Tag dieser gefährdeten und charismatischen Tierart zu gedenken.

Sailing sagte es gegen Ende des Besuchs: „Sommerlager sind besonders wichtig, um die Organisatoren in den verschiedenen Städten und Schulen in China auszubilden, damit sie die Arbeit eigenständig weiterführen und so bei den Beteiligten einen Meinungswandel herbeiführen können. Dieses Sommerlager hat sie alle sehr beeindruckt!“


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Neueste Nachrichten 
Vor kurzem erhielten wir die Nachricht von einem Online-Forum in China, das von Kontakten überschwemmt wurde, nachdem jemand dort einen Text darüber eingestellt hatte, wie absolut entsetzt seine Familie darüber ist, dass für den Kauf von Zahnpasta geworben werde, die Bärengalle enthält.

Mehr als 200.000 Besucher wurden auf dieser Seite gezählt, die zornige Kommentare gegen die Bärenfarmen abgaben, als sie erfuhren, dass die Galle von diesen kranken und todgeweihten Opfern stammt. Es werden dort immer mehr Bilder von eingesperrten, leidenden Bären (darunter viele von uns) eingestellt und der Proteststurm wächst von Tag zu Tag.

Wir danken allen von ganzem Herzen, die sich öffentlich und laut gegen die Industrie der Bärenfarmen aussprechen und die damit den mehr als 7.000 Bären dort in ihrem Leid neue Hoffnung geben.

Für jeden, der dies hier liest sagen wir es nochmals - Bärengalle ist unnötig und bringt unvorstellbare Grausamkeiten. Wir haben die Kraft in unseren Händen um das Leid von Tieren zu beenden, die jahrzehnte lang eingesperrt und gequält werden. Nutzen Sie das Internet, damit Ihre Stimme gehört wird. Ab heute kann mit Ihrer Hilfe alles anders werden.


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Nicole legt los! 
In unseren Rettungsstationen herrscht immer reger Betrieb, durch die verantwortungsvolle Pflege und Versorgung unserer Bären (Hunde und Katzen) und wichtige Forschungsarbeiten, die oft gleichzeitig stattfinden. Diese Arbeit unterstreicht unsere Argumente gegen die bösartige Gallenindustrie in China und Vietnam.

Doch manchmal nutzen wir einfach auch die Gelegenheit für ein wenig Spaß! Und den hatten wir, als kürzlich meine Schwester Anne, ihr Mann Steve und ihre Tochter Nicole bei uns in Chengdu zu Besuch waren und auf das Animals Asia Team trafen.

Gerade lag ein schlafender Banjo für eine Zahnuntersuchung auf dem OP-Tisch und so suchten unsere Tierärzte noch schnell einen passenden OP-Kittel und –Handschuhe für die elfjährige Nicole und luden sie ein, ihnen beim Gesundheitscheck zu helfen.



Nicole befolgte genau die Anweisungen von Heather, unserer leitenden Tierärztin, und gab Banjo Spritzen mit Antibiotika und Schmerzmittel.



Sie maß auch seine Temperatur – und zögerte keinen Moment als sie erkannte, dass das Thermometer wohl nicht in das Maul gehört.

Weit oben auf der Prioritätenliste stand die Abnahme eines Tatzenabdrucks von Banjo mit einer ungiftigen Farbe – mit diesen Abdrücken können wir auf Roadshows und anderen Veranstaltungen gut Spenden sammeln.



Normalerweise nehmen wir dafür Zitronengelb auf schwarzem Karton (so wie die Farben der Schwarzbären mit ihrem gelben Halbmond), doch Hayley erinnerte sich, dass die Lieblingsfarbe von Nicole Rosa ist. Deshalb wurden Rot und Weiß zusammengerührt für ein wunderbares Babyrosa!

Hier sieht man Nicole und Anne und auch eines nur mit Nicole wie sie den Schlawiner Jasper kennenlernt:





Zum Glück waren Banjos Freunde nicht dabei um zu sehen, wie seine Tatze mit dieser Mädchenfarbe angemalt wurde. Doch das Ergebnis war super. Nach dem Gesundheitscheck und dem Tatzenabdruck durfte Banjo in seinem Erholungskäfig aufwachen, um sich nach der Entfernung von drei gebrochenen Eckzähnen für die nächsten Tage sinnlos verwöhnen zu lassen.

Gerade bevor sein Käfig in die Krankenabteilung gebracht werden sollte, rief jemand „Eine Schlange!“. Wir sprangen alle vor Überraschung auf, als eine ziemlich große Schlange den Gangboden entlang kroch.



Zum Glück war unser Bärenteamleiter Rocky zur Stelle, um sie aufzunehmen und sie sicher im Wald wieder auszusetzen.





Am Abend vor dieser ganzen Aufregung feierten wir unsere Party zum 11. Jahrestags von Animals Asia am 8. August. Einfallsreich wie immer nutzte Rainbow die Gelegenheit, um ein Foto vom ganzen Team zu machen, wie es im Hof steht und die Zahl „11“ formt.





Ganz nach Art von Chengdu gingen der Spaß und die Spiele bis in den Abend. Das Team zeigte sogar „olympische“ Leistungen!






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