Tiertherapie auf Geschäftsleitungsebene!  
Diese Woche nahmen unsere Hundedoktoren an einer bemerkenswerten Übung teil. Dr. Eddie und sein Team vierpfotiger Therapeuten trafen sich mit den Geschäftsführern der Hongkong und Shanghai Bank (HSBC) – und verzauberten sie alle. Wir waren eingeladen, um im Rahmen des HSBC Work-Life-Balance Tages an einer Reihe von Anti-Stress Workshops teilzunehmen und besuchten vier Standorte der Bank in Hongkong.

Es war eine etwas unwirklich anmutende und geradezu unglaubliche Erfahrung, in jeder Geschäftsstelle Dutzende von Büroangestellten in Anzügen auftreten zu sehen, um ihre vierbeinigen Berater zu begrüßen und zu beobachten, wie sie nach dieser “Sitzung” mit strahlendem Lächeln auf ihren Gesichtern und Hundehaaren auf ihren Anzügen wieder gingen.

Während der Begegnung waren die Mitarbeiter auf ihren Knien und fütterten einen sehr begeisterten Edddie, einschließlich seinem Team, mit Leckerlies – Lucky, Remy, Cha Cha, Baby, Bebi, Goldie, Jack, Lucky, Micky, P Tsai, Pancake, Remy, Waltz, and Yat Yat. Dabei erfuhren sie gleichzeitig, dass ihr Blutdruck, Cholesterol- und Stressspiegel gesenkt, das Immunsystem aber gestärkt wurde! Alle stimmten zu, dass diese Erfahrung besser wirkt als Kaffee und kehrten mit ausgeglichenem Gemüt und Körper an ihren Arbeitsplatz zurück.

Der Direktor der HSBC, Peter Wong, kam inmitten des Gedränges dazu und zögerte nicht, Eddie (einen ehemaligen Markthund, der für den Kochtopf bestimmt war) für die Kameras auf den Arm zu nehmen.



Da er selbst ein Hundefreund ist, war klar, dass diese Veranstaltung ihn sehr berührte und so wurde am nächsten Tag eine Pressemitteilung der HSBC verschickt, in der die bedingungslose Liebe von Hunden, die eine entspannte Ruhepause von einem geschäftigen Arbeitstag brachten, gewürdigt wurde.

Ein ganz großes Dankeschön an Marnie, Arvid, Mark und das Team, die unermüdlich gearbeitet haben, um diesen Tag zu einem solchen Erfolg zu machen und natürlich an Eddie und unsere Dr. Hund Botschafter, die jeden neuen Teilnehmer ihrer einzigartigen und effektiven Therapie begrüßten, als wären sie beste Freunde.

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Nothilfe Bärenrettung


Wenn man sich kennenlernt… 
Einer der nettesten Momente – und manchmal einer der aufregendsten – ist, wenn man die neuen Bären in ihren Erholungskäfigen näher zueinander bringt. Als Vorbereitung darauf, sie in Gruppen zu integrieren.

Man kann fast schon darauf wetten, wer zu wem passt. Daher war es für Nic, unseren Leitenden Bärenmanager keine Überraschung, als sich der bezaubernde Watermelon (er heißt jetzt Wilfred) und Poodley (jetzt Haribo genannt) zum ersten Mal „trafen“.

Ein interessiertes Schnüffeln und Glucksen war von beiden zu hören. Schließlich strechte Wilfred eine freundliche Pfote durch die Gitterstäbe zu Haribo als wollte er sagen „Hallo, jetzt können wir uns offiziell begrüßen“. Kaum vorstellbar, dass die beiden noch vor ein paar Monaten in ihren gnadenlosen Presskäfigen auf der Farm flach gegen die Gitter gedrückt waren, wie sie jetzt auch körperlich wieder erstarken und sich all der guten Dinge bewusst werden, die das Leben für sie bereit hält.

Bei einigen Bären dauert das seine Zeit - sagt Nic. „Die knurrigsten Bären waren Laetizia und Karaflas, die gegen jeden anderen Bären aggressiv waren.“ Nun, wer kann es ihnen verdenken?

Bei all diesen nachbarschaftlichen Begegnungen haben Nic und sein Team neue Leckereien ausprobiert – normalerweise mögen sie gerade das, was wir nicht mögen – ihre Lieblingsspeise ist etwas typisch Chinesisches, „stinkender Tofu“.

Man muss sich nur einen Abfluss vorstellen, der lange schon nicht mehr gereinigt wurde. Dann hat man ein gutes Bild davon. Die meisten Bären lieben es und reiben ihre Köpfe sogar darin – wie verrückte Katzen es mit Katzenminze machen. Doch Haribo, Tanja, Laetizia und Gypsy sind anders. Von ihnen mag diese Woche auch keiner Senf oder Currypaste. Daher verschwindet auch das aus dem Rezept für diese Woche.

Eine abwechslungsreiche Nahrung ist essentiell, um sie zu lehren, wieder „Bären zu sein“. In Freiheit würden sie nach Futter suchen und herumschnüffeln an den Sachen, die ihnen schmecken. Aber auch an denen , die sie nicht mögen. Wie wir sind auch Bären unwahrscheinliche Individualisten – einige lieben Zitrusfrüchte, andere nicht. Einige sind heiß auf Bananen, andere nicht. Doch ich habe noch keinen Bären getroffen, der keine Weintrauben will (obwohl unsere Franzi sie als alte Dame gern geschält hat).

In Nics Bericht steht auch, dass unser Rupert diese Woche jeden Lockruf zurück in die Unterkunft ignorierte. Ich muss lächeln, denn das Wetter ist kühl und lind und somit perfekt für einen Bären, der lieber draußen sein möchte, um die letzten Sonnenstrahlen der Herbstsonne zu genießen. Vielleicht ist er doch nicht so behindert wie wir glauben! Hier kann man Rupert in seiner Lieblingspose bewundern:


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Nothilfe Bärenrettung


Auf Wiedersehen, Devon und Niki 
Leider habe ich wieder schlechte Nachrichten aus Chengdu. Denn es sind noch zwei Bären gestorben – Devon und Niki.

Besonders der Tod von Devon ist uns allen sehr nahe gegangen. Denn keiner hatte erwarten, dass es einen so jungen und vor Gesundheit strotzenden Bären treffen könnte, der erst seit Anfang des letzten Jahres bei uns war. Erst vor ein paar Tagen habe ich ihn noch Chris und Hannah aus der Gruppe seiner Unterstützer aus Exmouth in England gezeigt. Sie sahen ihn noch zufrieden in seinem Gehege herumtollen. Doch gestern starb er.



Sein schnelles, tragisches Ende bricht einem das Herz. Devon wurde uns von den Armeebehörden Sichuan übergeben, wo er drei Jahre lang aufwuchs. Er wurde dort von Tibetern abgegeben, die ihn als winziges Jungtier in der Nähe seiner toten Mutter fanden. Er hatte es gut bei den Soldaten, die aber bald erkannten, dass sie ihn auf Dauer nicht behalten konnten.

Hier ist der Bericht von Heather, unserer leitenden Tierärztin:

Devon, auch liebevoll der „Affenbär“ genannt, war ein großartiger Kletterer. Leider verstarb er am 22. September unter bizarren Umständen. Das Team der Bärenpfleger sah zu, als er mit zweien seiner engsten Kameraden spielte und dabei plötzlich zusammenbrach.

Die Autopsie ergab eine gebrochene Rippe, die seine Lunge durchstoßen hat. Dies führte zu seinem schnellen und viel zu frühen Tod. Der Verlust dieses wunderbaren jungen Tieres geht uns allen sehr nahe. Ruhe sanft, Devon.

Und am 29. September mussten wir uns von Niki verabschieden, der seit 2003 bei uns war. Für Niki haben wir keine Ohrmarke benötigt, da sein süßes, putziges Gesicht und seine verkrüppelte Pfote eindeutige Kennzeichen waren. Dazu Heather:

Man sagt, aller Dinge sind drei. Hier in Chengdu hoffen wir, dass das stimmt und dass die traurigen Wochen jetzt hinter uns liegen. Jetzt, wo wir uns von einem dritten Bären im Haus 5/6 verabschieden müssen. Man erkannte Niki hier an seiner durch eine Falle verstümmelten rechten Pfote. Er wurde als Wildtier eingefangen um in einer Bärenfarm zu landen. Die langen Klauen, die bei ihm senkrecht nach oben wuchsen, waren ein eindeutiges Merkmal.



In den letzten Wochen fiel uns auf, dass er einen Husten entwickelt hatte. Dennoch war er aktiv und fraß wie gewöhnlich. Eine Behandlung mit Antibiotika stoppte den Husten und Niki schien wieder ganz der alte. Doch vor ein paar Tagen hatten wir den Eindruck, dass er an Atemnot litt und dass sein Bauch aufgebläht war. Daher wurde eine Untersuchung angesetzt.

Auf dem Operationstisch erkannten wir, dass sein gesamter Bauchraum voll Flüssigkeit war. Auch seine Lungen waren verschleimt und er hatte Probleme zu atmen. Daher musste er leider sanft eingeschläfert werden. Die anschließende Autopsie zeigte, dass sein Herz versagt hat. Es war zweimal so groß wie normal und in seinem ganzen Kreislauf war zu viel Flüssigkeit. Schlafe sanft du kleiner Bär.

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Unsere Babys ziehen um… und leider auch Candice 
Das Leben geht weiter – nach dem traurigen Tod unserer Bären Irwin und Yin Yang in Chengdu haben sich ihre Paten entschlossen, diese Namen an zwei unserer Jungtiere in Vietnam weiter zu geben.

Diese beiden kleinen Energiebündel, Yin Yang und Irwin jr. Sind soeben aus ihrer Kinderstube in die Behausungen für heranwachsende Bären umgezogen. Amanda, unsere Bärenbetreuerin hat diesen Umzug mit den beigefügten Bildern dokumentiert. Leider ist das auch der letzte Arbeitstag von Candice Bloom, der dortigen Tierarzthelferin. Wir werden sie alle sehr vermissen – besonders auch Yin Yang und Irwin jr., die sie schon als Adoptivmutter betrachtet haben.


Cands, vielen Dank dafür, dass Du die beste Freundin und auch die Ersatzmutter der Bären warst. Nachdem sie ihren Müttern geraubt wurden, waren sie so verschreckt, verwirrt und einsam. Sie sind durch eine Hölle gegangen, die für uns kaum vorstellbar ist. Dank Deiner aufopfernden Pflege und der Zuneigung auch durch die Bärenpfleger sind sie jetzt wieder glücklich, gesund und unverschämt verspielt. Da haben sich wohl zwei Seelen getroffen! Ich wünsche Dir eine sichere Reise und komm bald wieder zurück.




Candice hat ihre Zuneigung in den folgenden Zeilen ausgedrückt, die sie anlässlich des Umzugs der Tiere verfasst hat:

Wie auch sonst alles, haben Yin Yang und Irwin jr. den Tag ihres Umzugs sehr genossen. Zunächst haben wir den Umzugskäfig bei ihnen platziert damit sie ihn in Ruhe untersuchen konnten (und auch um zu testen, was er aushält!). Mit etwas Bestechung in Form schmackhafter Früchte gingen beide Jungtiere dann ohne Probleme hinein und haben auch die holprige Reise ins „Land der großen Bären“ gut überstanden!

Die beiden Jungtiere haben ganz eigenständige Charaktere! Irwin jr. schlägt ganz nach seinem Namensvetter, dem verstorbenen Steve Irwin, wie er so zwischen den Balken und der Schaukel herumturnt (Meine Kollegin Fiona und ich bekommen fast einen Herzanfall dabei!)

Sein liebster Trick ist ein Purzelbaum von der höchsten Stange seiner Schaukel auf den Boden. Dabei sieht man zunächst nur einen kleinen Bärenpo oben auf der Schaukel und plötzlich landet er auf dem Boden. Sehr zufrieden mit sich! As wir ihren kleinen Schwimmteich zum ersten Mal zu ihnen brachten, machte er auch dort hinein Purzelbäume!

Yin Yang hat einen weißen Fleck auf der Schnauze und ist ein kleiner, stämmiger Kerl, der schon alles versteht! Er weiß, wo und wann sein Futter kommt, wo wir es verstecken und macht sich einen Spaß daraus, seinen Bruder wieder herunterzuziehen, wenn der irgendwo hinaufgeklettert ist!

Sie raufen gern miteinander und die Möglichkeit, sie zu zwei selbstsicheren „Mini“ Mondbären heranwachsen zu sehen, ist schon ein seltenes Geschenk.

Diese zwei Prachtkerle bringen uns mit ihren verschmitzten Späßen jeden Tag zum Lachen und haben sicherlich das Herz eines jeden von uns gestohlen.

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Nothilfe Bärenrettung


Verseuchter Gallensaft schürt Bedenken 
Von dem aktuellen Skandal über mit Melamin gestreckte Babymilch sind in China über 6000 Babys betroffen und bereits drei gestorben. Eine der Antworten der chinesischen Regierung darauf war, dass man sie nicht auf diesen Zustand aufmerksam gemacht habe. Die Milchindustrie sei Schuld, die Krise sowohl der Regierung als auch der Öffentlichkeit verschwiegen zu haben.

Das verbindet in unseren Augen den Milchskandal mit unseren Bedenken hinsichtlich der verseuchten Bärengalle. Wir versuchen schon geraume Zeit einen Ansprechpartner zu finden, der ein offenes Ohr hat für unsere Besorgnis, dass die Bären in ungewöhnlich großer Zahl schon jung an einer Krankheit sterben, die bei ihnen sonst erst im hohen Alter bekannt war.

Bären sterben schon mit zwei oder drei Jahren an Leberkrebs und wir befürchten, dass eine Verbindung besteht zwischen der verseuchten Gallenflüssigkeit, die wir bei ihnen finden und dieser Krankheit. Wenn das bei den Bären geschieht, was geschieht dann bei den Menschen, die Arzneien einnehmen, in denen dieser Gallensaft verarbeitet wurde?

Obwohl es noch keine Beweise dafür gibt, sind wir doch der Meinung, dass die Regierung diesen Bedenken nachgeht und nicht einfach abwartet bis diese Beweise vorliegen.

Die große Zahl der Fälle von Leberkrebs bei unseren geretteten Bären macht uns ernsthafte Sorgen. In fast jeder Probe des Gallensafts finden sich Eiter und andere Verunreinigungen. Nach unserer Ansicht Grund genug, dass die Regierung diese Untersuchungen selbst dringend weiterführen sollte.

Hier finden sie die zugehörige Pressemitteilung, die dazu heute veröffentlicht wurde.

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