Koreas Reiseveranstalter streichen chinesische Bärengallefarmen aus dem Programm 
Während die Meetings zu den Hunden in Südkorea in Gange waren, gaben wir auch eine Pressekonferenz in Seoul. Sie war das Ergebnis monatelanger Arbeit und Vorbereitungen durch Toby und unser Team für das Ende der Bärengallefarmen.



Die Pressekonferenz wurde gemeinsam mit Reiseveranstaltern in Korea abgehalten, die zusicherten, bei ihren Pauschalreisen keine koreanischen Touristen mehr auf Bärenfarmen in China zu bringen.

Toby sprach über die Farmen, auf denen Touristen aus Korea oft illegal Bärengalle kaufen und betonte, dass diese Touristen dort nur mit Eiter infizierte „Stärkungsmittel“ erhielten. Wir machten Werbung für China als wunderschönes Reiseziel und baten die Touristen um ihr Mitgefühl und darum, die Gallefarmen nicht zu besuchen.

Drei große Reiseveranstalter machten mit und sprachen in den koreanischen Medien über ihre Verpflichtung, mit ihren Reisebussen keine Farmen anzufahren. Am nächsten Tag war darüber in den Medien zu lesen.

Hier klicken für unseren vollständigen Bericht


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Nothilfe Bärenrettung


Hoffnung für die Fleischhunde in Korea 
Die vergangene Woche in Seoul war sehr arbeitsreich für uns. Irene Feng (Direktorin ‚Schutz von Hunden und Katzen‘) und ich waren begeistert, eine Konferenz zu besuchen, die von Lola Webber, der Gründerin der „Change for Animals Foundation“ organisiert wurde. Wir hatten so die Möglichkeit, viele engagierte Anführer der Tierschutzbewegung in Südkorea zu treffen.

Vor vielen Jahren begann ich mit der Arbeit in Seoul, Teagu und Pusan, um den Handel mit Hunde- und Katzenfleisch zu dokumentieren und sogar Hunde aus dem berüchtigten Moran Markt zu retten. Kimchi kam bis Hongkong, doch leider trug er die Staupe in sich, was von den Tierärzten in Korea nicht erkannt wurde. Tragischer Weise starb er einige Wochen später in der Quarantäne.

Ein anderer Hund hatte mehr Glück – Simba (unten) kam, um beim koreanischen Zoll im Flughafen Incheon von Seoul illegale Tierprodukte zu erschnüffeln. In seinen zwei Dienstjahren bei Animals Asia und dem Zoll landete er 85 „Treffer“ und fand insgesamt 142 unterschiedliche Tierprodukte, wie Bärengalle, Gallenblasen, Moschus, Schlangen – UND vier lebende Affen. Einmal erschnüffelte er auch Marihuana, auf das er gar nicht trainiert war! Damals war Simba der erfolgreichste Hund des Amtes und erhielt sogar eine Auszeichnung vom südkoreanischen Umweltminister. Nach seiner bewundernswerten Karriere erwartete Simba ein idyllisches Leben bei einer Familie in Hongkong.





Heute kämpfen Gruppen in Korea gemeinsam für das Ende des Hunde- und Katzenhandels, bei dem viele Haustiere gestohlen und Millionen Tiere auf grausamste Weise sterben müssen.

Ich übergebe mein Blog an Lola, die über die aktuellen Fortschritte berichten möchte – und an den herausragenden und verspielten Django, ein Hund, ein Botschafter des Wandels.

4. September 2013

Hoffnung in Südkorea – Fortschritte bei der Beendigung der Hundefleischindustrie

Letzte Woche war die Change for Animals Foundation mit Jill Robinson und Irene Feng von Animals Asia in Seoul. Schon seit Jahren arbeiten wir zusammen an der Anti-Hundefleisch Kampagne in Südkorea. Daher war es spannend, der Gastgeber für ein Treffen mit örtlichen Tierschutzgruppen zu sein – jenen, die vorangehen in der ständig wachsenden Bewegung – um über Wege zu sprechen, wie wir gemeinsam unser Ziel – unseren Traum – das Ende der Hundefleischindustrie in Südkorea erreichen können.

Die Change for Animals Foundation arbeitet an einer Reihe von Projekten, um den grausamen Hundefleischhandel in Asien zu beenden. Doch in Südkorea hat für mich alles angefangen …Bei meinem ersten Besuch in Korea besuchte ich den berüchtigten Moran Markt – den größten Markt für Hundefleisch in Südkorea, auf dem etwa 40-60% des landesweit gehandelten Hundefleisches umgeschlagen wird … ein schmerzlich trauriger Ort … die Hoffnungslosigkeit der Lage überwältigt einen … und wenn wir einem der Hunde hinter den Gitterstäben ins Auge sehen und wissen, woher sie kamen und was ihnen noch bevor steht, ist weitergehen mit das Härteste, was ich je getan habe… Dort gab ich das Versprechen ab, die Hundefleischindustrie in Südkorea zu beenden…



Noch immer sehe ich die Hunde von Südkorea vor mir … die scheinbare Gleichgültigkeit gegenüber ihrem Leid ist unbegreiflich … Doch es gibt Hoffnung …Und die kommt von der ständig wachsenden Tierschutzbewegung in Südkorea. Die Tierrechtsbewegung wächst in Südkorea am schnellsten. Unsere Treffen, die gemeinsam von Animals Asia, der Humane Society International und Animal Guardians gesponsert wurden, waren eine Plattform für die Avantgarde dieser Bewegung – für Menschen, die ihr Leben dem Ziel verschrieben haben, die Öffentlichkeit auf die Qualen der Tiere in Korea aufmerksam zu machen. Die Debatte über Hundefleisch ist dabei das emotionalste und das am stärksten umkämpfte Thema. Einer dieser besonderen Menschen – einer in der wachsenden Zahl in Südkorea, die jeden Tag die Öffentlichkeit informieren und um Unterstützung für die Beendigung der unvorstellbar grausamen Hundefleischindustrie kämpfen – sagte mir einst: „Wenn wir keine Unterstützung für ein Verbot des Hundefleisches bekommen, welche Hoffnung haben wir dann für andere Tiere?“

Doch die Menschen sorgen sich. Sehr … und leidenschaftlich ... und es werden immer mehr. Die Gruppen, mit denen wir uns trafen – viele wurden von Freiwilligen gegründet und geleitet – sprachen über ihre Arbeit, die das Ziel hat, ein permanentes Verbot von Hundefleisch zu erreichen. Ihre Bindung an die Sache ist klar und ihre Leidenschaft ist spürbar. Es ist eine schwierige Kampagne – dabei muss auch der Status von Hunden in der Gesellschaft neu definiert werden – doch sie kann ihr Ziel erreichen. Ich habe mich noch nie optimistischer gefühlt als beim Abschied von Seoul letzte Woche.

Die Treffen profitierten auch von einem ganz besonderen Gast – dem wunderbaren Django! Django wurde vor ein paar Monaten aus einer Farm gerettet und gilt in Südkorea als ‚Fleischhund‘. Der Wert dieser Hunde ist einzig ihr Gewicht … in Form von ‚guns‘ – der Einheit, die bei Hunden verwendet wird, die für den menschlichen Verzehr bestimmt sind… Bei der Rettung hatte er gefährliches Untergewicht und litt an verschiedenen Hautkrankheiten. Sein Körper war bedeckt mit Narben, die von seinem traurigen Leben im Käfig auf einer Hundefleischfarm erzählen – dort gibt es weder Mitleid noch Hoffnung …



Doch Django zeigte uns, dass sein Geist nicht gebrochen wurde und seine Seele noch lebte. Bei dem Meeting sprang er auf ganz eigene Art zu jedem, der ihn begrüßte – mit einem großen Schleck! Seine Bereitschaft zur Vergebung und den Menschen wieder zu vertrauen ist erstaunlich… Seinen wunderbaren Geist erkennt man selbst in dem schelmischen Verhalten, das alle jungen Hunde zeigen sollten!

Unsere Treffen haben die Hoffnung für eine zusammenhängende Kampagne wieder gestärkt – gemeinsam werden wir mit vereinter Stimme kämpfen und sie wird so laut sein, dass niemand sie überhören kann. Sie wird eine klare Botschaft tragen, dass die Menschen die Hundefleischindustrie verachten. Diese Industrie hat keinen Platz mehr in der heutigen Gesellschaft, wo die Zweifel darüber wachsen und das Mitleid mit Tieren zunimmt.

Wie Jill sagt:
„Die Energie im Versammlungsraum war elektrisierend – alle wollten die Zusammenarbeit stärken, um diese Industrie zu beenden, für die all die Jahre Abermillionen Hunde qualvoll sterben mussten und schrecklich kranke Tiere in die Nahrungskette in Südkorea gelangten. Haushunde, Gebrauchshunde und Fleischhunde lassen sich nicht in zwei Kategorien aufteilen, wie die Händler es behaupten – ein Hund ist ein Hund ist ein Hund – und sie helfen heute schon, die Sicherheit der Menschen im Land durch ihre Arbeit bei der Polizei und beim Zoll zu gewährleisten.



Mein Glückwunsch an alle Gruppen, die sich gemeinsam auf den Weg gemacht haben, um mit lauter Stimme gegen den Verzehr von Hunden und Katzen in Korea zu sprechen. Während der wunderbare Django dabei war, uns alle zu Tode zu lecken, bestehen keine Zweifel, dass auch er eine Spezies vertritt, die lebt und die ihr Leben hingibt, um uns zu helfen und auch unser Heim und unsere Familien glücklicher und sicherer zu machen.“



Django ist vielleicht nur einer der etwa 2,5 Millionen Hunde, die in Südkorea jährlich wegen ihres Fleisches gezüchtet und geschlachtet werden – doch er ist Hoffnung … Und er repräsentiert, weshalb wir nie aufhören werden, bis der letzte Käfig leer ist.

Lola Webber

CFAF


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Die Schlangen leben! Danke, Adina. 
Hier in Chengdu passiert allerhand, doch ich hätte die Geschichte von Adina Valentine nie geglaubt. Sie ist eine unserer wunderbaren Tier-Krankenschwestern und sie hat in ihrem Schlafzimmer junge Schlangen ausgebrütet!



Das war wirklich eine erstaunliche „Rettungsaktion“ und daher übergebe ich den Blog nun an Adina, damit sie die Geschichte erzählt.

Am 17. August 2013 kam es zur ersten Freilassung aus unserem Rettungszentrum in China!

Nein, nein, kein Bär, sondern zwei Schönnattern (Orthriophis taeniurus).

Nach dem Hochwasser in unserem Rettungszentrum fand man ein kleines Nest nicht identifizierter, zerwühlter und angebrochener Reptilieneier. Zwei der Eier waren noch ganz. Diese nahm ich an mich und begann, sie in meinem Schlafzimmer auszubrüten!

Die Chance, dass die Embryos überleben würden, war angesichts der Lage nicht sehr hoch. Doch wir glaubten, es zumindest versuchen zu müssen. Da wir nicht wussten, was für Schlangen wir hier vor uns hatten und sie auch giftig sein konnten, wurden die Eier gut in einer Schachtel gesichert. Wir legten die Schachtel mit Mulch aus den Blättern des Waldes aus und hielten Temperatur und Feuchtigkeit konstant. Unsere Geduld wurde schließlich mit zwei wunderschönen Babys belohnt, die am 17. August um 21:30 Uhr schlüpften. Wie es so geht war ich nicht dabei und bekam einen Video-Notruf bei dem alle zusammenkamen, um die Tierart zu bestimmen – zum Glück stellten sie sich als komplett harmlose Schönnattern heraus. Ein passender Name!

Am nächsten Tag kam ich zurück und war ganz aufgeregt sie zum ersten Mal zu sehen. Die Babies – wir nannten sie „Fluffy“ und „Mr. Squiggles“ – wurden nach einem Gesundheitscheck wieder in die Freiheit entlassen (wo sie hingehören). Diese Mädels nehmen wirklich jeden Grund als Entschuldigung, um mit ihren Patienten zu schmusen!

Die Babies glitten hinein in den dichten Bambusdschungel und in ihr neues Leben in Freiheit.

Schlangen werden nicht wie andere Tiere von den Eltern aufgezogen. Sie schlüpfen und sie sind bereit. Daher mussten die Mädels ihnen nicht beibringen zu kriechen oder zu jagen (wobei wir glauben, dass dabei wohl ganz interessante Bilder entstanden wären!)

Hier sieht man diese tollen Geschwister – Wieder einmal ein glückliches Ende für Tiere in China!

(Erstes Bild zeigt Mr. Squiggles; zweites Bild Fluffy)





















Ich hatte das Glück, auch dabei zu sein und konnte die Babies nach dem Schlüpfen sehen. Einfach schön – es ist auch wunderbar, wie Adina und das Team dazu beitrugen, die Vielfalt des Lebens an unserem kleinen friedlichen Platz in Chengdu auf so intelligente und mitfühlende Weise zu stärken.


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Besuch von unseren Freunden aus Frankreich 

Zusammen mit den Bären haben wir uns sehr über den Besuch der französischen Unterstützergruppe hier in Chengdu gefreut.

Die Gruppe wurde vertreten durch Michèle Jung (Präsidentin), Geneviève Hamelin (Schriftführerin, Webmaster und Autorin von "Sur les pas des ours"(Auf der Spur der Bären)), Philippe (Genevièves Mann) und Isabelle, Laura und Frédéric (Mitglieder der Unterstützergruppe).

Die wunderbare französische Gruppe wurde im Oktober 2011 gegründet und hat heute 41 Mitglieder aus dem ganzen Land. Besonders aber in zwei Gebieten – einem im Süden, aus dem Michèle kommt und eines im Westen, in dem Geneviève lebt. Auf dem Foto sind von links: Geneviève, ich und Michèle.



Während der letzten beiden Jahre hat die Gruppe unermüdlich mit den Medien, mit Unternehmen und Einzelpersonen zusammengearbeitet und bisher bereits 25.000 Euro an Hilfen für die Bären zusammengebracht. Einer ihrer Hauptsponsoren, Clic Animaux, hilft uns und den Bären besonders. 40.000 Besucher täglich erfahren auf ihrer Webseite etwas darüber, wie das Ende der Bärengallefarmen zu erreichen ist.

Seit ihrer Gründung hat die Gruppe mehr als 10 Veranstaltungen in Frankreich organisiert um die Bären bekannt zu machen. Sie haben sogar ein „Nachrichtenzentrum“ eingerichtet, um in den Medien sichtbarer zu werden. Neben ihrer Teilnahme an großen nationalen Veranstaltungen, wie dem Veganen Tag in Paris, der im Oktober stattfindet, haben sie auch für das nächste Jahr große Pläne. Ich freue mich schon darauf, sie am Veganen Tag 2014 in Paris zu treffen.

Neben der Öffentlichkeitsarbeit für die Bären sind Michèle, Geneviève und die anderen Mitglieder unserer französischen Unterstützergruppe eifrig beschäftigt, Webseiten zu suchen, die für Bärengalle Reklame machen oder solche Produkte anbieten. Sie haben an Lehranstalten der Traditionellen Chinesischen Medizin und auch an Ärzte und Apotheken geschrieben und sie über die Qualen der Gallebären informiert. Auch über den Fakt, dass unter der Konvention der CITES der internationale Handel mit Bärengalle illegal ist.

Für viele von uns, die schon lange auf sie gewartet haben, war ihr Besuch in Chengdu vor ein paar Wochen ein Höhepunkt und wir genossen die Stunden, in denen wir ihnen die Bären vorstellen konnten. Besonders interessiert hat sie der Operationsraum, wo die Gruppe beim Gesundheitscheck von Krönchen mithalf und alles über ihre langen Leidensjahre auf der Farm erfuhr.

Wieder draußen im Sonnenschein war der Besuch von Jasper besonders aufregend, der sofort herbeikam um seine ihn bewundernden Fans zu begrüßen und sich für ein Foto in Position zu setzen.



Michèle, Genviève und all unsere Freunde in Frankreich, bitte nehmt unseren herzlichen Dank an, für alles was ihr tut, um die Geschichte der Bären bekannt zu machen und auch für die Spenden die ihr so unermüdlich sammelt, damit die Kampagne für die Schließung der Bärengallefarmen weiter gehen kann. Wir freuen uns schon auf ein baldiges Wiedersehen und nochmals vielen Dank dafür, dass euch die Bären am Herzen liegen.





Hier geht es zur Webseite der Animals Asia Unterstützer in Frankreich und zu ihrer Facebook Seite


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Die ‚erste Liebe‘ unseres Botschafters 
Unser wunderbarer UK-Botschafter, Schauspieler Peter Egan, sagte, dass seine Botschafter-Rolle für Animals Asia seine liebste Rolle bisher ist. Uns macht das richtig stolz und wir hoffen, dass es auch seine längste Rolle sein wird!



Peter bereitet sich gerade auf einer der schwierigsten Rollen seines Lebens vor. Beim Edinburgh Festival wird er alleine die Bühne betretem und einen intensiven Monolog aus Samuel Beckett’s Kurzgeschichte ‚Erste Liebe‘ vortragen.

Die „düstere und komische Geschichte erforscht, wie die Liebe uns verrät und wie wir die Liebe verraten“. Sie wurde 1946 geschrieben und von Michael Colgan für die Bühne angepasst. Nach Peters grandioser Leistung in Alan Bennetts ‚People‘ (Menschen) im Londoner Nationaltheater, spielt er nun vier Tage hintereinander dieses komplizierte, faszinierende und düster emotionale Stück – vom 28. bis zum 31. August. Es verspricht eine Show zu werden, an die man sich erinnert.

Peter, das ganze Animals Asia-Team wünscht dir den größten Erfolg für diese komplexe und fordernde Rolle – wir senden dir bärige Umarmungen von deinem eigenen Bär, Peter und seinen Freunden. Wir wissen, dass du Samuel Beckett stolz machen wirst.

Tickets für Peters Performance können auf der Festival-Seite gekauft werden:
http://www.eif.co.uk/firstlove

Mehr über ‚Erste Liebe‘ (First Love) erfahren Sie hier:

http://www.peter-egan.co.uk/page_2931489.html
http://www.playbill.com/news/article/17 ... l-Festival





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