Besuch von Virginia McKenna: Teil 3 
Am Ender ihrer Reise nach Vietnam verbrachte Virginia einen der letzten Tage zusammen mit unserem Tierärzteteam. Kirsty und Caroline mussten stundenlang operieren, um bei einem Bären namens Halong die beiden oberen Eckzähne zu entfernen. Beide Zähne waren stark zerstört und das Zahnbein lag frei. Virginia sah gebannt zu und nahm Halongs Pfote in die Hand, während Caroline die Narkose überwachte und Kirsty sich auf die Entfernung seiner kaputten Zähne konzentrierte.









Am Abend verabschiedete unser Vietnamteam auch noch unseren Bärenmanager Charlie, der in Australien eine neue Reise beginnt (Wir wünschen Dir eine sichere Fahrt und ein glückliches neues Leben, Charliebrown!). Am nächsten Morgen flogen Virginia und ich zurück nach Hongkong. Auf diesem Bild sagen unser vietnamesisches Team (mit Virginia und meinen lieben Freunden Jane und Molly!) Auf Wiedersehen Charlie!



Eine kurze Dusche nach dem Flug und zurück mit dem Taxi in die Stadt, wo Virginia am frühen Abend zu unserer Veranstaltung „Musik für die Bären“ im La Baita (einer Bar und Restaurant, das unseren großzügigen Unterstützern Gina und John Walker aus Hongkong gehört) kam. Edwina und unser ausgezeichnetes Team in Hongkong haben keine Mühen gescheut und alles getan, damit es zu einem wirklich rauschenden Event wurde – die Mädels hatten sich fein gemacht und ersteigerten an den Ständen Werbeartikel, Lose und vieles mehr. Selbst unser Stuart war dabei und machte Musik für Hongkong und die Bären! Schön, dort wieder alte Freunde zu treffen, neue Unterstützer kennenzulernen und sich zu freuen, dass der ganze Erlös des Abends den Bären zugute kommt. Virginia und ich hatten eine wunderbare Nacht und fielen erst sehr spät erschöpft ins Bett.








Am nächsten Morgen kam Virginia in alter Frische in unser Büro, wo sie das ganze Team traf und über die Reise in Vietnam erzählte. Mit gemischten Gefühlen und traurig, als sie von dem armen Bären in der Farm an der Straße erzählte, der sich wie verrückt immer wieder die eigene Zunge herauszog. Während sie sprach sah ich mich um und praktisch alle wischten sich dabei die Tränen aus den Augen. Heute weiß ich, dass wir diesen speziellen Augenblick nie erlebt hätten, wenn nicht unsere wunderbare Schirmherrin mich nicht in all den Jahren damals im Jahr 1998 immer wieder gedrängt hätte „es einfach zu machen“, wenn ich sie fragte, was sie von der Idee hielte, eine Stiftung namens Animals Asia zu gründen.

Besonders freute es uns, die Geschichte und die Fotos des Journalisten Simon Parry über den Besuch von Virginia in Vietnam an hervorgehobener Stelle in der „China Daily“ zu finden. Hier ist die ganze Geschichte.

Virginia ist eine der bemerkenswertesten Frauen, die ich je getroffen habe. Trotz der Hochs und Tiefs über die Jahre habe ich die Entscheidung keine Sekunde bereut.



Viele wissen vielleicht, dass Virginia auch eine herausragende Schriftstellerin ist. Die folgenden Zeilen schrieb sie zur Erinnerung an ihre Reise – und an einen sehr speziellen Bären. Auf der Born Free Webseite könnt ihr bald Virginia selbst hören, wie sie das Gedicht vorträgt.

I made this journey aware
Of what I would find. Would see.
I thought I was prepared.
But nothing can. No film. No words.
Nor these few lines of mine
Can wrench your heart and haunt your mind
As seeing it yourself. Feeling it yourself.

No words can really tell you.
Should I say torment?
Cruelty? Despair? Hell on earth?
Shall I say prison? Torture?
Nightmare? Madhouse?
Nothing screams out the obscenity
Of those barbaric traps.
Yes. Traps of bars – above,
Beside, beneath, no floor
On which to rest those
Rotting, yellowed feet.
The feet of bears who carry
Still the precious moons emblazoned
On their night-dark chests.

That moon is all they have.
There is no sun to lighten
That grim shed, no trees
To soothe the eye, no wind
To stir their fur, no hope
Of kinder days. And why?
It is the bile. Of course, it is the bile.
Extracted, traded, packaged
And sold in pretty phials
For “mankind’s” benefit. No kindness here.

Some bears are mad. I know
The signs too well. They sway and rock
And twist. Seeking oblivion.
Even for a minute. Even for a moment.

And then, oh God, this bear I saw.
A huge great glorious beast
Stretched out across the bars.
His back legs up against the side,
His two front legs reached high,
As if to heaven, stretched high and still
Until, suddenly, a paw dropped down
And grabbed his slavering tongue,
And pulled and pulled it out
And out again until I thought
It surely would snap free.
But no, the paw jerked up
Once more – and on and on again.

These dark satanic sheds
Are known as farms. Death Row
I say. Outside the owners offer tea.
I want to put them in a cage
And let them cry. In vain

Not all these innocent creatures
Will find sanctuary. There are thousands.
Only a few will walk on grass,
Climb trees, feel sun and wind. Be loved.

And, as I stood, aghast, the eye
Of one sweet bear looked into mine.
Unflinching. Enduring. Stoic.
Yes, that is the word I seek.
I heard it many times. The stoicism
Of these great animals. And, miraculously,
The rescued ones appear to feel
No malice, bear no grudge, as if
They sense the kindness shown
The affection given.

In all the years I have watched
Imprisoned animals – some neglected,
Some abused, some stir-crazy,
All helpless – this November day
Has been the darkest of them all.
And what a lesson have I learned.
How dare I now complain of cold,
Or tiredness, or waiting for a train?
On behalf of all who cause
This purgatory, I hang my head in shame
And beg the bears’ forgiveness in my heart.

  Teile diesen Artikel mit deinen Freunden
Nothilfe Bärenrettung


Besuch von Virginia McKenna: Teil 2 
Früh am nächsten Tag starteten Virginia, Tuan, Chinh, The und ich zu den Bärenfarmen in der Stadt Thoung bei Hanoi. Bei der ersten Farm wurden wir von der Besitzerin, Frau Loo, höflich auf eine Tasse Tee eingeladen, ehe sie uns die Bären zeigte. Natürlich war das ein sehr freundliches Angebot, doch wir konnten unsere Anspannung bei dem sich entwickelnden Smalltalk fast nicht verbergen. Wir erwarteten ja das Zusammentreffen mit den Bären in ihren Käfigen.

Frau Loo sagte uns, sie sei 63 Jahre alt und für mich war es kaum erträglich zu erkennen, wie wenig Gefühl sie bezüglich der Tiere hatte, die sie gefangen hielt und ausbeutete und unserer Betroffenheit hier am Tisch ihr gegenüber.

Schließlich gestattete man uns, die Ställe zu sehen, wo 29 Mondbären in Käfigen gehalten wurden, die etwa 1,5 auf 2 Meter maßen. Gleich rechts neben uns in dem schmutzigen Käfig lebt eine Bärin, die offene Wunden an ihren Hinterbeinen hat. Womöglich das Ergebnis von Spritzen mit unsterilen Nadeln als Vorbereitung zur Narkose für die Entnahme des Gallensafts?



Dem Bären gegenüber fehlte eine Pfote, da er illegal in freier Wildbahn gefangen worden war. Viele der anderen waren aufgeregt und liefen von einer Seite auf die andere. Sie vermuteten wohl, dass diese fremden Menschen nichts Gutes für sie bedeuten.



Zehn lange Jahre hat man sie eingesperrt und ihnen den Gallensaft abgezapft. Einige kauerten unnatürlich ruhig und verängstigt ganz hinten in ihrem Käfig, von wo aus sie mit schreckgeweiteten Augen jeden unserer Bewegungen verfolgten. Immer wieder knurrte einer von ihnen oder schmatzte mit den Lippen, wenn wir eine schnelle Bewegung machten. Andere schaukelten pausenlos vor und zurück, als wir an ihnen vorbeigingen.





Auch ein armer Deutscher Schäferhundmischling war da eingesperrt – ein Wachhund, der jetzt wie die Bären zum Opfer geworden ist. Er bellte die Fremden vor ihm aufgeregt an. Wie gern hätten wir ihn mitgenommen. Doch das war sinnlos, denn ein anderer Hund hätte schnell seinen Platz eingenommen.

Bald hieß es weiterziehen – mit einem freundlichen Abschiedsgruß und einem neutralen Gesichtsausdruck, trotz unserer Empörung für eine Frau, die den Bären Schmerzen bereitet, die Gesetze umgeht und ohne das geringste Mitgefühl für die Bären in ihrem Herzen.

Die nächste Farm war schlimmer. In einem Bezirk der Stadt, wo etwa 350 Bären in Farmen gehalten sind, hielt der Besitzer offensichtlich 30 Bären in zwei Farmen gefangen. Die andere Farm durften wir nicht sehen, doch der Besitzer, Herr Phuong, gestattete uns den Besuch der einen Farm wo wir Bären in noch kleineren Käfigen als zuletzt gesehen fanden. Sie waren nur 1 Meter breit und 2 Meter hoch.





Ich fragte ihn, wie oft er den Bären den Gallensaft abzapfe und er lachte und kniff die Augen zusammen als er sehr vorsichtig antwortete: „Nie, denn das wäre ja verboten“. Der Beamte des Forstschutzministeriums wandte unbehaglich den Blick als wir fragten, warum dann so viele Flaschen mit Antibiotika (Ampicillin) herum lägen? Der Farmer antwortete, dass das für die Behandlung seiner Hühner sei – vielleicht stimmt das auch. Doch die große Zahl an vollen und leeren Flaschen lies vermuten, dass das wohl für Tiere bestimmt war, die viel größer sind als Hühner. Dann sahen wir die Drahtschlingen und Segeltuchfesseln und wussten so ohne den geringsten Zweifel, dass dieser Farmer seinen verängstigten Bären illegal den Gallensaft abzapft.

Ein armes Bärenweibchen sah krank und niedergeschlagen aus. Sie kauerte in ihrem Käfig und hatte offensichtlich auch Probleme mit den Augen, denn die milchigen Pupillen folgten meiner Hand nicht, als ich sie vor ihr hin und her bewegte. Ihr fehlte auch die rechte Vordertatze und ich fragte den Farmer, warum sie so krank sei. Als Antwort nahm er einen Metallstab und stieß ihn ihr brutal in den Bauch. Dabei sagte er, mit ihr sei alles in Ordnung. Sie stöhnte und kroch ganz nach hinten in ihrem Käfig wo sie zusammengekauert und verzweifelt saß während mir der Farmer ohne die mindeste Regung erzählte, er wisse nicht, wie sie ihre Pfote verloren hätte und es sei ihm auch gleichgültig.

Simon Parry, der Journalist, stellte einige praktische Fragen und erfuhr, dass der Farmer bereit wäre, seine Bären für US$ 1.000,- pro Stück zu verkaufen. Doch schnell änderte er seine Meinung und forderte US$ 3,000,-, ganz interessiert darüber zu verhandeln. Tuan glaubte, er würde sich auf etwa US$ 2,500 herunterhandeln lassen.
Doch ein solcher Handel war für uns unmöglich, denn do würden wir einen gefährlichen Präzedenzfall schaffen und für Bären in einem Land bezahlen, wo Bärenfarmen bereits verboten sind und die Farmer laut Gesetz nur ihre mit einem Mikrochip ausgestatteten Bären halten dürfen. Wenn wir diese armen Wesen kaufen würden, gab es keine Garantie, dass wir genau diese Bären bekommen würden – besonders, da er seine zweite Farm gerade um die Ecke besaß.

Natürlich gilt auch noch unser Versprechen, zunächst die Bären ohne Mikrochip aus den anderen Farmen aufzunehmen – trotz der Tatsache, dass die Farmen in Halong Bay mit diesen Bären ohne Chip noch immer nicht geschlossen worden sind. Es scheint, dass das Gesetz nichts gilt.

Diese Farm hielt sicherlich keine einzige der Vorschriften ein. In Vietnam müssen die Bären tierärztlich versorgt werden, der Abfall muss entsorgt werden und die Käfige müssen 1,5x 0,5x2 m groß sein und die Gitterstäbe 1,5 cm vom nächsten Käfig entfernt. In keiner der Farmen waren die Bären so untergebracht. Doch den armen wirren Kreaturen, die wir gesehen haben, wäre dies auch egal gewesen.

Auch diese Farm hielt einen Hund. Ein wunderschöner cremefarbener Hund in einem kahlen Käfig, wo er weder Pfoten noch seinen Körper auf festen Boden setzen konnte. Seine Klauen waren lang gewachsen und müssen ihm jedes Mal beim Stehen Schmerzen bereitet haben. Verloren bellte er uns an und Tuan versprach, der Zentralen Forstschutzbehörde einen Bericht zu schicken und sie aufzufordern, die Bären zu beschlagnahmen und sie und den armen Hund uns zu überlassen.

Weiter gingen wir die Straße entlang – alle verharrten wir in schmerzlichem Schweigen. Bis wir an eine weitere Farm kamen, wo die Bären gleich neben der Straße gehalten wurden. Dort sahen Tuan, Virginia und ich Bären in kahlen Käfigen, ohne die geringste Ablenkung für die endlosen Stunden des Tages. Nicht einmal Wasser hatten sie.





Als wir dort standen begann einer der Bären sich die eigene Zunge heraus zu ziehen – Zentimeter für Zentimeter streckte sich seine Zunge, sicher sehr schmerzvoll, während wir voller Schrecken zusahen. Gerade schien es, seine Zunge würde reißen, dann ließ er aus – und begann die ganze traurige Prozedur von vorn. Eine neue Form stereotypen Verhaltens, wie ich es nie zuvor gesehen habe – und das Virginia zu Tränen rührte. Arm in Arm standen wir still da und schämten uns für unsere Mitmenschen.

Vor unserer Abreise rissen wir Äste von einem Baum in der Nähe und gaben sie einigen der Bären am Eingang der Farm. Sie schnupperten neugierig, dann leckten sie daran und legten sich auf den Rücken, um die Blätter von den Zweigen abzustreifen. Das war zweifellos die erste „natürliche“ Abwechslung die sie seit langer Zeit erfahren haben und wohl auch die letzte für viele Monate oder Jahre die noch vor ihnen liegen.






Teil 3, der letzte Teil in dieser Blogserie über unsere Reise in Vietnam, folgt bald….






  Teile diesen Artikel mit deinen Freunden
Nothilfe Bärenrettung


Aufregende Neuigkeiten vom EU Forum gegen Bärengalle 
Die Unterstützung für ein Ende der Bärenfarmen wächst im Europaparlament weiter an. Über 50 Parlamentarier aus 13 europäischen Ländern unterstützten ein Seminar im Europaparlament mit dem Titel: „Bärenfarmen, Grausamkeit gegen Tiere und die Entwicklung von Tierschutzgesetzen in China“.

Animals Asia und unsere Partner in der chinesischen Regierung durften bei diesem Seminar sprechen und über die Schließung der Bärenfarmen und über die sich entwickelnde Tierschutzgesetzgebung mit den EU Politikern diskutieren. Hier ist die ganze Geschichte.

  Teile diesen Artikel mit deinen Freunden
Nothilfe Bärenrettung


Besuch von Virginia McKenna: Teil 1 
Es war Anfang November und da saß sie nun in der Abflughalle des Flughafens Hongkong am Gate nach Hanoi. Gerade mit dem Nachtflug aus London angekommen, sah Virginia McKenna dennoch taufrisch aus und drängte darauf, weiterzureisen. Unser Trip nach Vietnam zu Tuan, unserem dortigen Leiter und seinem Team, sollte uns auch mit Simon Parry zusammenbringen, der als freier Journalist gerade eine Geschichte über gefangene Farmbären schreibt.

Tuan hatte für uns einige Besuche auf Farmen organisiert und für Virginia würde dies das erste Mal sein, dass sie diese eingesperrten Geschöpfe selber sehen würde – natürlich war klar, dass sie sich auf diesen Besuch, der nun leider sein musste, nicht freuen konnte.
Eins nach dem anderen. Gleich nach unserer Ankunft in Hanoi brachte Tuan uns zu Dr. Huong, der der Landesgesellschaft der TCM Ärzte vorsteht. Von ihm erhielten wir eine sehr gute Nachricht. Nach einem Treffen im September, an dem Tuan und ich teilnahmen (Dr. Huong und Tuan hielten damals einen Vortrag über die Bären und die Probleme mit dem verunreinigten Gallensaft), haben nun alle 150 dort anwesenden Mitglieder der Gesellschaft zugesagt, keine Bärengalle mehr zu verschreiben oder zu empfehlen.



Dr. Huong hat diese Zusage jetzt in die Paragraphen und Regelwerke der TCM Gesellschaft aufgenommen und dazu alle 7.000 Mitglieder im Land kontaktiert. Er sagte uns er glaube, dass in fünf Jahren der Verkauf von Bärengalle womöglich ganz zum Erliegen gekommen sein wird.

Virginia wollte wissen, ob die Menschen, die Bärengalle einnehmen, sich von den tragischen Zuständen, in denen diese Bären leben, beeinflussen lassen. Dr. Huong war der Auffassung, dass diese Leute wohl nicht damit aufhören, ehe nicht das Wissen, dass die darin enthaltenen Verunreinigungen schaden oder sogar töten können, weiter verbreitet sei. Ich fragte ihn, ob er in der letzten Zeit Personen behandelt hätte, die von Bärengalle krank geworden waren und wir hörten ihm alle zu als er erzählte, dass er einen Patienten behandle, der Bärengalle mit Reiswein getrunken hat und dessen Nägel danach schwarz wurden und ausfielen. Dr. Huong hat dem Patienten gesagt, dass er sterben würde, wenn er weiter Bärengalle trinkt.

Dann ging es zu einem der TCM Laden in der bekannten Lan Ong Straße in Hanoi. Außer Tuan waren auch Chinh und Thuy dabei, die bei der Übersetzung und den Fragen halfen. Virginia gab vor, dass ein Leberproblem sie quäle und fragte, was der Apotheker ihr dagegen empfehlen könne. Im dritten von uns besuchten Laden empfahl die Besitzerin Bärengalle, da diese besonders gut auf Probleme mit der Leber wirke. Ehe wir uns versahen, hatte sie uns eine ganze Schachtel in die Hand gedrückt. Noch erstaunlicher war, dass diese Galle aus China stammte. Von einer Bärenfarm praktisch gleich bei unserem Rettungszentrum in Chengdu. Die Adresse sowie die Kontaktdaten standen auf der Verpackung. Das bereits ist illegal – und jetzt hatten wir die Packung und die Fotos, um es zu beweisen.

Die Galle kostete US$ 20 - und die Apothekerin bestätigte, dass sie frisch und erst kürzlich importiert worden sei – das bestätigte uns auch das aufgedruckte Verfallsdatum. Jetzt wird Toby in China diese Informationen an unsere Partner in den Behörden weiterleiten und ich habe dies auch bei unserem Vortrag im Europaparlament vorgebracht.

An diesem Nachmittag waren wir alle erleichtert, nach Tam Dao zu fahren und die Bären dort zu besuchen. Virginia gab dem Bären „Trouble“ seinen neuen Namen „Leila“, wie sie es einer der großmütigen Unterstützerinnen von Born Free versprochen hatte. Diese ist jetzt ein Bärenpate und der Bär trägt den Namen ihrer lieben verstorbenen Freundin. Besser hätte es nicht sein können – Virginia stand da am Bärengehege und Leila steckte neugierig ihre Nase durch die Gitterstäbe, um ihre neue Freundin zu beschnuppern.

Bei unserem Rundgang trafen wir auch meine liebe Freundin Jane, die mit ihrer Tochter Molly auf dem Weg von Australien nach England in Hanoi Zwischenstation gemacht hatte. Wir verbrachten wunderbare Stunden, in denen wir uns an den albernen Spielen der Bären freuten, die draußen im Sonnenschein spielten… nur um zu verdrängen, was der nächste Tag auf den Bärenfarmen bringen wird.

Bald auch Teil 2…

  Teile diesen Artikel mit deinen Freunden
Nothilfe Bärenrettung


Unser bezaubernder Tremor findet sein Zuhause 
So sehr werde ich ihn vermissen – doch so sehr freue ich mich, daß er jetzt sein Zuhause in England gefunden hat. Natürlich spreche ich von unserem lieben Tremor – den wir im Mai 2008 bei dem schrecklichen Erdbeben von Chengdu gerettet haben. Dieser Hund war ein so großer Teil des Lebens von uns allen hier in China. Und speziell von Caroline, unserer Tierkrankenschwester und mir, die hier gemeinsam für ihn sorgten (und ihn anhimmelten).

Jetzt ist er zu guter Letzt bei Judy, unserer als Tierkrankenschwester arbeitenden Freiwilligen, die auch mit uns während der unvergesslichen Zeit bei seiner Rettung in China dabei war. Vor einigen Monaten erhielten wir von Simon, dem Ehemann von Judy, ein E-Mail in der er anfragte, ob Tremor als Geschenk für Judys Hochzeitstag nach England kommen könne (auch sie wurde von Tremors Charme verzaubert). Natürlich antworteten wir mit einem aufrichtigen „ja“ auf diese E-Mail.





So begann Tremors unglaubliche Reise – zunächst verbrachte er 4 Monate in Quarantäne in Hongkong und danach weitere 2 Monate bei mir zu Hause, ehe am Donnerstagabend seine 7.000 Meilen lange Reise nach England begann. Seine Ankunft wurde von Judy und ihrer Familie groß angekündigt, doch typisch für Trem (er ist der lockerste Hund der Welt) nahm er alles gelassen hin und begann damit, sich einzugewöhnen. Judy, ganz aufgeregt, schickte einige Bilder und diese Nachricht:

„Heute Abend werde ich ein paar Bilder hochladen doch jetzt will ich euch nur sagen, wie es läuft. EINFACH SUPER!!! Fizzy (13,5 Jahre alt) hat noch nichts von der Ankunft mitbekommen und Foggy (unser 8-jähriger „Welpe“) glaubt wohl, dass alle seine Weihnachtsgeschenke zugleich gekommen sind – ein ganzer Hund zum Spielen nur für ihn!
Tremor nimmt das alles in seiner üblichen Gelassenheit. Die Lebhaftigkeit von Foggy irritiert ihn etwas und er knurrte ihn an als ich die Füße von Tremor kontrollierte, nachdem er von der Wiese hereinkam (Die Würdelosigkeit, so auf dem Rücken zu liegen und dann Foggy hier, wie er versucht, sein „Fahrgestell“ zu untersuchen, das war ihm einfach etwas zu viel!)



Abgesehen davon erkundet Tremor sein neues Reich voller Hochmut. Er hat schon herausgefunden, dass das Füttern der Ziegen sehr produktiv ist – sie lassen kleine Stücke Karotten fallen und sie haben Angst vor ihm. Daher gehen sie weg und er kann ihnen ein saftiges Stück stibitzen. Geschafft!



Ich habe ein paar Bilder angefügt – das mit ihm und Foggy zeigt praktisch den allerersten Augenblick ihres Zusammentreffens und die Ziege Daisy streckt ihm ihr Gesicht ganz ungläubig entgegen!“
Nun denn, Tremor, ich werde dich mehr vermissen als Du Dir vorstellen kannst. Doch ich danke dem Himmel, dass Du jetzt ein Teil der Familie von Judy und Simon bist. In Chengdu ist damit etwas Platz geworden. Vielleicht wartet irgendwo in China bereits ein neuer Tremor, um zu lieben und geliebt zu werden.

  Teile diesen Artikel mit deinen Freunden
Nothilfe Bärenrettung



Zurück Weiter