Aufregende Neuigkeiten vom EU Forum gegen Bärengalle 
Die Unterstützung für ein Ende der Bärenfarmen wächst im Europaparlament weiter an. Über 50 Parlamentarier aus 13 europäischen Ländern unterstützten ein Seminar im Europaparlament mit dem Titel: „Bärenfarmen, Grausamkeit gegen Tiere und die Entwicklung von Tierschutzgesetzen in China“.

Animals Asia und unsere Partner in der chinesischen Regierung durften bei diesem Seminar sprechen und über die Schließung der Bärenfarmen und über die sich entwickelnde Tierschutzgesetzgebung mit den EU Politikern diskutieren. Hier ist die ganze Geschichte.

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Besuch von Virginia McKenna: Teil 1 
Es war Anfang November und da saß sie nun in der Abflughalle des Flughafens Hongkong am Gate nach Hanoi. Gerade mit dem Nachtflug aus London angekommen, sah Virginia McKenna dennoch taufrisch aus und drängte darauf, weiterzureisen. Unser Trip nach Vietnam zu Tuan, unserem dortigen Leiter und seinem Team, sollte uns auch mit Simon Parry zusammenbringen, der als freier Journalist gerade eine Geschichte über gefangene Farmbären schreibt.

Tuan hatte für uns einige Besuche auf Farmen organisiert und für Virginia würde dies das erste Mal sein, dass sie diese eingesperrten Geschöpfe selber sehen würde – natürlich war klar, dass sie sich auf diesen Besuch, der nun leider sein musste, nicht freuen konnte.
Eins nach dem anderen. Gleich nach unserer Ankunft in Hanoi brachte Tuan uns zu Dr. Huong, der der Landesgesellschaft der TCM Ärzte vorsteht. Von ihm erhielten wir eine sehr gute Nachricht. Nach einem Treffen im September, an dem Tuan und ich teilnahmen (Dr. Huong und Tuan hielten damals einen Vortrag über die Bären und die Probleme mit dem verunreinigten Gallensaft), haben nun alle 150 dort anwesenden Mitglieder der Gesellschaft zugesagt, keine Bärengalle mehr zu verschreiben oder zu empfehlen.



Dr. Huong hat diese Zusage jetzt in die Paragraphen und Regelwerke der TCM Gesellschaft aufgenommen und dazu alle 7.000 Mitglieder im Land kontaktiert. Er sagte uns er glaube, dass in fünf Jahren der Verkauf von Bärengalle womöglich ganz zum Erliegen gekommen sein wird.

Virginia wollte wissen, ob die Menschen, die Bärengalle einnehmen, sich von den tragischen Zuständen, in denen diese Bären leben, beeinflussen lassen. Dr. Huong war der Auffassung, dass diese Leute wohl nicht damit aufhören, ehe nicht das Wissen, dass die darin enthaltenen Verunreinigungen schaden oder sogar töten können, weiter verbreitet sei. Ich fragte ihn, ob er in der letzten Zeit Personen behandelt hätte, die von Bärengalle krank geworden waren und wir hörten ihm alle zu als er erzählte, dass er einen Patienten behandle, der Bärengalle mit Reiswein getrunken hat und dessen Nägel danach schwarz wurden und ausfielen. Dr. Huong hat dem Patienten gesagt, dass er sterben würde, wenn er weiter Bärengalle trinkt.

Dann ging es zu einem der TCM Laden in der bekannten Lan Ong Straße in Hanoi. Außer Tuan waren auch Chinh und Thuy dabei, die bei der Übersetzung und den Fragen halfen. Virginia gab vor, dass ein Leberproblem sie quäle und fragte, was der Apotheker ihr dagegen empfehlen könne. Im dritten von uns besuchten Laden empfahl die Besitzerin Bärengalle, da diese besonders gut auf Probleme mit der Leber wirke. Ehe wir uns versahen, hatte sie uns eine ganze Schachtel in die Hand gedrückt. Noch erstaunlicher war, dass diese Galle aus China stammte. Von einer Bärenfarm praktisch gleich bei unserem Rettungszentrum in Chengdu. Die Adresse sowie die Kontaktdaten standen auf der Verpackung. Das bereits ist illegal – und jetzt hatten wir die Packung und die Fotos, um es zu beweisen.

Die Galle kostete US$ 20 - und die Apothekerin bestätigte, dass sie frisch und erst kürzlich importiert worden sei – das bestätigte uns auch das aufgedruckte Verfallsdatum. Jetzt wird Toby in China diese Informationen an unsere Partner in den Behörden weiterleiten und ich habe dies auch bei unserem Vortrag im Europaparlament vorgebracht.

An diesem Nachmittag waren wir alle erleichtert, nach Tam Dao zu fahren und die Bären dort zu besuchen. Virginia gab dem Bären „Trouble“ seinen neuen Namen „Leila“, wie sie es einer der großmütigen Unterstützerinnen von Born Free versprochen hatte. Diese ist jetzt ein Bärenpate und der Bär trägt den Namen ihrer lieben verstorbenen Freundin. Besser hätte es nicht sein können – Virginia stand da am Bärengehege und Leila steckte neugierig ihre Nase durch die Gitterstäbe, um ihre neue Freundin zu beschnuppern.

Bei unserem Rundgang trafen wir auch meine liebe Freundin Jane, die mit ihrer Tochter Molly auf dem Weg von Australien nach England in Hanoi Zwischenstation gemacht hatte. Wir verbrachten wunderbare Stunden, in denen wir uns an den albernen Spielen der Bären freuten, die draußen im Sonnenschein spielten… nur um zu verdrängen, was der nächste Tag auf den Bärenfarmen bringen wird.

Bald auch Teil 2…

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Unser bezaubernder Tremor findet sein Zuhause 
So sehr werde ich ihn vermissen – doch so sehr freue ich mich, daß er jetzt sein Zuhause in England gefunden hat. Natürlich spreche ich von unserem lieben Tremor – den wir im Mai 2008 bei dem schrecklichen Erdbeben von Chengdu gerettet haben. Dieser Hund war ein so großer Teil des Lebens von uns allen hier in China. Und speziell von Caroline, unserer Tierkrankenschwester und mir, die hier gemeinsam für ihn sorgten (und ihn anhimmelten).

Jetzt ist er zu guter Letzt bei Judy, unserer als Tierkrankenschwester arbeitenden Freiwilligen, die auch mit uns während der unvergesslichen Zeit bei seiner Rettung in China dabei war. Vor einigen Monaten erhielten wir von Simon, dem Ehemann von Judy, ein E-Mail in der er anfragte, ob Tremor als Geschenk für Judys Hochzeitstag nach England kommen könne (auch sie wurde von Tremors Charme verzaubert). Natürlich antworteten wir mit einem aufrichtigen „ja“ auf diese E-Mail.





So begann Tremors unglaubliche Reise – zunächst verbrachte er 4 Monate in Quarantäne in Hongkong und danach weitere 2 Monate bei mir zu Hause, ehe am Donnerstagabend seine 7.000 Meilen lange Reise nach England begann. Seine Ankunft wurde von Judy und ihrer Familie groß angekündigt, doch typisch für Trem (er ist der lockerste Hund der Welt) nahm er alles gelassen hin und begann damit, sich einzugewöhnen. Judy, ganz aufgeregt, schickte einige Bilder und diese Nachricht:

„Heute Abend werde ich ein paar Bilder hochladen doch jetzt will ich euch nur sagen, wie es läuft. EINFACH SUPER!!! Fizzy (13,5 Jahre alt) hat noch nichts von der Ankunft mitbekommen und Foggy (unser 8-jähriger „Welpe“) glaubt wohl, dass alle seine Weihnachtsgeschenke zugleich gekommen sind – ein ganzer Hund zum Spielen nur für ihn!
Tremor nimmt das alles in seiner üblichen Gelassenheit. Die Lebhaftigkeit von Foggy irritiert ihn etwas und er knurrte ihn an als ich die Füße von Tremor kontrollierte, nachdem er von der Wiese hereinkam (Die Würdelosigkeit, so auf dem Rücken zu liegen und dann Foggy hier, wie er versucht, sein „Fahrgestell“ zu untersuchen, das war ihm einfach etwas zu viel!)



Abgesehen davon erkundet Tremor sein neues Reich voller Hochmut. Er hat schon herausgefunden, dass das Füttern der Ziegen sehr produktiv ist – sie lassen kleine Stücke Karotten fallen und sie haben Angst vor ihm. Daher gehen sie weg und er kann ihnen ein saftiges Stück stibitzen. Geschafft!



Ich habe ein paar Bilder angefügt – das mit ihm und Foggy zeigt praktisch den allerersten Augenblick ihres Zusammentreffens und die Ziege Daisy streckt ihm ihr Gesicht ganz ungläubig entgegen!“
Nun denn, Tremor, ich werde dich mehr vermissen als Du Dir vorstellen kannst. Doch ich danke dem Himmel, dass Du jetzt ein Teil der Familie von Judy und Simon bist. In Chengdu ist damit etwas Platz geworden. Vielleicht wartet irgendwo in China bereits ein neuer Tremor, um zu lieben und geliebt zu werden.

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Englands großartige Unterstützer schaffen es aufs Neue 
Eine tolle Zeit war das für Dave (der mit mir bei den Abendveranstaltungen auftrat), Gill, Nicky, Lara, Sue, Elaine und Fiona, zusammen mit unseren Unterstützergruppen im ganzen Land, als es wieder einmal hieß: Roadshow.

Acht Veranstaltungen in einer Woche. Eine jede ganz verschieden und alle in ihrer besonderen Weise bemerkenswert. Vielen, vielen Dank an alle, die so hart gearbeitet haben, damit alles perfekt war und auch so ablief. Die Nerven müssen dazu für Wochen, ja Monate blank gelegen haben. Aber niemand beklagte sich und ich werde das aufmunternde Lachen vor jeder Veranstaltung nicht vergessen, das ich bis zuletzt hörte und sah.

Überall trafen wir auf enorm großzügige Sponsoren, die uns den Veranstaltungsort zur Verfügung stellten, Preise für die Versteigerungen und Auktionen spendeten und das köstliche vegetarische Essen herbeibrachten, bis sich die Tische bogen.

Hier sind einige Fotos von einigen unserer Unterstützer in England. Darunter auch Hayley, unsere frühere Tierkrankenschwester (li.) und Judy, die für uns als freiwillige Tierkrankenschwester arbeitet und die beide in einem sehr bewegenden Vortrag ihre Erfahrungen aus der Rettungsstation an ihre Kollegen vom BVNA (British Veterinary Nurses Association) weitergaben. Der Titel war „Wie man zerbrochene Bären repariert“. Sehr passend. Denn genau das haben sie getan.





Gill und ich trafen auch die Mitarbeiter von Direct Hygiene und bewunderten ihr neues „Mondbärenauto“.



Zum Schluss noch ein Bild des hochherrschaftlichen Speisesaals von Goodwood House – das war sicher der bisher eindrucksvollste Treffpunkt für eine Veranstaltung von Animals Asia. All dies war nur möglich auf Grund der Großzügigkeit und freundlichen Hilfe der Duchess of Richmond.



Nicky, vielen Dank dafür, hat einen wunderbaren Bericht über diese Veranstaltungen geschrieben, der hier zu finden ist. Daher bleibt mir nur noch, ein „Oliver“-großes Dankeschön zu sagen (dieser bezaubernde Bär war dieses Jahr der Star bei allen Veranstaltungen). Einige sehr dankbare Tiere in Asien haben allen Grund euch zu danken für die großzügigen Spenden, die dabei zusammenkamen.

Eine bärige Umarmung und alles Liebe für unser nimmermüdes Team und die Unterstützer in England. Ich habe jeden Augenblick genossen.

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Weltweiter Tag des Tieres: Wir feiern unsere besten treuen Freunde 
Wieder einmal haben Irene, Jessica und Gina sich selbst übertroffen mit einer ausgezeichneten Veranstaltung zum Welttiertag in einem großen Einkaufszentrum in Guangzhou. Dort kamen die Menschen zusammen um die Gemeinschaft von Menschen mit Hunden und Katzen zu feiern. Um die zwanzig unserer Dr. Hunde waren zusammen mit ihren stolzen Besitzern mit dabei und die Zeit verging wie im Flug bei dem Gebell und dem Lachen, das durch die Halle schallte.



Auch einige der Patienten aus unserem Dr. Hund Therapieprogramm kamen zu der Veranstaltung. Die kleine Zhang Shu Xun, 8 Jahre, in ihrem besten Schottenröckchen und ausgerüstet mit einer rosafarbenen Sonnenbrille, sang schüchtern für die Zuschauer. Sie konnte die Tränen in deren Augen nach dieser zu Herzen gehenden Vorstellung nicht sehen, denn sie ist blind.



Danach kam eine Gruppe Kinder von der Schwerhörigenschule in Guangzhou, die per Zeichensprache ihr Lied begleiteten, das von ihrer Liebe zur Heimat und China erzählte. Danach trat ein kleiner vierjähriger Junge auf, der an einer ernsthaften Knochenerkrankung leidet. Sein Vater brachte ihn auf die Bühne, wo er auf einem Stuhl saß und fröhlich und glücklich ins Mikrofon sang.







Dann waren die Hunde an der Reihe. Für alle Aspekte ihrer Arbeit, die sie so fröhlich und mit wedelndem Schwanz machen, wurden Preise vergeben. Alle Dr. Hunde platzen fast vor Zufriedenheit – überall sah man helle Augen und einen federnden Gang – als sie zur Preisverleihung und zum Photographen schritten.







Unser besonderer Dank gilt Suki, unserer Koordinatorin des Dr. Hund Programms in Chengdu, die die Kernaussagen meiner Ansprache übersetzte, in der ich die Menschen bat, keine Tiere mehr zu züchten oder von Züchtern zu kaufen, sondern sie aus den Tierheimen zu adoptieren, die in ganz China überquellen von verlassenen Hunden und Katzen. Die Lage ist kritisch und jeder sollte helfen, das Problem zu verringern, das den Tieren, die die Menschen so sehr lieben und beschützen, so viel Pein bringt.

Ich sprach über mehrere meiner eigenen geretteten Hunde - zunächst Peggy, einem Golden Retriever, den der Züchter „entsorgt“ hat weil sie nur mit drei Beinen zur Welt kam. Ohne Zweifel gehört sie zu den aufrichtigsten und liebenswertesten Hunden die es gibt und sie hat keine Idee davon, dass sie sich vom Rest ihrer Familie unterscheidet.



Ähnliches mit dem lieben Twitch – wieder ein Retriever (obwohl er nicht wie einer aussieht) – der als Welpe nicht geimpft wurde da der gierige Züchter diese Kosten sparen wollte. Twitch bekam auch prompt Staupe – daher sein Name. Jahrelang wurde sein Körper von heftigen Spasmen geschüttelt bis es endlich besser wurde – doch noch immer leidet er jetzt im Alter an verschiedenen Problemen wie gelähmten Beiden und einem verkrümmten Rückgrat.



Zum Schluss ist da natürlich noch Eddie – ein Mischling, den wir aus einem der Märkte für lebende Tiere in Guangzhou gerettet haben – ein Hund, der offensichtlich einen Besitzer hatte bevor er in dem Käfig dort landete und darauf wartete, geschlachtet zu werden. Seine Klauen und sein Fell waren geschnitten – wurde er gestohlen oder dem Markt verkauft, weil jemand stattdessen einen reinrassigen Hund wollte? Wir werden es nie wissen, doch ich weiß, dass Eddie mich jeden Augenblick am Tag zum Lachen bringt mit seiner Lebenslust und seinem Selbstgefühl, das so viel größer ist als er selbst.



Meine Rede endete mit unserem Wunsch für den Welttiertag – einer Bitte an die Zuhörer, keine Hunde mehr zu züchten. Ein jeder solle an die Opfer dieser explodierenden Industrie denken – die Hunde (und Katzen) die ohne Familien die sie lieben und schützen können, für Wochen, Monate oder Jahre auf ein zuhause warten, das für sie nie kommt.

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