Professor Pfote startet jetzt auch auf dem chinesischen Festland! 
Die letzten Tage waren einfach verrückt. Da tut es richtig gut, beim Schreiben dieses Blogs ein wenig zu Atem zu kommen. In der letzten Woche startete unser Professor Pfote Programm in Guangzhou – der Hauptstadt des Verzehrs von Hunden und Katzen in China! Rund 90 junge Menschen mit einem Durchschnittsalter von neun Jahren freuten sich an einer ganz neuen Form des Lernens, angeleitet durch unserer kürzlich eingeführten Hundeprofessoren.

Es war ein sonniger Nachmittag an der Wan Song Yuan Grundschule, als Frau Zhou Su Ying, die Schulleiterin, vor einer ganzen Heerschar von Medienvertretern den Startschuss für dieses Programm gab und darüber sprach, wie sehr wir die Tiere, die unser Leben teilen, lieben und respektieren müssen.

Die Antworten der Kinder darauf, warum Hunde und Katzen ein besseres Schicksal in unserer Welt verdienen und was sie dazu in ihrem täglichen Leben tun können, waren ganz erstaunlich.

Daher war es auch kein Wunder, dass sie alle ganz aufgeregt waren, als die Hunde schließlich in die Klassenzimmer gebracht wurden. Große Spannung lag in der Luft als sie sich in Reihen aufstellten, und in einer formellen Begrüßung ihren neuen „Lehrern“ den Handrücken zum beschnuppern hinhielten – auch für uns war dies ein aufregender Moment, denn natürlich wollten wir sicher sein, dass die Hunde „sicher“ waren. Dann wurden die Köpfe getätschelt und die Pfoten der vier hervorragendsten und gutmütigsten Vertreter ihrer Rasse geschüttelt.

Ein so bewegender Augenblick! Besonders wenn man daran denkt, dass zur selben Zeit nur ein paar Kilometer weg die schrecklichen und berüchtigten Märkten für lebende Tiere überquollen von genauso liebevollen und intelligenten Hunden, die man dort aber als Nahrungsmittel für Menschen schlachtete.

Doch der Anblick der angehenden Tierschützer und zukünftigen Anführer, die einmal verantwortlich sein werden für die Schaffung einer harmonischen Welt, wo Hunde und Katzen ohne Angst auf Chinas Straßen laufen können, hat mich wieder aufgerichtet.

Hier sind ein paar Fotos von diesem Tag. Herr Ma stellt zwei kleinen Mädchen seinen besten Freund Mao Mao vor:



Ein kleiner Junge bürstet Ka Ka, während Frau Sun, die Besitzerin, ihm dabei hilft.



Hier sprechen Frau Lian und ich mit Kindern, wie man Hunde wie Professor Sunny richtig behandelt.



Ich habe nur bedauert, dass Anneleise Smillie, die das Programm ursprünglich in Hongkong gegründet hat, nicht dabei sein konnte. Sie ist jetzt zurück in England und wäre sehr stolz gewesen, die Kinder rufen zu hören „Wo Ai Gou Gou“! (Wir lieben Hunde). Ich bin sicher, der Start des Programms in Guangzhou ist für uns beide, für Anneleise und für mich, ein Traum, der wahr geworden ist. Er wird hier hoffentlich weiter wachsen und gedeihen, damit die Hunde und Katzen ihren rechten Platz in unserem Leben einnehmen. Als Freunde….nicht als Nahrungsmittel.

Ein herzlicher Dank auch an Christie Irene und die unglaublich engagierten freiwilligen Helfer, die durch den Tag führten und unsere Hoffnung stärkten, dass auch für die Begleittiere in China der Wandel zum Besseren begonnen hat.
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Nothilfe Bärenrettung


Besuch von Marc Bekoff 
Neulich war ein ganz besonderer Gast bei uns in China im Rettungszentrum – der weltbekannte amerikanische Verhaltensforscher Dr. Marc Bekoff, der in China auf einer Promotionstour für seine kürzlich übersetzten Bücher war. Es war Marcs zweiter Besuch im Rettungszentrum und wir haben uns alle riesig darüber gefreut.

Es gab ein Wiedersehen mit einigen unserer Bären und zusätzlich begleitete Marc uns bei einem Besuch des Qiming Rettungszentrums, das sich um die von uns aus dem Erdbebengebiet geretteten Hunde und auch um die Streuner in Chengdu kümmert. Wir baten Marc, einigen der Neuankömmlinge einen Namen zu geben was er gerne übernahm – Henry, Stevie, Mathilde und Lady Lobster.

Hier sieht man den armen Henry, der gefangen wurde, als er Futter bei einem Fleischer stahl, wobei ihm ein halber Fuß abgehauen wurde.



Irgendwie hat dieser liebenswerte Hund überlebt und Marc assistierte Heather, unserer leitenden Tierärztin bei der Amputation des Rests seines rechten Vorderlaufs. Er erholt sich gut. Stevie ist wie sein Namensvetter Stevie Wonder blind und muß auch am Auge operiert werden. Lady Lobster hatte einen gebrochenen Fuß der wie die Zange eines Hummers verheilte. Mathilde, hier zusammen mit Heather wog bei ihrer Ankunft im Rettungszentrum nur 8 Pfund. Ihr Normalgewicht ist zwischen 35-40 Pfund.



Marc war dann auch noch in Chengdu in unserem Rettungszentrum, wo er sich wie zu Hause fühlte. Man kann es in seiner E-Mail lesen.

„Das war ein aufregender Nachmittag! Zuerst hatte ich die einzigartige Gelegenheit, Jasper und Frank beim Spielen zu beobachten. Dann kam Delaney hinzu. Jasper und Delaney spielten und jagten einander und spielten auch unter Sausage, die schlafen wollte, – dann sprang Jasper ins Wasser und alles war in Ordnung. Das sind erstaunliche Bären – gequält über einen Zeitraum bis zu 15 Jahren und nun erholen sie sich und spielen und freuen sich des Lebens…“

Hier ist ein Foto von Marc mit Jasper, unserem Bärensprecher, wenn es um Frieden und Eintracht geht, sowie einige weitere Fotos von Marc von Delaney, dem besten Freund von Jasper, wie er sich ausruht und ein Bad nimmt.






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Nothilfe Bärenrettung


Gute Nachrichten aus Chengdu! 
Toby Zhang, Manager unseres Rettungszentrums in Chengdu, und ich hatten am Mittwoch, 29. Oktober, ein sehr erfolgreiches Meeting mit Madam Xiong Beirong von der Artenschutzbehörde des Sichuan Landwirtschaftsministeriums. Sie sagte, sie teile unsere Besorgnis bezüglich der Auswirkung verunreinigter Bärengalle auf die Gesundheit der Menschen. Sie schlug außerdem eine Initiative zur Zusammenarbeit mit uns vor, bei der es um das Ende der Verwendung von Wildtieren in der traditionellen chinesischen Medizin geht und sagte, es bestünden gute Chancen, dass wir Anfang nächsten Jahres weitere Bären erhalten würden.

Bitte klicken Sie hier und lesen Sie den vollständigen Bericht.
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Nothilfe Bärenrettung


Danke, Harriet! 
Es gibt eine sehr aufregende Entwicklung. Harriet Tung, Gattin des Schiffsmagnaten Tung Chee Chen und Schwägerin des Ex-Regierungspräsidenten von Hongkong, Tung Chee Hwa, setzt sich für die Bären ein.

Harriet verfolgt die Rettung der Mondbären bereits seit einiger Zeit und hat uns nun angeboten, ihr Wissen und ihre Kontakte für unsere Kampagne zur Beendigung der Bärenfarmen einzusetzen. Bitte klicken Sie hier und lesen Sie die vollständige Story.
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Nothilfe Bärenrettung


Die Freude nach dem Erdbeben! 
Seit der Rettung von mehr als 100 Hunden nach dem Erdbeben in Dujiangyan im Mai und Juni war ein Bautrupp beschäftigt, die neuen von Animals Asia finanzierten Gehege in einem mit uns kooperierenden Rettungszentrum in Chengdu zu errichten.



Dank der großzügigen Spenden von HSI, Gil Michaels und natürlich auch von unseren Unterstützern in der ganzen Welt konnten wir dafür mehrere tausend US $ bereitstellen – jetzt sind sie alle fertig!



Währenddessen waren die Arbeiter im Qiming Rettungszentrum (einschließlich neuer Mitarbeiter, die von Animals Asia bezahlt werden) eifrig dabei, all die Hunde zu füttern, sauber zu halten, auszuführen und mit ihnen zu spielen, die bis zur Fertigstellung der Gehege noch in einem Käfig bleiben mussten.



Das war eine schwere Zeit für alle. Auch für Christie, Rainbow, Suki, Sailing, Havey, Jackie und Christine von Animals Asia, die Tag und Nacht gearbeitet haben, damit diese Überlebenden des Erdbebens mit dem eingeschränkten Platzangebot so gut wie möglich zurecht kamen.





Auch zwei Freiwillige, die hier ihr Praktikum machten, waren dabei. Liu Jian Xin und Pan Xu Doing halfen mit, die schweren Käfige zu tragen.

Und dazu noch unsere neuen Hundebetreuer: Zhao Ping, Zhu Gui Jan, Wu Kai Xiu und Wu Chun Rong – vier wunderbare Frauen!

Wie man aus dem Bericht von Hayley sieht, war die harte Arbeit des Teams schließlich von Erfolg gekrönt.

„Es war einfach wunderbar zu sehen, wie die Hunde jetzt zusammen spielen und zum ersten Mal nach Monaten im Sonnenschein herumrennen konnten. Eine struppige Colliehündin hat mich besonders berührt. Sie war so dankbar, dass sie aus ihrem Käfig heraus war. Sie rannte und rannte und ihre langen Haare flogen fast wie in einer Shampoowerbung. Immer wieder kam sie zu mir zurück, leckte mein Gesicht und war schon wieder fort um mit den anderen glücklichen Hunden zu spielen.“



„Jetzt müssen wir warten, bis die Hundebesitzer selbst aus dem Gröbsten heraus sind und kommen, um sie abzuholen. Bald können sie hoffentlich ihre geliebten vierbeinigen Familienmitglieder wieder in die Arme schließen.“
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