Euch allen Frohe Weihnachten! 
Wieder ist ein Jahr vorbei und ich frage mich, ob Ihr auch Sie sich so auf 2011 freuen und dabei wundern, wohin 2010 gegangen ist! Die Monate sind in diesem Jahr nur so vorbeigeflogen. Doch sie waren voller guter Nachrichten und Fortschritt, was uns für das kommende Jahr viel Hoffnung gibt.

Bald mehr dazu, doch für heute haben Sie sicher mehr Freude an ein paar Festtagsgrüßen auf Bärenart. So wie unsere Teams in China und Vietnam, die viel Spaß hatten daran, dieses Weihnachten für die Bären zu einem speziellen Fest zu machen. In Vietnam haben Annemarie und ihr Team „Moonie“ überredet, in den Gehegen bunte Pakete auszulegen, damit eine große Gruppe Bären große Freude daran hat, die Geschenke auszupacken. Einer davon, Olly, war ganz benommen vor Glück – und führte sich vor seinen Freunden total auf, als er wie verrückt in dem Gehege umher rannte, um so viele Pakete wir nur möglich zu zerstören.

Dazu schreibt Annemarie:
Nach einem harten Start ins Leben, der Mutter schon als winziger Welpe entrissen und mit zwei anderen in einem winzigen Käfig eingesperrt und schlecht ernährt, wurde das Leben für Olly undendlich besser, als er vor dreieinhalb Jahren in das Rettungszentrum von Animals Asia in Tam Dao gebracht wurde. Dort lebte er zusammen mit Mara und Mausi, seinen zwei besten Freunden und hat seinen schlimmen Start ins Leben inzwischen längst vergessen. Schon erwachsener als die beiden Mädchen,spielte er den ganzen Tag und wollte auch keine Milch aus der Flasche mehr trinken. Lieber schon aus einer Schüssel schlecken. Als weitere Jungtiere gerettet und ins Zentrum gebracht wurden, ging der Spaß fröhlich weiter. Jetzt lebt Olly zusammen mit 20 anderen Bären und hat die Veränderungen gut verkraftet. Seit dem Sommer kann er auch in das wunderschöne Piniengehege wo, komme was will, der Spass weitergeht!

Unser wunderbares Bärenteam unter der Leitung von Falk, dem Bärenmanager, hat viele Weihnachtsgeschenke aus wunderbaren Leckereien eingepackt. Moonie hat mit dem Team zusammen diese Pakete in den Gehegen und in den Christbäumen verteilt und dann durften die Bären hinaus. Einige davon bemerkten die fremdartigen neuen Dinge und blieben nahe beim Bärenhaus, um das ihnen bekannte Futter zu fressen.

Aber nicht Olly! Er fand ein Paket, riss es auf, verspeiste den Inhalt und weiter ging‘s zum nächsten. Oft begnügte er sich damit, das Paket nur aufzureißen. Fast alle Pakete im Gehege hat er so aus reiner Freude zerstört! Ist es nicht herrlich, Bären wie Olly, die einen so schlechten Start gehatten, oder Bären die auf den Farmen leiden mussten, eine neue und anregende Umgebung zu geben, wo sie wieder Bären sein und sich des Lebens freuen können!

Hier sieht man Olly’s Eskapaden

Fröhliche Weihnachten und viel Liebe vom Team in Vietnam.



In China hatten wir Spass mit Bären am anderen Ende des Altersspektrums – unser wunderbarer Oliver. Dieser steinalte Mann wurde, wie viele von Ihnen wissen, dieses Jahr im April gerettet, nachdem er 30 Jahre in einem Käfig leben musste. Sein Körper ist zerbrochen, doch sein Geist ist stark – und wir alle vergossen ein paar Tränen als wir ihn sahen, wie er nach draußen schlurfte, nachdem die Türen der Gehege geöffnet wurden. Dort streifte er dann neugierig und zufrieden umher in seinem Gehege, das mit Paketen und selbstgefertigten Weihnachtsbäumen geschmückt worden war, die alle liebevoll von Ai, dem Leiter des Bärenteams, zusammen mit seinem Team angefertigt worden waren. Schnell lagen die Bäume und die Pakete am Boden und Oliver verputzte die Nüsse und Früchte voller Genuss, während seine Bewunderer droben auf dem Dach lustige Weihnachtsmannsmützen trugen und das Gefühl bekamen, dass Weihnachten angekommen ist.







Zu Eurem Vergnügen und mit einer bärigen Umarmung von uns allen, hier freut sich Olly wie ein Schneekönig über sein erstes Weihnachtsfest. Bitte hier klicken.





James, unser Bärenmanager in Chengdu, schickte mir einige Tage nachdem ich dort weggefahren war, einen Bericht: „Ich wollte nur sagen, dass ich Olly gestern gewogen habe und der gute Knabe hat jetzt 280 kg! Er war sehr ruhig und freundlich – da er so lang ist, musste ich ihn im Wiegekäfig ein paar Mal umsetzen… nicht einmal geknurrt hat er...“

Das sind ganz außergewöhnliche Nachrichten von einem Bären, der nach all den Jahren des Missbrauchs durch die Farmer, die ihn für Jahrzehnte eingesperrt haben, jetzt den Menschen wieder vertraut.
Zu guter Letzt haben wir noch Bilder von den Festen aus unseren Büros in der ganzen Welt, die allen Lesern dieses Blogs ihre Liebe und herzlichen Dank überbringen wollen.

Unser Foto vom Büro in Hongkong zeigt alle Teammitglieder außer Angela und Jasmine. Angela, die mich bei diesem Blog so sehr unterstützt, war an diesem Tag nicht da. Um zu zeigen, dass wir sie nicht vergessen, haben wir das Titelbild unseres Buchs „Freedom Moon“ mit aufgenommen. Es zeigt Mafi, den wunderbaren Bären, für den Angela die Patin war und der auf so tragische Weise an Leberkrebs verstarb. Diese Krankheit tötet so viele Bären in den Farmen. Auch Jasmine fehlt auf dem Bild, da sie mit Freiwilligen von Professor Pfote unterwegs war – Claire hatte den Einfall dass wir die berühmten Flip Flops von Jasmine mit aufs Bild nehmen! Hier sind sie in der ersten Reihe!



Und hier sind drei Bilder von unserem Team aus Deutschland, drei aus England und eines aus Amerika.















Die Gründerin von Professor Pfote, Anneleise, ist vor kurzem mit ihrem Mann Boyd und ihrem Sohn Felix wieder nach Hongkong gezogen – wir mussten alle über das Foto ihres wunderbaren kleinen Jungbären lachen.



In dieser festlichen Zeit können wir Ihnen nicht genug danken für Ihr Vertrauen und Ihre Freundlichkeit, die es ermöglicht, dass Olly und seine Freunde in Vietnam und unser alter Oliver mit seinen Kameraden in China jetzt ein neues Leben führen können.

In 2011 wollen wir unsere Aufklärungsprogramme besonders stärken, damit die Stimmen der Menschen in Asien noch lauter erschallen – die die Regierungen aufrufen, ihre gefährdeten Bären zu schützen und ihnen zu helfen. Und natürlich geht unsere Rettung gefangener Bären in beiden Ländern weiter, um Freiheit und Hoffnung den vielen Bären zu bringen, die jetzt in den Farmen leiden müssen und Beweise zu sammeln, die uns helfen, gegen diese Industrie zu kämpfen bis auch die letzte Bärenfarm geschlossen ist. Ihnen allen unseren Dank, unsere besten Wünsche und unsere Liebe – Sie sind die Lebensspender für die Bären, Hunde und Katzen Asiens – wir wünschen Ihnen ein wunderbares Weihnachtsfest und ein bäriges neues und ganz besonderes 2011.


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Nothilfe Bärenrettung


Mach’s gut, Heather – wir werden Dich alle vermissen 
Die Geschichte, die kürzlich über Tremor und seine Vereinigung mit Judy berichtete, verpasste es einen anderen sehr glücklichen Hund zu erwähnen – Mathilda. Nun da ihre „Mutter“ Heather uns leider verlässt und nach England zurückkehrt, scheint es an der Zeit beide zu erwähnen und unserer leitenden Tierärztin Heather Lebewohl zu sagen, die sich in den vergangenen dreieinhalb Jahren mit so viel Liebe und Mitgefühl um unsere Bären gekümmert hat.



Nic, unser leitender Bärenmanager stellt ein Erinnerungsbuch mit den besten Geschichten zu Heather zusammen. Ich will sie nicht in Verlegenheit bringen, doch ich finde es passend, hier meine Geschichten mit Heather zu veröffentlichen.

Bei dem schrecklichen Erdbeben in Sichuan im Mai 2008 war es ein trostloses, schreckliches Gefühl all die zu sehen, die sich trotz der wiederholten Aufforderung von den Botschaften, die ausländischen Mitarbeiter zu evakuieren, weigerten, zu gehen, bis sie schließlich doch sehr zögerlich den Bus nach Chongqing besteigen mussten.

Heather blieb. Einfach und ohne große Aufregung. Sie sagte einfach, dass sie meine Anordnung ignoriere und auf keinen Fall nachgäbe. Es blieb mir nichts anderes übrig. Ich musste sie entlassen – und immer noch weigerte sie sich zu gehen. Bei so viel Sturheit und Entschlossenheit bei einer warmherzigen Frau musste ich lachen und sie schleunigst wieder einstellen. Enorm erleichtert über ihr Dableiben. Die nächsten Tage will ich nicht näher beschreiben, denn ich glaube, dass Heather wie auch ich darüber ihre ganz persönlichen Gedanken hat, die nicht geeignet sind, hier verbreitet zu werden. Doch so viel kann ich sagen, dass sie wie all die anderen Mitarbeiter die Herausforderungen dieser schrecklichen Tage, die wohl mit zu den größten in ihrem Leben gehören, stoisch und mit Humor annahm und sich dabei unser aller Respekt verdiente.

Es gibt so viel Dinge, an die ich mich an Heather erinnern werde: ihre außerordentlichen Fähigkeiten bei der Nothilfe und Wiederbelebung in den seltenen Fällen, wenn ein Bär die Narkose nicht vertrug, ihre Versuche, bis zur Erschöpfung unserem wunderbaren Hund Heibo wieder Leben einzuhauchen, der bewusst von einem Fleischhändler vergiftet worden war, und ihre Verzweiflung, als er diesen Kampf verlor und starb. Ich erinnere mich an die beeindruckenden Vorträge von Heather bei Konferenzen, ihre beständige „das schaffen wir schon“ Einstellung bei jeder neuen Rettungsaktion für Bären in den Farmen sowie ihre ganz persönliche Hündin Mathilda, die sich plötzlich in unser Rettungszentrum und in unsere Herzen stürzte, ohne das geringste Gefühl von Scham. (Die Quarantäne von Mathilda bei mir in Hongkong wurde von meinen dortigen Katzen und Hunden ebenfalls mit einer Mischung aus Überraschung und Verachtung ertragen, die ungläubig zusahen, als Mathilda fröhlich auf die Sofas, Tische, Stühle, Tiere und Menschen sprang, wohin auch immer ihr der Sinn stand.)

Immer wieder warnte ich Heather vorsichtig zu sein, wenn sie wegfuhr – denn auf jeder ihrer Reisen gab es eine kleine Katastrophe. Das konnte man fast schon vorhersagen – die ihre Begleiter und sie aber glücklicherweise immer heil überstanden.

Sie strahlte immer große Liebe zu den Bären aus – und die vielen langen Abende mit dem Team in China und Vietnam bleiben uns allen in Erinnerung. Mit mehr Dankbarkeit als sie je wissen wird. Bei Notoperationen und niederschmetternden Autopsien. Ihr schriftlichen Gruß „Schlafe gut, Du kleiner Bär“ am Ende ihrer Abschiede für die verstorbenen Bären zeigt sie als Tierärztin, die einerseits extrem professionell, andererseits so mit dieser Tierart verbunden und ihr zugetan ist, für die sie Berge versetzte, um zu helfen.

Heather, Danke für alles, was Du den Bären, Hunden und Katzen, Makakken, Bengalkatzen und anderen Tieren in China gegeben hast. Wir alle haben so sehr profitiert von Deinem Professionalismus, Deiner Fürsorge, wie Du die Höhen und Tiefen der Grausamkeit und der Wohlfahrt geteilt hast, die dieses faszinierende und manchmal auch frustrierende Land zu bieten hat. Ich weiß, wir sehen uns wieder. Doch ich weiß, dass Dir die Bären ans Herz gewachsen sind; und die Bewunderung und Zuneigung eines Teams in China und Vietnam, das dich schrecklich vermissen wird.

In Liebe Jilx

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Nothilfe Bärenrettung


Vier neue Bären und ein Besuch vom Weihnachtsmann! 
Nach den traurigen Blogs der letzten Tage zum Thema Vietnam freue ich mich besonders, Ihnen diese Woche aus Hanoi ein paar gute Nachrichten bringen zu können. Gerade erst hat unser wunderbares Team in Vietnam das OK der Regierung in Hanoi erhalten, vier Bären in unsere Rettungsstation in Tam Dao zu überführen.

Es dauerte mehrere Wochen, bis diese Zusage kam. So lange mussten die Bären in der Rettungsstation der Regierung in Soc Son warten. Zwei davon (Sie heißen jetzt „Bill“ und „Ben“) sind Jungtiere und wurden vor einiger Zeit zusammen mit dem wunderschönen Sonnenbärenwelpen Olive von der Quang Ninh Polizei beschlagnahmt, als sie auf dem Weg nach China waren. Kirsty, unsere Tierärztin, schätzt ihr Alter auf etwa fünf Monate. Es geht ihnen gut und sie sind wirklich sehr aufgeweckt!



Die beiden anderen Bären – jetzt „Tinh Son“ und „Baloo“ genannt – brauchen intensive Pflege. Besonders Baloo, der an schrecklichem Haarausfall leidet. Er ist fast kahl und seine verdickte Haut zeigt entzündete Bereiche. Jetzt sind beide Bären in Sicherheit und als unsere neuen Familienmitglieder werden sie gepflegt und gründlich verwöhnt, während sie sich an ihr neues Zuhause gewöhnen,

Tuan, unser Direktor in Vietnam schickte einen kurzen Bericht über diese Rettungsaktion, die wiederum zeigt, wie sehr unser Team auch auf Unvorhergesehenes vorbereitet sein muss!

„Die Aktion verlief sehr glatt, obwohl wir einmal kurz dachten, dass es länger dauern könnte - der Fahrer konnte den Lastwagen nicht an die Laderampe fahren, wo die Bären für den Transport warteten. Ich dachte mir schon einen Plan B aus, als Tuan, unser Leiter des Bärenteams, die Situation rettete und das Steuer selbst übernahm, um den Lastwagen geschickt durch die schmale Lücke zwischen den Bäumen zu steuern, so dass wir unsere Bären sicher aufladen konnten.“

Als ich einige Tage später, begleitet von meinem Cousin Danny, kurz in Vietnam war, freute ich mich sehr, alle vier Bären gesund und munter zu sehen. Danny ist zurzeit auf einer 15 monatigen Weltreise und hat mich in Hongkong und Hanoi getroffen. Der arme Baloo ist wirklich sehr nackt, doch er lässt es sich schmecken und ist im Vergleich zu seiner Ankunft schon viel zufriedener.

Die Welpen sind süß – und Danny und ich mussten laut lachen, als wir sie so in ihrem großen Käfig herumtollen sahen, wo sie im Anschluss an ihren Nachmittagstee „Fangen“ spielten.

Hier kann man die ganze Geschichte lesen und man sieht auch ein paar Bilder unserer neuen Mitbewohner.

Am Abend hielten wir unsere Weihnachtsparty in der Rettungsstation ab. Gelegenheit, zusammen mit unseren Partnern vom Tam Dao Nationalpark und anderen ein weiteres erfolgreiches Jahr zu feiern. Auch Frauen und Kinder waren dabei. Vor dem köstlichen vegetarischen Dinner unterhielt der Weihnachtsmann, der wohl etwas zu früh gekommen war, die Kinder und überreichte ihnen kleine Weihnachtsgeschenke.





Der Weihnachtsmann war großartig – doch ich muss zugeben, ich war etwas beunruhigt zu sehen, dass er so abgenommen hat und dass sein Haar nicht mehr weiß war! Ich könnte schwören, jemand hat auch „Danny“ gesagt, doch ehe ich noch fragen konnte, kletterte der Weihnachtsmann wieder auf seinen Schlitten um heimzukehren und für die Kinder in der Welt weiter Weihnachtsgeschenke einzupacken.

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Woodley bekommt Antwort! 
Wie Morgan aus unserem Büro in Amerika ganz richtig zu diesem lieben Brief, der zusammen mit einer Spende bei ihr eintraf, sag: "Das ist einfach zu süß, um es nur für uns zu behalten." Der Brief stammt von Raoul di Blasi aus Kingston, PA und ist die Antwort auf den Weihnachtsbrief unsers lieben Woodley.


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Ein bäriger Dank an Neil Parish MP 
Vor dem Seminar über die Bärenfarmen beim Europaparlament in Brüssel traf ich mich mit Dave, Toby und unseren Freunden von der chinesischen Regierung mit Neil Parish MP im House of Parliament in London.

Neil (im Bild hier an meiner rechten Seite) nahm sich trotz seines engen Terminkalenders die Zeit uns den Westminsterpalast zu zeigen und uns zu einem Mittagessen einzuladen. Dann ging es mit dem Eurostar nach Brüssel.



Während des Mittagessens dankte Neil den Vertretern der chinesischen Regierung für ihre Anregungen und Unterstützung unseres Ziels für ein Ende der Bärenfarmen in China und er hoffe, dass er China bald wieder besuchen könne.

Vielen Dank, Neil, für einen wunderbarenTag und für all Deine Arbeit und die Jahre der Unterstützung unserer Kampagne für ein Ende der Bärenfarmen. Hier findet ihr die neuesten Nachrichten über Neils Arbeit.

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